{"id":755397,"date":"2026-01-29T08:25:22","date_gmt":"2026-01-29T08:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755397\/"},"modified":"2026-01-29T08:25:22","modified_gmt":"2026-01-29T08:25:22","slug":"wie-dick-ist-die-eiskruste-vom-jupitermond-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755397\/","title":{"rendered":"Wie dick ist die Eiskruste vom Jupitermond Europa?"},"content":{"rendered":"<p>Wie dick ist die Eiskruste vom Jupitermond Europa? &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a id=\"top\" class=\"jump-to-content\" href=\"#main\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Jupitermonde: Wie dick ist Europas Eiskruste?<\/p>\n<p>Die Raumsonde Juno hat bei einem engen Vorbeiflug die durchschnittliche M\u00e4chtigkeit der Eiskruste des Jupitermonds Europa bestimmt. Darunter befindet sich wahrscheinlich ein Ozean aus fl\u00fcssigem Wasser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Eine detaillierte Aufnahme des Jupitermondes Europa, die seine eisige Oberfl\u00e4che zeigt. Die Oberfl\u00e4che ist von zahlreichen Rissen und Linien durchzogen, die auf geologische Aktivit\u00e4ten hinweisen. Der Mond erscheint in einem hellen, beige-grauen Farbton vor einem schwarzen Hintergrund des Weltraums.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PIA25695.jpg\" title=\"Eine detaillierte Aufnahme des Jupitermondes Europa, die seine eisige Oberfl\u00e4che zeigt. Die Oberfl\u00e4che ist von zahlreichen Rissen und Linien durchzogen, die auf geologische Aktivit\u00e4ten hinweisen. Der Mond erscheint in einem hellen, beige-grauen Farbton vor einem schwarzen Hintergrund des Weltraums.\"\/><\/p>\n<p> Dickes Eis: Die Eiskruste des Jupitermonds Europa hat nach Messungen mit der NASA-Sonde Juno eine M\u00e4chtigkeit von mindestens 29\u00a0Kilometern. Das Bild nahm Juno am 29.\u00a0September 2022\u00a0bei ihrem dichten Vorbeiflug\u00a0auf. <\/p>\n<p>Seit rund neun Jahren umrundet die NASA-Sonde Juno den Riesenplaneten Jupiter im Abstand von 33\u00a0Tagen. Erst bei der Verl\u00e4ngerung der Mission flog die Sonde, die prim\u00e4r f\u00fcr die Erkundung des Gasriesen selbst konzipiert wurde, auch an drei der vier Galileischen Monde vorbei. Am 29.\u00a0September 2022\u00a0kam sie dem Jupitermond Europa bis auf 320\u00a0Kilometer nahe. Neben Bildern, die mit der Hauptkamera JunoCam entstanden, wurde auch das Microwave Radiometer (MWR) eingesetzt, um Informationen \u00fcber die Eiskruste des Monds und ihre Struktur zu erhalten. Mitte Januar 2026\u00a0stellte die NASA die Ergebnisse dieser Untersuchungen vor, die im Fachjournal \u00bb<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550-025-02718-0\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Nature Astronomy<\/a>\u00ab publiziert wurden. Wie die Gruppe um Steve Levin vom Jet\u00a0Propulsion Laboratory der NASA im kalifornischen Pasadena feststellte, betr\u00e4gt die Mindestdicke der Eiskruste etwa 29\u00a0Kilometer. <\/p>\n<p>Das entspricht der maximalen Eindringtiefe der Mikrowellen, die mit dem MWR beobachtet werden. Sollte sich unter der festen Kruste eine Schicht aus warmem, konvektivem Eis anschlie\u00dfen\u00a0\u2013 wie es das Team um Levin f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt\u00a0\u2013, k\u00f6nnte die Eiskruste insgesamt noch deutlich dicker sein. Darunter sollte sich den g\u00e4ngigen Vorstellungen zufolge ein Ozean aus fl\u00fcssigem Wasser befinden. Enth\u00e4lt das krustale Eis jedoch auch einen m\u00e4\u00dfigen Anteil an gel\u00f6sten Salzen, w\u00fcrde die feste Eisschicht in den Messungen etwa f\u00fcnf Kilometer d\u00fcnner erscheinen als bei einer salzfreien Eiskruste.<\/p>\n<p>Aus den MWR-Daten l\u00e4sst sich au\u00dferdem ableiten, dass die Eiskruste in ihrer Struktur nicht v\u00f6llig homogen ist. Es zeigen sich Hinweise auf Spr\u00fcnge und Risse im Eis, es k\u00f6nnte auch Hohlr\u00e4ume geben. Diese Inhomogenit\u00e4ten sind allerdings nur wenige Zentimeter gro\u00df und befinden sich in den obersten 200\u00a0Metern der Eiskruste.<\/p>\n<p>Weitere Details \u00fcber die Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit des Jupitermonds Europa und seines tiefen Innenlebens sollen die beiden Raumsonden JUICE von der ESA und Europa Clipper der NASA herausfinden, die sich im Anflug auf den Riesenplaneten befinden und diesen Anfang der 2030er-Jahre erreichen werden. Vor allem die NASA-Sonde wird bei rund 50\u00a0nahen Vorbeifl\u00fcgen an Europa umfangreiche Messungen durchf\u00fchren, um den Mond m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig zu erfassen und zu kartieren. Dann l\u00e4sst sich m\u00f6glicherweise endg\u00fcltig die Frage kl\u00e4ren, ob sich unter dem dicken Eispanzer wirklich ein Ozean aus fl\u00fcssigem Wasser verbirgt und ob er lebensfreundliche Bedingungen bieten kann. <\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist promovierter Geochemiker und Redakteur f\u00fcr Astronomie. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p> https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550\u2013025\u201302718\u20130 <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/f58ce21d8939465593393510f885ad12.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie dick ist die Eiskruste vom Jupitermond Europa? &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltJupitermonde: Wie dick ist Europas&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":755398,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,3251,172383,548,663,172385,158,3934,3935,172384,172381,13,132176,10158,172380,14,15,53628,172382,12],"class_list":{"0":"post-755397","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-astronomie","11":"tag-eiskruste","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europa-clipper","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-fluessiges-wasser","19":"tag-galileische-monde","20":"tag-headlines","21":"tag-juice","22":"tag-jupiter","23":"tag-jupitermond","24":"tag-nachrichten","25":"tag-news","26":"tag-ozean","27":"tag-raumsonde-juno","28":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115977435588106350","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=755397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755397\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/755398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=755397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=755397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=755397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}