{"id":749667,"date":"2026-01-27T02:07:42","date_gmt":"2026-01-27T02:07:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749667\/"},"modified":"2026-01-27T02:07:42","modified_gmt":"2026-01-27T02:07:42","slug":"stadt-stellt-kleingartenentwicklungskonzept-vor-hannover-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/749667\/","title":{"rendered":"Stadt stellt Kleingartenentwicklungskonzept vor &#8211; Hannover.de"},"content":{"rendered":"<p>Kleing\u00e4rten sind in Hannover weit mehr als Orte zum G\u00e4rtnern. Sie sind gr\u00fcne R\u00fcckzugsr\u00e4ume, Treffpunkte f\u00fcr Nachbar*innen, Lernorte f\u00fcr Kinder und ein wichtiger Baustein f\u00fcr das Stadtklima. Mit dem KEK26+ werden diese Funktionen gezielt gest\u00e4rkt und langfristig abgesichert.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr das neue Konzept ist das Auslaufen des bisherigen Kleingartenkonzepts zum Ende des vergangenen Jahres. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert: Der Klimawandel stellt neue Anforderungen an Gr\u00fcnfl\u00e4chen, w\u00e4hrend der Druck auf verf\u00fcgbare Fl\u00e4chen \u2013 insbesondere durch den dringend ben\u00f6tigten Wohnungsbau \u2013 weiter zunimmt.<\/p>\n<p>\u201eNach dem erfolgreichen Abschluss des Kleingartenkonzepts 2016\u20132025 hat die Verwaltung mit dem KEK26+ ein Anschlusskonzept vorgelegt, das den Bestand absichert und klare Leitlinien f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Weiterentwicklung des Kleingartenwesens setzt\u201c, erkl\u00e4rt Hannovers <strong>Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel<\/strong>.<\/p>\n<p>Zentrales Ziel des KEK26+ ist die langfristige Sicherung der bestehenden Kleingartenfl\u00e4chen. Gleichzeitig schafft das Konzept Transparenz dar\u00fcber, wie mit unvermeidbaren Fl\u00e4cheninanspruchnahmen umgegangen wird. Vorgesehen sind eine verbindliche Steuerung solcher Eingriffe, klare Regelungen zur Bereitstellung von Ersatzg\u00e4rten sowie Entsch\u00e4digungen f\u00fcr betroffene P\u00e4chter*innen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus st\u00e4rkt das KEK gezielt die \u00f6kologische, soziale und stadtklimatische Funktion der Kleing\u00e4rten. Gerade in dichter werdenden Wohnquartieren leisten sie einen wichtigen Beitrag zum sozialen Ausgleich und zur Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Kleing\u00e4rten zeigt sich auch in ihrem Umfang: In Hannover gibt es rund 19.500 Parzellen auf einer Fl\u00e4che von etwa 1.043 Hektar. Damit machen sie rund 11,3 Prozent der \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen und etwa 5,1 Prozent der gesamten Stadtfl\u00e4che aus.<\/p>\n<p>\u00d6kologisch erf\u00fcllen sie eine Schl\u00fcsselrolle: Als Kaltluftentstehungsgebiete tragen sie zur Frischluftversorgung bei, halten Regenwasser zur\u00fcck, sch\u00fctzen B\u00f6den und bieten Lebensraum f\u00fcr eine hohe Biodiversit\u00e4t. Zudem wirken Gartenb\u00f6den als Kohlenstoffspeicher und unterst\u00fctzen damit den Klimaschutz.<\/p>\n<p>Neben ihren \u00f6kologischen Funktionen sind Kleing\u00e4rten wichtige soziale Orte. Sie bieten wohnungsnahe Erholung, f\u00f6rdern Integration und Inklusion und sind bedeutende Lernorte f\u00fcr Umwelt- und Naturbildung. F\u00fcr viele Menschen \u2013 insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen \u2013 stellen sie einen wichtigen Ausgleich zu beengten Wohnverh\u00e4ltnissen dar.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" class=\"fullwidth image-zoomable\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f2749c94ccc9-PM_KEK26-Motiv1.jpg\" alt=\"Blick in einen Kleingarten.\" data-copyright-text=\"LHH\" data-large-image=\"https:\/\/www.hannover.de\/var\/storage\/images\/_aliases\/full\/8\/2\/5\/0\/30050528-2-ger-DE\/f2749c94ccc9-PM_KEK26-Motiv1.jpg\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                            \u00a9                                 LHH<\/p>\n<p>Das Kleingartenentwicklungskonzept liefert einen verbindlichen Rahmen f\u00fcr die Weiterentwicklung des Kleingartenwesens der Landeshauptstadt Hannover.<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt des KEK26+ liegt auf der Schaffung neuer Kleingartenparzellen auf stadteigenen Fl\u00e4chen. Vorgesehen sind unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>die Teilung sehr gro\u00dfer G\u00e4rten mit mehr als 500 Quadratmetern,<\/li>\n<li>die Umwandlung bislang ungenutzter Fl\u00e4chen in Pachtfl\u00e4chen,<\/li>\n<li>die \u00dcberf\u00fchrung von Grabelandparzellen in regul\u00e4re Kleing\u00e4rten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt besteht im Stadtgebiet ein Potenzial von rund 1.400 zus\u00e4tzlichen Parzellen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig benennt das KEK auch Standorte, an denen Umnutzungen notwendig sind. An vier Fl\u00e4chen sollen Kleingartenareale aus dem bisherigen Bestand herausgel\u00f6st werden. Davon betroffen sind rund 29 Hektar beziehungsweise etwa 650 Parzellen.<\/p>\n<p>Verbindlich geregelt ist dabei, dass Ersatzg\u00e4rten vor der Inanspruchnahme bereitgestellt werden und betroffene P\u00e4chter*innen eine angemessene Entsch\u00e4digung erhalten. \u201eGerade bei diesen sensiblen Prozessen ist Verl\u00e4sslichkeit entscheidend\u201c, betont Anja Ritschel. \u201eDas Konzept schafft daf\u00fcr klare und faire Regeln.\u201c<\/p>\n<p>Die Umsetzung des Kleingartenentwicklungskonzepts ist mit Kosten von rund 21,1 Millionen Euro verbunden. Die Nutzung geeigneter F\u00f6rderprogramme ist vorgesehen und wird im weiteren Verlauf gepr\u00fcft. Kosten, die durch konkrete Fl\u00e4cheninanspruchnahmen entstehen, sind nicht Bestandteil des KEK und werden jeweils im Rahmen der einzelnen Projektplanungen ermittelt.<\/p>\n<p>Erarbeitet wurde das Konzept in enger Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Umwelt und Stadtgr\u00fcn und dem Bezirksverband Hannover der Kleing\u00e4rtner e. V., der als wichtiger Vermittler zwischen Verwaltung und Kleingartenvereinen fungiert.<\/p>\n<p><strong>Reinhard Martinsen, Pr\u00e4sident des Bezirksverbands<\/strong>, betont: \u201eF\u00fcr den Bezirksverband und die angeschlossenen Vereine ist das Konzept eine wichtige Grundlage, weil es Planungssicherheit f\u00fcr die kommenden zehn Jahre bietet.\u201c Entscheidend sei nun, \u201edass die vorgesehenen Ma\u00dfnahmen auch konsequent umgesetzt und die Belange der Kleing\u00e4rtnerinnen und Kleing\u00e4rtner dabei weiterhin ernst genommen werden\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kleing\u00e4rten sind in Hannover weit mehr als Orte zum G\u00e4rtnern. 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