{"id":754365,"date":"2026-01-28T22:35:11","date_gmt":"2026-01-28T22:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754365\/"},"modified":"2026-01-28T22:35:11","modified_gmt":"2026-01-28T22:35:11","slug":"verteidigung-und-sicherheit-ihk-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754365\/","title":{"rendered":"Verteidigung und Sicherheit\n&#8211; IHK Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p>8 Fragen an Dr. Florence Gaub &#8211; \u201eAchtung, das k\u00f6nnte Wunschdenken sein\u201c<\/p>\n<p>\nDr. Florence Gaub auf dem IHK-Neujahrsempfang\n<\/p>\n<p>\nMit der Keynote Speakerin Dr. Florence Gaub, Direktorin am NATO Defense College in Rom, sprach Ute Kretschmer-Risch\u00e9.\n<\/p>\n<p>\n1. Beim IHK-Neujahrsempfang vor einem Jahr empfahl der Schweizer Autor Rolf Dobelli, den Nachrichtenkonsum zu reduzieren, um sich nicht dauernd zu \u00fcberlasten. Sehen Sie das auch so?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Ich teile es insofern, weil diese Flutung von Nachrichten nicht gut f\u00fcr einen ist. Es gibt Studien, die zeigen, wir nehmen heute an einem Tag mehr neue Informationen auf als ein Bauer im Mittelalter im ganzen Leben. Das \u00fcberfordert das menschliche Gehirn. Wenn es einen nicht direkt betrifft, dann muss man eine Nachrichtenhygiene entwickeln. Man muss \u00fcberlegen, zu welchem Zeitpunkt nehme ich welche Art von Nachrichten zu mir. Wichtig zu schauen, welche Quellen lese ich. Also scrolle ich mich zu Tode auf TikTok, Instagram und sonst wo, oder lese ich einen langen Artikel, der in die Tiefe geht und der viel erkl\u00e4rt. Ich empfehle nat\u00fcrlich letzteres, aber die meisten von uns machen eher ersteres und das f\u00fchrt dazu, dass das Gehirn dauernd im Alarmzustand ist.\n<\/p>\n<p>\n2. Was ist f\u00fcr Sie als Zukunftsforscherin besonders wichtig? Wissen, aktuelle Nachrichten und Erfahrung, auch Intuition?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Wissen ist wichtig, auch zu wissen, wie wir mit Wissen umgehen. In der Lage zu sein, kritisch zu analysieren, Quellen zu pr\u00fcfen, zu schauen, ob es andere Meinungen gibt, bevor Sie ein Urteil f\u00e4llen. Damit kommt man eher zu einem richtigen Ergebnis als eine Expertin oder ein Experte, die sagen, dass sie eh schon alles wissen. Je \u00e4lter man wird, desto weniger stellt man sich selber in Frage. Ich habe eine Art Bauchgef\u00fchl, dann wei\u00df ich durch meine Erfahrung: Achtung, das k\u00f6nnte jetzt Wunschdenken sein! Stell dich mal in Frage, warum m\u00f6chtest du jetzt unbedingt, dass es dieses Ergebnis ist und nicht ein anderes. Dann schaue ich genauer hin. Es hilft, wenn man Werkzeuge dazu hat, analytisches und kritisches Denken. Auch wenn man ein gro\u00dfes Geschichtsverst\u00e4ndnis hat. Ich denke, okay, meine Oma, mein Opa, was haben die alles \u00fcberlebt! Das war zum Teil noch viel schlimmer. Das hilft auch.\n<\/p>\n<p>\n3. Besteht nicht die Gefahr, dass Zukunftsforscher mit viel Wissen eher depressiv werden?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Ich glaube, es war Albert Einstein, der gesagt hat, Intelligenz ist gar nichts wert ohne Humor. Und Humor ist, wenn man so will, die h\u00f6chste Form von Intelligenz. Eine gewisse Leichtigkeit im Sein muss der Mensch haben, weil das Leben ist schon so schwer genug. Ich glaube, man braucht tats\u00e4chlich im 21. Jahrhundert noch mehr als fr\u00fcher die F\u00e4higkeit, sich emotional zu regulieren. Von Meditation bis Spazierengehen, das sind Tricks, die kennt eigentlich jeder. Viele wissen es, aber machen es nicht.\n<\/p>\n<p>\n4. Was sagen Sie Menschen, die bei unserer aktuellen Weltlage sehr pessimistisch in die Zukunft schauen?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Ich w\u00fcrde immer erstmal dazu einladen, sich die Selbstwirksamkeit bewusst zu machen, also, was kann man eigentlich leisten, als Individuum, aber auch als Gesellschaft. Wenn ich in Deutschland zum Beispiel h\u00f6re, man kann ja nichts machen als Einzelperson. Nat\u00fcrlich kann ich jetzt nicht Putin anrufen. Aber wir leben in einer der gr\u00f6\u00dften Demokratien der Welt, mit den besten Wirtschaftskr\u00e4ften der Welt. Wir k\u00f6nnen w\u00e4hlen gehen, unsere Meinung \u00e4u\u00dfern. Wir k\u00f6nnen unser Konsumverhalten ver\u00e4ndern, an unsere Abgeordneten schreiben. Also wenn wir nicht das Gef\u00fchl haben, dass wir was ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, fragen Sie mal jemanden, der in Ghana wohnt. Was kann der oder die ver\u00e4ndern? Aber sich das bewusst machen, was f\u00fcr einen Luxus wir da haben, das ist das eine. Das zweite ist, auch hier zeigen Studien, dass Menschen, die wissen, was die Menschheit in den letzten 30 Jahren geleistet hat, sei es Kindersterblichkeit reduzieren, Armut bek\u00e4mpfen und so, die sind optimistischer f\u00fcr die Zukunft. Humor hilft immer ungemein.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>5. Sind wir in Deutschland zu Bedenkentragenden und Miesepetern geworden?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Vieles wird, auch in den Medien, schlechter geredet, als es ist. Markus Lanz sagte k\u00fcrzlich, \u00fcberall, wo Zukunft draufsteht, ist Deutschland nicht mehr drin. Das stimmt nicht. Schauen Sie zum Beispiel das Biotechnologieunternehmen BioNTech aus M\u00fcnchen an. Ich w\u00fcrde immer erstmal schauen, was haben wir eigentlich alles schon geleistet. Und dann f\u00fcr sich selber entscheiden, welche Zukunft ist jetzt f\u00fcr mich am relevantesten. Mich st\u00f6rt es, dass wir die ganze Zeit in die USA starren, aber wir leben doch hier. Und hier k\u00f6nnen sie die Dinge ver\u00e4ndern und es ist jetzt nicht so, als w\u00e4ren wir eben ein winziges Land ohne Macht. Auch in Deutschland kann man viel erreichen.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>6. In Ihrem Buch \u201eSzenario\u201c steht der Satz: \u201eLieber als Alarmist kritisiert als sp\u00e4ter als Prophet best\u00e4tigt\u201c. Ist das Ihr Lebensmotto?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Mir ist es wichtiger, Dinge zu beeinflussen, als Recht zu haben. Ich werde oft gefragt, wie oft lagen sie schon daneben, wie oft lagen sie richtig. Das ist das falsche Messkriterium. Wenn ich meinen Job gut mache, dann werde ich ernst genommen und dann werden Entscheidungen getroffen, die ein Szenario eben vermeiden. Es ist wichtiger, dass ich zu guten Politikentscheidungen beitrage, als dass ich Recht habe und hinterher sagen kann, ich habe es kommen gesehen, aber mir hat halt keiner zugeh\u00f6rt.\n<\/p>\n<p>\n7. In Unternehmen muss man auch Szenarien vorhersehen und Strategien entwickeln. Kann jeder zu seinem eigenen Zukunftsforscher werden?\n<\/p>\n<p>\n<br \/>Florence Gaub: Auf jeden Fall. Unternehmen sollten nicht dem Irrglauben verfallen, dass sie einfach einen Zukunftsforscher einladen, der soll ihnen was erz\u00e4hlen und dann setzen sie es um. Ich sage immer: Zukunft ist wie eine Zahnb\u00fcrste, jeder braucht seine eigene. Nur die Wirtschaftsvertreterinnen und-vertreter selber wissen, was in ihrem Unternehmen m\u00f6glich ist. Sie k\u00f6nnen sagen, was sind ihr Ziele, was wurde schon versucht und hat nicht geklappt. Jedes Unternehmen sollte f\u00fcr sich zwei Variablen in Szenarioanalyse machen. Nat\u00fcrlich kann man sich dazu Expertinnen und Experten holen, aber der Prozess sollte immer unternehmensintern bleiben.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>8. In der Rubrik \u201eIhr Buch des Jahres\u201c haben Sie in der S\u00fcddeutschen Zeitung \u201eDie letzte Heldin\u201c von Emily Tesh empfohlen. Ein dystopischer Roman im Orbit. Sind Zukunftsforscher automatisch Science-Fiction-Fans?\n<\/p>\n<p>\nFlorence Gaub: Ich glaube, ja. Die meisten von uns haben auf jeden Fall eine Schw\u00e4che daf\u00fcr. Wir m\u00f6gen vor allem die utopische Dimension, dass man in der Science Fiction Sachen ausloten kann, die es noch nicht gibt. Sie haben viel mehr Spielraum. Sie k\u00f6nnen viel mehr neue Elemente einf\u00fcgen. Sie k\u00f6nnen \u00c4ngste und Hoffnungen aufgreifen, als wenn Sie in der Gegenwart w\u00e4ren. Ich habe schon ein bisschen die Ambition, mal einen Science-fiction-Roman zu schreiben.\n<\/p>\n<p>\nDr. Florence Gaub ist Direktorin am NATO Defense College in Rom. Zuvor war sie Foresight-Beraterin im Generalsekretariat des Rates der Europ\u00e4ischen Union, Sonderberaterin des EU-Kommissars f\u00fcr Strategische Vorausschau sowie stellvertretende Direktorin des EU-Instituts f\u00fcr Sicherheitsstudien. Davor arbeitete sie dort als festangestellte Nahost-Analystin. Florence Gaub ist zudem Mitglied des Global Future Council on Geopolitics des World Economic Forum. Sie ist Autorin u.a. vom EU-Bericht \u201eGlobal Trends to 2030\u201c und der B\u00fccher \u201eZukunft \u2013 eine Bedienungsanleitung\u201c und \u201eSzenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel\u201c. Florence Gaub promovierte an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin und verf\u00fcgt \u00fcber Abschl\u00fcsse von Sciences Po Paris, der Sorbonne und der Universit\u00e4t M\u00fcnchen. Sie besitzt die franz\u00f6sische und deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit und diente als Reserveoffizierin in der franz\u00f6sischen Armee.\n<\/p>\n<p>Zeitenwende &#8211; Auswirkungen f\u00fcr Unternehmen<\/p>\n<p>\nDie aktuelle Lage: Die zunehmende Bedrohung Europas durch Russland zwingt auch Deutschland dazu, Krisenvorsorge und Verteidigungsplanungen zu intensivieren und zu konkretisieren. Immer deutlicher zeichnet sich ab, welche Auswirkungen dies auf Unternehmen hat. Vor allem aber wird immer klarer, welche Herausforderungen auf Unternehmen im Fall der B\u00fcndnis- oder Landesverteidigung zukommen.<br \/>\n<br \/>Parallel dazu gef\u00e4hrdet die zunehmend aggressiver auftretende VR China eine Vielzahl kritischer Lieferketten von Magneten \u00fcber Computerchips bis hin zu Medikamenten.\n<\/p>\n<p>\nLagebeurteilung\n<\/p>\n<p>\nRussland hat mittlerweile komplett auf Kriegswirtschaft umgestellt und treibt die eigene Aufr\u00fcstung ebenso nachdr\u00fccklich voran, wie seine verdeckte und offene hybride Aggression in Vorbereitung eines m\u00f6glichen Krieges gegen die NATO. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass sich Russland bis sp\u00e4testens zum Ende des Jahrzehnts in die Lage versetzen will, milit\u00e4risch weiter nach Westen auszugreifen. Durch die unklare Haltung der Trump-Administration ist die Gefahr eines russischen Angriffs in Europa, z.B. im Baltikum, betr\u00e4chtlich gestiegen. In diesem Fall wird Deutschland aufgrund seiner B\u00fcndnisverpflichtungen Kriegspartei und aufgrund seiner geographischen Lage zu der logistischen Drehscheibe f\u00fcr Aufmarsch und Versorgung der NATO-Streitkr\u00e4fte. Es bleiben also f\u00fcr alle Akteure \u2013 Staat, Wirtschaft, Gesellschaft \u2013 ein bis drei Jahre, um sich vorzubereiten. Angesichts der komplexen Aufgaben, die anstehen, ist dies ein extrem kurzer Zeitraum. Es gilt also, mit k\u00fchlem Kopf zu analysieren und rasch und entschlossen zu handeln.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>Diese Herausforderungen werden im Falle der F\u00e4lle auf alle Unternehmen zukommen:\n<\/p>\n<ul class=\"rte--list\">\n<li>Belastung der (Verkehrs-)Infrastruktur<\/li>\n<li>Arbeitskr\u00e4ftemangel<\/li>\n<li>Cyberattacken und Sabotage<\/li>\n<li>Anschl\u00e4ge und Luftangriffe<\/li>\n<li>Staatliche Eingriffe in das wirtschaftliche Handeln<\/li>\n<\/ul>\n<p>\n<br \/>Folgerungen\n<\/p>\n<ul class=\"rte--list\">\n<li>Es gibt also dringenden Anlass, geeignete Vorkehrungen f\u00fcr das eigene Unternehmen zu identifizieren und auf den Weg zu bringen. Zum Beispiel:<br \/>Wenn hunderttausende NATO-Soldaten mit Fahrzeugen, Ausr\u00fcstung und Nachschub durch Deutschland hindurch transportiert werden, werden zivile Transportleistungen nur eingeschr\u00e4nkt verf\u00fcgbar sein. Hinzu kommt, dass 70 Prozent der LKW-Fahrerinnen und -fahrer in Deutschland aus osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern stammen. Viele von ihnen werden im Ernstfall dann in ihren Heimatl\u00e4ndern sein.<\/li>\n<li>Machen Sie sich also Gedanken \u00fcber eine angemessene Bevorratung kritischer Vorprodukte.<\/li>\n<li>Wie sichern Sie die Verf\u00fcgbarkeit von Transportleistungen? Ist es f\u00fcr Sie ratsam, \u00fcber Mitarbeitende mit LKW-F\u00fchrerschein zu verf\u00fcgen?<\/li>\n<li>Durch Einberufungen zum Wehr-, Sanit\u00e4ts- oder Zivilschutzdienst werden bis zu f\u00fcnf Prozent der Belegschaften zeitweise oder dauerhaft abwesend sein.<\/li>\n<li>Schulen Sie Mitarbeitende, um eine gegenseitige Vertretung zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li>Identifizieren Sie wichtige Aufgaben, die heute nur ein einziger Mitarbeiter oder eine einzige Mitarbeiterin beherrscht und sorgen Sie hier f\u00fcr ausreichend Backup.<\/li>\n<li>Cyber-Attacken, Spionage, Sabotage und physische Angriffe werden eine permanente Bedrohung f\u00fcr alle Unternehmen und f\u00fcr die Verkehrs-, Kommunikations- und Energie-Infrastruktur darstellen. Viele sinnvolle Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen solcher Ereignisse sind auch im normalen betrieblichen Alltag hilfreich:<\/li>\n<li>Aktualisieren Sie Ihre Notfallpl\u00e4ne zur betrieblichen Gefahrenabwehr.<\/li>\n<li>Intensivieren Sie die Aus- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden in IT-Sicherheit, Erster Hilfe und Brandschutz.<\/li>\n<li>Wo immer sinnvoll m\u00f6glich, verteilen Sie kritische Anlagen und Prozesse auf mehrere Standorte.<\/li>\n<li>Pr\u00fcfen Sie M\u00f6glichkeiten der autarken Energieversorgung f\u00fcr kritische Einrichtungen und Prozesse.<\/li>\n<li>Schaffen Sie physische Redundanzen bei Internet-Zug\u00e4ngen, Strom-Anschl\u00fcssen und anderen kritischen Versorgungsleitungen.<\/li>\n<li>Im Verteidigungsfall kann es zu weitreichenden staatlichen Eingriffen in das Handeln von Unternehmen und in den Arbeitsmarkt kommen. Dies kann u.a. die Rationierung von Waren, die Zuweisung von Arbeitskr\u00e4ften, oder die Anordnung der Produktion bestimmter Produkte betreffen. Dies wird zu einer erheblichen Belastung der betrieblichen Abl\u00e4ufe und der Lieferketten f\u00fchren. Konkrete Vorbereitungen sind mangels Kenntnis der zu erwartenden Ma\u00dfnahmen kaum m\u00f6glich. Flexibilisierung der Mitarbeitenden, die Schaffung von Redundanzen (intern wie extern) und die Diversifizierung von Lieferketten sind aber zielf\u00fchrende Ans\u00e4tze zur Abmilderung der Auswirkungen, die zugleich die Resilienz von Unternehmen auch au\u00dferhalb eines kriegerischen Konfliktes deutlich erh\u00f6hen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\n<br \/>Zusammenfassung\n<\/p>\n<p>\nKrieg ist ein \u201elow probability \u2013 high impact\u201c Szenario. Allerdings ist durch die aggressive Politik des russischen Regimes die Eintrittswahrscheinlichkeit deutlich gestiegen. Der Zeithorizont bis zu einem m\u00f6glichen Eintritt hat sich auf maximal drei Jahre verk\u00fcrzt. Unternehmen k\u00f6nnen durch geeignete Ma\u00dfnahmen ihre Resilienz gegen\u00fcber den zu erwartenden Auswirkungen signifikant erh\u00f6hen. Die Vorlaufzeiten f\u00fcr die Planung und Umsetzung solcher Ma\u00dfnahmen sind allerdings teilweise erheblich. Umso wichtiger ist es, jetzt aktiv zu werden.\n<\/p>\n<p>\nAutor: Oberstleutnant Dr. Peter Schittenhelm vom Landeskommando Baden-W\u00fcrttemberg<br \/>\n<\/p>\n<p>5 Fragen an Oberstleutnant Dr. Peter Schittenhelm vom Landeskommando Baden-W\u00fcrttemberg der Bundeswehr <\/p>\n<p>\nOberstleutnant Dr. Peter Schittenhelm\n<\/p>\n<p>\n\u2026zu seinem Vortrag bei der 52. Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe: \u201eZeitenwende \u2013 Auswirkungen auf Bundeswehr, Gesellschaft und Wirtschaft\u201c.\n<\/p>\n<p>\nSie sprechen von dem zentrales Leitmotiv der Bundeswehr \u201eK\u00e4mpfen k\u00f6nnen, um nicht k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen\u201c. K\u00f6nnen Sie das bitte erl\u00e4utern.\n<\/p>\n<p>\nPeter Schittenhelm: \u201eK\u00e4mpfen k\u00f6nnen, um nicht k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen\u201c ist die Grundidee der Abschreckung. In der heutigen Zeit ist das weiter zu fassen, als dass es nur um Panzer und Maschinengewehre geht. Je resilienter, je verteidigungsbereiter eine Gesellschaft insgesamt ist. Je stabiler ein Unternehmen, der Staat und die Gesellschaft da stehen, je stabiler der einzelne B\u00fcrger Vorsorgema\u00dfnahmen ergreift, desto glaubw\u00fcrdiger kann ein Staat nach au\u00dfen klar machen: Es ist keine gute Idee, sich mit uns anzulegen.\n<\/p>\n<p>\nSind wir im internationalen Vergleich gut auf einen milit\u00e4rischen Konflikt vorbereitet?<br \/>\n<\/p>\n<p>\nPeter Schittenhelm: Wenn man nach L\u00e4ndern schaut wie Finnland oder Schweden, findet man dort ein ganz anderes Selbstverst\u00e4ndnis. F\u00fcr Finnen ist das sehr klar, es kann fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu einem kriegerischen Konflikt kommen. F\u00fcr 95 % der Finnen gibt es \u00f6ffentliche Schutzpl\u00e4tze. Nahezu jeder erwachsene Finne wei\u00df, was er im Notfall zu tun hat. Das st\u00fcrzt die Finnen aber nicht in Depressionen. Gerade die Finnen stehen im Gl\u00fccksindex ganz weit oben. Dieses Bewusstsein, ja es gibt eine Gefahr, ein Risiko, aber wir sind daf\u00fcr so gut gewappnet, dass das nach au\u00dfen sichtbar und glaubw\u00fcrdig ist. Das reduziert die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ganz erheblich. Diesem Grundgedanken m\u00fcssen wir uns als Gesellschaft in Deutschland ein ganzes St\u00fcck weit n\u00e4hern.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>Was hei\u00dft das f\u00fcr Unternehmen? Wie k\u00f6nnen die sich vorbereiten?\n<\/p>\n<p>Peter Schittenhelm: Im Wesentlichen sind es drei gro\u00dfe Handlungsstr\u00e4nge, auf die sich ein Unternehmen vorbereiten kann: Erstens sich die Frage stellen, was sind f\u00fcr das jeweilige Unternehmen kritische Rohstoffe und kritische Materialien? In welcher Form kann ich die geeignet und wirtschaftlich vertretbar bevorraten. Ob bei sich selbst oder entlang der Wirtschaftskette.<\/p>\n<p>Zweitens geht es um die Infrastruktur, wie Verkehr, Strom, Internet- bzw. Nachrichtenzug\u00e4nge: Wie habe ich die M\u00f6glichkeiten, Redundanzen zu schaffen? F\u00fcr Privatmenschen w\u00e4re das zum Beispiel das stromunabh\u00e4ngige Kurbelradio. In Unternehmen w\u00e4re das die Frage: Schaffe ich mir Satellitentelefone an? Brauche ich f\u00fcr kritische Prozesse eine autarke Stromversorgung, dass ich meine Energieversorgung geordnet runterfahren kann, bevor Schaden entsteht? Oder dass wie in der Pharmazeutischen Herstellung K\u00fchlketten aufrecht gehalten werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>Drittens geht es um Mitarbeitende. Da ist es unerheblich, ob es sich um einen Fall wie bei Corona handelt oder im Extremfall um einen Verteidigungsfall. Das gro\u00dfe Zauberwort lautet Flexibilisierung. Dass ich Mitarbeitende st\u00e4ndig so schule, dass sie m\u00f6glichst flexibel eingesetzt werden k\u00f6nnen. Dass ich f\u00fcr wichtige Bereiche nicht nur einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin einsetzen kann. Wenn der aus welchem Grund auch immer ausf\u00e4llt, wird es eng. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch Erste Hilfe, Brandschutz und anderes, was auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Das wird aber nicht \u00fcberall konsequent umgesetzt, weil es mit dem Kerngesch\u00e4ft nichts zu tun hat.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>Gibt es eine Handlungsempfehlung f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte?\n<\/p>\n<p>\nPeter Schittenhelm: Nach meiner Erfahrung tun sich selbst erfahrene F\u00fchrungskr\u00e4fte in Krisensituationen schwer, zu einer klaren Lagefeststellung zu kommen. Mit k\u00fchlem Kopf und hoher Geschwindigkeit, Entscheidungen zu treffen und diese in klare Ma\u00dfnahmen umzusetzen. Da erlebe ich oft, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte in Schockstarre verfallen oder durcheinander rennen. Beides ist nicht zielf\u00fchrend. Das ist Handwerk, das kann man lernen. Daf\u00fcr braucht man keine Uniform tragen. Das l\u00e4sst sich trainieren und immer wieder \u00fcben.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>Spricht die gute Vorbereitung nicht besonders daf\u00fcr, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu besch\u00e4ftigen, die ehrenamtlich bei Rettungsdiensten arbeiten oder Reservisten bei der Bundeswehr sind? Weil diese bestens f\u00fcr Krisenzeiten ger\u00fcstet sind?\n<\/p>\n<p>\nEs gibt aus meiner Sicht zwei gewichtige Argumente, warum es f\u00fcr ein Unternehmen von Vorteil ist, gerade auf solche Leute zu setzen. Das unternehmerische Argument ist: Mitarbeitende, die in diesen Organisationen ehrenamtlich unterwegs sind, zeigen, dass sie sich \u00fcber das normale Ma\u00df hinaus engagieren. Das zeigt auch, wie sie sich im Unternehmen einsetzen. Das ist meine Erfahrung als F\u00fchrungskraft in einem Unternehmen: Auf diese Mitarbeitenden kann man sich auch im betrieblichen System verlassen. Zweitens ist jeder Unternehmer nat\u00fcrlich darauf erpicht, dass bei einem Notfall Feuerwehr und Rettungsdienste sofort da sind. Das sind alles Organisationen, die auf Ehrenamt basieren. Deshalb darf man als Unternehmer diesem Ehrenamt kein Personal verweigern. Das ist der gesellschaftliche Aspekt. In vielen F\u00e4llen wird leider nicht gerne gesehen, dass Mitarbeitende bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Rettungsdienst oder in der Reserve der Bundeswehr unvorhergesehen weg sind. Das ist kurzfristig und mit rein \u00f6konomischen Scheuklappen gesehen.\n<\/p>\n<p>\n<br \/>Das Interview f\u00fchrte Ute Kretschmer-Risch\u00e9, Agentur exakt\n<\/p>\n<p>KI-Experte Sven Schmidt-Rohr nennt Chancen und Risiken<br \/>\nIst der Milit\u00e4rbereich eine Chance f\u00fcr die Wirtschaft in der Region?<\/p>\n<p>\nKI-Experte Sven Schmidt-Rohr\n<\/p>\n<p>\nWie kann intelligente, vernetzte Software die Industrie transformieren? Das ist das Thema von Dr. Ing. Sven Schmidt-Rohr. Auch mit Blick auf den Milit\u00e4rbereich und welche Chancen und Herausforderungen sich f\u00fcr Unternehmen ergeben. Dar\u00fcber sprach der KI-Spezialist bei der 52. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe.<br \/>\n<\/p>\n<p>\nViele Branchen und Unternehmen suchen nach neuen M\u00e4rkten und Auftr\u00e4gen. Kann der Milit\u00e4rbereich eine Chance sein?\n<\/p>\n<p>\nAndere Regionen als die IHK Karlsruhe sind bei dem Thema R\u00fcstungssysteme bereits viel pr\u00e4senter. Ich sehe gro\u00dfe Chancen. Aber man muss schauen, was sind jetzt die spezifischen Anforderungen im Bereich R\u00fcstung. Deswegen haben wir beim CyberForum die Initiative f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung ins Leben gerufen. Es geht darum, wo die Bedarfe hingehen f\u00fcr Forschung und Technologien, auch f\u00fcr Unternehmen. Nicht nur im Bereich Produktion. Das ist oft ein langer Weg und kann nicht kurzfristig erfolgen.\n<\/p>\n<p>\nK\u00f6nnen Unternehmen ihre Produktionen einfach umstellen auf nicht-zivile G\u00fcter?\n<\/p>\n<p>\nIm R\u00fcstungsbereich wird es problematisch, weil die Anforderungen hoch sind und oft kleine St\u00fcckzahlen gebraucht werden. Das stellt die Automatisierung, was maschinell zu l\u00f6sen ist, vor geballte Herausforderungen. Es ist ein grunds\u00e4tzliches Thema, dass man in Mitteleuropa halbmanuelle Arbeit nicht mehr bezahlen kann. Das Verh\u00e4ltnis von Output und Kosten ist in fast allen Bereichen nicht mehr gegeben. Die Verlagerungen von Standorten nach Osteuropa und weiter weg in die Welt, auch von Ingenieurleistungen h\u00e4ngen indirekt daran, dass die ordentlich vorhandene manuelle Arbeit nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig ist. Das ist ein Wirtschaftlichkeitsproblem und ein grunds\u00e4tzlich strukturelles Problem unserer Wirtschaft. Aber das ist auch die Chance der Technologieregion Karlsruhe, denn jetzt kommt die IT ins Spiel, beispielsweise bei cyber-physischen Systemen mit oder ohne KI. Man kann die IT mit Maschinenbau verbinden und bei Produktionstechniken Impulse setzen. Wir k\u00f6nnen weiterhin Arbeitspl\u00e4tze erhalten und diese skalieren. Da sehe ich Chancen, Firmen der Old Economy und der New Economy in der TechnologieRegion Karlsruhe zusammenzubringen. Damit k\u00f6nnen wir unseren Beitrag f\u00fcr die gesamte europ\u00e4ische Verteidigung leisten.\n<\/p>\n<p>\nWie sind die Chancen f\u00fcr Neueinsteiger, auf dem Markt nicht-ziviler Angebote Fu\u00df zu fassen?\n<\/p>\n<p>\nDas ist im Moment ein schwieriges Umfeld, wenn man kein Netzwerk hat und keine gro\u00dfe Erfahrung. Am Anfang braucht man viel Geld, um Erfahrung sammeln zu k\u00f6nnen. Da bleibt das Feld den Erfahreneren, Etablierteren.\n<\/p>\n<p>\nWas ist die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung?\n<\/p>\n<p>\nDas gr\u00f6\u00dfte Problem liegt leider wieder in den Beschaffungsketten, wie bei fast allem im Moment. Dass diese Beschaffungsketten eine geschlossene Gesellschaft sind. Da ist nicht viel echter Wettbewerb. Dahinter steckt viel Geld. F\u00fcr die Volkswirtschaft ist das eine Katastrophe. Das Thema des Beschaffungswesens m\u00fcsste komplett reformiert werden. Das ist wahrscheinlich der allerwichtigste Hebel. Wenn das passiert, greifen wieder die marktwirtschaftlichen Mechanismen. Dahin m\u00fcssen sich Lieferanten und Anbieter orientieren. Im Moment ist der Schmerz ganz offensichtlich noch nicht gro\u00df genug an der milit\u00e4rischen Front, weil der Krieg noch so weit weg ist. Zum Gl\u00fcck! Und das hoffentlich auch bleibt. Aber wenn das doch n\u00e4her r\u00fcckt, ist wohl auch die Reformf\u00e4higkeit da. Es w\u00e4re nat\u00fcrlich besser, wenn die Reformen fr\u00fcher k\u00e4men, weil sie dann oft besser wirken und man mehr Man\u00f6vrierraum hat.\n<\/p>\n<p>\nIst das auch eine Herausforderung in unserer Denke, dass wir uns mit der Produktion f\u00fcr Milit\u00e4r schwertun?\n<\/p>\n<p>\nDas hat sich in den letzten drei, vier Jahren extrem ge\u00e4ndert. Zumindest die j\u00fcngere Generation hat da eine sehr starke Wandlung hingelegt. Ich habe mir von vielen J\u00fcngeren sagen lassen: \u201eVor zwei Jahren h\u00e4tte ich nicht an R\u00fcstungsproduktion mitgewirkt. Aber jetzt gib es einen Grund, warum das n\u00f6tig ist.\u201c Ich glaube, J\u00fcngere sind schneller, sich umzuorientieren, sind flexibler. Das Thema Geld ist nat\u00fcrlich wieder was anderes. Wenn man jetzt sagt, man steckt Unsummen in den Milit\u00e4rhaushalt und gleichzeitig fehlt es an vielen Ecken und Enden, dann werden die Verteilungsk\u00e4mpfe gr\u00f6\u00dfer. Wir d\u00fcrfen das nicht einfach l\u00f6sen, indem wir immer mehr Geld draufwerfen, sondern m\u00fcssen schauen, wie kommen wir \u00f6konomisch ans Ziel. Gerade mit unserem technologischen Vorsprung und nicht nur mit dem Golds\u00e4ckel, das vielleicht bald auch nicht mehr in der Form vorhanden ist.\n<\/p>\n<p>\nWie k\u00f6nnen wir das Problem der mangelnden Wirtschaftlichkeit l\u00f6sen und Arbeitspl\u00e4tze nicht verlieren oder sogar zur\u00fcckholen?\n<\/p>\n<p>\nEs geht darum, wie kann man mit digitalen Instrumenten Qualit\u00e4t, Wertsch\u00f6pfung, Flexibilit\u00e4t der Produktion erh\u00f6hen und das Thema Kosten in den Griff bekommen. Das f\u00e4ngt damit an, Daten zu erheben von Sensoren und Maschinen zu vernetzen, die Daten zusammenzubringen. Diese Daten m\u00fcssen Optimierungen berechnen, Wartungen vorhersagen und zu komplett selbstlernenden Systemen werden. Die kann ein Mensch vielleicht noch bruchst\u00fcckhaft aus der Ferne betreuen, aber ansonsten stellen sie sich komplett selbst ein, optimieren und warten sich selber und sind dabei sehr flexibel. Die Herausforderung ist immer, wie f\u00e4ngt man an, wie macht man kleine Schritte, die kontrollierbar und wirtschaftlich sind. Es ist nicht so, dass Menschen nicht wollen oder dass es grunds\u00e4tzlich nicht funktioniert. Da muss Geld in die Hand genommen werden, Das ist immer mit Risiko und Zeitvorlauf verbunden.\n<\/p>\n<p>\nIhr Vortrag bei der IHK Karlsruhe trug den Titel \u201eR\u00fcstungsmanufaktur mit KI und Automation\u201c. Im Begriff R\u00fcstungsmanufaktur steckt per se das Wort Hand, also Handarbeit. Kann sich Deutschland international \u00fcberhaupt wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen?\n<\/p>\n<p>\nDie neuesten Technologien versprechen schrittweise hohe Flexibilit\u00e4t und Anpassungsf\u00e4higkeit, \u00fcber die bisher nur der Mensch verf\u00fcgte. Jetzt durch mechanische Systeme verbunden mit KI. Mit einer Laserschneidemaschine, einem Roboter, mit Kamerasystemen, die alles von links und rechts anschauen. Dann kann gestern dies gemacht werden, heute das und morgen wieder etwas anderes. Das ist die Vision. Bei zivilen G\u00fctern sind wir bei Millionen St\u00fcckzahlen. Das hat man in der R\u00fcstung fast nie, da geht es um tausende oder zehntausende St\u00fcckzahlen. Das m\u00fcssen wir f\u00fcr kleine St\u00fcckzahlen automatisiert bekommen. Es ist eine Zeit, in der man sich wieder breiter aufstellen muss.\n<\/p>\n<p>\nDas Interview f\u00fchrte Ute Kretschmer-Risch\u00e9\n<\/p>\n<p>Umfrage unter G\u00e4sten beim IHK-Neujahrsempfang<\/p>\n<p>\nWas gibt Ihnen Zuversicht f\u00fcr die Zukunft?<br \/>\n<br \/>Und wie setzen Sie diese konkret in Ihrem Unternehmen um?\n<\/p>\n<p>\n<br \/><strong>Martina Detering, Finanzen, CSR-Manager bei Vollack archiTec GmbH &amp; Co. KG, Karlsruhe:<\/strong>\n<\/p>\n<p>\nZuversicht gibt mir, dass wir mit Menschen zusammenarbeiten, die immer wieder neu dar\u00fcber nachdenken, was kommt morgen, und wie gehen wir es an. Dass wir gemeinsam eine gute kommunikative Basis haben, die wir sowohl im Innen- wie im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis umsetzen.\n<\/p>\n<p>\n<br \/><strong>Oliver Klemm, MO Ventures UG, Bretten:<\/strong>\n<\/p>\n<p>\nMeine Zuversicht kommt aus Begegnungen mit Menschen, die den Mut haben, ihr Leben neu zu denken und ihre Zukunft bewusst zu gestalten. Genau daf\u00fcr schaffen wir R\u00e4ume.\n<\/p>\n<p>\n<br \/><strong>Kurt Nachbargauer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer IHT GmbH, Baden-Baden:<\/strong>\n<\/p>\n<p>\nIch bin zuversichtlich, weil ich die Nachfolge bei IHT Automation gut geregelt habe. Auch weil wir in Baden-W\u00fcrttemberg sind, und ich hier viel Unterst\u00fctzung habe, gerade f\u00fcr uns als ein kleines Unternehmen im Exportbereich. Das w\u00e4re in anderen Gebieten nicht so m\u00f6glich. In unserem Team wei\u00df jeder, was zu tun ist, und dass wir zusammenhalten, um<br \/>\n<br \/>aus dieser Krise, in der wir uns jetzt befinden, auch rauskommen.\n<\/p>\n<p>\n<strong>Corona Feederle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin feco-feederle, Karlsruhe:<\/strong>\n<\/p>\n<p>\nZuversicht f\u00fcr die Zukunft gibt mir, dass wir selbst was tun k\u00f6nnen. Dass wir in jeder Situation und auch bei allen Herausforderungen, die uns das Jahr 2026 bringt, nachdenken k\u00f6nnen und miteinander im Team L\u00f6sungen finden werden, die uns weiterhelfen.\n<\/p>\n<p>\n<strong>Thomas Herrmann, CEO Herrmann Ultraschalltechnik GmbH &amp; Co. KG, Karlsbad:<\/strong>\n<\/p>\n<p>\n\u201eZuversicht kommt bei mir aus dem christlichen Glauben, aus der Beziehung zu Jesus. Ganz pragmatisch gesehen: Wir haben in Deutschland tolle Unternehmen, sogenannte Hidden Champions, die auch weiterhin in der Welt eine sehr wichtige Rolle spielen werden. Wir haben au\u00dferdem gro\u00dfartige Universit\u00e4ten mit wegweisender Forschung. Wir sind letztendlich sehr gut aufgestellt. Es w\u00e4re gut, wenn Unternehmer ihre Kr\u00e4fte geb\u00fcndelt wieder einsetzen k\u00f6nnen, ohne die \u00fcberladene B\u00fcrokratie. Ich denke, wir werden weiterhin eine der wichtigen Nationen in der Welt sein. Als Deutschland und vor allem auch als Baden-W\u00fcrttemberg.\u201c\n<\/p>\n<p>\n<strong>Matthias H\u00fcmpfner, Vorstandsvorsitzender Volksbank pur eG:<\/strong>\n<\/p>\n<p>\nDas Wichtigste ist Mut und Vertrauen in die eigenen F\u00e4higkeiten und einfach anpacken. In vielerlei Hinsicht. Das haben wir selber in der Hand.\n<\/p>\n<p>\nAuf der Internetseite der IHK Karlsruhe finden sie viele Informationen zu dem Thema Sicherheit und Verteidigung. Zum Beispiel:<br \/>\n<br \/>&#8211; Hinweise auf besondere Vorschriften bei Bundeswehrauftr\u00e4gen<br \/>\n<br \/>&#8211; Strategie der EU-Kommission f\u00fcr Krisenvorsorge<br \/>\n<br \/>&#8211; Leitfaden und Checkliste zu Vorsorgema\u00dfnahmen f\u00fcr Unternehmen.<br \/>\n<br \/>&#8211;\n<\/p>\n<p>\nInfo: www.ihk.de\/karlsruhe\/fachthemen\/sicherheit-und-verteidigung,<br \/>\n<br \/>marc.muehleck@karlsruhe.ihk.de, Telefon (07 21) 174-438<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"8 Fragen an Dr. Florence Gaub &#8211; \u201eAchtung, das k\u00f6nnte Wunschdenken sein\u201c Dr. Florence Gaub auf dem IHK-Neujahrsempfang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":754366,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1844],"tags":[1634,3364,172167,29,172168,30,8903,172169],"class_list":["post-754365","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-karlsruhe","tag-baden-wuerttemberg","tag-de","tag-defense-and-security","tag-deutschland","tag-florence-gaub","tag-germany","tag-karlsruhe","tag-peter-schittenhelm"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115975115498433907","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754365","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=754365"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754365\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/754366"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=754365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=754365"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=754365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}