{"id":755060,"date":"2026-01-29T05:12:12","date_gmt":"2026-01-29T05:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755060\/"},"modified":"2026-01-29T05:12:12","modified_gmt":"2026-01-29T05:12:12","slug":"tesla-streicht-zwei-modelle-aus-dem-programm-und-setzt-auf-roboter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755060\/","title":{"rendered":"Tesla streicht zwei Modelle aus dem Programm und setzt auf Roboter"},"content":{"rendered":"<p>Teslas Gesch\u00e4ft bekommt einen D\u00e4mpfer. Zum ersten Mal verbuchte der Elektroautohersteller einen Umsatzr\u00fcckgang. Firmenchef Elon Musk trimmt sein Unternehmen auf eine Zukunft mit Robotern \u2013\u00a0und streicht zwei Modelle.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Elon Musk schw\u00f6rt Tesla auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis ein. Die \u00e4lteren Modelle S und X werden eingestellt, um Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Roboter-Produktion freizumachen. Sie begr\u00fcndeten einst den Ruf Teslas, wurden zuletzt aber kaum mehr ausgeliefert.<\/p>\n<p>In diesem Jahr soll die Fertigung des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab ohne Lenkrad und Pedale beginnen. Davon werde man mit der Zeit vielfach mehr Wagen bauen als von allen anderen Modellen zusammen, so die Hoffnung des Tesla-Chefs. In den beiden neuen Bereichen trifft Tesla auf starke Rivalen und muss erst noch beweisen, dass die Technologie des Elektroauto-Vorreiters am Markt bestehen kann. <\/p>\n<p>So hat Tesla bisher nur einige fahrerlose Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz. Sie wurden zuletzt noch von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet. Die Google-Schwesterfirma Waymo betreibt unterdessen mehr als 2.500 fahrerlose Wagen in mehreren US-St\u00e4dten und ist auf Expansionskurs<\/p>\n<p>Zudem ist umstritten, ob Musks Entscheidung, beim autonomen Fahren nur mit Kameras auszukommen, ausreichende Sicherheit bringt. Waymo und andere Hersteller setzen zus\u00e4tzlich auf weitere Sensoren, vor allem Laser-Radare, die die Umgebung der Fahrzeuge abtasten. Geht Musks Rechnung auf, h\u00e4tte Tesla einen enormen Kostenvorteil. <\/p>\n<p>Laut Musk testet Tesla seinen Robotaxi-Dienst aktuell mit rund 500 Fahrzeugen des Kompakt-SUV Model Y in Austin und im Bundesstaat Kalifornien. Allerdings muss in Kalifornien nach wie vor ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Teslas <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus6964ce0154e8233d6fbde8ba\/wenn-ihr-staubsauger-intime-fotos-teilt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus6964ce0154e8233d6fbde8ba\/wenn-ihr-staubsauger-intime-fotos-teilt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Roboter mit dem Namen Optimus<\/a> seien unterdessen nur chinesische Entwickler eine nennenswerte Konkurrenz sagte Musk. Allerdings gibt es auch in den USA Firmen, die bereits ihre Roboter in Fabriken getestet haben \u2013 etwa Figure AI im US-Werk von BMW.<\/p>\n<p>Tesla will die Optimus-Produktion in diesem Jahr beginnen \u2013 und Musk stellte j\u00fcngst auch in Aussicht, dass die bis Ende 2027 \u201eder \u00d6ffentlichkeit\u201c zum Verkauf angeboten werden k\u00f6nnten. Der Tech-Milliard\u00e4r ist allerdings bekannt daf\u00fcr, \u00fcberm\u00e4\u00dfig ambitionierte Ziele auszugeben und Fristen zu setzen, die er sp\u00e4ter nicht einh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Tesla streicht Model S und X<\/p>\n<p>Um Platz f\u00fcr die Roboter-Produktion zu machen, werde im kommenden Quartal die Herstellung der gr\u00f6\u00dferen Modelle S und X im kalifornischen Stammwerk Fremont eingestellt, sagte Musk. Besitzer der Wagen w\u00fcrden \u00fcber die Lebenszeit der Fahrzeuge weiterhin technische Unterst\u00fctzung bekommen, versicherte er.<\/p>\n<p>Das 2012 eingef\u00fchrte Model S war das erste komplett im eigenen Haus entwickelte Fahrzeug von Tesla. Es begr\u00fcndete den Ruf der Firma als Hersteller von Elektroautos, die mit guter Reichweite, Geschwindigkeit und attraktivem Design gegen die damals auf dem Markt dominierenden Wagen mit Verbrennermotoren bestehen konnten.<\/p>\n<p>Das Model X mit den markanten Fl\u00fcgelt\u00fcren folgte 2015. Danach wurden die beiden Modellreihen immer mal wieder aufgefrischt. Inzwischen machen die neueren Fahrzeuge Model 3 und Model Y den Gro\u00dfteil des Tesla-Gesch\u00e4fts aus: Im vergangenen Jahr entfielen auf sie fast 97 Prozent der Auslieferungen.<\/p>\n<p>Tesla verzeichnet erstmals in der Firmengeschichte einen Umsatzr\u00fcckgang<\/p>\n<p>Das aktuelle Kerngesch\u00e4ft von Tesla &#8211; der Verkauf von Autos &#8211; schrumpft derweil. Das vergangene Jahr war das erste mit einem Umsatzr\u00fcckgang. Die Erl\u00f6se fielen 2025 angesichts gesunkener Auslieferungen um rund drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn brach um 46 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Dollar ein.<\/p>\n<p>Tesla verbuchte 2025 den zweiten j\u00e4hrlichen R\u00fcckgang der Auslieferungen in Folge. Sie sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen H\u00f6hepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas \u00fcber 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht. 2024 hatte der Umsatz trotz der niedrigeren Auslieferungen noch um ein Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres sanken die Tesla-Auslieferungen um rund 15 Prozent. Im dritten Quartal trieb die Torschlusspanik vor dem Auslaufen der US-Elektroautopr\u00e4mie Ende September den Absatz zwischendurch auf ein Rekordhoch. Im Vierteljahr darauf folgte dann die Quittung mit dem n\u00e4chsten R\u00fcckgang.<\/p>\n<p>Das schlug sich auch in der Bilanz nieder. Der Umsatz fiel im vierten Quartal im Jahresvergleich um drei Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar und der Gewinn sackte um 61 Prozent auf 840 Millionen Dollar ab.<\/p>\n<p>Trump streicht Elektroautopr\u00e4mie<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump sorgte unterdessen nicht nur daf\u00fcr, dass die Steuerverg\u00fcnstigung von 7500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos auslief, sondern entzog Tesla mit dem Aush\u00f6hlen der Regeln zum CO2-Aussto\u00df auch eine verl\u00e4ssliche Geldquelle: Einnahmen aus dem Handel mit Emissionszertifikaten.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hatte Tesla die Gewinnsituation mit dem Verkauf der Verschmutzungsrechte immer wieder ordentlich aufgebessert. Doch nun sind andere Autobauer weniger daran interessiert. Teslas Erl\u00f6se aus dem Zertifikatehandel fielen im vergangenen Quartal auf 542 Millionen Dollar. Im vierten Quartal 2024 waren es noch 692 Millionen Dollar gewesen \u2013 und 2,76 Milliarden Dollar im gesamten Jahr.<\/p>\n<p>Das Jahr 2025 war f\u00fcr Tesla holprig. In den ersten Monaten war Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und br\u00fcstete sich unter anderem damit, die Entwicklungshilfe-Beh\u00f6rde \u201ein den Holzh\u00e4cksler\u201c geworfen zu haben.<\/p>\n<p>Musk und Trump gingen im Fr\u00fchsommer <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256218036\/trump-vs-musk-dieses-duell-wird-trumps-praesidentschaft-nachhaltig-erschuettern.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256218036\/trump-vs-musk-dieses-duell-wird-trumps-praesidentschaft-nachhaltig-erschuettern.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Streit auseinander<\/a>, was der Pr\u00e4sident mit der Abschaffung der Elektroautopr\u00e4mie erkl\u00e4rte. Musk bestritt das. Inzwischen vertragen sich die beiden allem Anschein nach wieder.<\/p>\n<p>Wegen Musks Auftreten und seiner politischen Ansichten wandte sich ein Teil der potenziellen Tesla-K\u00e4ufer ab. Zu Jahresbeginn wurde Tesla zudem vom Modellwechsel beim Bestseller Model Y gebremst. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck hingegen gilt als ein Flop.<\/p>\n<p>In den USA griffen Autok\u00e4ufer im vergangenen Jahr unterdessen verst\u00e4rkt zu Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben \u2013 und in Europa waren im Elektroauto-Markt andere Hersteller auf dem Vormarsch, unter anderem aus China.<\/p>\n<p>dpa\/gub\/sebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teslas Gesch\u00e4ft bekommt einen D\u00e4mpfer. Zum ersten Mal verbuchte der Elektroautohersteller einen Umsatzr\u00fcckgang. 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