{"id":750419,"date":"2026-01-27T09:28:14","date_gmt":"2026-01-27T09:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750419\/"},"modified":"2026-01-27T09:28:14","modified_gmt":"2026-01-27T09:28:14","slug":"ein-experte-erklaert-was-der-senat-besser-machen-koennte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750419\/","title":{"rendered":"Ein Experte erkl\u00e4rt, was der Senat besser machen k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCCne tspCCnf\"><strong>Herr Bernt, der Wohnungsmarkt in Berlin ist extrem angespannt. Was sind die Gr\u00fcnde?<\/strong><br \/>Die Bev\u00f6lkerung ist gewachsen: 2010 hatte Berlin 3,4 Millionen Einwohner, heute sind es 3,9 Millionen, das sind 14 Prozent mehr. In derselben Zeit nahm der Wohnungsbestand nur um neun Prozent zu. Es gibt also eine Deckungsl\u00fccke. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\">Gleichzeitig haben wir ein massives Preisproblem. Sowohl Bestands- als auch Angebotsmieten sind explodiert. Berlin ist in beiden Kategorien mit Abstand die Stadt mit den st\u00e4rksten Steigerungen in Deutschland. Das hat zu einer massiven \u00dcberlastung von weiten Teilen der Haushalte gef\u00fchrt. Ein Drittel der Berliner zahlt \u00fcber 30 Prozent des Einkommens f\u00fcr die Bruttokaltmiete. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/hort-auf-die-armen-aus-der-innenstadt-zu-drangen-4193065.html?icid=in-text-link_15153311\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In den Sozialwissenschaften wird das als die Grenze angesehen, ab der eine Mietbelastung zu hoch ist.<\/a> Deshalb haben wir zwei Krisen: Der Mangel an Wohnungen, da werden wir langsam besser. Und, noch viel massiver, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. <\/p>\n<blockquote class=\"tspCJn6\">\n<p>Berlin h\u00e4tte viel st\u00e4rker in kommunale und genossenschaftliche Wohnungen investieren m\u00fcssen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCJn7\"><strong>Matthias Bernt<\/strong>, Politikwissenschaftler und Soziologe<\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Welche Fehler hat der Berliner Senat in den vergangenen Jahren gemacht? <\/strong><br \/>Berlin hat, wie viele andere deutsche St\u00e4dte, sehr lange auf ein Modell gesetzt, bei dem Neubau, vor allem als Sozialwohnungen, gef\u00f6rdert worden ist. Das war gut, aber die Bindungen laufen nach einer gewissen Zeit aus. Ein \u00f6sterreichischer Wohnungsforscher hat diese Politik mal als \u201eInvestitionsf\u00f6rderung mit sozialer Zwischennutzung\u201c bezeichnet. Das Modell ist problematisch, ein Fass ohne Boden. Man muss immer Geld rein stecken, damit man auch nur das Niveau an bezahlbaren Wohnungen gleich h\u00e4lt. Berlin h\u00e4tte viel st\u00e4rker in kommunale und genossenschaftliche Wohnungen investieren m\u00fcssen.  <\/p>\n<p>Zur Person<\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Matthias<\/strong> <strong>Bernt <\/strong>ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Er forscht zu Wohnungsm\u00e4rkten und Stadtentwicklung. Am <strong>Leibniz-Institut f\u00fcr Raumbezogene Sozialforschung<\/strong> in Erkner leitet er kommissarisch den Forschungsschwerpunkt \u201ePolitik und Planung\u201c. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Wird die Politik der F\u00f6rderung sozialen Wohnungsbaus nach wie vor betrieben? <\/strong>Ja, das ist immer noch so. Jetzt kann man nat\u00fcrlich sagen: Wenn landeseigene Wohnungsunternehmen die F\u00f6rderung bekommen, unterliegen sie ja weiterhin der politischen Steuerung. Das Geld ist also nicht verloren, auch nicht nach Auslaufen der F\u00f6rderbindung. Bei privaten Investoren verpufft der F\u00f6rdereffekt tats\u00e4chlich nach 20-30 Jahren. Die k\u00f6nnen die Wohnung dann auf den Markt bringen und damit machen, was sie wollen. Und das ist etwas, was man gerade in den Ostberliner Sanierungsgebieten beobachten kann. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\">In Prenzlauer Berg ist in den 90er-Jahren ein Sechstel des Wohnungsbestandes in den Sanierungsgebieten mit \u00f6ffentlichen Mitteln saniert worden. Die F\u00f6rderungen laufen jetzt aus, und das f\u00fchrt zu massiven Mietspr\u00fcngen. Ein gro\u00dfer Teil dieser gef\u00f6rderten Wohnungen ist sogar w\u00e4hrend der F\u00f6rderzeit in Eigentum umgewandelt worden. Da l\u00e4uft jetzt eine Welle an Eigenbedarfsk\u00fcndigungen. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Ist das ein spezifisches Berliner Problem oder haben das andere St\u00e4dte auch?<\/strong><br \/>Das Problem ist in Berlin besonders zugespitzt, aus zwei Gr\u00fcnden. In West-Berlin lief Neubau in den 70er- und 80er-Jahren fast nur mit F\u00f6rderung als sozialer Wohnungsbau, weil die Stadt wirtschaftlich schwach war, zugleich aber auch Schaufenster des Westens sein sollte. Da gab es sehr viele Bundessubventionen. Deswegen schmelzen jetzt die Best\u00e4nde ab, die 30 bis 40 Jahre alt sind. Au\u00dferdem hat Berlin eine vergleichsweise einkommensschwache Bev\u00f6lkerung, gemessen an den Mietspr\u00fcngen, die wir jetzt erleben. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Wie viele landeseigene Wohnungen gibt es aktuell?<\/strong><br \/>Aktuell besitzt das Land rund 415.000 Wohnungen in Berlin. Anfang der 1990er Jahre waren es noch 600.000. Diese Zahl hatte sich durch Restitution und Verk\u00e4ufe bis Mitte der 2000er Jahre in etwa halbiert. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/neubau-in-berlin-turbo-turbo-turbo-wie-es-beim-wohnungsbau-aussieht-14399450.html?icid=in-text-link_15153311\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seit etwa zehn Jahren unternimmt der Berliner Senat gro\u00dfe Anstrengungen, den kommunalen Bestand durch Neubau und durch Ankauf wieder zu erh\u00f6hen<\/a>. Die Zielmarke liegt aktuell bei 500.000, sie wurde mehrmals erh\u00f6ht.  <\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Wie viele Wohnungen werden in Berlin j\u00e4hrlich fertig? <\/strong><br \/>F\u00fcr 2023 habe ich Zahlen, da waren es 15.897, der L\u00f6wenanteil davon landeseigene. Allerdings hat Wohnungsbau eine lange Vorlaufzeit. Wohnungen, bei denen heute die F\u00f6rderungen genehmigt werden, sind normalerweise in acht oder neun Jahren fertig. Au\u00dferdem gibt es einen gro\u00dfen Bau\u00fcberhang: Die Zahl der tats\u00e4chlich gebauten Wohnungen liegt weit unter den Baugenehmigungen. Daher ist das, was wir jetzt fertiggestellt sehen, immer ein Blick in die Vergangenheit.<\/p>\n<p>220.000<\/p>\n<p><strong>Wohnungen <\/strong>sollen in Berlin bis 2040 gebaut werden.<\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Welche Rolle kann das Tempelhofer Feld spielen bei der Bew\u00e4ltigung der Wohnungskrise?<\/strong><br \/>Wenn man sich die Zahlen vor Augen f\u00fchrt: keine gro\u00dfe. Im Stadtentwicklungsplan Wohnen ist vorgesehen, dass Berlin 220.000 neue Wohnungen bis 2040 bauen soll. Beim Tempelhofer Feld bewegen sich die Zahlen irgendwo zwischen 2400 und 5000 Wohnungen, also ein bis zwei Prozent des Gesamtbedarfs. Daf\u00fcr ist die Aufmerksamkeit und der Druck, den die Landesregierung macht, recht gro\u00df. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\">Wir stehen hier vor einem sozial-\u00f6kologischen Paradox: einer Situation, bei der die L\u00f6sung sozialer Probleme zu \u00f6kologischen Problemen f\u00fchrt oder umgekehrt. Beim Tempelhofer Feld ist die Situation paradigmatisch. Alle, die Ahnung haben von Umweltschutz, sagen: Das Feld wird gebraucht als Klimak\u00fchlschrank, als Frischluftschneise. <\/p>\n<p class=\"tspCCne\">Gleichzeitig haben wir einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Daher ist klar, dass es Begehrlichkeiten f\u00fcr die Fl\u00e4che gibt. Man kann aber nicht beides haben: zubauen und freihalten. Das ist ein massiver Zielkonflikt. Mit scheint allerdings, dass das Tempelhofer Feld zur L\u00f6sung der Wohnungskrise relativ wenig beitragen kann. Daf\u00fcr bekommt es eine sehr gro\u00dfe Aufmerksamkeit und viele Mittel werden aufgewendet, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/zukunft-des-tempelhofer-felds-so-viele-millionen-hat-das-verfahren-gekostet-14551637.html?icid=in-text-link_15153311\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">etwa f\u00fcr die ganzen Wettbewerbe.<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/berlin-tempelhofer-feld.jpeg\"   alt=\"Berlin - Tempelhofer Feld Berlin - Tempelhofer Feld Das Tempelhofer Feld ist seit 2008 die offizielle Bezeichnung des heute als Park und Freizeitfl\u00e4che genutzten Gel\u00e4ndes des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin es ist eng verbunden mit der deutschen Milit\u00e4rgeschichte, Luftfahrtgeschichte und Fu\u00dfballgeschichte. Park, Erholungsgebiet, Tempelhof, Flughafen, Freizeit, Hobby, Parklandschaft, Wahrzeichen, Erholung, Beteiligung, B\u00fcrgerbeteiligung, Partizipation, NS, Nationalsozialismus, *** Berlin Tempelhofer Feld Berlin Tempelhofer Feld Since 2008, Tempelhofer Feld has been the official name of the site of the former Tempelhof Airport in Berlin, which is now used as a park and leisure area. It is closely linked to German military his\" aria-labelledby=\"caption-13901539\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA0ix\"\/> Es wird viel dar\u00fcber diskutiert, ob das Tempelhofer Feld die Wohnungsknappheit in Berlin lindern kann. <\/p>\n<p class=\"tspAFga\"> \u00a9 imago\/Hoch Zwei Stock\/Angerer\/imago <\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Gibt es andere St\u00e4dte mit so einer Freifl\u00e4che in zentraler Lage? Wie gehen die damit um? <\/strong><br \/>Der Berliner Fall ist ziemlich einzigartig. Normalerweise sind innerst\u00e4dtische Lagen seit Ewigkeiten bebaut oder Industriebrachen. Typisch ist die Revitalisierung von Wasserkanten. Berlin hat, als Gl\u00fccksfall der Geschichte, einen innenstadtnahen Flughafen, der aufgegeben wurde. Mir f\u00e4llt keine gro\u00dfe Stadt ein, weder in Europa noch woanders, die so eine gro\u00dfe Gr\u00fcnfl\u00e4che hat, mit der man was machen kann. <\/p>\n<p>Weitere Tagesspiegel-Texte zum Thema lesen Sie hier:<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/hort-auf-die-armen-aus-der-innenstadt-zu-drangen-4193065.html?icid=topic-list_15153311___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:null},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/politik\/hort-auf-die-armen-aus-der-innenstadt-zu-drangen-4193065.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Ein \u201eGhetto\\&amp;escapedquot; entsteht nicht durch Niedrigeinkommen&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;H\u00f6rt auf, die Armen aus der Innenstadt zu dr\u00e4ngen!&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;4193065&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspC1p0 tspCXpo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein \u201eGhetto&#8220; entsteht nicht durch Niedrigeinkommen H\u00f6rt auf, die Armen aus der Innenstadt zu dr\u00e4ngen! <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/transitwohnen-in-leer-stehenden-buros-ein-verein-will-die-berliner-wohnungskrise-entscharfen-14913725.html?icid=topic-list_15153311___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:null},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/berlin\/transitwohnen-in-leer-stehenden-buros-ein-verein-will-die-berliner-wohnungskrise-entscharfen-14913725.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Kampf gegen Berlins Wohnungskrise&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Ein Verein will leer stehende B\u00fcros zu Kurzzeit-WGs machen&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;14913725&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspC1p0 tspCXpo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampf gegen Berlins Wohnungskrise Ein Verein will leer stehende B\u00fcros zu Kurzzeit-WGs machen <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/mietenkrise-in-grossstadten-warum-new-york-mutiger-beim-wohnungsbau-ist-als-berlin-14646737.html?icid=topic-list_15153311___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:true},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/internationales\/mietenkrise-in-grossstadten-warum-new-york-mutiger-beim-wohnungsbau-ist-als-berlin-14646737.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Mietenkrise in Gro\u00dfst\u00e4dten&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Warum New York mutiger beim Wohnungsbau ist als Berlin&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;14646737&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspC1p0 tspCXpo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mietenkrise in Gro\u00dfst\u00e4dten Warum New York mutiger beim Wohnungsbau ist als Berlin <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCCne\"><strong>Welche Ratschl\u00e4ge haben Sie an die Politik? <\/strong><br \/>Man l\u00e4uft in die falsche Richtung, wenn man denkt, Neubau w\u00e4re die Generall\u00f6sung. So viel k\u00f6nnen wir gar nicht neu bauen, dass das einen massiven Einfluss auf die Preise h\u00e4tte. Man m\u00fcsste \u00dcberangebote auf den Markt stellen, die so massiv sind, dass es \u00f6kologisch, infrastrukturell, finanziell \u00fcberhaupt nicht mehr vertretbar w\u00e4re. Deshalb denke ich, dass man st\u00e4rker in die Regulierung des Wohnungsmarktes gehen muss, wie es der Senat mit dem gescheiterten Mietendeckel von 2020\/21 versucht hat.<\/p>\n<p class=\"tspCCne\">Von den Gr\u00fcnen und den Linken gibt es Vorschl\u00e4ge,<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mieten-in-berlin-berliner-grune-wollen-vermieter-in-die-pflicht-nehmen-13936837.html?icid=in-text-link_15153311\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> etwa f\u00fcr ein Bezahlbare-Miete-Gesetz<\/a>.  Au\u00dferdem \u201eh\u00e4ngt\u201c die Realisierung des Volksentscheides zur Vergesellschaftung gro\u00dfer Wohnungsunternehmen immer noch in der Luft. Das h\u00e4tte schon einen sehr sp\u00fcrbaren Einfluss auf das Angebot an bezahlbaren Wohnungen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspCCne\">Statt mit gro\u00dfem Aufwand und unter Inkaufnahme von \u00f6kologischen Nachteilen ein paar Tausend Wohnungen auf dem Tempelhofer Feld hinzukriegen, w\u00e4re es besser, in dauerhaft bezahlbares Wohnen zu investieren, in eine intelligente Regulierung des Wohnungsmarktes und in den Wohnungsbau von gemeinn\u00fctzigen Tr\u00e4gern. Damit meine ich nicht nur landeseigene Unternehmen, sondern auch Genossenschaften, die sich bis jetzt kaum am Neubau beteiligen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Bernt, der Wohnungsmarkt in Berlin ist extrem angespannt. 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