{"id":755710,"date":"2026-01-29T11:22:19","date_gmt":"2026-01-29T11:22:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755710\/"},"modified":"2026-01-29T11:22:19","modified_gmt":"2026-01-29T11:22:19","slug":"spione-an-der-uni-leibniz-universitaet-hannover-reagiert-auf-bedrohung-aus-dem-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755710\/","title":{"rendered":"Spione an der Uni? Leibniz Universit\u00e4t Hannover reagiert auf Bedrohung aus dem Ausland"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Hannover. Die Leibniz Universit\u00e4t Hannover warnt ihre Besch\u00e4ftigten jetzt per Rundschreiben vor Spionage durch ausl\u00e4ndische Geheimdienste. Den Ansto\u00df daf\u00fcr gab das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz, das eine Zunahme von Spionaget\u00e4tigkeit in sozialen Netzwerken und Karrierenetzwerken feststellt.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass an Hochschulen Studierende und Forscher aus ganz unterschiedlichen, auch autorit\u00e4r regierten Staaten t\u00e4tig sind, ist nicht ungew\u00f6hnlich. F\u00fcr die Forschung ist der globale Austausch ein wichtiges Triebmittel. Doch das hat Grenzen.<\/p>\n<p>Abwehr von Spionage <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Deshalb gibt die Leibniz Universit\u00e4t ihren Mitarbeitern Hilfestellung: Sie hat eine Beratungsstelle zur Exportkontrolle f\u00fcr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingerichtet. Und verschickt Rundschreiben zur \u201eSensibilisierung hinsichtlich verst\u00e4rkter Aktivit\u00e4ten ausl\u00e4ndischer Nachrichtendienste\u201c. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Der Verfassungsschutz nennt als klassische Haupttr\u00e4ger von Spionage die Russische F\u00f6deration, die Volksrepublik China und den Iran, allerdings inzwischen auch die USA und Gro\u00dfbritannien. \u201eEs kann vorkommen, dass die Beh\u00f6rde oder das Ausw\u00e4rtige Amt R\u00fcckfragen zu einem wissenschaftlichen Projekt haben\u201c, berichtet Mechtild von M\u00fcnchhausen, Sprecherin der Leibniz Universit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Zuletzt hatte ein Fall an der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig Aufsehen erregt. Dort soll eine iranische Besch\u00e4ftigte Landsleute unter Druck gesetzt haben. Im Raum steht der Verdacht, dass die wissenschaftliche Mitarbeiterin Personen aus dem universit\u00e4ren Umfeld an den Sicherheitsapparat in Teheran gemeldet hat. Das Mullah-Regime ist daf\u00fcr bekannt, Regimegegner auch im Ausland zu verfolgen. Best\u00e4tigt sind die Vorw\u00fcrfe bisher nicht.<\/p>\n<p>Check f\u00fcr Besch\u00e4ftigte<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eDas Unterdrucksetzen von Kollegen oder Mitstudierenden und das aktive Ausspionieren von Personen sind jedoch etwas ganz anderes\u201c, sagt von M\u00fcnchhausen. In solchen F\u00e4llen seien arbeitsrechtliche Ma\u00dfnahmen und das Einschalten der Polizei zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bevor die Leibniz Universit\u00e4t jemanden einstellt, werde ein F\u00fchrungszeugnis verlangt. Bei Nicht-EU-B\u00fcrgern greife dies aber nur auf Informationen aus dem deutschen Strafregister zur\u00fcck. In bestimmten F\u00e4llen wird die Spionageabwehr im Nieders\u00e4chsischen Verfassungsschutz aktiv.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Konflikte an der Hochschule<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn sich die politische Situation in einem Land versch\u00e4rft, kochen die Konflikte zwischen Menschen aus der jeweiligen Region hierzulande auch an den Unis hoch. Das hat wenig mit Forschung und Lehre zu tun, mehr mit internationalem studentischen Leben. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Protestcamp vor der Leibniz Universit\u00e4t: Im Jahr 2025 wollten Studierende damit auf die Situation in Gaza aufmerksam machen.\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/EUB2IFH3DRAYLFRYFVSVDHZGPE.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Weil totalit\u00e4re Bewegungen auch \u00fcber studentische Gruppen Einfluss nehmen, hat die Universit\u00e4t vor einiger Zeit die Kriterien f\u00fcr die kostenlose Vergabe von R\u00e4umen \u00fcberarbeitet. Veranstaltungen zu Hochschulpolitik und Universit\u00e4tsangelegenheiten stehen au\u00dfer Frage, auch Events von studentischen Gruppen, die sich mehrheitlich an Studierende richten. Allgemeinpolitischen oder religi\u00f6sen Gruppen werden keine R\u00e4ume kostenlos \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>\u00c4rger um \u201eStudents for Palestine\u201c <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Auseinandersetzungen gab es etwa j\u00fcngst um einen Auftritt der Berliner Antizionistin Udi Raz. Die Gruppe \u201eStudents for Palestine\u201c hatte die umstrittene Aktivistin Anfang Dezember 2025 eingeladen. Die Universit\u00e4t untersagte die Veranstaltung. \u201eWegen der breiten Werbung und des Themas war nicht anzunehmen, dass es sich bei den Teilnehmenden mehrheitlich um Studierende handelt\u201c, sagt von M\u00fcnchhausen.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Trotz des Verbots fand die Veranstaltung zun\u00e4chst statt. M\u00fcnchhausen spricht von Hausfriedensbruch, au\u00dferdem von einem massiven Vertrauensbruch. Eine wissenschaftliche Lehrveranstaltung mit der Aktivistin hatte die Hochschule im November noch genehmigt. <\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">HAZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hannover. Die Leibniz Universit\u00e4t Hannover warnt ihre Besch\u00e4ftigten jetzt per Rundschreiben vor Spionage durch ausl\u00e4ndische Geheimdienste. 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