{"id":750772,"date":"2026-01-27T12:46:09","date_gmt":"2026-01-27T12:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750772\/"},"modified":"2026-01-27T12:46:09","modified_gmt":"2026-01-27T12:46:09","slug":"wuppertaler-stoffladen-palim-palim-dank-online-hilfe-gerettet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750772\/","title":{"rendered":"Wuppertaler Stoffladen \u201ePalim Palim\u201c dank Online-Hilfe gerettet"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch verdiene an sich nichts an diesem Laden. Es ist gerade so kostendeckend\u201c, verr\u00e4t Liebner. Gew\u00f6hnlich ist der Januar etwas schleppender, daf\u00fcr im Dezember mehr. \u201eIch w\u00fcrde auch nicht sagen, dass die Ums\u00e4tze stark zur\u00fcckgegangen sind, die sind relativ gleichbleibend\u201c, sagt sie. Einzig der September sei aus der Reihe gefallen. \u201eDa konnte ich nur knapp die Miete decken, habe aber auch von meinem Stoffh\u00e4ndler geh\u00f6rt, dass es anderen \u00e4hnlich gehe.\u201c Die Nachforderung der WSW haben ihr den Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggezogen. Mit dem R\u00fccken an der Wand stehend, wie sie sagte, hat sie sich daf\u00fcr entschieden, online nach Hilfe zu suchen. \u00dcber die Webseite gofundme.com findet man unter dem Suchwort Palim Palim den Aufruf von Zoe Liebner. \u201eWeil ich mir kein finanzielles Polster aufbauen kann, um auf solch unvorhergesehene Ausgaben vorbereitet zu sein, habe ich gehofft, dass so \u00fcber die n\u00e4chsten Wochen Unterst\u00fctzung zusammenkommt\u201c.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Welle an Solidarit\u00e4t<br \/>\u00fcber die Sozialen Medien      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Womit sie \u00fcberhaupt nicht gerechnet hat, war die gro\u00dfe Welle an Solidarit\u00e4t, die ihr insbesondere \u00fcber die sozialen Medien entgegenkam. \u201eIn nur neun Stunden hatte ich dank der Hilfe von so vielen Menschen die Summe zusammen, die es f\u00fcr mich braucht, um meine Schulden bei den WSW zu zahlen und den Laden weiterhin betreiben zu k\u00f6nnen\u201c, freut sie sich. Noch l\u00e4uft die Kampagne weiter. \u201eEs gibt auch noch andere offene Betr\u00e4ge, die nicht so akut sind, die ich so aber abzahlen kann und damit finanziell etwas durchatmen kann\u201c, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In Zukunft soll der Online-Shop des Ladens mehr ausgebaut werden. F\u00fcr Mittwoch, 28. Januar, ist abends ein Live-Shopping via Instagram geplant, die genaue Uhrzeit gibt es dort bei dem Kanal @deinpalimpalim. Mit drei S\u00e4ulen bietet ihr Laden nicht nur ausgesuchte Stoffe, sondern auch N\u00e4hkurse und von ihr gen\u00e4hte Unikate an.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zoe Liebner betreibt den Laden seit fast drei Jahren alleine, davor waren noch ihre Eltern mit an Bord. \u201eUnd ich bin vom Luisenviertel hoch auf den \u00d6lberg gezogen. Die Miete dort war f\u00fcr mich nicht mehr bezahlbar.\u201c Hier sei zwar weniger Laufkundschaft, aber wenn ihre Notlage etwas Gutes hat, \u201edann haben einige Menschen mich wieder auf dem Schirm, dass es das Palim Palim noch gibt\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dadurch, dass sie auch noch im Angestelltenverh\u00e4ltnis besch\u00e4ftigt ist, ist das Palim Palim nur montags und samstags ge\u00f6ffnet. \u201eIch bin aber immer online erreichbar und mache gerne vieles m\u00f6glich.\u201c Auch ohne die Unterst\u00fctzung, f\u00fcr die sie sehr dankbar ist, sagt sie, dass sie \u201eirgendwie weiter gemacht h\u00e4tte. Der Ausgleich und der Laden bedeuten mir sehr viel!\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass gerade der Januar f\u00fcr (kleine) L\u00e4den schwierig ist, best\u00e4tigt auch Karen G\u00fctebier, die ein paar H\u00e4user weiter in ihrem Concept Store \u201eWohnsachen\u201c, Dorotheenstra\u00dfe 1, handgemachte Unikate verkauft. \u201eWir merken durch die allgemeine wirtschaftliche und weltpolitische Verunsicherung einen immer st\u00e4rker werdenden Umsatzr\u00fcckgang\u201c, sagt sie. Sie verweist auf gute Netzwerke mit anderen L\u00e4den und Labels, denen es \u00e4hnlich geht und auf \u00d6lberg-Aktionen wie \u201eDer Berg ruft\u201c oder \u201eKunstkiez\u201c. Dass dieser Zusammenhalt und gegenseitige Unterst\u00fctzung wichtig sind, dar\u00fcber sind sich beide Frauen einig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei w\u00fcnschen sich viele Menschen kleinere L\u00e4den mit individueller Betreuung \u2013 daf\u00fcr m\u00fcssen sie aber auch genutzt werden. \u201eIch versuche mit meinem Laden die Freude (wieder) zu wecken, Besonderes zu entdecken, Sachen vorher auch mal anzufassen und die Farben auch in der Realit\u00e4t zu betrachten statt nur am Monitor\u201c, sagt Karen G\u00fctebier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch verdiene an sich nichts an diesem Laden. Es ist gerade so kostendeckend\u201c, verr\u00e4t Liebner. 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