{"id":754976,"date":"2026-01-29T04:24:12","date_gmt":"2026-01-29T04:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754976\/"},"modified":"2026-01-29T04:24:12","modified_gmt":"2026-01-29T04:24:12","slug":"wohnungsnot-und-verelendung-in-deutschland-ein-wachsendes-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/754976\/","title":{"rendered":"Wohnungsnot und Verelendung in Deutschland: Ein wachsendes Problem"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Die Bundesregierung hat laut eigener Aussage die &#8222;Wirtschaftswende&#8220; eingeleitet und zentrale Weichen gestellt, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu st\u00e4rken.<\/li>\n<li>Silke Hellwig kritisiert, dass die wachsende Verelendung in Gro\u00dfst\u00e4dten, besonders die steigende Wohnungslosigkeit und Armutsquote in Bremen, weiterhin vernachl\u00e4ssigt wird.<\/li>\n<li>F\u00fcr Drogenhilfeprojekte sind in Bremen 8,6 Millionen Euro f\u00fcr 2026 und 2027 vorgesehen; Modellversuche zur Crackabgabe fehlen, Kommunen sollen Kosten selbst tragen trotz finanziell schwieriger Lage.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>H\u00e4ufig ist in den vergangenen Jahren vom wirtschaftlichen Tief die Rede, das Deutschland bislang trotz unterschiedlicher Bem\u00fchungen nicht \u00fcberwinden konnte. &#8222;Die Bundesregierung hat die Wirtschaftswende eingeleitet&#8220;, verk\u00fcndet sie auf ihrer Internetpr\u00e4senz. &#8222;Der Wirtschaftsstandort Deutschland soll fit f\u00fcr die Zukunft und international wieder wettbewerbsf\u00e4hig werden. Daf\u00fcr hat die Bundesregierung bereits zentrale Weichen gestellt.&#8220;<\/p>\n<p>\n    Das ist alles gut, richtig und wichtig. Aber Deutschland ringt nicht nur damit, sich konjunkturell zu erholen. Das Land ringt auch mit einer sichtbar wachsenden Verelendung, die sich vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten zeigt, so auch in Bremen. <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/politik\/inland\/hochrechnung-ueber-eine-million-menschen-sind-wohnungslos-doc83az5rjfo9v1jv6zcbnp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt: Mehr als eine Million M\u00e4nner, Frauen und Kinder sind ohne festes Mietverh\u00e4ltnis. <\/a>Rund 145.000 Minderj\u00e4hrige m\u00fcssen in Notunterk\u00fcnften leben. Das ist ein Skandal sondergleichen, zumal die Gr\u00fcnde bekannt sind und keine Landes- oder Bundesregierung behaupten d\u00fcrfte, dass sie ohnm\u00e4chtig ist. Wohnungsnot ist keine Naturkatastrophe.\n<\/p>\n<p>Sozialwohnungen fehlen<\/p>\n<p>Im Land Bremen, geschlagen mit einer hohen Armutsquote, m\u00fcsste der Bestand von 6200 Sozialwohnungen bis 2035 auf etwa 19.600 steigen. Das geht aus dem &#8222;Sozialen Wohn-Monitor 2026&#8220; des Pestel-Instituts hervor. Der Staat selbst baut \u00fcber kommunale Wohnungsunternehmen (wie in Bremen beispielsweise \u00fcber die Gewoba und die Brebau) und F\u00f6rderprogramme zwar weiterhin Wohnungen, aber der soziale Wohnungsbau wurde lange vernachl\u00e4ssigt.<\/p>\n<p>Die Gewoba argumentiert, dass die Mietpreise vielerorts nicht h\u00f6her seien als in Sozialwohnungen. Das mag sein, \u00e4ndert aber nichts daran, dass es an solchen Wohnungen fehlt. Bremens Wohnungsbaugesellschaften m\u00fcssen ert\u00fcchtigt werden, sich dem Problem zu stellen. Wenn das nicht der Sinn und Zweck des st\u00e4dtischen Einflusses ist, was dann? Dazu geh\u00f6rt auch, Platz zu schaffen \u2013 m\u00f6glicherweise eben doch auf dem ehemaligen Rennbahngel\u00e4nde. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist heikel genug, um ehemalige Entscheidungen zu \u00fcberdenken. Da hat die linke Wirtschaftssenatorin <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/kristina-vogt-q1781231\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kristina Vogt<\/a> schlicht recht.<\/p>\n<p>\n    Zur Verelendung und Verwahrlosung tragen Crack-S\u00fcchtige bei. Zu verhindern, dass vor allem junge Menschen in Drogensucht abgleiten, ist schwierig, sie daraus zu befreien, langwierig, teils unm\u00f6glich. 8,6 Millionen Euro sind f\u00fcr 2026 und 2027 f\u00fcr verschiedene Drogenhilfeprojekte in Bremen eingeplant. Das ist nicht nichts. <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/ruheort-fuer-die-ruhelosen-zu-besuch-im-ehemaligen-stubu-in-bremen-doc80pswsgi8dgwl8z6n30\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konsum- und Ruher\u00e4ume sind das eine<\/a>, aber jeder, der sich mit dieser spezifischen Sucht befasst, wei\u00df, dass das allenfalls ein Pflaster auf der Wunde sein kann. Dennoch gibt es bislang offenbar keine Bestrebungen, neue Wege einzuschlagen. Warum gibt es keine Modellversuche zur kontrollierten Crackabgabe an Schwerstabh\u00e4ngige, die den dramatischen gesundheitlichen Niedergang auf- und sie von Prostitution und Beschaffungskriminalit\u00e4t abhalten? Bem\u00fcht sich Bremen darum?\n<\/p>\n<p>Kommunen sind finanziell \u00fcberfordert<\/p>\n<p>Was tut die Bundesregierung? Wenig. In der &#8222;Handreichung f\u00fcr die Praxis zum Umgang mit Crack-Konsum in deutschen St\u00e4dten&#8220;, bald zwei Jahre alt, wird das \u00dcbliche empfohlen \u2013 niedrigschwellige Hilfsangebote, au\u00dferdem &#8222;Expresskonsumpl\u00e4tze in Drogenkonsumr\u00e4umen&#8220;. Bezahlen sollen das die Kommunen selbst. Doch deren finanzielle Lage ist trostlos: F\u00fcr das vergangene Jahr ist ein Rekorddefizit zu erwarten. Bremens Lage ist sattsam bekannt.<\/p>\n<p>Die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; hielt schon vor sechs Jahren fest: &#8222;\u00dcberall wachsen Gegens\u00e4tze, wuchert Ungleichheit. Doch die deutsche Politik hat in den vergangenen drei Jahrzehnten so getan, als habe man es mit einem eindimensionalen Problem zu tun: West hilft Ost (\u2026) Verwerfungen anderswo gerieten aus dem Blick (\u2026) Die Verelendung halber Gro\u00dfst\u00e4dte im n\u00f6rdlichen Ruhrgebiet blieb national fast unbemerkt \u2013 als l\u00e4gen Gelsenkirchen oder Herne in einem toten Winkel.&#8220; Wenn nichts unternommen werde, m\u00fcsse man mit US-amerikanischen Verh\u00e4ltnissen rechnen, mit Slums am Rande der St\u00e4dte.<\/p>\n<p>So weit muss, so weit darf es nicht kommen. Alle Anstrengungen f\u00fcr eine Wirtschaftswende sind berechtigt, aber auch eine Verpflichtung: Der Reichtum eines Landes sollte sich im Umgang mit seinen \u00c4rmsten zeigen.<\/p>\n<p>                    Wie bewertet Silke Hellwig die Priorisierung \u00f6konomischer Themen im Vergleich zur Bek\u00e4mpfung von Verelendung und Wohnungslosigkeit in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten?<\/p>\n<p>Silke Hellwig bewertet die Priorisierung \u00f6konomischer Themen gegen\u00fcber der Bek\u00e4mpfung von Verelendung und Wohnungslosigkeit in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten kritisch. In den von ihr gef\u00fchrten Interviews betonen die Gespr\u00e4chspartner, dass politische Ma\u00dfnahmen und Entlastungspakete h\u00e4ufig jene bevorzugen, die ohnehin bereits besser gestellt sind, w\u00e4hrend akute soziale Probleme wie Armut und Wohnungslosigkeit nicht ausreichend und zu langsam adressiert werden. Hellwig verdeutlicht damit, dass das soziale Engagement des Staates st\u00e4rker auf die dringendsten Bed\u00fcrfnisse der Schw\u00e4chsten ausgerichtet sein sollte und kurzfristige wirtschaftliche Ziele nicht \u00fcber das Gemeinwohl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gestellt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                    Welche Ma\u00dfnahmen und Zahlen werden im Artikel zur Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Bremen genannt und wer sind die beteiligten Akteure?<\/p>\n<p>Im Artikel werden als zentrale Ma\u00dfnahmen zur Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Bremen die Umsetzung des Stadtentwicklungsplans Wohnen 2030 (\u201eSTEP Wohnen 2030\u201c), die Einf\u00fchrung und Anpassung von F\u00f6rderprogrammen (z.B. Landesf\u00f6rderprogramm 2022 mit 50 Millionen Euro), sowie die Anwendung einer 30-Prozent-Sozialwohnungsquote bei Neubauten \u00fcber 20 Wohneinheiten genannt. Konkret wurden im Jahr 2023 voraussichtlich 640 gef\u00f6rderte Wohnungen fertiggestellt; bis 2026 stehen in Bremen aus Bundes- und Landesmitteln insgesamt 160 Millionen Euro f\u00fcr neue Wohnraumf\u00f6rderprogramme zur Verf\u00fcgung und seit 2012 wurden rund 2.819 Sozialwohnungen gef\u00f6rdert (Stand Ende 2021), wobei zuvor durchschnittlich j\u00e4hrlich ca. 1.450 Wohnungen insgesamt (alle Segmente) fertiggestellt wurden. Beteiligt an den Ma\u00dfnahmen sind die Senatorin f\u00fcr Bau, Mobilit\u00e4t und Stadtentwicklung (u.a. Bausenatorin Maike Schaefer), das Bauressort und die st\u00e4dtische Wohnungsbaugesellschaft Gewoba, au\u00dferdem private Investoren im Rahmen der Sozialwohnungsquote und die SPD-B\u00fcrgerschaftsfraktion, w\u00e4hrend die Finanzierung durch Bund, Land Bremen und das Bundesministerium f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen erfolgt.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                    Welche finanziellen Mittel stehen Bremen f\u00fcr Drogenhilfeprojekte zur Verf\u00fcgung und wie bewertet der Artikel die Wirksamkeit der bisherigen Ans\u00e4tze?<\/p>\n<p>F\u00fcr die Jahre 2024 und 2025 stehen Bremen rund 8,4 Millionen Euro f\u00fcr Drogenhilfeprojekte zur Verf\u00fcgung, wobei diese Gelder auf verschiedene Beh\u00f6rden \u2013 wie das Gesundheitsressort, die Sozial- und Umweltbeh\u00f6rde sowie den Innensenator \u2013 verteilt wurden. Der Artikel bewertet die bisherigen Ans\u00e4tze der Mittelverwendung eher kritisch, da durch die zersplitterte Zust\u00e4ndigkeit und Mittelzuteilung Effizienzverluste entstehen und Teilbetr\u00e4ge ungenutzt zur\u00fcckflie\u00dfen. In der politischen und fachlichen Debatte wird gefordert, die Drogenhilfepolitik strategisch neu auszurichten, zentral zu steuern und den Schwerpunkt st\u00e4rker auf Pr\u00e4vention, flexible Reaktion auf aktuelle Entwicklungen sowie dauerhafte und dezentral finanzierte Hilfsangebote zu legen, um die Wirksamkeit zu verbessern.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc84bzf3sw14y1n6lz75a9\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/politik\/inland\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesregierung hat laut eigener Aussage die &#8222;Wirtschaftswende&#8220; eingeleitet und zentrale Weichen gestellt, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":754977,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-754976","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115976487803687716","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=754976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/754976\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/754977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=754976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=754976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=754976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}