{"id":757020,"date":"2026-01-29T23:21:24","date_gmt":"2026-01-29T23:21:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757020\/"},"modified":"2026-01-29T23:21:24","modified_gmt":"2026-01-29T23:21:24","slug":"kraftstoffverbrauch-ist-2025-wieder-gestiegen-und-gefaehrdet-klimaziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757020\/","title":{"rendered":"Kraftstoffverbrauch ist 2025 wieder gestiegen und gef\u00e4hrdet Klimaziel"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/autoabgase-100.jpg\" alt=\"Schulkinder neben einer befahrenen Stra\u00dfe\" title=\"Schulkinder neben einer befahrenen Stra\u00dfe | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.01.2026 16:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der Verbrauch von Benzin und Diesel ist 2025 nicht wie erhofft gesunken, sondern leicht gestiegen. Der Stra\u00dfenverkehr verursachte damit offenbar erstmals so viele Treibhausgase wie die gesamte Industrie. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/baars-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christian Baars, NDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/christian-baars-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/lambrecht-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Oda Lambrecht\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/lambrecht-119.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um die Erderhitzung auszubremsen, muss der Verbrauch klimasch\u00e4dlicher Kraftstoffe zur\u00fcckgehen. Doch 2025 ist der Absatz von Benzin und Diesel in Deutschland sogar wieder gestiegen &#8211; um etwa ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen vorl\u00e4ufige Daten der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, einer Gruppe aus Wirtschaftsverb\u00e4nden und Instituten, die den Energieverbrauch in Deutschland auswertet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Autos, LKW, Busse und Motorr\u00e4der waren damit im vergangenen Jahr f\u00fcr rund 142 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich &#8211; etwa genauso viel wie die gesamte Industrie in Deutschland. Es sei dringend eine Trendwende notwendig, damit Deutschland wie vereinbart bis 2045 klimaneutral werden k\u00f6nne, sagt deshalb Wiebke Zimmer, stellvertretende Direktorin der Organisation Agora Verkehrswende.<\/p>\n<p>    &#8222;M\u00fcssen Klimaschutzziele deutlich schneller erreichen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Organisation Transport and Environment mahnt, der Kraftstoffverbrauch m\u00fcsste bis 2030 deutlich zur\u00fcckgehen, bei Diesel fast um die H\u00e4lfte, bei Benzin um etwa ein Drittel. Denn wenn es so weitergehe wie zuletzt, w\u00fcrden fossile Brennstoffe erst in den 2060er-Jahren vollst\u00e4ndig abgeschafft sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Staatsekret\u00e4r im SPD-gef\u00fchrten Klimaschutzministerium, Jochen Flasbarth, r\u00e4umt im Interview mit dem ARD-Magazin Panorama ein: &#8222;Wir m\u00fcssen im Verkehr deutlich schneller werden, was das Erreichen von Klimaschutzzielen angeht.&#8220; Wenn Kraftstoffverbr\u00e4uche stiegen, sei das kein gutes Zeichen, so Flasbarth, es sei klar, man m\u00fcsse weg vom Verbrenner.<\/p>\n<p>    Mineral\u00f6lindustrie spricht von &#8222;kleinem Absatzplus&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das CDU-gef\u00fchrte Bundesverkehrsministerium teilt dem NDR schriftlich mit, es l\u00e4gen noch &#8222;keine abgestimmten Daten zum tats\u00e4chlichen Treibhausgasaussto\u00df im Verkehrssektor&#8220; vor. &#8222;Ein alleiniger R\u00fcckschluss auf den Kraftstoffabsatz&#8220; erlaube keine verl\u00e4ssliche Aussage \u00fcber die tats\u00e4chliche Emissionsentwicklung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und der Verband der Mineral\u00f6lindustrie, En2X, schreibt, dass &#8222;kleine Absatzplus&#8220; erkl\u00e4re sich unter anderem durch ein &#8222;Post-Pandemie-Comeback&#8220;. Langfristig geht der Wirtschaftsverband weiter von einem &#8222;sinkenden Kraftstoff-Absatz&#8220; aus.<\/p>\n<p>    80 Prozent der Neuwagen sind Verbrenner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Grund f\u00fcr den aktuell hohen Spritverbrauch: Auf deutschen Stra\u00dfen fahren nach Daten des Kraftfahrtbundesamts immer noch mehr als 47 Millionen Verbrenner-PKW. Dagegen sind nur rund zwei Millionen E-Autos zugelassen. Dabei hatte die ehemalige Ampel-Regierung aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP das Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 ausgegeben. Nach einer Prognose des Umweltbundesamtes liegt das Ziel inzwischen aber au\u00dfer Reichweite, die Beh\u00f6rde rechnet 2030 nur mit 8,7 Millionen E-Wagen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwar ist die Zahl der neu zugelassenen E-Autos zuletzt gestiegen, aber noch immer hatten vergangenes Jahr mehr als 80 Prozent der Neuwagen einen Verbrennungsmotor. Au\u00dferdem wurden die meisten E-Autos offenbar zus\u00e4tzlich angeschafft, denn die Zahl der Verbrenner ist nur leicht gesunken.<\/p>\n<p>    Tanken war 2025 so g\u00fcnstig wie zuletzt 2021<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die vergleichsweise niedrigen Preise f\u00fcr Superbenzin und Diesel im vergangenen Jahr d\u00fcrften dazu beigetragen haben, dass der Kraftstoffverbrauch leicht gestiegen sei, vermutet die Organisation Agora Energiewende. Tanken war 2025 so g\u00fcnstig wie seit 2021 nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei sollte Autofahren mit fossilen Kraftstoffen eigentlich teurer und damit unattraktiver werden. Das war bereits das erkl\u00e4rte Ziel der fr\u00fcheren schwarz-roten Regierung. Sie hatte 2019 einen CO2-Preis auf Benzin und Diesel auf den Weg gebracht, der ab 2021 Jahr f\u00fcr Jahr steigen sollte. Mittlerweile liegt er bei etwa 15 Cent pro Liter. Doch wegen niedriger \u00d6lpreise ist der CO2-Zuschlag kaum sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die EU hatte eigentlich darauf gesetzt, Autofahrer durch h\u00f6here Sprit-Preise zu einem Umstieg auf E-Wagen zu bewegen. 2027 sollte ein Emissionshandel f\u00fcr den Verkehrs- und Geb\u00e4udesektor starten. Der CO2-Preis h\u00e4tte sich dann nach der Nachfrage gerichtet. Je h\u00f6her der Spritverbrauch, desto teurer w\u00e4re das Tanken geworden. Doch ein Jahr vor dem geplanten Start wurde die Einf\u00fchrung auf 2028 verschoben und zus\u00e4tzliche Mechanismen eingef\u00fchrt, um einen zu starken Preisanstieg in den ersten Jahren zu verhindern.<\/p>\n<p>    Deutsche Umwelthilfe bef\u00fcrchtet Scheitern bei Klimaziel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das zweite zentrale Instrument der EU, um die Emissionen im Verkehr zu senken, steht mittlerweile ebenfalls in Frage: das sogenannte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbrenner-aus-eu-106.html\" title=\"EU-Kommission will Verbrenner-Aus zur\u00fccknehmen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verbrenner-Aus<\/a>. Die Regel sieht vor, dass Hersteller eine Strafe zahlen m\u00fcssen, wenn ihre Neuwagen im Schnitt zu hohe Emissionen verursachen. Ab 2035 soll dieser &#8222;CO2-Flottenzielwert&#8220; bei Null liegen. Die EU-Kommission hat jedoch im Dezember &#8211; auch auf Druck der Bundesregierung &#8211; vorgeschlagen, dass nach 2035 noch einige Verbrenner neu zugelassen werden d\u00fcrfen. Dar\u00fcber wird nun in der EU beraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bef\u00fcrchtet deshalb nun einen massiven R\u00fcckschritt. &#8222;Mit dieser Entwicklung w\u00e4ren die Klimaziele im Verkehrssektor unm\u00f6glich einzuhalten&#8220;, schreibt die DUH. Die Bundesregierung hatte schon im vergangenen Sommer in ihrem eigenen Klimaschutzbericht geschrieben, dass der Verkehrssektor seine Klimaziele bis 2030 voraussichtlich verfehlen werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Panorama-Doku &#8222;Tanken und das Klima: Verbrennen wir die Zukunft?&#8220; ist <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv-programm\/69452332a30dc097153de56d\" title=\"Panorama\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">in der ARD-Mediathek<\/a> verf\u00fcgbar. Das Erste zeigt die Doku zudem am 29. Januar, ab 21:45 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.01.2026 16:00 Uhr Der Verbrauch von Benzin und Diesel ist 2025 nicht wie erhofft gesunken, sondern leicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":757021,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,3960,124834,14,15,12],"class_list":["post-757020","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-klimaziele","tag-kraftstoffverbrauch","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115980959004268565","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/757020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=757020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/757020\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/757021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=757020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=757020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=757020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}