{"id":753638,"date":"2026-01-28T15:57:15","date_gmt":"2026-01-28T15:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/753638\/"},"modified":"2026-01-28T15:57:15","modified_gmt":"2026-01-28T15:57:15","slug":"heidelberg-berlin-kreativitaet-warum-das-gehirn-dafuer-langweile-braucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/753638\/","title":{"rendered":"Heidelberg\/Berlin | Kreativit\u00e4t: Warum das Gehirn daf\u00fcr Langweile braucht"},"content":{"rendered":"<p>Heidelberg\/Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Wann haben Sie sich das letzte Mal richtig gelangweilt und ihren Gedanken dabei freien Lauf gelassen? Fast immer, wenn wir Gelegenheit dazu h\u00e4tten, greifen wir automatisch zum Smartphone, starten einen Podcast, scrollen auf Social Media oder suchen uns eine neue Aufgabe.<\/p>\n<p>Diese permanente Besch\u00e4ftigung k\u00f6nne jedoch ihren Preis haben, schreibt die Neurowissenschaftlerin und Buchautorin Friederike Fabritius in ihrem aktuellen Newsletter. Ein Zustand st\u00e4ndiger kognitiver Gesch\u00e4ftigkeit k\u00f6nne auf Dauer unsere F\u00e4higkeit zum kreativen Denken oder zur emotionalen Regulation negativ beeinflussen.<\/p>\n<p>Fabritius erkl\u00e4rt, warum Nichtstun wichtig ist &#8211; auch wenn es sich zun\u00e4chst wie unproduktive Zeit anf\u00fchlt: Dadurch sorgen wir daf\u00fcr, dass unser sogenanntes Default Mode Network (DMN) im Alltag kaum Raum bekommt. Das DMN ist &#8211; vereinfacht erkl\u00e4rt &#8211; eine Gruppe von Hirnregionen, die aktiv sind, wenn wir keinen konkreten Aufgaben nachgehen \u2013 zum Beispiel beim Tagtr\u00e4umen, Nachdenken oder Erinnern.<\/p>\n<p>Den Gedanken im Alltag freien Lauf lassen<\/p>\n<p>Wie Fabritius schreibt, entst\u00fcnden kreative Aha-Momente oft genau dann, wenn das DMN aktiv ist. Studien deuten darauf hin, dass Menschen kreativer sind, wenn sie vor einer Aufgabe kurzzeitig nichts zu tun hatten. Viele Menschen h\u00e4tten Langeweile jedoch weitgehend aus ihrem Alltag verbannt, so Fabritius. Wie holt man sie zur\u00fcck?\u00a0<\/p>\n<p>Die Neurowissenschaftlerin empfiehlt alltagstaugliche Gelegenheiten:\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>beim Pendeln: Kein Podcast, keine Musik, keine Anrufe: Einmal pro Woche sollte man sich vornehmen, auf dem Arbeitsweg allein mit seinen Gedanken zu sein. Das k\u00f6nne sich anfangs unangenehm anf\u00fchlen. Das Gehirn brauche Zeit, um sich an das ungewohnte Empfinden anzupassen.<\/li>\n<li>beim geplanten Nichtstun: Fabritius r\u00e4t, sich 15 Minuten t\u00e4glich f\u00fcrs Nichtstun im Kalender einzutragen. Sie schl\u00e4gt vor, einfach auf dem Balkon zu sitzen, im Bett zu liegen oder schlicht an die Wand zu starren. Es geht darum, ohne Ziele und Produktivit\u00e4t im Hinterkopf die Gedanken kreisen zu lassen.<\/li>\n<li>beim Duschen: Warmes Wasser, wiederholte Bewegungen, keine Reize von au\u00dfen: Wer die Dusche zur handy- und stressfreien Zone macht, schafft Bedingungen, unter denen das Gehirn zur Ruhe kommt und Gedanken frei wandern k\u00f6nnen. Vielleicht haben Sie auch schon selbst erlebt, dass Ihnen unter der Dusche die besten Ideen kommen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Heidelberg\/Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Wann haben Sie sich das letzte Mal richtig gelangweilt und ihren Gedanken dabei freien Lauf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":753639,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1140,1605,2632,3364,29,1050,30,141,8782,80247,73266,1209,13353,101071],"class_list":{"0":"post-753638","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-arbeit","9":"tag-bielefeld","10":"tag-brcmj","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-gehirn","14":"tag-germany","15":"tag-gesundheit","16":"tag-kreativitaet","17":"tag-langeweile","18":"tag-neurowissenschaft","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-psychologie","21":"tag-tmn0310"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115973550534347111","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/753638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=753638"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/753638\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/753639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=753638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=753638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=753638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}