{"id":752419,"date":"2026-01-28T04:23:09","date_gmt":"2026-01-28T04:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/752419\/"},"modified":"2026-01-28T04:23:09","modified_gmt":"2026-01-28T04:23:09","slug":"mainz-koeln-slomka-bin-lieber-fuer-fragestil-statt-foodposts-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/752419\/","title":{"rendered":"Mainz\/K\u00f6ln | Slomka: Bin lieber f\u00fcr Fragestil statt Foodposts bekannt"},"content":{"rendered":"<p>Mainz\/K\u00f6ln (dpa) &#8211; Die Journalistin und \u00abheute journal\u00bb-Moderatorin Marietta Slomka ist bewusst nicht allzu aktiv in vielen sozialen Medien unterwegs. Das sei genau so gewollt von ihr, sagte die 56-J\u00e4hrige der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem 25. Jahrestag ihres Deb\u00fcts im ZDF-\u00abheute journal\u00bb.<\/p>\n<p>\u00abIch bin bis heute froh, dass ich nicht aktiv auf allen sozialen Medien unterwegs bin. Das ist eine bewusste Entscheidung. Ich halte es f\u00fcr wichtig, eine gewisse Distanz zu wahren und nicht in permanentes Selbst-Branding zu verfallen\u00bb, sagte Slomka.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abIch m\u00f6chte, dass sich die Zuschauer auf das konzentrieren, was ich sage, wie ich analysiere und befrage \u2013 und nicht darauf, was ich am Abend vorher gegessen habe.\u00bb Vielleicht sei das altmodisch. \u00abAber ich bin mit dieser Linie bisher ganz gut gefahren.\u00bb<\/p>\n<p>Viele Journalisten-Kollegen gehen einen anderen Weg, mischen sich auf Plattformen wie X in Debatten ein oder geben Einblicke via Instagram.<\/p>\n<p>Gen\u00fcgend Strahlkraft f\u00fcr eine derartige Rolle h\u00e4tte sicherlich auch Slomka. Die K\u00f6lnerin z\u00e4hlt zu den profiliertesten Nachrichtenmoderatorinnen des Landes.\u00a0<\/p>\n<p>Am Donnerstag vor 25 Jahren (also am 29. Januar 2001) pr\u00e4sentierte sie erstmals das \u00abheute journal\u00bb. Ein Vierteljahrhundert, das sich f\u00fcr sie aber wie der \u00abSchlag eines Schmetterlingfl\u00fcgels\u00bb anf\u00fchlt, wie sie sagt.<\/p>\n<p>\u00abIch habe nicht den Anspruch, mit der Machete herumzulaufen\u00bb<\/p>\n<p>Heute gilt Slomka als starke Interviewerin, die ihre Gespr\u00e4chspartner nicht mit Floskeln oder Ausweichman\u00f6vern davonkommen l\u00e4sst. Ihre Art, das Gegen\u00fcber unnachgiebig zu befragen, ist inzwischen im Branchenjargon sogar mit einem eigenen Begriff versehen worden: Politiker w\u00fcrden von ihr \u00abgeslomkat\u00bb, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Ihren markanten Stil verteidigt sie. \u00abIch habe nicht den Anspruch, mit der Machete herumzulaufen. Ich suche eigentlich immer eher das feine Florett: freundlich im Ton, h\u00f6flich in der Ansprache, aber klar in der Sache\u00bb, sagte sie der dpa. Es gehe nicht darum, jemanden in einem Interview niederzuringen &#8211; wohl aber darum, Knackpunkte sichtbar zu machen. \u00abIn der Sache kann es bei mir dann auch mal hart werden \u2013 unn\u00f6tige H\u00e4rte sehe ich darin aber nicht.\u00bb<\/p>\n<p>Ihre Gespr\u00e4chspartner h\u00e4tten auch stets mehr Wortanteil als sie. \u00abDas ist eine sehr faire Grundaufstellung\u00bb, sagte Slomka. \u00abAber die Zeit ist knapp \u2013 und wenn die Uhr l\u00e4uft, muss manchmal auch Druck rein. Wir reden nicht eine halbe Stunde \u00fcber Gott und die Welt, sondern f\u00fcnf Minuten: zack, zack, zack.\u00bb<\/p>\n<p>Risiko statt Ablesen<\/p>\n<p>Ein Fragenkorsett gibt sie sich dabei bewusst nicht. \u00abAblesen w\u00fcrde f\u00fcr mich gar nicht gehen\u00bb, sagte sie. \u00abViel wichtiger ist es, gut zuzuh\u00f6ren, spontan zur\u00fcckzufragen und auch mal das Risiko einzugehen, dass eine Formulierung nicht perfekt sitzt. Das geh\u00f6rt dazu.\u00bb<\/p>\n<p>Was sie zudem verr\u00e4t: Auch privat k\u00f6nne sie es \u00abmanchmal schlecht aushalten\u00bb, wenn jemand sehr langatmig werde. \u00abDas liegt wahrscheinlich schon daran, dass man in meinem Job darauf trainiert ist, sehr schnell auf den Punkt zu kommen.\u00bb Eine gewisse \u00abD\u00e9formation professionnelle\u00bb &#8211; also eine Ver\u00e4nderung der Pers\u00f6nlichkeit durch das \u00dcbertragen von Methoden aus dem beruflichen in den privaten Kontext \u2013 gebe es bestimmt.<\/p>\n<p>\u00abGleichzeitig sollte man diese berufliche Rolle nicht mit der Privatperson verwechseln\u00bb, betonte Slomka. \u00abUnd auch wenn ich als Reporterin mit Menschen spreche, die keine Verantwortungstr\u00e4ger sind und mir nicht in einer professionellen Rolle gegen\u00fcbertreten,\u00a0ist meine Gespr\u00e4chsf\u00fchrung eine andere als beim Schlagabtausch mit einem Spitzenpolitiker.\u00bb<\/p>\n<p>Die Journalistin wurde 1969 in K\u00f6ln geboren. Ihr Vater war Ostpreu\u00dfe, ihre Mutter K\u00f6lnerin. In ihrer Karriere gewann Slomka unter anderem den Adolf-Grimme-Preis sowie den Deutschen Fernsehpreis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mainz\/K\u00f6ln (dpa) &#8211; Die Journalistin und \u00abheute journal\u00bb-Moderatorin Marietta Slomka ist bewusst nicht allzu aktiv in vielen sozialen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":752420,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,441,30,1724,198,5508,1420,2549,62,1209,1756,1448],"class_list":{"0":"post-752419","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-fernsehen","10":"tag-germany","11":"tag-gesellschaft","12":"tag-internet","13":"tag-journalismus","14":"tag-koeln","15":"tag-leute","16":"tag-medien","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-rheinland-pfalz","19":"tag-zdf"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115970821717173865","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/752419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=752419"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/752419\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/752420"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=752419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=752419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=752419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}