{"id":751779,"date":"2026-01-27T22:12:11","date_gmt":"2026-01-27T22:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751779\/"},"modified":"2026-01-27T22:12:11","modified_gmt":"2026-01-27T22:12:11","slug":"doppelte-erc-foerderung-fuer-forscher-am-dkfz-und-der-universitaetsmedizin-mannheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/751779\/","title":{"rendered":"Doppelte ERC-F\u00f6rderung f\u00fcr Forscher am DKFZ und der Universit\u00e4tsmedizin Mannheim"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.umm.uni-heidelberg.de\/medien\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/doppelte-erc-foerderung-fuer-forscher-an-dkfz-und-universitaetsmedizin-mannheim\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung des\u00a0Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sowie der Universit\u00e4tsmedizin Mannheim (UMM): <\/a>Das Besondere an den \u201eProof of Concept\u201c-Grants des ERC: Dieses F\u00f6rdermittel kann nur beantragen, wer bereits eine ERC-F\u00f6rderung erh\u00e4lt. Der Forschungsrat will den Wissenschaftlern damit erm\u00f6glichen, eventuelle Anwendungsbereiche ihrer in einem ERC-F\u00f6rderprojekt erzielten Forschungsergebnisse zu pr\u00fcfen und zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Krebserkrankungen sind extrem komplex und betreffen den gesamten K\u00f6rper, so dass viele Fragestellungen nur an lebenden Organismen untersucht werden k\u00f6nnen. Dazu werden fast ausschlie\u00dflich M\u00e4use eingesetzt. Um Krebs in den Nagern zu erforschen, nutzen Forschende heute verschiedene Techniken. Z.B. werden dem Tier Tumorzellen \u00fcbertragen oder der Krebs wird durch gentechnische Eingriffe induziert. Die verschiedenen Ans\u00e4tze haben jedoch Nachteile, die oft dazu f\u00fchren, dass die Situation im Menschen nicht angemessen nachgebildet wird. Mit dem Projekt SpheroMouse will Hellmut Augustin, Leiter der Abteilung Vaskul\u00e4re Onkologie und Metastasierung am DKFZ sowie der Abteilung Vaskul\u00e4re Biologie und Tumorangiogenese an der Medizinischen Fakult\u00e4t Mannheim der Universit\u00e4t Heidelberg die Aussagekraft dieser Forschung verbessern. Sein Ziel ist, die Ergebnisse aus Tierversuchen besser auf die Situation am Menschen anzupassen und dadurch die wissenschaftliche Qualit\u00e4t und die \u00dcbertragbarkeit der pr\u00e4klinischen Maus-Tumorforschung zu steigern.<\/p>\n<p>Sein Ansatz beruht darauf, winzige, kaum ein zehntel Millimeter gro\u00dfe Fragmente etablierter Tumoren zu transplantieren, die aus gentechnisch ver\u00e4nderten Mausmodellen gewonnen wurden. Die Vorgehensweise erm\u00f6glicht wissenschaftliche Erkenntnisse mit h\u00f6herer Aussagekraft und deutlich verbesserter \u00dcbertragbarkeit auf den Menschen als die bisher \u00fcberwiegend genutzten Zelllinien-Tumormodelle. Die Fragmente k\u00f6nnen molekular standardisiert, in Biobanken gelagert und bequem versandt werden, so dass sie Forschenden weltweit zur Verf\u00fcgung stehen. Gleichzeitig leistet das Projekt auch einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz, denn reproduzierbarere Ergebnisse in standardisierten Modellen f\u00fchren dazu, dass weniger Tiere f\u00fcr Versuche eingesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Personalisierte T-Zell-Therapien gelten als vielversprechende neue Behandlungsoptionen gegen verschiedene Krebsarten. Die therapeutischen T-Zellen werden im Labor zun\u00e4chst mit speziellen Sensor-Proteinen ausgestattet, den \u201eT-Zell-Rezeptoren\u201c, die den individuellen Tumor erkennen. Doch die Identifizierung der passenden T-Zell-Rezeptoren ist ein besonders zeitaufw\u00e4ndiger Schritt bei der Herstellung personalisierter therapeutischer T-Zellen.<\/p>\n<p>Michael Platten ist Leiter der Klinischen Kooperationseinheit Neuroimmunologie und Hirntumorimmunologie am DKFZ und Direktor der Neurologischen Klinik an der Universit\u00e4tsmedizin Mannheim. Der Arzt und Wissenschaftler hatte k\u00fcrzlich einen KI-gesteuerten Klassifikator entwickelt, der tumorabt\u00f6tende T-Zell-Rezeptoren aus Patientenproben identifiziert. \u201cpredicTCR\u201d kann die Zeit zur Identifizierung therapeutischer TCRs von heute etwa vier Monaten auf unter zwei Wochen verk\u00fcrzen. Mit den ERC-Mitteln will Platten predicTCR nun von einem Forschungsalgorithmus in einen robusten, validierten und vollst\u00e4ndig automatisierten Prozess umwandeln, der f\u00fcr den klinischen Einsatz geeignet ist.<\/p>\n<p>Dazu sollen zun\u00e4chst Ma\u00dfnahmen zur Qualit\u00e4tskontrolle entwickelt werden, die vermeiden, dass unwirksame therapeutische Zellen ausgew\u00e4hlt werden. Au\u00dferdem wollen die Forschenden sicherstellen, dass beim Einsatz von predicTCR zur Auswahl von tumorgerichteten T-Zell-Rezptoren f\u00fcr eine klinische Studie alle erforderlichen Regeln eingehalten werden. Ein regelkonformes predicTCR w\u00fcrde erm\u00f6glichen, zellul\u00e4re Immuntherapien auch gegen seltene Krebsarten zu entwickeln. Ein weiteres Ziel der Forschenden ist es, tumorreaktive T-Zell-Rezeptoren zu identifizieren, um \u201egebrauchsfertige\u201d Zelltherapien zu entwickeln, die gegen viele verschiedene Krebsarten wirksam sind.<\/p>\n<p style=\"margin-left:0px;\">Von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.klinikum.uni-heidelberg.de\/newsroom\/doppelte-erc-foerderung-fuer-forscher-am-dkfz-und-der-universitaetsmedizin-mannheim\/linkTo_UnCryptMailto(%27jxfiql7Hleipq%5Cu00e4aq9%5Cu0020Pfyviib%5Cu0020%5Cu003Cp%2BhleipqxbaqXahcw%3Aebfabiybod%2Bab%5Cu003E%27);\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sibylle Kohlst\u00e4dt (DKFZ)<\/a><\/p>\n<p>                    &#8218;;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pressemitteilung des\u00a0Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sowie der Universit\u00e4tsmedizin Mannheim (UMM): Das Besondere an den \u201eProof of Concept\u201c-Grants des ERC:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":751780,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1845],"tags":[1634,3364,29,548,663,3934,30,13,15679,15676,2096,14,15,179,12,15677],"class_list":{"0":"post-751779","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-mannheim","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-heidelberg-university","17":"tag-hpstart","18":"tag-mannheim","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-pressemitteilung","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-ukhd-pm"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115969362811313941","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/751779","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=751779"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/751779\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/751780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=751779"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=751779"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=751779"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}