{"id":750645,"date":"2026-01-27T11:36:12","date_gmt":"2026-01-27T11:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750645\/"},"modified":"2026-01-27T11:36:12","modified_gmt":"2026-01-27T11:36:12","slug":"d-missio-aachen-kritisiert-eu-handelsabkommen-mit-indien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750645\/","title":{"rendered":"D: missio Aachen kritisiert EU-Handelsabkommen mit Indien"},"content":{"rendered":"<p>Gegen die Unterzeichnung eines weitreichenden Handelsabkommens zwischen der Europ\u00e4ischen Union und Indien regt sich massiver Widerstand aus kirchlichen Kreisen. Das internationale katholische Hilfswerk missio Aachen kritisiert, dass fundamentale Menschenrechte und die Religionsfreiheit in den Verhandlungen vernachl\u00e4ssigt worden seien.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2026-01\/deutschland-bundeskanzler-merz-indien-besuch-appell-hilfswerke.html\" title=\"D\/Indien: \u201eReligionsfreiheit darf nicht vernachl\u00e4ssigt werden\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/01\/08\/10\/1767866206601.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"D\/Indien: \u201eReligionsfreiheit darf nicht vernachl\u00e4ssigt werden\u201c\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Vor dem Abflug von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach Indien fordert das katholische Hilfswerk missio Aachen ein klares Bekenntnis zu den Menschenrechten. In den Gespr\u00e4chen &#8230;\n     <\/p>\n<p>Europa riskiere seine moralische Glaubw\u00fcrdigkeit f\u00fcr wirtschaftliche Interessen. Die geopolitische Bedeutung Indiens als strategischer Partner f\u00fcr den Westen sei unstrittig. Doch f\u00fcr Pfarrer Dirk Bingener, Pr\u00e4sident von missio Aachen, darf dieser \u201eneue pragmatische Realismus\u201c nicht auf Kosten der Schw\u00e4chsten gehen. \u201eEin Schweigen wird h\u00e4ufig als Zustimmung interpretiert\u201c, warnte Bingener am Montag in Aachen. Er forderte eine klare Positionierung gegen\u00fcber der indischen Regierung unter Premierminister Modi.<\/p>\n<p>Dramatische Lage religi\u00f6ser Minderheiten <\/p>\n<p>Hintergrund der Kritik sind Berichte kirchlicher Partner vor Ort. Diese dokumentieren seit Jahren eine zunehmende Diskriminierung, rechtliche Unsicherheit und offene Gewalt gegen Christen und Muslime im Land. W\u00e4hrend Indien wirtschaftlich boomt, schrumpfen die Freir\u00e4ume f\u00fcr religi\u00f6se Minderheiten unter dem Einfluss nationalistischer Tendenzen massiv.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Betroffenen sei das Verhalten internationaler Akteure wie der EU von entscheidender Bedeutung, so Bingener. Eine klare Haltung k\u00f6nne Schutz bieten und notwendige Dialogr\u00e4ume offenhalten. Fehlt dieser Einsatz, so das Hilfswerk, schw\u00e4che dies langfristig die Stabilit\u00e4t der Partnerschaft, da diese auf Vertrauen und Rechtsstaatlichkeit basieren m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Appell an die Bundesregierung <\/p>\n<p>Die Kritik von missio kommt nicht \u00fcberraschend. Bereits Mitte Januar hatte das Hilfswerk an Bundeskanzler Friedrich Merz appelliert, dessen Indienreise dazu zu nutzen, die schwierige Lage der Christen und Muslime direkt anzusprechen. Dass nun ein Handelsabkommen unterzeichnet wird, bei dem diese Themen offenbar keine Rolle spielen, wertet das Hilfswerk als fatale Weichenstellung.<\/p>\n<p>Forderung nach Monitoring <\/p>\n<p>Um den Schaden zu begrenzen, stellt missio Aachen klare Forderungen an die Br\u00fcsseler Kommission. Zun\u00e4chst solle es <b>strukturierte Dialoge <\/b>geben.\u00a0Die EU m\u00fcsse menschenrechtliche Risiken auch nach der Unterzeichnung offen benennen. Dann seien\u00a0<b>Monitoring-Mechanismen<\/b>\u00a0notwendig. Es m\u00fcssten deshalb wirksame Kontrollinstanzen geschaffen werden, die zivilgesellschaftliche und religionsbasierte Akteure aktiv einbeziehen. Und schliesslich brauche es eine <b>wertebasierte Politik:<\/b> Langfristige Stabilit\u00e4t d\u00fcrfe nicht durch das \u201eRecht des St\u00e4rkeren\u201c ersetzt werden.<\/p>\n<p>\u201eZu diesen fundamentalen europ\u00e4ischen Werten z\u00e4hlt eben auch der Einsatz f\u00fcr Religionsfreiheit, der hier fehlt\u201c, betont Pfarrer Bingener. Die EU m\u00fcsse sich entscheiden, ob sie eine wertebasierte Politik verfolgen oder die St\u00e4rke des Rechts zugunsten wirtschaftlicher Vorteile aufgeben wolle. Eine Debatte \u00fcber diese Ausrichtung der europ\u00e4ischen Au\u00dfenpolitik sei l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n<p>(pm &#8211; mg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gegen die Unterzeichnung eines weitreichenden Handelsabkommens zwischen der Europ\u00e4ischen Union und Indien regt sich massiver Widerstand aus kirchlichen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":750646,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,10518,699,14,15,16,132885,12,55],"class_list":["post-750645","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-hilfswerke","tag-indien","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-religioese-verfolgung","tag-schlagzeilen","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115966861983992265","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=750645"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/750645\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/750646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=750645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=750645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=750645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}