{"id":750357,"date":"2026-01-27T08:54:13","date_gmt":"2026-01-27T08:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750357\/"},"modified":"2026-01-27T08:54:13","modified_gmt":"2026-01-27T08:54:13","slug":"eu-und-indien-einigen-sich-auf-freihandelsabkommen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750357\/","title":{"rendered":"EU und Indien einigen sich auf Freihandelsabkommen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/costa-modi-leyen-100.jpg\" alt=\"Antonio Luis Santos da Costa, Narendra Modi und Ursula von der Leyen\" title=\"Antonio Luis Santos da Costa, Narendra Modi und Ursula von der Leyen | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 27.01.2026 08:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die EU und Indien haben die Verhandlungen \u00fcber ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Es geht um einen gemeinsamen Markt von fast zwei Milliarden Menschen. Der Einigung gingen fast 20 Jahre Verhandlungen voraus.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU und Indien haben die Verhandlungen \u00fcber den Aufbau einer riesigen neuen Freihandelszone abgeschlossen. Das teilten EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und Indiens Premierminister Narendra Modi in Neu-Delhi mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Z\u00f6llen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und Indien angekurbelt werden. Ziel ist es, Wachstum und Arbeitspl\u00e4tze zu f\u00f6rdern und zugleich unerw\u00fcnschte Abh\u00e4ngigkeiten von anderen Staaten zu reduzieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor dem Hintergrund der aggressiven Zoll- und Handelspolitik der USA und dem zunehmenden Machtstreben Chinas gilt das Abkommen zudem auch als geopolitisch bedeutsamer Schritt.<\/p>\n<p>    Markt mit fast zwei Milliarden Menschen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen sagte, EU und Indien schrieben heute Geschichte &#8222;und vertiefen die Partnerschaft zwischen den gr\u00f6\u00dften Demokratien der Welt&#8220;. Man schaffe eine Freihandelszone mit zwei Milliarden Menschen, von der beide Seiten wirtschaftlich profitieren w\u00fcrden. Zudem sende man das Signal in die Welt, dass regelbasierte Zusammenarbeit weiterhin hervorragende Ergebnisse liefere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Abkommen wird zwar nicht so umfassend sein wie das der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/mercosur-abkommen-eu-suedamerika-100.html\" title=\"Trotz Protesten: EU macht Weg frei f\u00fcr Mercosur-Abkommen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU mit den Mercosur-Staaten<\/a>. Angesichts der Gr\u00f6\u00dfe des indischen Marktes ist es dennoch eines der gr\u00f6\u00dften, die bislang vereinbart wurden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Indien ist vor China mit mehr als 1,45 Milliarden Einwohnern das bev\u00f6lkerungsreichste Land der Welt. In der EU leben rund 450 Millionen Menschen. Gemeinsam repr\u00e4sentieren beide Seiten nahezu ein Viertel des weltweiten BIP und der Weltbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>    Deutsche Autobauer k\u00f6nnten profitieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angaben der EU zufolge k\u00f6nnte von dem Abkommen insbesondere die deutsche Autoindustrie profitieren, weil Indien den Import von Fahrzeugen aus der EU bislang mit Z\u00f6llen von bis zu 110 Prozent belastet. Diese sollen nun zumindest f\u00fcr 250.000 Fahrzeuge pro Jahr schrittweise auf zehn Prozent gesenkt werden, w\u00e4hrend sie f\u00fcr Autoteile nach f\u00fcnf bis zehn Jahren vollst\u00e4ndig abgeschafft werden. Auch Z\u00f6lle von bis zu 44 Prozent auf Maschinen, 22 Prozent auf Chemikalien und elf Prozent auf Pharmazeutika w\u00fcrden weitgehend beseitigt, hei\u00dft es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4hnliche Proteste wie beim Mercosur-Abkommen sind nicht zu erwarten, weil das Abkommen f\u00fcr hiesige Landwirte sensible Bereiche nicht einbeziehen soll. &#8222;Empfindliche europ\u00e4ische Agrarsektoren werden vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzt, da Produkte wie Rindfleisch, Gefl\u00fcgelfleisch, Reis und Zucker von der Liberalisierung im Rahmen des Abkommens ausgenommen sind&#8220;, teilte die EU-Kommission mit. Alle indischen Einfuhren m\u00fcssten zudem weiterhin die strengen Gesundheits- und Lebensmittelsicherheitsvorschriften der EU einhalten.<\/p>\n<p>    EU sieht enormes Potenzial<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU erwartet, dass das Abkommen bis 2032 zu einer Verdoppelung der EU-Exporte nach Indien f\u00fchrt, indem Z\u00f6lle auf 96,6 Prozent des Wertes der EU-Warenexporte nach Indien abgeschafft oder gesenkt w\u00fcrden. Insgesamt w\u00fcrden die Zollsenkungen Einsparungen von rund vier Milliarden Euro pro Jahr an Abgaben auf europ\u00e4ische Produkte erm\u00f6glichen. Nach EU-Angaben sind schon heute mehr als 6.000 europ\u00e4ische Unternehmen in Indien vertreten.<\/p>\n<p>    Signal an Trump<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als \u00e4u\u00dferst relevant wird das Abkommen auch angesehen, weil die Handelsbeziehungen zu den USA wegen der Zollpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump zuletzt unberechenbar geworden sind. Von der Leyen sagte bereits in der vergangenen Woche: &#8222;Wir entscheiden uns f\u00fcr fairen Handel statt f\u00fcr Z\u00f6lle. F\u00fcr Partnerschaft statt Isolation.&#8220; Die EU wolle Nachhaltigkeit statt Ausbeutung und meine es ernst mit der Risikominderung und der Diversifizierung von Lieferketten.<\/p>\n<p>    Fr\u00fchere Gespr\u00e4che waren gescheitert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bis das Abkommen unterzeichnet werden kann, d\u00fcrfte es noch dauern. Grund ist, dass der Vertragstext noch rechtlich \u00fcberpr\u00fcft und in alle Amtssprachen der EU \u00fcbersetzt werden muss. Anschlie\u00dfend muss er zudem noch von den Mitgliedstaaten und dem Europ\u00e4ischen Parlament gebilligt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft gab es schon von 2007 bis 2013 Verhandlungen \u00fcber ein Freihandelsabkommen. Damals scheiterten die Gespr\u00e4che jedoch und wurden erst 2022 wieder aufgenommen. Das Interesse an einer Einigung erh\u00f6hte sich zuletzt auf beiden Seiten angesichts des Verhaltens Trumps. Auf indische Produkte erheben die USA inzwischen Z\u00f6lle in H\u00f6he von 50 Prozent, einschlie\u00dflich der 25 Prozent wegen Handelsgesch\u00e4ften ihres Partners mit Russland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.01.2026 08:17 Uhr Die EU und Indien haben die Verhandlungen \u00fcber ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. 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