{"id":756495,"date":"2026-01-29T18:37:12","date_gmt":"2026-01-29T18:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756495\/"},"modified":"2026-01-29T18:37:12","modified_gmt":"2026-01-29T18:37:12","slug":"dem-westen-fehlt-es-an-moralischer-glaubwuerdigkeit-um-china-zu-kritisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756495\/","title":{"rendered":"Dem Westen fehlt es an moralischer Glaubw\u00fcrdigkeit, um China zu kritisieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der chinesische K\u00fcnstler <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/ai-weiwei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ai Weiwei<\/a> hat \u201edem Westen\u201c vorgeworfen, keine moralische Glaubw\u00fcrdigkeit mehr zu besitzen, um <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/china\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> wegen Menschenrechtsverletzungen anzuprangern. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/china\/ai-weiwei-says-west-lacks-moral-authority-criticise-beijing-rights-2026-01-29\/\">Reuters<\/a>\u00a0erkl\u00e4rte der 67-J\u00e4hrige, westliche Staaten sollten zun\u00e4chst ihre eigene Bilanz bei den Menschenrechten \u00fcberpr\u00fcfen, bevor sie Peking kritisieren.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">\u201eHeute habe ich meine Meinung komplett ge\u00e4ndert\u201c, sagte Ai gegen\u00fcber Reuters, der zuvor von internationalen Besuchern gefordert hatte, sich kritisch zur Menschenrechtslage in China zu \u00e4u\u00dfern. \u201eDer Westen ist nicht einmal in der Position, China anzuklagen. Sie m\u00fcssen erst ihre eigene Bilanz pr\u00fcfen \u2013 was sie bei internationalen Menschenrechten getan haben, ihre Bilanz bei der Redefreiheit.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der K\u00fcnstler, der sich anl\u00e4sslich seines neuen Buches \u201eCensorship\u201c in London aufhielt, bezeichnete es laut Reuters als \u201ezutiefst heuchlerisch\u201c, wenn westliche Regierungschefs Themen wie Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Zensur ansprechen w\u00fcrden. \u201eDas w\u00fcrde die Leute zum Lachen bringen\u201c, sagte Ai demnach.<\/p>\n<p>Kritik am Umgang mit Julian Assange<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Als Beispiel f\u00fcr westliche Doppelmoral nannte Ai den Fall <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/julian-assange\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Julian Assange<\/a>. Der WikiLeaks-Gr\u00fcnder war im Juni 2024 nach einem Vergleich mit der US-Justiz nach Australien zur\u00fcckgekehrt \u2013 nach 14 Jahren juristischer Auseinandersetzungen wegen der Ver\u00f6ffentlichung geheimer US-Milit\u00e4rdokumente.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Ai berichtete dem Reuters-Bericht zufolge zudem, dass er selbst im Westen Zensur erfahren habe. Eine Londoner Galerie hatte im Jahr 2023 eine seiner Ausstellungen wegen eines Social-Media-Beitrags zum Gaza-Konflikt verschoben. \u201eIch glaube, sie sch\u00e4men sich sogar, \u00fcber diese Dinge zu sprechen\u201c, sagte der K\u00fcnstler \u00fcber westliche Politiker und das Thema Menschenrechte.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">K\u00fcrzlich war ein Text des K\u00fcnstlers, den er urspr\u00fcnglich f\u00fcr das Zeit Magazin geschrieben hatte, nicht in dem Blatt erschienen.\u00a0\u201eSie haben es nicht erkl\u00e4rt, haben sich nur daf\u00fcr entschuldigt\u201c, sagte Ai in einem <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/debatte\/ai-weiwei-ueber-gaza-und-die-ukraine-besitzen-die-deutschen-ueberhaupt-moral-oder-sind-sie-nur-launisch-li.2350876\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit der Berliner Zeitung<\/a>\u00a0im August dazu. \u201eIch glaube, sie wollten eher etwas Leichtes, Oberfl\u00e4chliches\u201c, so Ai.\u00a0\u201eNat\u00fcrlich haben sie die Macht und das Recht. Sie ver\u00f6ffentlichen keine unliebsame Meinung.\u201c<\/p>\n<p>Starmers China-Besuch als \u201esehr guter Schritt\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen gegen\u00fcber Reuters fielen zusammen mit dem viert\u00e4gigen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/starmer-china-wende-peking-li.10016617\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China-Besuch des britischen Premierministers Keir Starmer<\/a> \u2013 der erste eines britischen Regierungschefs seit acht Jahren. Starmer hatte bei seiner Ankunft in Peking angek\u00fcndigt, Menschenrechtsfragen gegen\u00fcber Staatschef Xi Jinping anzusprechen, darunter den Fall des in Hongkong inhaftierten britischen Staatsb\u00fcrgers Jimmy Lai.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Trotz seiner Kritik an westlicher \u201eHeuchelei\u201c bewertete Ai Starmers Reise positiv. Der Besuch sei aus wirtschaftlichen Interessen heraus \u201erational und praktisch\u201c und ein \u201esehr guter Schritt\u201c, der Gro\u00dfbritannien n\u00fctzen und in China gut aufgenommen werde, sagte er gegen\u00fcber Reuters.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der chinesische K\u00fcnstler Ai Weiwei hat \u201edem Westen\u201c vorgeworfen, keine moralische Glaubw\u00fcrdigkeit mehr zu besitzen, um China wegen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":756496,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-756495","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115979841954776554","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/756495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=756495"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/756495\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/756496"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=756495"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=756495"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=756495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}