{"id":749652,"date":"2026-01-27T01:57:18","date_gmt":"2026-01-27T01:57:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749652\/"},"modified":"2026-01-27T01:57:18","modified_gmt":"2026-01-27T01:57:18","slug":"weltraum-allianz-rheinmetall-verbuendet-sich-mit-ohb-fuer-ein-deutsches-starlink","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749652\/","title":{"rendered":"Weltraum-Allianz: Rheinmetall verb\u00fcndet sich mit OHB f\u00fcr ein \u201edeutsches Starlink\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der R\u00fcstungsriese Rheinmetall hat gro\u00dfe Pl\u00e4ne im Raumfahrtgesch\u00e4ft. Gemeinsam mit dem Bremer Satellitenhersteller OHB bewirbt sich der Konzern um den Aufbau eines \u201edeutschen Starlink-Netzes\u201c f\u00fcr die Bundeswehr. Die B\u00f6rse reagiert euphorisch.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der geplante Multi-Milliardenauftrag der Bundeswehr f\u00fcr eine Satellitenflotte unter der Bezeichnung SATCOMBw Stufe 4 f\u00fchrt zu einer \u00fcberraschenden Zusammenarbeit: So wird sich der D\u00fcsseldorfer R\u00fcstungskonzern Rheinmetall mit dem Bremer Raumfahrtkonzern OHB verb\u00fcnden, um laut Medienberichten gemeinsam ein Angebot f\u00fcr den Auftrag abzugeben. Die OHB-Aktie reagierte mit einem Kurssprung von mehr als 30 Prozent auf die Nachricht. Offiziell best\u00e4tigte der Bremer Konzern lediglich \u201eGespr\u00e4che zu einer m\u00f6glichen Kooperation mit dem Rheinmetall-Konzern\u201c.<\/p>\n<p>Rheinmetall ist im vergangenen Jahr in das Weltraumgesch\u00e4ft eingestiegen und hat im Dezember einen 1,7 Milliarden Euro Vertrag mit der Bundeswehr f\u00fcr eine Radar-Aufkl\u00e4rungsflotte mit dem Projektnamen SPOCK 1 unterschrieben. Zur Bereitstellung dieser F\u00e4higkeit hat Rheinmetall gemeinsam mit ICEYE \u2013 dem weltweit f\u00fchrenden Hersteller und Betreiber von Radar-Satelliten \u2013 das Unternehmen Rheinmetall ICEYE Space Solutions (RISS) gegr\u00fcndet, mit 60 Prozent Rheinmetall-Anteil. Die Satelliten f\u00fcr SPOCK 1 sollen in einem Rheinmetall-Werk in Neuss produziert werden.<\/p>\n<p>Jetzt geht es um ein weiteres Bundeswehr-Satellitenprojekt. Mit SATCOMBw Stufe 4 soll angeblich ein Netz von 100 bis 200 Kommunikationssatelliten in niedriger Umlaufbahn entstehen. Die Kosten werden auf acht bis zehn Milliarden Euro veranschlagt. Vorbild f\u00fcr die Bundeswehr-Konstellation ist das Starlink-Satellitennetz des Technologieunternehmers Elon Musk mit bislang gut 9000 aktiven Satelliten. Bis 2029 will die Bundeswehr mit dem Kommunikationsnetz im All Panzer, Schiffe und Soldaten miteinander verbinden.<\/p>\n<p>Um den Auftrag bem\u00fcht sich aber nicht nur das neue B\u00fcndnis Rheinmetall-OHB und schl\u00e4gt dabei eine rein deutsche L\u00f6sung vor, sondern auch Europas f\u00fchrender Satellitenhersteller Airbus Defense and Space. Airbus plant jedoch sein Gesch\u00e4ft mit den Aktivit\u00e4ten von Thales (Frankreich) und Leonardo (Italien) zusammenzulegen.<\/p>\n<p>Gegen dieses europ\u00e4ische Satellitenb\u00fcndnis hat OHB-Chef Marco Fuchs bereits Widerstand vor der EU-Kommission angek\u00fcndigt und setzt auf die deutsche Karte.  Airbus hat hingegen von der Bundeswehr das SATCOMBw Stufe 3-System gewonnen, das aus zwei gro\u00dfen geostation\u00e4ren Kommunikationssatelliten besteht. Der Auftrag \u00fcber 2,1 Milliarden Euro wurde 2024 erteilt und die Satelliten sollen noch vor dem Ende des Jahrzehnts in Betrieb genommen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Bremer OHB-Konzern ist eine Zusammenarbeit mit Rheinmetall ein T\u00fcr\u00f6ffner im Milit\u00e4rgesch\u00e4ft, w\u00e4hrend Rheinmetall an Raumfahrt Know-how gewinnt. OHB hat erst j\u00fcngst seine Gesch\u00e4ftsaussichten angehoben. Nach einem Anstieg beim Auftragseingang um 24 Prozent im Jahr 2025 auf 2,1 Milliarden Euro wird nun mittelfristig ein j\u00e4hrliches Neugesch\u00e4ft von drei Milliarden Euro erwartet. Die Gesamtleistung soll bis zum Jahr 2028 auf \u00fcber zwei Milliarden Euro steigen, bei einer Ertragsmarge (EBIT) von \u00fcber neun Prozent. <\/p>\n<p>Die Grundlage daf\u00fcr bilden die steigenden Budgets der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA, der Europ\u00e4ischen Union sowie nationaler Kunden. \u201eDer Verteidigungsmarkt gewinnt dabei deutlich an Bedeutung\u201c, teilte OHB ohne weitere Erl\u00e4uterungen mit.<\/p>\n<p>OHB wird auch weiter an der B\u00f6rse bleiben, nachdem es immer wieder Spekulationen \u00fcber einen Zwangsausschluss der noch wenigen Kleinaktion\u00e4re gab, seitdem der US-Finanzinvestor KKR \u00fcber eine Kapitalerh\u00f6hung knapp 30 Prozent am Kapital erwarb. Mehrheitseigent\u00fcmer ist nach wie vor die Familie Fuchs. Wie OHB-Chef Marco Fuchs jetzt erkl\u00e4rte, sch\u00e4tzen die Auftraggeber die Transparenz, die mit der B\u00f6rsennotierung einhergeht. \u201eAus unserer Sicht schafft sie zus\u00e4tzliches Vertrauen. Wir erhalten uns daher einen Zugang zu den Kapitalm\u00e4rkten, der unser zuk\u00fcnftiges Wachstum und die nachhaltige St\u00e4rkung unserer Wettbewerbsf\u00e4higkeit unterst\u00fctzen kann.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der R\u00fcstungsriese Rheinmetall hat gro\u00dfe Pl\u00e4ne im Raumfahrtgesch\u00e4ft. 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