{"id":754762,"date":"2026-01-29T02:23:12","date_gmt":"2026-01-29T02:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754762\/"},"modified":"2026-01-29T02:23:12","modified_gmt":"2026-01-29T02:23:12","slug":"ki-koennte-brustkrebsvorsorge-verbessern-neue-studie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754762\/","title":{"rendered":"KI k\u00f6nnte Brustkrebsvorsorge verbessern \u2013 neue Studie"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) kommt immer mehr zum Einsatz, auch im Gesundheitswesen. Dort k\u00f6nnte sie zum Beispiel das Mammografie-Screening deutlich verbessern. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. \u00dcber mehrere Jahre haben die Forschenden im Rahmen der MASAI-Studie in Schweden untersucht, inwiefern KI bei der Diagnose von Brustkrebs helfen kann. Bisher ist es in der EU Standard, dass zwei Radiologinnen oder Radiologen die R\u00f6ntgenaufnahmen der Brust begutachten. In Schweden \u00fcbernahm das zum Teil die KI.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">F\u00fcr ihre Studie rekrutierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 100.000 schwedische Frauen, die zwischen April 2021 und Dezember 2022 ein Mammografie-Screening bekamen. Nach dem Zufallsprinzip \u00fcbernahm dann entweder eine KI die Auswertung der Ergebnisse oder eben standardm\u00e4\u00dfig zwei Radiologinnen und Radiologen. F\u00e4lle mit geringem Risiko sortierte die KI f\u00fcr eine einmalige Auswertung und F\u00e4lle mit hohem Risiko f\u00fcr eine doppelte Auswertung durch \u00c4rztinnen und \u00c4rzte aus. Au\u00dferdem wurde sie als Detektionshilfe eingesetzt, indem sie verd\u00e4chtige Befunde im Bild hervorhob. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1769653392_896_DMGOZCVWFNFMJBUMXEZCJBR5CM.jpg\" \/>Das Leben und wir<\/p>\n<p class=\"CallToActionBasestyled__Text-sc-1k69918-5 fbjGwD\">Der Ratgeber f\u00fcr Gesundheit, Wohlbefinden und die ganze Familie \u2013 jeden zweiten Donnerstag.<\/p>\n<p>Weniger Arbeit, bessere Ergebnisse<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Ein KI-gest\u00fctztes Mammografie-Screening erwies sich in den Untersuchungen als deutlich effektiver als Standard-Mammografien. 2023 hatten die Forschenden vorl\u00e4ufige <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lanonc\/article\/PIIS1470-2045(23)00298-X\/abstract?utm_campaign=tlpr&amp;utm_medium=email&amp;_hsenc=p2ANqtz-_PqVHdVF5PZaXv9frtTOE7RSkYokXWACaBR0aLZLoiX2-ktrIubn-FdkDNrNX6-lCfGsWpzaQNwfB7kNi_UnTtsp3zSw&amp;_hsmi=400595687&amp;utm_content=400595687&amp;utm_source=hs_email\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" title=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lanonc\/article\/PIIS1470-2045(23)00298-X\/abstract?utm_campaign=tlpr&amp;utm_medium=email&amp;_hsenc=p2ANqtz-_PqVHdVF5PZaXv9frtTOE7RSkYokXWACaBR0aLZLoiX2-ktrIubn-FdkDNrNX6-lCfGsWpzaQNwfB7kNi_UnTtsp3zSw&amp;_hsmi=400595687&amp;utm_content=400595687&amp;utm_source=hs_email\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lanonc\/article\/PIIS1470-2045(23)00298-X\/abstract?utm_campaign=tlpr&amp;utm_medium=email&amp;_hsenc=p2ANqtz-_PqVHdVF5PZaXv9frtTOE7RSkYokXWACaBR0aLZLoiX2-ktrIubn-FdkDNrNX6-lCfGsWpzaQNwfB7kNi_UnTtsp3zSw&amp;_hsmi=400595687&amp;utm_content=400595687&amp;utm_source=hs_email\">Ergebnisse<\/a> pr\u00e4sentiert, die darauf hindeuteten, dass KI die Arbeitsbelastung von Radiologinnen und Radiologen um 44 Prozent reduzieren k\u00f6nnte. Vergangenes Jahr berichteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler<a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/landig\/article\/PIIS2589-7500(24)00267-X\/fulltext?utm_campaign=tlpr&amp;utm_medium=email&amp;_hsenc=p2ANqtz--m5Lx54CFEAADTgtoDJCwP5neNHIzlQdPRab-JN2vNOMgtoXACG7iqllA5fDJR8tgFk78DqLjvyCzS3CVxx_Da2mbwfA&amp;_hsmi=400595687&amp;utm_content=400595687&amp;utm_source=hs_email\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/landig\/article\/PIIS2589-7500(24)00267-X\/fulltext?utm_campaign=tlpr&amp;utm_medium=email&amp;_hsenc=p2ANqtz--m5Lx54CFEAADTgtoDJCwP5neNHIzlQdPRab-JN2vNOMgtoXACG7iqllA5fDJR8tgFk78DqLjvyCzS3CVxx_Da2mbwfA&amp;_hsmi=400595687&amp;utm_content=400595687&amp;utm_source=hs_email\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/landig\/article\/PIIS2589-7500(24)00267-X\/fulltext?utm_campaign=tlpr&amp;utm_medium=email&amp;_hsenc=p2ANqtz--m5Lx54CFEAADTgtoDJCwP5neNHIzlQdPRab-JN2vNOMgtoXACG7iqllA5fDJR8tgFk78DqLjvyCzS3CVxx_Da2mbwfA&amp;_hsmi=400595687&amp;utm_content=400595687&amp;utm_source=hs_email\"> im Fachjournal \u201eThe Lancet Digital Health\u201c<\/a> ferner, dass die KI mehr Frauen mit klinisch relevanten Krebserkrankungen identifizierte, ohne dass die Rate der falsch-positiven Ergebnisse h\u00f6her war. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Nun sind neue Erkenntnisse hinzugekommen: Demnach wurde bei Frauen, die sich einem KI-gest\u00fctzten Mammografie-Screening unterzogen hatten, in den folgenden zwei Jahren seltener aggressiverer und fortgeschrittenerer Brustkrebs diagnostiziert. Die entsprechende <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(25)02464-X\/fulltext \" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" title=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(25)02464-X\/fulltext \" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(25)02464-X\/fulltext \">Studie<\/a> ist am Donnerstag in \u201eThe Lancet\u201c erschienen. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">So traten w\u00e4hrend der zweij\u00e4hrigen Nachbeobachtungszeit in der KI-gest\u00fctzten Mammografie-Gruppe 1,55 Intervallkarzinome pro 1000 Frauen auf, bei der Standard-Mammografie-Gruppe waren es 1,76 Karzinome. Die KI hat also offenbar durch eine pr\u00e4zisere Fr\u00fcherkennung die Brustkrebsdiagnoserate um 12 Prozent reduzieren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem fanden sich in der KI-Mammografie-Gruppe 16 Prozent weniger invasive, 21 Prozent weniger gro\u00dfe und 27 Prozent weniger aggressive Krebsarten im Vergleich zur Kontrollgruppe. <\/p>\n<p>Intervallkarzinom \u2013 was ist das?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 knxEew Accordionstyled__Text-sc-14nfpfp-1 ePgVPY\">Ein Intervallkarzinom ist ein b\u00f6sartiger Tumor, der zwischen zwei eigentlich unauff\u00e4lligen Vorsorgeuntersuchungen entdeckt wird. Es kann also sein, dass eine Frau zum Mammografie-Screening geht, dort alles unauff\u00e4llig ist, aber vor der n\u00e4chsten Untersuchung wird bei ihr trotzdem ein Tumor gefunden. Das ist dann ein Intervallkarzinom. Es kann unterschiedliche Ursachen daf\u00fcr geben: Der Tumor kann rasant wachsen, schneller als der \u00fcbliche Zeitraum zwischen den Vorsorgeuntersuchungen. Oder er wurde bei der Vorsorge \u00fcbersehen, weil er da vielleicht noch zu klein war, um \u00fcberhaupt erkannt zu werden.<\/p>\n<p>Invasiver Tumor \u2013 was ist das?<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 knxEew Accordionstyled__Text-sc-14nfpfp-1 ePgVPY\">Ein invasiver Tumor dringt aktiv in das umgebende gesunde Gewebe ein, verdr\u00e4ngt und zerst\u00f6rt es. \u201eAuf diesem Weg k\u00f6nnen Krebszellen auch Blut- und Lymphgef\u00e4\u00dfe erreichen und somit auch andere Organe befallen, indem sie dort Absiedelungen bilden\u201c, erkl\u00e4rt das \u00f6ffentliche Gesundheitsportal \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>KI mit Bedacht einsetzen<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eUnsere Studie spricht nicht daf\u00fcr, medizinisches Fachpersonal durch KI zu ersetzen\u201c, stellte Erstautorin Jessie Gommers vom Radboud University Medical Centre in den Niederlanden klar, \u201eda f\u00fcr die KI-gest\u00fctzte Mammografie-Untersuchung immer noch mindestens ein menschlicher Radiologe erforderlich ist, der die Auswertung der Bilder vornimmt, allerdings mit Unterst\u00fctzung durch KI. Unsere Ergebnisse rechtfertigen jedoch m\u00f6glicherweise den Einsatz von KI, um die erhebliche Arbeitsbelastung von Radiologen zu verringern, sodass sich diese Experten auf andere klinische Aufgaben konzentrieren k\u00f6nnen, was die Wartezeiten f\u00fcr Patienten verk\u00fcrzen k\u00f6nnte.\u201c <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Die Einf\u00fchrung von KI im Gesundheitswesen m\u00fcsse jedoch mit Bedacht geschehen, f\u00fcgte Kristina L\u00e5ng, Hauptstudienautorin von der Universit\u00e4t Lund in Schweden, hinzu. Es brauche bew\u00e4hrte KI-Tools und eine kontinuierliche \u00dcberwachung, \u201eum sicherzustellen, dass wir \u00fcber gute Daten dar\u00fcber verf\u00fcgen, wie KI verschiedene regionale und nationale Screening-Programme beeinflusst und wie sich dies im Laufe der Zeit \u00e4ndern k\u00f6nnte\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) kommt immer mehr zum Einsatz, auch im Gesundheitswesen. 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