{"id":750870,"date":"2026-01-27T13:40:14","date_gmt":"2026-01-27T13:40:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750870\/"},"modified":"2026-01-27T13:40:14","modified_gmt":"2026-01-27T13:40:14","slug":"cosmic-princess-kaguya-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/750870\/","title":{"rendered":"Cosmic Princess Kaguya! | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Leben ist ganz sch\u00f6n anstrengend f\u00fcr Iroha Sakayori. Wenn die 17-J\u00e4hrige nicht gerade f\u00fcr die Schule b\u00fcffelt, muss sie sich mit ihrem Teilzeitjob etwas Geld dazuverdienen. Um sich von diesen Strapazen zu erholen, begibt sie sich regelm\u00e4\u00dfig in die virtuelle Welt Tsukuyomi, wo sie sich unter anderem an Videospielen erfreut. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr Leben bald noch stressiger wird. Denn als sie eines Tages auf dem Weg nach Hause ist, entdeckt sie einen Telefonmast, der bunt leuchtet, sowie ein Baby darin. Da sie niemanden sieht, dem das Kind geh\u00f6ren k\u00f6nnte, nimmt sie es erst einmal mit zu sich nach Hause. Iroha gibt diesem den Namen Kaguya nach der alten Legende und stellt bald fest, dass das Findelkind kein normaler Mensch ist. Nicht nur, dass Kaguya rasend schnell w\u00e4chst. Sie scheint zudem vom Mond gekommen zu sein \u2026<\/p>\n<p>Sci-Fi-Anime nach dem bekannten M\u00e4rchen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich ein wenig mit der japanischen Kultur auskennt, dem d\u00fcrfte der Name Kaguya bekannt vorkommen. Schlie\u00dflich ist sie die Protagonistin von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taketori_Monogatari\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Geschichte vom Bambussammler<\/a>, einem M\u00e4rchen um ein Kind vom Mond, das von einem Bambussammler gefunden wird. Immer wieder findet man Referenzen auf diese Geschichte. Und dann war da nat\u00fcrlich noch <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2015\/04\/die-legende-der-prinzessin-kaguya\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Legende der Prinzessin Kaguya<\/a>, die wundervolle Adaption von <strong>Studio Ghibli<\/strong> Altmeister <strong>Isao Takahata<\/strong>. Nun nimmt man sich auch bei <strong>Netflix<\/strong> dieses alten M\u00e4rchens an. Wobei der <a href=\"https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/81756595\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cosmic Princess Kaguya!<\/a> bereits vorwegnimmt, dass man sich hier in eine etwas andere Richtung bewegt und versucht, der bekannten Geschichte eine neue, moderne Anmutung zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichgeblieben ist, dass zu Beginn der Geschichte ein kleines M\u00e4dchen gefunden wird. Aus dem Bambus von einst wurde dabei ein Telefonmast, aus dem kinderlosen Bambussammler eine Jugendliche, die mit dem Leben zu k\u00e4mpfen hat. Das hat nat\u00fcrlich Auswirkungen auf die Dynamik der beiden Figuren. Wo es im Original noch v\u00e4terliche Gef\u00fchle gab, da wandelt sich das in Cosmic Princess Kaguya! in eine Freundschaft. Gebraucht h\u00e4tte es das zwar nicht unbedingt. Aber es ist zumindest nachvollziehbar, da die Zielgruppe des Animes sicherlich ebenfalls Teenagerinnen sind, die in der Sch\u00fclerin eine Identifikationsfigur finden. Pers\u00f6nliche Schicksalsschl\u00e4ge, finanzielle Schwierigkeiten, Stress an der Schule, da wird schon versucht, an den Alltag des Publikums anzukn\u00fcpfen. Und auch dass Musik \u2013 ein wichtiges Thema im Film \u2013 hilft, mit all dem umzugehen, d\u00fcrfte vielen bekannt vorkommen.<\/p>\n<p>Ziellos und \u00fcberladen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weniger allt\u00e4glich sind die Science-Fiction-Elemente. Dass man solche einbaut, ist zwar nicht grunds\u00e4tzlich verkehrt, man muss sich nicht sklavisch an die Vorlage halten. Cosmic Princess Kaguya! wirft aber irgendwie alles zusammen, ohne dass daraus eine koh\u00e4rente Geschichte wird. Da geht es dann auf einmal um k\u00fcnstliche Welten und Streamen, gro\u00dfe Konzerte, b\u00f6se Kr\u00e4fte sowie Wettbewerbe. Und irgendwo dazwischen muss ja auch das Verh\u00e4ltnis zwischen den beiden Protagonistinnen vertieft werden. Die Folge ist, dass der Film nicht nur v\u00f6llig \u00fcberladen ist und man irgendwann gar nicht mehr sagen kann, worum es eigentlich gehen soll. Er ist auch noch ziemlich lang, mit 140 Minuten fordert der Anime schon reichlich Geduld, zumal sich die Geschichte \u00fcber weite Strecken kaum weiterentwickelt. Da wird dann lieber gesungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer f\u00fcr die Musik empf\u00e4nglich ist, hat dabei Spa\u00df. Der Rest wird damit eher weniger anfangen k\u00f6nnen. Immerhin, das Ganze sieht gut aus. Die Zusammenarbeit von <strong>Studio Colorido<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2024\/05\/my-oni-girl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">My Oni Girl<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2019\/05\/penguin-highway\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Penguin Highway<\/a>) und <strong>Studio Chromato<\/strong> hat zwar recht austauschbare Designs ohne eigene Handschrift, arbeitet aber mit vielen Farben und Effekten. Ansehen kann man sich Cosmic Princess Kaguya! daher durchaus, zumindest in der Hinsicht. Aber es ist ein Film, der zuweilen frustriert, manchmal auch langweilt und bei dem Versuch, unbedingt irgendwie modern sein zu wollen, vergessen hat, eine gute Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eCosmic Princess Kaguya!\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0Japan<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02026<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Shingo Yamashita<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong>\u00a0Shingo Yamashita, Saeri Natsuo<br \/><strong>Musik:<\/strong>\u00a0Conisch<br \/><strong>Animation:<\/strong> Studio Colorido, Studio Chromato<\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf \u00fcber diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass f\u00fcr euch Mehrkosten entstehen. 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