{"id":751244,"date":"2026-01-27T17:08:15","date_gmt":"2026-01-27T17:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751244\/"},"modified":"2026-01-27T17:08:15","modified_gmt":"2026-01-27T17:08:15","slug":"winterchaos-in-franken-nach-schnee-droht-nun-glaette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751244\/","title":{"rendered":"Winterchaos in Franken &#8211; Nach Schnee droht nun Gl\u00e4tte"},"content":{"rendered":"<p>Heftiger Schneefall sorgt vor allem in Nordbayern f\u00fcr massive Behinderungen des Alltagslebens. Nun droht auch noch Gl\u00e4tte. Am Dienstagabend sollte es zun\u00e4chst in Unterfranken, in der Nacht dann in Franken und im Westen Bayerns Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) ank\u00fcndigte. In N\u00fcrnberg starb eine 77 Jahre alte Frau, nachdem sie offenbar von einem herabfallenden Ast getroffen wurde.<\/p>\n<p>Passanten h\u00e4tten die Seniorin am Montagmorgen leblos am Boden liegend und bereits leicht eingeschneit gefunden, sagte ein Polizeisprecher. Einsatzkr\u00e4fte h\u00e4tten an der Stelle einen etwa f\u00fcnf Meter langen Ast mit rund 25 Zentimetern Durchmesser gefunden, der die Frau vermutlich getroffen habe, teilte die Polizei mit. Die 77-J\u00e4hrige starb wenig sp\u00e4ter in einem Krankenhaus.<\/p>\n<p>Im restlichen Bayern erwarten die Meteorologen zum Teil Gl\u00e4tte durch \u00fcberfrierende N\u00e4sse. Auch Neuschnee d\u00fcrfte vielerorts fallen. Im Norden seien \u201elokal unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen\u201c, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p>Bis zum Mittwochvormittag k\u00f6nnten im n\u00f6rdlichen Franken gebietsweise bis zu f\u00fcnf Zentimeter Neuschnee hinzukommen, k\u00fcndigte der DWD an. In Schwaben soll der Schneefall am Mittwochmittag einsetzen, im Allg\u00e4u k\u00f6nnte es bis zum Abend dann ebenfalls f\u00fcnf Zentimeter schneien. Bereits zuvor d\u00fcrfte es in den Alpenhochlagen st\u00fcrmische B\u00f6en geben, in F\u00f6hnt\u00e4lern wurden B\u00f6en um 50 Stundenkilometer erwartet.<\/p>\n<p>Geschlossene Schulen und volle M\u00fclltonnen <\/p>\n<p>Am Dienstag hatte der Wintereinbruch vor allem im Norden Bayerns weiterhin f\u00fcr geschlossene Schulen in mehreren Landkreisen und St\u00e4dten sowie f\u00fcr Behinderungen verschiedenster Art gesorgt. Neben gesperrten Stra\u00dfen gab es nicht nur Stromausf\u00e4lle und Beeintr\u00e4chtigungen im \u00f6ffentlichen Nahverkehr. Mancherorts wurde auch der M\u00fcll nicht abgeholt, andernorts blieben die Friedh\u00f6fe geschlossen.<\/p>\n<p>Auf den Stra\u00dfen blieb es dennoch zun\u00e4chst vergleichsweise ruhig. Die Unfallwelle sei am Montagabend abgeebbt, hie\u00df es von den Polizeipr\u00e4sidien. Gleichwohl kam es zu zahlreichen Blechsch\u00e4den, bei mehreren Zusammenst\u00f6\u00dfen waren Leichtverletzte zu beklagen. Einige wenige Kollisionen endeten f\u00fcr die Beteiligten auch im Krankenhaus.\u00a0<\/p>\n<p>Besonders schlimm traf es einen Radfahrer, der in Bamberg durch einen abbrechenden Ast lebensgef\u00e4hrlich verletzt wurde. Dieser war laut Polizei am Montagabend wohl aufgrund der starken Schneelast herabgest\u00fcrzt. Der 41-J\u00e4hrige erlitt schwerste Verletzungen und wurde notoperiert.<\/p>\n<p>Warnung vor schneebeladenen B\u00e4umen <\/p>\n<p>Das Pr\u00e4sidium warnte daher am Dienstag: \u201eAufgrund der starken Schneef\u00e4lle besteht aktuell in ganz Oberfranken eine erhebliche Schneebruchgefahr.\u201c Aufenthalte unter B\u00e4umen seien m\u00f6glichst zu vermeiden. Zu Geb\u00e4uden solle Abstand gehalten werden, da Dachlawinen drohten. \u201eDie Situation kann sich je nach weiterer Witterungsentwicklung noch mehrere Tage hinziehen\u201c, betonte das Landratsamt Bamberg.<\/p>\n<p>Auch in Mittel- und Unterfranken warnten diverse St\u00e4dte und Landrats\u00e4mter vor \u201eGefahr f\u00fcr Leib und Leben\u201c beim Betreten von Wald- und Baumbereichen. In W\u00fcrzburg und N\u00fcrnberg wurden deshalb auch Friedh\u00f6fe gesperrt, geplante Beerdigungen fanden jedoch statt.\u00a0<\/p>\n<p>Auch mehrere Stra\u00dfen in Franken wurden wegen der Gefahr gesperrt, dass schwer mit Schnee beladene B\u00e4ume das Gewicht nicht aushalten. Eine reale Gefahr, wie mehrere Stromausf\u00e4lle im N\u00fcrnberger Land zeigten. Dort waren B\u00e4ume umgest\u00fcrzt und auf Stromleitungen gefallen. Ebenfalls wegen umgest\u00fcrzter B\u00e4ume wurden im Raum N\u00fcrnberg mehrere Zugstrecken gesperrt. Massive Beeintr\u00e4chtigungen im Bahnverkehr waren die Folge.<\/p>\n<p>Schneemassen gef\u00e4hrden Kinder und Jugendliche <\/p>\n<p>Schneebedeckte B\u00e4ume wurden auch zur Gefahr f\u00fcr mehrere Schulklassen, die in einem Jugendhotel in N\u00fcrnberg untergebracht waren. Weil sich die B\u00e4ume bedrohlich Richtung des Geb\u00e4udes neigten, wurden sie durch Einsatzkr\u00e4fte vom Schnee befreit. Zugleich gab es in N\u00fcrnberg aber durchaus auch Zeitgenossen, die den Schnee genossen: Ein Video in den sozialen Medien zeigte Skifahrer, die den Burgberg hinab zum Hauptmarkt rauschten.<\/p>\n<p>Weil eine sichere Bef\u00f6rderung der Kinder und Jugendlichen nicht zu gew\u00e4hrleisten war, fiel in mehreren Landkreisen und St\u00e4dten erneut der Pr\u00e4senzunterricht aus. Dazu geh\u00f6rten laut einer Liste des Kultusministeriums die Landkreise Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, Bamberg, Erlangen-H\u00f6chstadt, Forchheim, F\u00fcrth und Kitzingen. Auch die Grundschule Pilsach im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz war darunter. Keinen Pr\u00e4senzunterricht in den Schulen gab es auch in den St\u00e4dten Erlangen, Bamberg, Forchheim, N\u00fcrnberg und F\u00fcrth. In vielen F\u00e4llen wurden Notbetreuungen eingerichtet.<\/p>\n<p>Unfallwelle abgeebbt <\/p>\n<p>Trotz der Witterungsverh\u00e4ltnisse blieb es auf den Stra\u00dfen in der Nacht zu Dienstag vergleichsweise ruhig, wie die Polizeipr\u00e4sidien berichteten. Zwar kam es zu einer Vielzahl von Blechsch\u00e4den, allein in Unterfranken r\u00fcckten die Streifen mit Schwerpunkt im Raum W\u00fcrzburg zwischen Montagabend und Dienstagmorgen zu rund 200 Eins\u00e4tzen aus. Bei rund 90 davon handelte es sich um Unf\u00e4lle. Dabei wurden einige Beteiligte leicht verletzt.\u00a0<\/p>\n<p>Auch in Oberfranken blieb es trotz zahlreicher Unf\u00e4lle bei einer Handvoll Leichtverletzten, in Niederbayern ging es ebenfalls glimpflich aus. In der Oberpfalz wurden zun\u00e4chst keine Unf\u00e4lle seit dem Abend bekannt. Die Stra\u00dfen seien frei, hie\u00df es aus dem Pr\u00e4sidium.<\/p>\n<p>Richtig schwere Unf\u00e4lle hingegen wurden nur vereinzelt bekannt. So rutschte schon am Montagvormittag in Kulmbach ein 28-J\u00e4hriger mit seinem Auto gegen eine Mauer. Er wurde in dem Wagen eingeklemmt und schwer verletzt. Im oberpf\u00e4lzischen Neukirchen beim Heiligen Blut schleuderte am Montagnachmittag eine 27-J\u00e4hrige mit ihrem Auto eine h\u00f6here B\u00f6schung herab und prallte gegen mehrere B\u00e4ume. Sie kam mittelschwer verletzt in ein Krankenhaus.\u00a0<\/p>\n<p>Volle M\u00fclltonnen <\/p>\n<p>In W\u00fcrzburg verhinderte die Witterung, dass der Stra\u00dfenbahn- und Busverkehr am Morgen wie gewohnt aufgenommen wurde. Auch im Stadt- und Landkreis Forchheim kam es zu Einschr\u00e4nkungen im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr. Im Landkreis Bamberg blieben die Wertstoffh\u00f6fe wegen der starken Schneef\u00e4lle geschlossen. Im Landkreis Erlangen-H\u00f6chstadt sowie in N\u00fcrnberg konnte die M\u00fcllabfuhr ihre Runden nicht drehen, w\u00e4hrend sie im Landkreis Forchheim den Betrieb wieder aufnahm.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:260127-930-601319\/5<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Heftiger Schneefall sorgt vor allem in Nordbayern f\u00fcr massive Behinderungen des Alltagslebens. Nun droht auch noch Gl\u00e4tte. 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