{"id":755535,"date":"2026-01-29T09:45:22","date_gmt":"2026-01-29T09:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755535\/"},"modified":"2026-01-29T09:45:22","modified_gmt":"2026-01-29T09:45:22","slug":"russland-exporte-durchsuchungen-bei-maschinenfabrik-koeppern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755535\/","title":{"rendered":"Russland-Exporte: Durchsuchungen bei Maschinenfabrik K\u00f6ppern"},"content":{"rendered":"<p>Zollfahnder haben nach Informationen von CORRECTIV am Dienstag Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume der Maschinenfabrik K\u00f6ppern durchsucht. Es geht um Ermittlungen wegen m\u00f6glicher Verst\u00f6\u00dfe gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz.<\/p>\n<p>Die Fahnder r\u00fcckten in Hattingen in Nordrhein-Westfalen aus, wo sich der Hauptsitz des Maschinenbauers befindet, sowie am Au\u00dfenstandort im s\u00e4chsischen Freiberg. Die Zollfahndungs\u00e4mter in Essen und Dresden best\u00e4tigten Ma\u00dfnahmen an den beiden Orten und verwiesen an die Staatsanwaltschaft Essen, die das Verfahren f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Diese teilte auf Anfrage von CORRECTIV mit, dass \u201ean mehreren Orten Durchsuchungsma\u00dfnahmen im Zusammenhang mit Tatvorw\u00fcrfen nach dem Au\u00dfenwirtschaftsgesetz stattgefunden\u201c haben. Festnahmen seien nicht erfolgt.<\/p>\n<p>Die Maschinenfabrik K\u00f6ppern bringt die Ma\u00dfnahmen in einer am Mittwoch auf der Unternehmenswebsite ver\u00f6ffentlichten Stellungnahme in Zusammenhang mit Exportgesch\u00e4ften, \u00fcber die <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/aktuelles\/russland-ukraine-2\/2025\/11\/13\/lueckenhafte-sanktionen-gelangten-deutsche-maschinen-ueber-usbekistan-heimlich-nach-russland\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CORRECTIV im November berichtet hatte<\/a>.<\/p>\n<p>Deklarationen in usbekischen und russischen Zolldatenbanken weisen darauf hin, dass zwischen November 2023 und Mai 2024 mindestens 14 Exporte des deutschen Maschinenbauers nach Usbekistan mit einem Rechnungswert von rund 4,5 Millionen US-Dollar letztlich an den russischen D\u00fcngemittelhersteller Uralkali gelangt sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Es l\u00e4gen \u201ebislang keine Anhaltspunkte daf\u00fcr vor, dass es im Zusammenhang mit den Lieferungen nach Usbekistan durch Mitarbeiter der Maschinenfabrik K\u00f6ppern zu Verst\u00f6\u00dfen gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz gekommen sein k\u00f6nnte\u201c, teilte das Unternehmen nun mit. Man kooperiere \u201eumfassend mit den Ermittlungsbeh\u00f6rden\u201c.<\/p>\n<p>Uralkali ist einer der weltweit gr\u00f6\u00dften Hersteller von Minerald\u00fcnger und war vor dem russischen Angriffskrieg langj\u00e4hriger Kunde der Maschinenfabrik K\u00f6ppern. Das deutsche Traditionsunternehmen stellt Walzenpressen und Anlagen her, die Uralkali f\u00fcr die Zerkleinerung von Gestein und zur Granulierung des Kali-D\u00fcngers ben\u00f6tigt. Anfang April 2022 verbot die EU die Ausfuhr von Maschinen zum Pressen mineralischer Stoffe nach Russland.<\/p>\n<p><strong>Redigatur und Faktencheck:<\/strong> Miriam Lenz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zollfahnder haben nach Informationen von CORRECTIV am Dienstag Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume der Maschinenfabrik K\u00f6ppern durchsucht. 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