{"id":755830,"date":"2026-01-29T12:28:13","date_gmt":"2026-01-29T12:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755830\/"},"modified":"2026-01-29T12:28:13","modified_gmt":"2026-01-29T12:28:13","slug":"tennisprofi-elina-switolina-hoffnung-fuer-die-ukraine-bei-den-australian-open-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/755830\/","title":{"rendered":"Tennisprofi Elina Switolina: Hoffnung f\u00fcr die Ukraine bei den Australian Open &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vor diesem pikanten Match am Donnerstagabend in der Rod Laver Arena machte Elina Switolina deutlich, dass es ihr in Melbourne nicht allein um sportlichen Erfolg gehe. \u201eEs geht mir nat\u00fcrlich ans Herz, die gro\u00dfe Unterst\u00fctzung aus der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ukraine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> zu sehen und dass viele Menschen in der Ukraine <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Tennis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tennis<\/a> kennenlernen\u201c, erkl\u00e4rte die 31-J\u00e4hrige, in Odessa geboren. \u201eDas ist gro\u00dfartig, denn gerade jetzt ist es, ich glaube, einer der h\u00e4rtesten Winter f\u00fcr die Ukrainer, ohne Strom und alles andere. Deshalb m\u00f6chte ich den Menschen in der Ukraine, meinen Freunden, ein wenig Hoffnung schenken, wenn sie meine Spiele sehen.\u201c Ihren Vorsatz hatte sie gut umgesetzt, bis ins Halbfinale stie\u00df die Tennisspielerin bei den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Australian_Open\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Australian Open<\/a> vor, ehe\u00a0Switolina jetzt gestoppt wurde. Von der Belarussin Aryna Sabalenka.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass die 2:6, 3:6-Niederlage keine ohne Fu\u00dfnote war, zeigte sich nach dem Matchball. Ein Handschlag am Netz, wie \u00fcblich im Tennis? Den gab es nicht. Switolina schritt zu ihrer Tasche, packte, weg war sie. F\u00fcr Sabalenka, die im Finale auf Jelena Rybakina aus Kasachstan trifft (siegte 6:3, 7:6 gegen die Amerikanerin Jessica Pegula), war das kein Affront. Sie wei\u00df ja, was am Ende solcher Duelle passiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/australian-open-coco-gauff-schlaeger-kamera-iga-swiatek-li.3376670\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;sind_wir_tiere_im_zoo&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;tennis&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3376670&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportaustralian-open-coco-gauff-schlaeger-kamera-iga-swiatek-li3376670\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6091abc4-45a7-43d9-b5c2-e505b5ee7f9e.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Spielerinnen-Kritik bei Australian Open<\/p>\n<p>:\u201eSind wir Tiere im Zoo?\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Kameras im Fitnessraum, Kameras in den G\u00e4ngen, Kameras \u00fcberall: Der Fall Coco Gauff l\u00f6st in Melbourne eine heftige Debatte aus \u2013 haben Tennisprofis gar keine Privatsph\u00e4re mehr?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn Spielerinnen aus der Ukraine und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Belarus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Belarus<\/a> aufeinandertreffen, ist das zweifellos nach wie vor eine Stresssituation f\u00fcr die Protagonisten. Allerdings, da hat die Dauer des russischen Angriffskrieges Spuren hinterlassen, sind diese Partien Alltag geworden. Der verweigerte Handschlag wundert keinen mehr. Es ist im Grunde der letzte \u00fcbrig gebliebene Protest der ukrainischen Spielerinnen, die offensichtlich m\u00fcde geworden sind, der Welt zu erkl\u00e4ren, wie ungerecht Russlands Tyrannei ist und wie sehr ihre zerbombte Heimat leidet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Switolina hatte bereits vor ihrem Halbfinale erkl\u00e4rt, warum sie sich mit Aussagen zur\u00fcckhalte: \u201eDer Krieg dauert jetzt schon seit vier Jahren an. Wir haben unz\u00e4hlige Male dar\u00fcber gesprochen. Ja, f\u00fcr mich ist das Thema jetzt vom Tisch. Die Entscheidung ist gefallen. Die WTA und die ATP haben ihre Wahl getroffen.\u201c Sie bezog sich darauf, dass die Profis aus Russland und Belarus auf der Frauen- und der M\u00e4nner-Tour spielen d\u00fcrfen und einzig in Kauf nehmen m\u00fcssen, ohne Flagge hinter dem Namen anzutreten. Ihre Mission betrachtet Switolina inzwischen so: \u201eJetzt k\u00f6nnen wir nur noch unser Bestes geben, unser Land bestm\u00f6glich vertreten und unsere Stimmen nutzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und Hilfe zu fordern.\u201c Der Krieg begleitete trotzdem als Thema das Frauenturnier in Melbourne.<\/p>\n<p>\u201eIch habe dort zurzeit keinen Strom, keine Heizung, kein Wasser. Ich dusche im Tennisklub\u201c, sagt Olijnykowa, die wieder in Kiew lebt<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Switolina und auch Marta Kostjuk, 23, ebenfalls engagierte Botschafterin der ukrainischen Tennisfraktion, mochten schweigen, daf\u00fcr entsendete eine Spielerin aus der zweiten Reihe \u00fcber Tage k\u00e4mpferische Botschaften. Vor ihrer Erstrundenniederlage gegen Titelverteidigerin Madison Keys aus den USA \u00fcbte die Weltranglisten-92. Oleksandra Olijnykowa aus Kiew massive Kritik daran, dass Russinnen und Belarussinnen weiterhin mitwirken d\u00fcrfen. \u201eIch denke, es ist sehr falsch, dass sie nicht disqualifiziert werden wie in anderen Sportarten\u201c, sagte die 25-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf ihrer Pressekonferenz trug sie ein Shirt mit der Aufschrift: \u201eIch brauche Ihre Hilfe, um ukrainische Frauen und Kinder zu sch\u00fctzen, aber ich kann hier nicht dar\u00fcber sprechen.\u201c Laut Tennisreglement sind politische Botschaften von Profis bei Grand-Slam-Turnieren untersagt. In sozialen Medien griff Olijnykowa dann direkt Sabalenka an: \u201eDas brutale Verhalten der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka hat viele emp\u00f6rt. Trotzdem tut die Belarussin, die ohne Flagge spielt, weiterhin so, als wisse sie nichts vom Krieg in der Ukraine. Sie verstehe nicht, warum ihr die ukrainischen Spielerinnen nach dem Match nicht die Hand geben. Und, wie man sagt, existiere f\u00fcr sie nur der Sport, alles andere sei ihr egal.\u201c\u00a0 Auch dass die russischen Spielerinnen Mirra Andrejewa und Diana Schnaider von Wladimir Putin eine Auszeichnung erhielten, prangerte Olijnykowa an. In der Folge entwickelte sich ein Hin und Her.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/9c21e3df-1465-45aa-932a-60aad2a3155a.jpg\"   alt=\"\u201eWas ist nur los mit dieser Welt? Und ab welchem Zeitpunkt begannen die Menschen, kraftvolle Aufschl\u00e4ge und Vorh\u00e4nde h\u00f6her zu bewerten als zerst\u00f6rte Leben?\u201c Oleksandra Olijnykowa \u00fcbt massive Kritik daran, dass Tennisprofis aus Russland und Belarus weiterhin mitwirken d\u00fcrfen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>\u201eWas ist nur los mit dieser Welt? Und ab welchem Zeitpunkt begannen die Menschen, kraftvolle Aufschl\u00e4ge und Vorh\u00e4nde h\u00f6her zu bewerten als zerst\u00f6rte Leben?\u201c Oleksandra Olijnykowa \u00fcbt massive Kritik daran, dass Tennisprofis aus Russland und Belarus weiterhin mitwirken d\u00fcrfen. (Foto: Asanka Brendon Ratnayake\/AP\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In einer Pressekonferenz erwiderte Sabalenka: \u201eIch w\u00fcnsche mir Frieden, und wenn ich etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte, w\u00fcrde ich das auf jeden Fall tun. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.\u201c Als kurz darauf eine Werbedeal Sabalenkas mit einer italienischen Luxusmodemarke bekannt wurde, meldete sich Olijnykowa, deren Vater als Offizier an der Front im Einsatz ist, erneut: \u201eEine Anh\u00e4ngerin eines blutr\u00fcnstigen Diktators wird zur Markenbotschafterin einer Topmarke. Was ist nur los mit dieser Welt? Und ab welchem Zeitpunkt begannen die Menschen, kraftvolle Aufschl\u00e4ge und Vorh\u00e4nde h\u00f6her zu bewerten als zerst\u00f6rte Leben?\u201c Konfrontiert damit, sagte Sabalenka, der vor Jahren eine gewisse N\u00e4he zum belarussischen Pr\u00e4sidenten Alexander Lukaschenko nachgesagt worden war: \u201eIch respektiere, dass jeder seine Meinung haben und seine Plattformen nutzen darf. Ich habe bereits deutlich gemacht, dass ich f\u00fcr Frieden bin. Daran hat sich nichts ge\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sie und Olijnykowa d\u00fcrften solche S\u00e4tze kaum n\u00e4herbringen. Olijnykowas Welt sieht v\u00f6llig anders aus. In Kiew, wo sie wieder lebt, seien schlimme Zust\u00e4nde: \u201eIch habe dort zurzeit keinen Strom, keine Heizung, kein Wasser. Ich dusche im Tennisklub.\u201c W\u00e4hrend Sabalenka \u00fcber Schmuck und Mode und ihren Auftritt in der Jimmy-Fallon-Show in Melbourne sprach, erz\u00e4hlte Olijnykowa, sie unterst\u00fctze ein Crowdfunding-Programm, um Geld f\u00fcr die Drohnenabwehr zu sammeln.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Switolina und auch Sabalenka indes verhielten sich nach ihrer Partie so professionell, wie sie es eben l\u00e4ngst immer machen. Sabalenka, die ihr viertes Finale in Serie in Melbourne erreichte, lobte Switolinas Einsatz. Switolina lobte Sabalenkas Wucht im Spiel. Die Mutter einer dreij\u00e4hrigen Tochter\u00a0\u2013 der franz\u00f6sische Tennisprofi Ga\u00ebl Monfils ist ihr Ehemann\u00a0\u2013 reist in jedem Fall begl\u00fcckt ab: \u201eEs war immer mein Traum, nach der Elternzeit zur\u00fcckzukommen. Und es war mein Ziel, wieder in die Top Ten zu kommen. Das bedeutet mir die Welt\u201c, hatte Switolina nach ihrem Viertelfinalsieg gegen die Amerikanerin Coco Gauff gesagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor diesem pikanten Match am Donnerstagabend in der Rod Laver Arena machte Elina Switolina deutlich, dass es ihr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":755831,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,147,80520,916,113621,13,148,14,15,307,12,265,149,4206,317],"class_list":{"0":"post-755830","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-australian-open","12":"tag-belarus","13":"tag-grand-slam","14":"tag-headlines","15":"tag-leserdiskussion","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-sport","21":"tag-sueddeutsche-zeitung","22":"tag-tennis","23":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115978391126003657","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=755830"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755830\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/755831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=755830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=755830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=755830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}