{"id":756873,"date":"2026-01-29T22:03:28","date_gmt":"2026-01-29T22:03:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756873\/"},"modified":"2026-01-29T22:03:28","modified_gmt":"2026-01-29T22:03:28","slug":"vg-koeln-bestaetigt-verkehrsversuch-auf-adenauerallee-in-bonn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/756873\/","title":{"rendered":"VG K\u00f6ln best\u00e4tigt Verkehrsversuch auf Adenauerallee in Bonn"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"583\" data-id=\"57004\" src=\"https:\/\/www.rechtundpolitik.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/VG-Verwaltungsgericht-Koeln.avif\" alt=\"\" class=\"wp-image-57004\"  \/>Das Geb\u00e4ude des Verwaltungsgerichts und des Finanzgerichts; Foto: Raimond Spekking \/ CC BY-SA 4.0<\/p>\n<p><strong>K\u00f6ln, 29. Januar 2026 (JPD)<\/strong> \u2013 Das Verwaltungsgericht K\u00f6ln hat den von der Stadt Bonn angeordneten Verkehrsversuch auf der Adenauerallee zwischen Koblenzer Tor und Bundeskanzlerplatz best\u00e4tigt. Mit Beschluss vom 28. Januar 2026 (Az. 18 L 2261\/25) wies das Gericht Eilantr\u00e4ge von zwei Anwohnern ab, die gegen die Umgestaltung der Fahrbahn und die Einrichtung eines Radfahrstreifens geklagt hatten.<\/p>\n<p>Verkehrsversuch zur St\u00e4rkung des Radverkehrs rechtm\u00e4\u00dfig<\/p>\n<p>Seit September 2025 erprobt die Stadt Bonn eine neue Spuraufteilung auf der Adenauerallee. Die bisher vierspurige Fahrbahn wurde auf eine breitere Kfz-Spur pro Richtung reduziert und mit einem jeweils 2,00 Meter breiten Radfahrstreifen erg\u00e4nzt. Zudem wurden einige Parkpl\u00e4tze in Rad- und Ladezonen umgewandelt, wobei n\u00e4chtliche Anwohnerparkpl\u00e4tze weiterhin bestehen. Grundlage der Verkehrsma\u00dfnahme ist das \u201eEntwicklungskonzept Radverkehr f\u00fcr die Bonner Innenstadt\u201c von 2019 sowie das Ende 2023 aktualisierte Radverkehrsnetz, das die Adenauerallee als Hauptroute mit baulich getrenntem Radstreifen vorsieht.<\/p>\n<p>Die Anwohner argumentierten, die Reduzierung der Kfz-Spuren f\u00fchre zu unzumutbaren Verkehrsverz\u00f6gerungen und dem Wegfall von Parkpl\u00e4tzen. Au\u00dferdem sei die Ma\u00dfnahme angesichts der niedrigen Unfallzahlen mit Radfahrenden \u00fcberfl\u00fcssig, zumal alternative Radrouten \u00fcber die Kaiserstra\u00dfe und entlang des Rheins best\u00fcnden.<\/p>\n<p>Dem ist das Gericht nicht gefolgt. Es betonte, dass die im Rahmen des kurzen Verkehrsversuchs von Fr\u00fchjahr 2024 erhobenen Daten f\u00fcr eine endg\u00fcltige Entscheidung unzureichend seien. Die erneute, l\u00e4ngerfristige Erhebung von Verkehrsdaten sei erforderlich, um Verkehrsaufkommen, Verkehrsverz\u00f6gerungen, Sicherheitsrisiken und Ausweichverkehre realistisch zu bewerten. Dabei d\u00fcrfe die Stadt auf ihre st\u00e4dtebaulichen und verkehrsplanerischen Konzepte zur\u00fcckgreifen, um die Entwicklung des Radverkehrs mit der Leistungsf\u00e4higkeit der Stra\u00dfe f\u00fcr den Kfz-Verkehr in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>Gegen den Beschluss ist die Beschwerde zul\u00e4ssig und w\u00fcrde vor dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in M\u00fcnster entschieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Geb\u00e4ude des Verwaltungsgerichts und des Finanzgerichts; Foto: Raimond Spekking \/ CC BY-SA 4.0 K\u00f6ln, 29. 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