{"id":751291,"date":"2026-01-27T17:35:14","date_gmt":"2026-01-27T17:35:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751291\/"},"modified":"2026-01-27T17:35:14","modified_gmt":"2026-01-27T17:35:14","slug":"muenchen-hamburg-neue-stelle-gesucht-so-finden-und-nutzen-sie-ihre-staerken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751291\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen\/Hamburg | Neue Stelle gesucht? So finden und nutzen Sie Ihre St\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Hamburg (dpa\/tmn) &#8211; Eine Befristung l\u00e4uft aus, im Betrieb wird umstrukturiert oder einem f\u00e4llt die Decke auf den Kopf: Es gibt viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr, sich beruflich umzuorientieren. Wie geht man das Ganze am besten an? Job-Experten geben konkrete Tipps.\u00a0<\/p>\n<p>Eins vorweg: Wer sich beruflich ver\u00e4ndern wolle, darf nicht nur auf die eigenen St\u00e4rken schauen, sondern sich auch fragen \u00abWoher komme ich? Wo stehe ich? Wo will ich hin?\u00bb, sagt Tom Diesbrock, Psychologe, Coach und Autor. Konkret: Will ich in meiner Karrierelogik bleiben, vielleicht weiter nach oben \u2013 oder m\u00f6chte ich mich inhaltlich neu orientieren?<\/p>\n<p>Ideen entwickeln: Erst mal etwas \u00abrumspinnen\u00bb<\/p>\n<p>Denn bevor es darum geht, was man kann, geht es darum, was man will. Und wenn es dann darum geht sich zu ver\u00e4ndern, empfiehlt Diesbrock, sich nicht nur auf die eigenen Kompetenzen zu konzentrieren, sondern auch zu schauen:<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Wo die eigenen Interessen liegen<\/li>\n<li>Welche Werte einem wichtig sind<\/li>\n<li>Was den neuen Job eigentlich auszeichnen soll<\/li>\n<\/ul>\n<p>Er nennt ein Beispiel: Viele, die etwa gerade ein Jura-Studium abgeschlossen h\u00e4tten, w\u00fcrden auf den Arbeitsmarkt schauen und sich bei der Berufswahl am Angebot orientieren. Sinnvoller sei es jedoch, zu schauen, wie man seine Interessen mit den juristischen F\u00e4higkeiten kombinieren k\u00f6nne. \u00abWenn mir zum Beispiel Tiere am Herzen liegen, komme ich vielleicht auf die Idee, in der Rechtsabteilung einer Beh\u00f6rde oder f\u00fcr eine Tierschutzorganisation zu arbeiten\u00bb, so der Psychologe.<\/p>\n<p>Wichtig sei, einfach mal ein Wenig \u00abrumzuspinnen\u00bb, Ideen zu sammeln &#8211; und daraus dann konkrete Optionen zu entwickeln. Erst dann gehe es in die n\u00e4chste Phase, in der es darum geht zu recherchieren, wie sich die Ideen umsetzen lassen und was es daf\u00fcr braucht.<\/p>\n<p>Warum nicht mal eine Erfolgsbiografie schreiben?<\/p>\n<p>Und wie finde ich nun geeignete St\u00e4rken bei mir? Um diese zu erkennen, empfehlen Dorothea Assig und Dorothee Echter, die gemeinsam Topmanager beraten, eine Erfolgsbiografie zu schreiben. Inhalt: Was waren meine gr\u00f6\u00dften Erfolge? Welche meiner Talente haben dazu gef\u00fchrt? Was habe ich aufgrund einer ganz bestimmten Qualit\u00e4t erreicht? \u00abSchreiben Sie Ihre Erkenntnisse in gro\u00dfen Worten auf\u00bb, r\u00e4t Soziologin Dorothee Echter.\u00a0<\/p>\n<p>Wichtig sei dabei, nicht nur W\u00fcnsche und Interessen zu reflektieren, sondern auch darauf zu schauen, was einem Freude mache. \u00abZum Beispiel: `Wenn eine App nicht nur funktioniert, sondern viele Menschen erreicht, bin ich gl\u00fccklich.` Oder: `Ich freue mich, wenn ich \u00fcberraschend sparen kann und arbeite gern im Einkauf`\u00bb, sagt Assig. Diese Erkenntnis sollte man dann in berufliche Kompetenzen \u00fcbersetzen &#8211; zum Beispiel als Expertin f\u00fcr Reichweitenentwicklung benennen oder Verhandlungs- und Einkaufskompetenz formulieren.<\/p>\n<p>Feedback einholen &#8211; und nicht in Aktionismus ausbrechen<\/p>\n<p>Au\u00dferdem kann es helfen, sich eine Einsch\u00e4tzung von au\u00dfen zu holen &#8211; etwa von Menschen, die mit einem arbeiten oder studiert haben. \u00abEs ist immer klug, sich ein Feedback zu holen &#8211; ich rate nur, sehr genau zu gucken, von wem\u00bb, sagt Tom Diesbrock. Die beste Freundin zu fragen, ob man sich mit seinem Lebenstraum selbstst\u00e4ndig machen sollte, ist keine gute Idee, wenn diese ohnehin eher pessimistisch ist.<\/p>\n<p>Diesbrock hat noch einen wichtigen Job f\u00fcr alle, die auf der Suche nach ihren St\u00e4rken sind und sich beruflich (um)orientieren wollen: \u00abGanz wichtig ist es, nicht in Aktionismus auszubrechen\u00bb. Das gelte sowohl f\u00fcr junge Menschen, die frisch aus der Uni kommen, als auch f\u00fcr \u00abalte Hasen\u00bb, die einen beruflichen Tapetenwechsel brauchen.\u00a0<\/p>\n<p>Wer meine, er m\u00fcsse am Wochenende nur ein bisschen gr\u00fcbeln und dann am Montag eine Bewerbung schreiben, droht zu scheitern, so der Coach. Um wirklich etwas zu ver\u00e4ndern, brauche es einen Zeitplan, der Raum f\u00fcr die einzelnen Schritte l\u00e4sst. Grober Richtwert:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Um die eigenen Interessen und Werte zu ermitteln, sollte man sich etwa zwei Wochen Zeit nehmen<\/li>\n<li>F\u00fcr die kreative Phase vier Wochen<\/li>\n<li>Ebenso wie f\u00fcr die fundierte Recherche und einen Umsetzungsplan\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was auch ein Fehler w\u00e4re: Darauf zu warten, dass die passende Stelle ausgeschrieben wird. \u00abSondern mit Leuten reden, die in dem Bereich arbeiten, in den ich wechseln m\u00f6chte\u00bb, r\u00e4t Diesbrock. Denn die wissen am ehesten, welche Aufgaben es gibt und welche Kompetenzen man daf\u00fcr braucht.<\/p>\n<p>Richtig bewerben: Auf die Details kommt es an<\/p>\n<p>Wer dennoch die passende Stellenausschreibung gefunden hat oder es mit einer Initiativbewerbung probieren m\u00f6chte, sollte auch hier strategisch rangehen. \u00abViele Bewerbungsschreiben werden nicht gelesen, weil sie zu lang sind, und zu viele generische Erkl\u00e4rungen der eigenen Kompetenzen haben\u00bb, sagt Dorothea Assig. Ihr Rat: erst mal nur eine Seite schreiben und erst nach Aufforderung mehr Details einbringen.\u00a0<\/p>\n<p>Im Bewerbungsschreiben gehe es auch nicht darum, dem zuk\u00fcnftigen Arbeitgeber zu erkl\u00e4ren, was man alles am Unternehmen sch\u00e4tzt, sondern sehr kurz die eigenen St\u00e4rken und Motive darzustellen. Im Lebenslauf sollten die Stationen so formuliert sein, dass die eigenen St\u00e4rken hervorkommen und auf die Zielposition bezogen sind.\u00a0<\/p>\n<p>Und im Bewerbungsgespr\u00e4ch? \u00abSelbstverst\u00e4ndlich muss ich sehr gut vorbereitet sein und erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, wer ich bin, was ich kann und wohin ich will\u00bb, sagt Tom Diesbrock. Aber: Wer nicht wisse, wie der Betrieb funktioniert und strukturiert ist, bringe sich wahrscheinlich um eine Chance. Vorbereitung ist alles.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn es mit dem Job dann tats\u00e4chlich klappt, r\u00e4t der Coach, mit sich selbst einen pers\u00f6nlichen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Dort werden Erwartungen und das weitere Vorgehen festgelegt. Das Ziel ist, regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcfen zu k\u00f6nnen, ob die neue T\u00e4tigkeit den Versprechungen entspricht.\u00a0<\/p>\n<p>Und was ist, wenn es doch nicht passt?\u00a0<\/p>\n<p>Dort lege ich dann f\u00fcr mich fest, was ich erwarte, wie ich weiter vorgehe und regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcfe, ob die neue T\u00e4tigkeit den Versprechungen und meinen Erwartungen entspricht. Und auch, wie ich mich verhalte, wenn ich das Gef\u00fchl habe, dass die T\u00e4tigkeit oder die Firma doch nicht das Richtige f\u00fcr mich ist.\u00a0<\/p>\n<p>Diesbrock r\u00e4t, in den ersten Wochen jeden Abend Bilanz zu ziehen und diese \u00abCheck-Dates\u00bb dann nach und nach in l\u00e4ngeren Zeitintervallen zu f\u00fchren. Gibt es Probleme, k\u00f6nnten Gespr\u00e4che mit Kollegen helfen oder auch Fragen wie: Erwarte ich zu viel? Was sagt mein Bauchgef\u00fchl? Was k\u00f6nnte ich \u00e4ndern?\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Es w\u00e4re falsch zu denken, man m\u00fcsse mit Blick auf den Lebenslauf mindestens zwei Jahre durchhalten. \u00abWenn sich der Job ganz anders erweist als vereinbart oder das Betriebsklima richtig \u00fcbel ist, darf ich auch wieder gehen\u00bb, sagt Tom Diesbrock.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen\/Hamburg (dpa\/tmn) &#8211; Eine Befristung l\u00e4uft aus, im Betrieb wird umstrukturiert oder einem f\u00e4llt die Decke auf den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":751292,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[1140,630,4941,29,30,692,1942,1710,13353,137402],"class_list":{"0":"post-751291","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-arbeit","9":"tag-beruf","10":"tag-cjab","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hamburg","14":"tag-job","15":"tag-karriere","16":"tag-psychologie","17":"tag-tmn2701"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115968273545919519","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/751291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=751291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/751291\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/751292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=751291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=751291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=751291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}