{"id":756657,"date":"2026-01-29T20:05:10","date_gmt":"2026-01-29T20:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756657\/"},"modified":"2026-01-29T20:05:10","modified_gmt":"2026-01-29T20:05:10","slug":"industrieprojekt-in-der-atacama-wueste-abgesagt-astronomen-erleichtert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756657\/","title":{"rendered":"Industrieprojekt in der Atacama-W\u00fcste abgesagt, Astronomen erleichtert"},"content":{"rendered":"<p>Normalerweise ist die Ank\u00fcndigung, einen Wind- und Solarpark zu bauen, eine gute Nachricht. Im Fall von Inna hingegen ist die gute Nachricht, dass das Projekt nicht umgesetzt wird. Die Anlage in Chile h\u00e4tte die Arbeit von Astronomen beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Inna sollte eine Anlage f\u00fcr die Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff und Ammoniak werden, die das US-Unternehmen AES Andes in der Atacama-W\u00fcste in Chile bauen wollte, nur wenige Kilometer entfernt vom Paranal-Observatorium der Europ\u00e4ischen S\u00fcdsternwarte (ESO). Zu Inna sollten unter anderem ein Solarpark und ein Windpark geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Dazu wird es nicht kommen: Die chilenische Tochtergesellschaft des US-Energiekonzerns AES hat das Projekt aufgegeben. Nach eingehender Pr\u00fcfung des Projektportfolios sei beschlossen worden, \u201edie Umsetzung des Inna-Projekts, einer Initiative zur Produktion gr\u00fcnen Wasserstoffs und gr\u00fcnen Ammoniaks, einzustellen\u201c, <a href=\"https:\/\/www.aesandes.com\/en\/press-release\/aes-andes-focus-renewables-and-storage-discontinues-green-hydrogen-development\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilte AES Andes mit<\/a>.<\/p>\n<p>Lichtverschmutzung und Vibrationen<\/p>\n<p>Astronomen weltweit hatten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Irreparable-Folgen-fuer-Astronomie-Warnung-vor-Megaprojekt-bei-ESO-Teleskop-10235204.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gegen das Projekt protestiert<\/a>. Dabei erhielten sie Unterst\u00fctzung von Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier: Das Projekt h\u00e4tte deutliche mehr Lichtverschmutzung in dem abgelegenen Gebiet bedeutet, <a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/germany\/news\/eso2506\/?lang\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">wie eine Studie der ESO ergeben hat<\/a>.<\/p>\n<p>Daneben h\u00e4tten die Windr\u00e4der die astronomischen Beobachtungen am Very Large Telescope (VLT), dem Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA) und k\u00fcnftig dem Extremely Large Telescope (ELT) gest\u00f6rt: Zum einen verwirbeln Windr\u00e4der Luft, die an dem Standort sehr ruhig ist. Zudem erzeugen sie Vibrationen, die sich auf den Boden und dann auf die pr\u00e4zise ausgerichteten Teleskope \u00fcbertragen k\u00f6nnten. Beides beeinflusst die Beobachtungen.<\/p>\n<p>Leistungsstarke Teleskope in der Atacama<\/p>\n<p>Die Teleskope des Paranal-Observatoriums auf den Bergen Cerro Paranal und Cerro Armazones geh\u00f6ren zu den leistungsst\u00e4rksten weltweit. Das \u00fcber eine Milliarde Euro teure ELT, das derzeit auf dem Cerro Armazones gebaut wird, wird mit seinem 39 Meter gro\u00dfen Hauptspiegel das weltweit gr\u00f6\u00dfte optische Teleskop. Die Fertigstellung ist f\u00fcr Anfang der 2030er-Jahre geplant.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Atacama-W\u00fcste gilt als eine der trockensten Gegenden der Welt. Dort gibt es rund 350 klare N\u00e4chte im Jahr. Zudem ist die Region so entlegen, dass es dort kaum Luft- und Lichtverschmutzung gibt, die die Beobachtungen st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Astronomie-Community freut sich \u00fcber die Entscheidung AES Andes\u2019, Inna nicht umzusetzen. Der Paranal-Nachthimmel sei gesichert, <a href=\"https:\/\/www.mpe.mpg.de\/8134063\/news20260127\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">kommentierte das Max-Planck-Institut f\u00fcr extraterrestrische Physik<\/a> (MPE). \u201eIch bin sehr erfreut, dass unsere Bem\u00fchungen erfolgreich waren und der geplante Industriekomplex nun an einem anderen Standort realisiert werden soll\u201c, sagte Reinhard Genzel, Nobelpreistr\u00e4ger und Direktor der Infrarot-Gruppe am MPE. Es sei den Forschern nie \u201eum Wissenschaft gegen Nachhaltigkeit\u201c gegangen. \u201eDas einzige Problem der geplanten Anlage war immer nur die r\u00e4umliche N\u00e4he zu den Teleskopen.\u201c<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Normalerweise ist die Ank\u00fcndigung, einen Wind- und Solarpark zu bauen, eine gute Nachricht. Im Fall von Inna hingegen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":756658,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[3251,29,74894,30,16263,172623,190,189,194,191,151272,193,192],"class_list":["post-756657","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-astronomie","tag-deutschland","tag-eso","tag-germany","tag-lichtverschmutzung","tag-paranal-observatorium","tag-science","tag-science-technology","tag-technik","tag-technology","tag-vlt","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115980187978214880","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/756657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=756657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/756657\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/756658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=756657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=756657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=756657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}