{"id":751085,"date":"2026-01-27T15:40:13","date_gmt":"2026-01-27T15:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751085\/"},"modified":"2026-01-27T15:40:13","modified_gmt":"2026-01-27T15:40:13","slug":"auswandern-aus-deutschland-wer-besonders-haeufig-darueber-nachdenkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751085\/","title":{"rendered":"Auswandern aus Deutschland: Wer besonders h\u00e4ufig dar\u00fcber nachdenkt"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"853\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gross-GettyImages-1549250392.jpeg\" class=\"attachment-original size-original\" alt=\"Das jeder F\u00fcnfte \u00fcber das Auswandern nachdenkt, h\u00e4lt IAB-Expertin Kosyakova nicht f\u00fcr \" per=\"\" se=\"\" alarmierend=\"\"  data-portal-copyright=\"Getty Images \/ Oscar Wong\" \/><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\tDas jeder F\u00fcnfte \u00fcber das Auswandern nachdenkt, h\u00e4lt IAB-Expertin Kosyakova nicht f\u00fcr \u201eper se alarmierend\u201c.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\tGetty Images \/ Oscar Wong\n\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<ul>\n<li>Rund 21 Prozent der Deutschen denken \u00fcber das Auswandern nach.<\/li>\n<li>Etwa drei Prozent planen konkret, Deutschland innerhalb eines Jahres zu verlassen, sagt Yuliya Kosyakova im Interview mit \u201eWELT\u201c.<\/li>\n<li>Kosyakova betont, dass soziale Faktoren und wirtschaftliche Perspektiven die Abwanderungsneigung beeinflussen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Rund 21 Prozent der Menschen in Deutschland haben zwischen Sommer 2024 und Sommer 2025 dar\u00fcber nachgedacht, auszuwandern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Zentrums f\u00fcr Integrations- und Migrationsforschung. <\/p>\n<p>Yuliya Kosyakova vom Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nennt diese Zahl im Interview mit WELT hoch, sie sei aber \u201enicht per se alarmierend\u201c. Kosyakova ist Leiterin des Forschungsbereichs \u201eMigration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung\u201c am IAB. <\/p>\n<p>\u00dcberlegungen versus konkrete Abwanderung<\/p>\n<p>Entscheidend sei der Unterschied zwischen \u00dcberlegungen und konkreten Auswanderungs-Entscheidungen, betont sie gegen\u00fcber WELT. Kosyakova verweist auf IAB-Erhebungen, wonach nur rund drei Prozent tats\u00e4chlich planen, Deutschland innerhalb der kommenden zw\u00f6lf Monate zu verlassen. <\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/68d42df957d362d375e8c84c-scaled-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/leben\/ich-war-ein-monat-in-malta-auswandern-moechte-ich-dahin-auf-keinen-fall\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tIch war ein Monat in Malta \u2013 Auswandern m\u00f6chte ich dahin auf keinen Fall<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Auff\u00e4llig sei laut Kosyakova jedoch, dass Menschen mit Einwanderungsgeschichte \u00fcberdurchschnittlich oft \u00dcberlegungen \u00fcbers Auswandern anstellen. Kosyakova f\u00fchrt das auf geringere Mobilit\u00e4tsh\u00fcrden zur\u00fcck: Internationale Netzwerke und Sprachkenntnisse k\u00f6nnen weitere <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/zuwanderung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Migration<\/a> erleichtern.<\/p>\n<p>Wenn Gut-Integrierte Deutschland verlassen<\/p>\n<p>Besonders problematisch sei, dass es h\u00e4ufig gut ausgebildete, gut integrierte und \u00f6konomisch erfolgreiche Eingewanderte betrifft. Ergebnisse einer eigenen Impa-Studie zeigten, dass genau diese Gruppen \u00fcberdurchschnittlich abwanderungsbereit sind. Sie sind f\u00fcr Arbeitsmarkt, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung besonders wichtig \u2013 verf\u00fcgen aber zugleich \u00fcber reale Alternativen.<\/p>\n<p>Das steht im Spannungsverh\u00e4ltnis zum Bedarf Deutschlands. Langfristig werden j\u00e4hrlich etwa 400.000 Menschen ben\u00f6tigt, die einwandern und bleiben, um das Erwerbspotenzial zu st\u00fctzen. Gleichzeitig haben \u2013 hochgerechnet \u2013 rund 300.000 erwerbsf\u00e4hige Personen mit Einwanderungsgeschichte konkrete Abwanderungspl\u00e4ne. Der internationale Wettbewerb um <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/fachkraeftemangel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fachkr\u00e4fte<\/a> versch\u00e4rft die Lage zus\u00e4tzlich. Laut Kosyakova z\u00e4hlen insbesondere die <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/schweiz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schweiz<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/usa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">USA<\/a> zu den wichtigsten Ziell\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Lest auch<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GettyImages-912036520-200x200.jpg\" class=\"attachment-thumbnail-square size-thumbnail-square\" alt=\"\"  \/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/auswandern-diese-menschen-verlassen-deutschland-und-das-treibt-sie-an\/\" class=\"wp-block-inline-teaser__link \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\tDeutschlands Auswanderer: Diese Menschen verlassen das Land \u2013 und das treibt sie an<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Um diese Menschen st\u00e4rker zu binden, nennt Kosyakova gegen\u00fcber WELT mehrere Ansatzpunkte: weniger B\u00fcrokratie, beschleunigte Verfahren und wettbewerbsf\u00e4hige steuerliche Rahmenbedingungen. Ebenso wichtig seien stabile \u00f6konomische Perspektiven. Auch soziale Faktoren spielen eine gro\u00dfe Rolle. Menschen mit Familie in Deutschland haben geringere Abwanderungsneigungen, ebenso stabilisierend wirkt geplanter Familiennachzug. H\u00e4ufige Kontakte mit der Mehrheitsbev\u00f6lkerung und ein Gef\u00fchl des Willkommenseins wirken positiv, w\u00e4hrend Diskriminierungserfahrungen und ein Klima, das Zugeh\u00f6rigkeit infrage stellt, die Abwanderungsbereitschaft erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>R\u00fcckkehrmigration als untersch\u00e4tzte Chance<\/p>\n<p>Ein bislang wenig genutztes Potenzial sieht Kosyakova in der R\u00fcckkehrmigration. Viele Migranten verstehen Auswanderung nicht als endg\u00fcltigen Abschied, sondern als zeitlich begrenzte Phase. Ob daraus eine R\u00fcckkehr wird, h\u00e4ngt laut Kosyakova stark von den Rahmenbedingungen ab \u2013 etwa von transparenten Regeln, einfachen Anerkennungsverfahren, einer verl\u00e4sslichen Verwaltung und attraktiven beruflichen Perspektiven. Entscheidend sei auch, ob R\u00fcckkehrer mit ihren im Ausland erworbenen Erfahrungen tats\u00e4chlich willkommen sind.<\/p>\n<p>sf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das jeder F\u00fcnfte \u00fcber das Auswandern nachdenkt, h\u00e4lt IAB-Expertin Kosyakova nicht f\u00fcr \u201eper se alarmierend\u201c. 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