{"id":754314,"date":"2026-01-28T22:07:14","date_gmt":"2026-01-28T22:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754314\/"},"modified":"2026-01-28T22:07:14","modified_gmt":"2026-01-28T22:07:14","slug":"deutsche-bank-razzien-in-frankfurt-und-berlin-bka-durchsucht-gebaeude-verdacht-auf-geldwaesche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754314\/","title":{"rendered":"Deutsche Bank: Razzien in Frankfurt und Berlin \u2013 BKA durchsucht Geb\u00e4ude \u2013 Verdacht auf Geldw\u00e4sche"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Razzia bei der Deutschen Bank: Wegen des Verdachts der Geldw\u00e4sche durchsucht die Justiz Geb\u00e4ude des gr\u00f6\u00dften deutschen Geldhauses in Frankfurt und Berlin \u2013 und das ausgerechnet am Tag vor der Bilanzvorlage des Dax-Konzerns f\u00fcr 2025. Beschuldigt werden unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. <\/p>\n<p>Die Frankfurter Schwerpunktstaatsanwaltschaft f\u00fcr Wirtschaftsstrafsachen Frankfurt\/Main f\u00fchrt die Ermittlungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA). Hintergrund sind fr\u00fchere Gesch\u00e4ftsbeziehungen des Instituts zu ausl\u00e4ndischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldw\u00e4sche betrieben zu haben. Bei den Durchsuchungen sollen zus\u00e4tzliche Beweise gesichert werden. <\/p>\n<p>Zuvor hatte der \u201eSpiegel\u201c dar\u00fcber berichtet. Die Staatsanwaltschaft hat auf WELT-Anfrage die Ermittlungen best\u00e4tigt. <\/p>\n<p>Nach WELT-Informationen k\u00f6nnten die Ermittlungen im Zusammenhang mit fr\u00fcheren Gesch\u00e4ftsverbindungen der Deutschen Bank zu dem russischen Unternehmer Roman Abramowitsch (59) stehen. Abramowitsch stehe seit dem 14. M\u00e4rz 2022 infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf der EU-Sanktionsliste; sein Verm\u00f6gen sei in diesem Zuge eingefroren worden.<\/p>\n<p>In diesem Kontext soll die Deutsche Bank mehrere geldw\u00e4scherechtliche Verdachtsmeldungen versp\u00e4tet oder nicht abgegeben haben. Gepr\u00fcft werde nun, ob das Institut seinen Pflichten zur Geldw\u00e4schepr\u00e4vention sowie den sanktionsrechtlichen Vorgaben in vollem Umfang nachgekommen sei.<\/p>\n<p>Nach den geltenden EU-Vorschriften sind Banken verpflichtet, Gesch\u00e4ftsbeziehungen zu sanktionierten Personen unverz\u00fcglich zu \u00fcberpr\u00fcfen, Verm\u00f6genswerte gegebenenfalls einzufrieren und jede auff\u00e4llige Transaktion sofort zu melden. Auch Umgehungskonstruktionen \u00fcber Drittfirmen oder Korrespondenzbanken m\u00fcssen erkannt und angezeigt werden. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen empfindliche Bu\u00dfgelder und aufsichtsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus laufe bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bereits seit mehreren Jahren ein eigenst\u00e4ndiges Verfahren, das Abramowitsch betreffen soll. Dabei soll es um den Verdacht eines Versto\u00dfes gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz handeln. <\/p>\n<p>Verfahren nach dem Au\u00dfenwirtschaftsgesetz richten sich h\u00e4ufig gegen den Verdacht, dass Sanktionsvorgaben missachtet oder Verm\u00f6genswerte trotz bestehender EU-Ma\u00dfnahmen bewegt worden sein k\u00f6nnten, etwa \u00fcber Drittgesellschaften oder internationale Zahlungswege.<\/p>\n<p>Vorw\u00fcrfe, beim Thema Geldw\u00e4sche nicht genau genug hinzuschauen und Verdachtsanzeigen zu sp\u00e4t abzugeben, haben der Deutschen Bank wiederholt \u00c4rger eingebrockt. Ende April 2022 zum Beispiel durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und Bafin die Zentrale der Bank in Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin schickte der Bank zeitweise einen Sonderbeauftragten ins Haus, der Fortschritte beim Kampf gegen Geldw\u00e4sche und Terrorismusfinanzierung \u00fcberwachen sollte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Razzia bei der Deutschen Bank: Wegen des Verdachts der Geldw\u00e4sche durchsucht die Justiz Geb\u00e4ude des gr\u00f6\u00dften deutschen Geldhauses&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":754315,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,3307,29,1562,30,110],"class_list":{"0":"post-754314","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutsche-bank","10":"tag-deutschland","11":"tag-geldwaesche","12":"tag-germany","13":"tag-newsteam"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115975005357541061","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=754314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754314\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/754315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=754314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=754314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=754314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}