{"id":756714,"date":"2026-01-29T20:36:13","date_gmt":"2026-01-29T20:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756714\/"},"modified":"2026-01-29T20:36:13","modified_gmt":"2026-01-29T20:36:13","slug":"frankreich-verbannt-microsoft-teams-und-zoom-aus-behoerden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756714\/","title":{"rendered":"Frankreich verbannt Microsoft Teams und Zoom aus Beh\u00f6rden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankreich schafft US-Videokonferenz-Tools in der Verwaltung ab \u2013 bis 2027 soll die staatseigene L\u00f6sung \u201eVisio\u201c alle Ministerien vereinen.<\/strong> Die Regierung in Paris zieht damit die Konsequenz aus langj\u00e4hrigen Sicherheitsbedenken gegen\u00fcber ausl\u00e4ndischen Gesetzen.<\/p>\n<p>Digitale Souver\u00e4nit\u00e4t wird Realit\u00e4t<\/p>\n<p>Die Anordnung der franz\u00f6sischen Digitalbeh\u00f6rde DINUM markiert einen Wendepunkt. Ab sofort werden Microsoft Teams, Zoom und \u00e4hnliche US-Plattform schrittweise von allen Beh\u00f6rdenrechnern und -netzen verbannt. Bis 2027 soll der \u00dcbergang zur eigenentwickelten Alternative \u201eVisio\u201c abgeschlossen sein. Ziel ist ein \u201erechtlicher und technischer Schutzschild\u201c f\u00fcr sensible Regierungskommunikation.<\/p>\n<p>Hintergrund ist die Furcht vor dem Zugriff ausl\u00e4ndischer Beh\u00f6rden, insbesondere durch US-Gesetze wie den <strong>CLOUD Act<\/strong>. Dieser erlaubt amerikanischen Stellen, Daten bei US-Techkonzernen anzufordern \u2013 unabh\u00e4ngig vom Speicherort. F\u00fcr Frankreich ein inakzeptables Risiko f\u00fcr strategische und wissenschaftliche Austausche.<\/p>\n<p>\u201eVisio\u201c: Die staatliche All-in-One-L\u00f6sung<\/p>\n<p>Die neue Plattform ist der Kern der \u201eSuite Num\u00e9rique\u201c, eines Pakets souver\u00e4ner Digitalwerkzeuge f\u00fcr Beamte. Sie vereinheitlicht den bisherigen Flickenteppich aus Zoom, Teams, GoTo Meeting und Webex in den Ministerien \u2013 ein Sicherheitsrisiko und Kostentreiber.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Passend zum Thema digitale Souver\u00e4nit\u00e4t: Seit August 2024 gelten in der EU neue Regeln f\u00fcr den Einsatz von KI-Systemen \u2013 von Kennzeichnungspflichten bis zu umfassenden Dokumentationsanforderungen. Beh\u00f6rden und Dienstleister stehen nun vor konkreten Umsetzungsaufgaben, etwa Risikoklassifizierung und Nachweispflichten. Ein kostenloses Umsetzungs\u2011E\u2011Book erkl\u00e4rt die EU\u2011KI\u2011Verordnung verst\u00e4ndlich, liefert Checklisten und Praxis\u2011Tipps f\u00fcr die schnelle Compliance\u2011Planung. <strong><a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/ki-verordnung\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_KI-VERORDNUNG_X-CWBNC-BCPID_3545\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen KI-Leitfaden herunterladen<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201eVisio\u201c l\u00e4uft auf Infrastruktur des franz\u00f6sischen Anbieters Outscale (Dassault Syst\u00e8mes) mit dem h\u00f6chsten nationalen Sicherheitszertifikat <strong>SecNumCloud<\/strong>. Die Daten verbleiben physisch und rechtlich in Frankreich. Integriert sind heimische KI-Technologien f\u00fcr Transkription und Live-Untertitel.<\/p>\n<p>Der finanzielle Anreiz ist gro\u00df: Pro 100.000 Nutzer, die von lizenzierten Softwarel\u00f6sungen wechseln, rechnet die Regierung mit j\u00e4hrlichen Einsparungen von bis zu <strong>einer Million Euro<\/strong>.<\/p>\n<p>Frankreich als Vorreiter f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>Die Entscheidung ist eine konkrete Umsetzung der europ\u00e4ischen Doktrin der <strong>digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t<\/strong>. Frankreich, die zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der EU, verwandelt damit politische Rhetorik in praktische Politik. Die Bewegung passt zu Initiativen wie Gaia-X f\u00fcr eine f\u00f6derierte europ\u00e4ische Dateninfrastruktur.<\/p>\n<p>Der Druck auf US-Techgiganten w\u00e4chst auch auf EU-Ebene. Die Kommission untersucht bereits die Marktmacht von Amazon Web Services und Microsoft Azure im Rahmen des <strong>Digital Markets Act (DMA)<\/strong>.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndiger Umstieg bis 2027<\/p>\n<p>Der Zeitplan steht: Das nationale Forschungszentrum CNRS wird seine 34.000 Zoom-Lizenzen bereits bis M\u00e4rz 2026 ersetzen. Ab 2027 werden keine Lizenzen mehr f\u00fcr nicht-europ\u00e4ische Videokonferenz-Software verl\u00e4ngert. F\u00fcr rund 200.000 Staatsbedienstete wird \u201eVisio\u201c dann der Standard.<\/p>\n<p>Laut Digitalminister David Amiel ist das Projekt eine \u201eVersicherung gegen k\u00fcnftige Bedrohungen\u201c. Es geht um mehr als Softwarebeschaffung \u2013 es ist eine grundlegende Neuausrichtung der digitalen Staatsinfrastruktur. Die Botschaft ist klar: Europa will die Kontrolle \u00fcber seine Daten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>PS: Beh\u00f6rden und IT-Verantwortliche, die nun auf europ\u00e4ische Plattformen und heimische KI setzen, sollten die Verpflichtungen der EU\u2011KI\u2011Verordnung genau kennen. Unser kostenloses E\u2011Book fasst Anforderungen, \u00dcbergangsfristen und notwendige Dokumentationen kompakt zusammen und bietet praktische Vorlagen f\u00fcr Kennzeichnung und Risikodokumentation \u2013 ideal f\u00fcr Betreiber von Systemen wie \u201eVisio\u201c. <strong><a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/ki-verordnung\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_KI-VERORDNUNG_X-CWBNC-BCPID_3545\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenloses E\u2011Book zur EU\u2011KI\u2011Verordnung herunterladen<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankreich schafft US-Videokonferenz-Tools in der Verwaltung ab \u2013 bis 2027 soll die staatseigene L\u00f6sung \u201eVisio\u201c alle Ministerien vereinen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":756715,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,14776,1081,548,663,3934,3980,156,13,14,15,8943,12,425],"class_list":{"0":"post-756714","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cybersicherheit","11":"tag-digitalisierung","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-france","16":"tag-frankreich","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-regulierung","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-technologie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115980309827309428","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/756714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=756714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/756714\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/756715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=756714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=756714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=756714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}