{"id":752735,"date":"2026-01-28T07:31:10","date_gmt":"2026-01-28T07:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/752735\/"},"modified":"2026-01-28T07:31:10","modified_gmt":"2026-01-28T07:31:10","slug":"gmail-facebook-tiktok-150-000-000-zugangsdaten-frei-im-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/752735\/","title":{"rendered":"Gmail, Facebook, Tiktok: 150.000.000 Zugangsdaten frei im Netz"},"content":{"rendered":"<p>Es ist schon wieder passiert: Millionen Passw\u00f6rter, Nutzernamen und E-Mails sollen frei zug\u00e4nglich im Netz gewesen sein, fast 150 Millionen Zugangsdaten. Ein vergleichsweiser Klacks gegen die <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/netzwelt\/datenleck-1-3-milliarden-passwoerter-geleakt-das-koennen-sie-tun,V28NraM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1,3 Milliarden vom November 2025<\/a>, daf\u00fcr sind fast alle gro\u00dfen Plattformen wie Gmail und Tiktok dabei, Kreditkartendaten \u2013 und Zugangsdaten zu offiziellen Regierungswebsites weltweit mit .gov-Domainendungen.<\/p>\n<p>Wo waren die Daten einsehbar? <\/p>\n<p>Entdeckt hat den Datensatz der <a href=\"https:\/\/www.expressvpn.com\/blog\/149m-infostealer-data-exposed\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cyber-Sicherheitsexperte Jeremiah Fowler<\/a> (externer Link). Er habe den Datensatz mit einem einfachen Browser durchsuchen k\u00f6nnen und in kleinen Daten-Patches angesehen. Dann habe er seinen Fund dem Hoster gemeldet, auf dessen Servern die knapp 100 GB Daten liegen. Einen Monat habe es dann aber gedauert, bis die Daten nicht mehr \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich waren. <\/p>\n<p>Wer sie mit welcher Absicht gesammelt hat, sei ebenso unklar geblieben wie die Frage, wie lange sie bereits \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich waren. Offen ist auch, ob der Datensatz aus \u00e4lteren Leaks zusammengetragen wurde oder neue, bislang nicht kompromittierte Daten enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ein &#8222;Risiko f\u00fcr die nationale Sicherheit&#8220;<\/p>\n<p>Sorge macht Fowler aber noch etwas anderes: Denn neben den Zugangsdaten zu Privataccounts sind auch Daten zu offiziellen Regierungs-Websites geleakt worden. Das habe das Potenzial, zu einem Risiko f\u00fcr die nationale Sicherheit und die \u00f6ffentliche Sicherheit zu werden. Allein in den USA gibt es <a href=\"https:\/\/flatgithub.com\/cisagov\/dotgov-data\/blob\/main\/?filename=current-full.csv&amp;sha=7c45e355182331229b07d38944375ef3c60a5c2c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rund 15.000 .gov-Website-Zug\u00e4nge<\/a> (externer Link). Der Leak sei ein &#8222;ein Weckruf nicht nur f\u00fcr Regierungsangestellte&#8220;, sagte Fowler BR24. Er sei schockiert gewesen, dass &#8222;so viele Accounts aus so vielen unterschiedlichen L\u00e4ndern&#8220; darunter gewesen seien \u2013 der Gro\u00dfteil au\u00dferhalb der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es noch keine einheitliche Domain-Endung, an der sich offizielle Regierungswebsites identifizieren lassen. Im November 2025 waren es lediglich eine <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/030\/2103003.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handvoll Websites<\/a> (externer Link). Allerdings arbeitet das Digitalministerium an einer <a href=\"https:\/\/bmds.bund.de\/service\/digitale-dachmarke\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">digitalen Dachmarke<\/a> (externer Link), die dann auch durch .gov.de-Domainendungen erkennbar sein sollen. <\/p>\n<p>Wie kamen die Kriminellen an die Zugangsdaten?<\/p>\n<p>Um die Daten zu hacken, sei Infostealer-Malware zum Einsatz gekommen, sagt Fowler. Das ist eine Schadsoftware, die Passw\u00f6rter und sensible Informationen stehlen kann, sobald ein Computer damit infiziert ist. Die Programme sammeln alle Passw\u00f6rter aus Browsern und anderen Apps. Malware kann auf diversen Wegen auf einen Computer gelangen: Sie installiert sich in der Regel selbst, etwa beim unbedachten Klick auf den Anhang einer scheinbar vertrauensw\u00fcrdigen E-Mail. <\/p>\n<p>Von welchen Plattformen sind Daten geleakt worden? <\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der geleakten Daten aber stammt von Netzwerken und Plattformen:<\/p>\n<ul>\n<li><b>E-Mail:<\/b> Gmail, Yahoo, Outlook, iCloud<\/li>\n<li><b>Social Media:<\/b> Facebook, Instagram, TikTok, X (Twitter)<\/li>\n<li><b>Entertainment:<\/b> Netflix, HBO, Disney, Roblox, OnlyFans<\/li>\n<li><b>Finanzen:<\/b> Binance, Coinbase, weitere Krypto-Wallets und Finanzhandels-Accounts, Bank- und Kreditkarten-Logins<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schwaches Passwort = hohes Risiko <\/p>\n<p>Ein Problem haben bei allen Daten-Leaks vor allem jene Nutzer, die das identische Passwort f\u00fcr mehrere Accounts nutzen. Denn dann probieren die Kriminellen automatisiert auf diversen Plattformen aus, ob sie sich dort vielleicht mit den gleichen Daten anmelden k\u00f6nnen \u2013 also zum Beispiel mit mustermensch@mustermail.de und dem Passwort 1234567 bei Tiktok, Amazon und diversen anderen Plattformen. Credential Stuffing nennt sich diese Methode.<\/p>\n<p>Was Sie jetzt tun sollten<\/p>\n<p>Wie immer gilt: Selbst wenn Ihre E-Mail und Ihr Passwort Teil eines Datenleaks sind, hei\u00dft das noch nicht, dass Kriminelle sie bereits nutzen oder gekauft haben. Aber: Sie sind eben geleakt. Das erh\u00f6ht die Wahrscheinlichkeit, dass sie irgendwann zum Cyber-Crime-Einsatz kommen. Deswegen: Pr\u00fcfen Sie erstmal beim <a href=\"https:\/\/sec.hpi.de\/ilc\/search?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hasso-Plattner-Institut<\/a> oder auf <a href=\"https:\/\/haveibeenpwned.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Have I been pwned<\/a> (externe Links), ob die eigenen Zugangsdaten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich waren oder sind.<\/p>\n<p>Sicherheitsexperten raten zudem zu einer Reihe von Ma\u00dfnahmen, die jeder beherzigen sollte, der in irgendeiner Form digital unterwegs ist. Auch wir rufen <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/netzwelt\/datenleck-1-3-milliarden-passwoerter-geleakt-das-koennen-sie-tun,V28NraM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unsere Community regelm\u00e4\u00dfig dazu auf<\/a>. Zum Standard z\u00e4hlt: <\/p>\n<ul>\n<li><b>Antivirus-Software<\/b> installieren und aktiv nutzen, um Malware zu identifizieren und zu entfernen.<\/li>\n<li>Betriebssystem und Sicherheitssoftware regelm\u00e4\u00dfig <b>aktualisieren.<\/b><\/li>\n<li>F\u00fcr jeden Account ein <b>eigenes, sicheres Passwort<\/b> verwenden.<\/li>\n<li><b>Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)<\/b>, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/netzwelt\/passkeys-sollte-man-sich-jetzt-vom-passwort-verabschieden,UAz2am2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Passkeys<\/a> oder Biometrie aktivieren.<\/li>\n<li>Ein <b>Passwort-Manager <\/b>hilft, Anmeldedaten verschl\u00fcsselt aufzubewahren.<\/li>\n<li>Apps nur aus <b>offiziellen App-Stores<\/b> downloaden.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist schon wieder passiert: Millionen Passw\u00f6rter, Nutzernamen und E-Mails sollen frei zug\u00e4nglich im Netz gewesen sein, fast&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":752736,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,14776,10624,29,30,171,174,105745,173,172],"class_list":{"0":"post-752735","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-cybersicherheit","12":"tag-datensicherheit","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-passwort","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115971560970662613","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/752735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=752735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/752735\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/752736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=752735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=752735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=752735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}