{"id":75221,"date":"2025-05-01T06:52:16","date_gmt":"2025-05-01T06:52:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/75221\/"},"modified":"2025-05-01T06:52:16","modified_gmt":"2025-05-01T06:52:16","slug":"gambrinus-forum-tu-dortmund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/75221\/","title":{"rendered":"Gambrinus Forum &#8211; TU Dortmund"},"content":{"rendered":"<p>Prof. Manfred Bayer begr\u00fc\u00dfte zahlreiche G\u00e4ste aus Wissenschaft, Industrie und Stadtgesellschaft im Westf\u00e4lischen Industrieklub. Das Gambrinus-Forum, so betonte der Rektor der TU Dortmund, habe zum Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Die Chancen der Energiewende nutzen<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Andreas L\u00f6schel sprach \u00fcber die Chancen der Energiewende und wie diese genutzt werden k\u00f6nnen. In seinem Vortrag zeigte er auf, dass es verschiedene Wege gebe, die Pariser Klimaziele zu erreichen, welche stark von den Ausgangssituationen in den jeweiligen L\u00e4ndern abhingen. Allen Szenarien sei jedoch gemeinsam, dass die Nutzung erneuerbarer Energien der zentrale Treiber sei und fossile Energietr\u00e4ger stark zur\u00fcckgehen, wenn auch nicht g\u00e4nzlich verschwinden w\u00fcrden. Als zentrale Herausforderung f\u00fcr die Energiem\u00e4rkte nannte er den Umgang mit \u201eDunkelflauten\u201c und \u201eSonnenst\u00fcrmen\u201c, also Zeiten, in denen es entweder dunkel und windstill oder sonnig und st\u00fcrmisch zugleich ist. Aber nicht nur die zeitliche, sondern auch die r\u00e4umliche Dimension berge Herausforderungen: Schlie\u00dflich l\u00e4gen Erzeuger und Verbraucher erneuerbarer Energien oft weit voneinander entfernt, sodass Angebot und Nachfrage r\u00e4umlich auseinanderklafften. L\u00f6schel ging auch auf die erforderlichen Investitionen in Billionenh\u00f6he ein, die f\u00fcr die Transformation notwendig seien, um die Energiewende sicher, sauber und letztlich bezahlbar zu gestalten. Diese Investitionen seien unter anderem f\u00fcr den Ausbau der Netze, Speichertechnologien sowie die weitere Entwicklung von gr\u00fcnem Wasserstoff als Energietr\u00e4ger notwendig.<\/p>\n<p>L\u00f6schel ist seit 2021 Professor f\u00fcr Umwelt-\/Ressourcen\u00f6konomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. Zuvor war er an den Universit\u00e4ten M\u00fcnster und Heidelberg t\u00e4tig. Er engagiert sich vielf\u00e4ltig in der Politikberatung und wurde von der F.A.Z. mehrfach zu den einflussreichsten \u00d6konom*innen Deutschlands gez\u00e4hlt. Er hat au\u00dferdem als Leitautor an verschiedenen Berichten des Weltklimarates mitgewirkt.<\/p>\n<p><strong>Superdiverse Kindheiten in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber Herausforderungen des deutschen Bildungssystems auch in Bezug auf das Thema Migration sprach Soziologe Prof. Aladin El-Mafaalani. Forscher*innen verzeichnen nicht erst seit der Pandemie, sondern bereits seit zehn Jahren einen deutlichen Abfall der schulischen Leistungen \u2013 \u00fcber alle Bundesl\u00e4nder, Altersgruppen und Schulformen hinweg. Dadurch steige auch die Zahl der Schulabg\u00e4nger*innen ohne Abschluss. Hinzu komme f\u00fcr Schulen und Lehrkr\u00e4fte die Herausforderung durch die \u201eSuperdiversit\u00e4t\u201c, die den Wandel der Migration beschreibt: Diverse Gesellschaften wie die deutsche werden komplexer, wenn immer mehr Personen aus immer mehr Herkunftsl\u00e4ndern einwandern, wobei auch jede Gruppe in sich diverser wird \u2013 zum Beispiel durch unterschiedliche Generationenzugeh\u00f6rigkeit, verschiedene Religionen oder Sprachen. Heutzutage haben deutschlandweit 43% der unter F\u00fcnfj\u00e4hrigen einen Migrationshintergrund, eine Vielzahl der Lehrkr\u00e4fte im Dienst sei auf die neue soziale Komplexit\u00e4t, die damit einhergeht, jedoch nicht vorbereitet. Die schulischen Bedingungen und auch das Wohlbefinden aller Sch\u00fcler*innen zu verbessern, sei eine essenzielle Aufgabe, da Deutschland durch die schrumpfenden Geburtenzahlen und den bevorstehenden Ausstieg der gro\u00dfen \u201eBabyboomer\u201c-Generation aus dem Arbeitsmarkt auf Migration angewiesen sei.<\/p>\n<p>Prof. Aladin El-Mafaalani forscht seit vielen Jahren zu den Themen Bildung, Migration und Rassismus, zuletzt war er Professor f\u00fcr Erziehungswissenschaft an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck. Seit dem 1. April 2024 ist er Professor f\u00fcr Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund. F\u00fcr sein herausragendes Engagement hat ihm der Bundespr\u00e4sident 2023 das Bundesverdienstkreuz verliehen.<\/p>\n<p><strong>Internationalisierungspreise in vier Kategorien verliehen<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen des Gambrinus-Forums wurden zum zweiten Mal die Internationalisierungspreise der TU Dortmund verliehen. Dr. Barbara Schneider, Leiterin des Referats Internationales, w\u00fcrdigte damit besonderes internationales Engagement in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer und Verwaltung. F\u00fcr die universit\u00e4tsweit \u00fcberdurchschnittlich hohe Teilnehmerzahl im EU-Austauschprogramm \u201eErasmus+\u201c erhielt die Fakult\u00e4t Kulturwissenschaften den Preis in der Kategorie Lehre, den Prof. Sarah Buschfeld entgegennahm.\u00a0Der Preis in der Kategorie Forschung ging an Prof. Rasmus Linser von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Chemie und Chemische Biologie, der f\u00fcr seine Arbeit zur biomolekularen NMR-Spektroskopie den begehrten und mit rund zwei Millionen Euro dotierten ERC Consolidator Grant beim Europ\u00e4ischen Forschungsrat einwerben konnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihre ma\u00dfgebliche Unterst\u00fctzung beim Ausbau der englischen Studieng\u00e4nge der TU Dortmund \u2013 auf inzwischen 15 St\u00fcck in den vergangenen vier Jahren \u2013 erhielt Stefanie Hammacher vom Dezernat Hochschulentwicklung und Organisation den Preis in der Kategorie Verwaltung. Das Start-up Sochili \u2013 ein Wortspiel mit dem englischen Wort \u201esocially\u201c f\u00fcr \u201esozial\u201c \u2013 erhielt den Preis in der Kategorie Transfer: Mit dem Verkauf von fair hergestellten Chilisaucen erm\u00f6glicht Gr\u00fcnder Moritz Everding, der vom Centrum f\u00fcr Entrepreneurship &amp; Transfer der TU Dortmund unterst\u00fctzt wird, Menschen im Senegal erstmalig Zugang zu Strom und schafft damit neue Perspektiven.<\/p>\n<p><strong>Die Dortmunder Gambrinus Fellowships<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1993 f\u00f6rdern die Gambrinus Fellowships Forschungsaufenthalte ausl\u00e4ndischer Wissen\u00adschaft\u00adler*innen an der TU Dortmund. Die Fellowships wurden 1993 anl\u00e4sslich des 700-j\u00e4hrigen Braurechts der Stadt Dortmund vom Verband Dortmunder Bierbrauer ins Leben gerufen. Insgesamt konnten schon mehr als 200 Gastwissenschaftler*innen in Dortmund begr\u00fc\u00dft und zahlreiche internationale Kooperationen etabliert werden. Das j\u00e4hrliche Gambrinus-Forum richtet sich mit Vortr\u00e4gen von international renommierten Wissen\u00adschaft\u00adler*innen an eine au\u00dferuniversit\u00e4re \u00d6ffentlichkeit und findet seit 2016 im Westf\u00e4lischen Industrieklub statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Prof. Manfred Bayer begr\u00fc\u00dfte zahlreiche G\u00e4ste aus Wissenschaft, Industrie und Stadtgesellschaft im Westf\u00e4lischen Industrieklub. 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