{"id":757225,"date":"2026-01-30T01:15:16","date_gmt":"2026-01-30T01:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757225\/"},"modified":"2026-01-30T01:15:16","modified_gmt":"2026-01-30T01:15:16","slug":"kleine-grundrisse-grosser-anspruch-so-will-gemeinwohlbau-bezahlbar-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757225\/","title":{"rendered":"Kleine Grundrisse, gro\u00dfer Anspruch: So will Gemeinwohlbau bezahlbar bauen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Wohnung f\u00fcr 100 Euro im Monat? Beim Neujahrsempfang der Gemeinwohlbau COB 01 GmbH wurde sichtbar, wie konkret die Idee vom gemeinwohlorientierten Wohnungsbau inzwischen geworden ist. Hinter dem Projekt steht ein junges Berliner Unternehmen, das Baul\u00fccken schlie\u00dfen und bezahlbaren Wohnraum neu denken will.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gemeinwohlbau-Neujahrsempfang-_-\u00a9-Foto_-ENTWICKLUNGSSTADT-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84923\" class=\"lazyload wp-image-84923 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20viewBox%3D%270%200%201280%20720%27%3E%3Crect%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gemeinwohlbau-Neujahrsempfang-_-\u00a9-Foto_-ENTWICKLUNGSSTADT-2.jpg\" alt=\"Tiny House, Musterwohnung\" width=\"1280\" height=\"720\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-84923\" class=\"wp-caption-text\">Kleiner Grundriss, hohe Decken: So stellt sich die Gemeinwohlbau GmbH das Wohnen von morgen vor. Entscheidend ist dabei vor allem eines: dass die Mieten dauerhaft wirklich bezahlbar bleiben. \/ \u00a9 Foto: ENTWICKLUNGSSTADT<\/p>\n<p>\u00a9 Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p data-start=\"139\" data-end=\"710\">\u201eDas, was ihr hier seht, ist in unserem Baukasten noch einen kleinen Tick gr\u00f6\u00dfer\u201c, erkl\u00e4rt <a href=\"https:\/\/www.entwicklungsstadt.de\/vom-tiny-house-zur-stadt-architekt-van-bo-le-mentzel-ueber-neue-wohnmodelle\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Architekt Van Bo Le-Mentzel<\/a> am Mittwochabend beim Neujahrsempfang der Gemeinwohlbau h\u00f6rbar euphorisch und voller Begeisterung. Gemeint ist die Musterwohnung, die sich seit wenigen Tagen zwischen Holzst\u00e4ndern und Farbdosen in einem 60 Quadratmeter gro\u00dfen Kreuzberger B\u00fcro befindet.<\/p>\n<p data-start=\"139\" data-end=\"710\">Im Ma\u00dfstab nahezu 1:1 kalkuliert, w\u00fcrde sie eine Monatsmiete von 100 Euro kosten. Sie ist nat\u00fcrlich nicht als fertiges Produkt gedacht, sondern als Anschauungsobjekt: So klein, so schlicht und so g\u00fcnstig k\u00f6nnte Wohnen in Berlin k\u00fcnftig aussehen.<\/p>\n<p>Das Ziel: Baul\u00fccken der Stadt systematisch mit bezahlbarem Wohnraum schlie\u00dfen<\/p>\n<p data-start=\"712\" data-end=\"1128\">Le-Mentzel ist Gr\u00fcnder der gemeinn\u00fctzigen <a href=\"https:\/\/tinyfoundation.mystrikingly.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tiny Foundation<\/a> sowie der daraus hervorgegangenen <a href=\"https:\/\/gemeinwohlbau.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Gemeinwohlbau COB 01 GmbH<\/a>. Das Unternehmen wurde 2025 gegr\u00fcndet und verfolgt einen Ansatz, der im Berliner Wohnungsmarkt bislang die Ausnahme ist: Gebaut werden soll nicht f\u00fcr maximale Rendite, sondern orientiert am gesellschaftlichen Bedarf. Baul\u00fccken, davon gibt es in der Stadt mehr als tausend, gelten dabei als wichtigste Ressource.<\/p>\n<p data-start=\"1654\" data-end=\"1960\">Die Gemeinwohlbau will selbst schmalste Baul\u00fccken in der Hauptstadt nachverdichten und mit seriellen Stadth\u00e4usern, die Kleinstwohnungen beinhalten, bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Grundrisse orientieren sich an der Kompaktheit von Tiny Houses und an der Flexibilit\u00e4t historischer Berliner Mietsh\u00e4user.<\/p>\n<p>Seriell bauen, kollektiv finanzieren: Diese Idee steckt hinter der Gemeinwohlbau<\/p>\n<p data-start=\"1654\" data-end=\"1960\">Entstehen sollen vor allem Wohnungen f\u00fcr Menschen mit geringem Einkommen. Bonit\u00e4tsnachweise wie Schufa oder Kontoausz\u00fcge spielten f\u00fcr das Unternehmen dabei keine Rolle, dies empfinde man als anma\u00dfend, hei\u00dft es. Wie die k\u00fcnftigen Mieterinnen und Mieter sp\u00e4ter konkret ausgew\u00e4hlt werden sollen, werde derzeit jedoch noch diskutiert.<\/p>\n<p data-start=\"1962\" data-end=\"2368\">Finanziert wird das Modell \u00fcber sogenanntes Kollektivkapital, also viele kleine, oder auch gr\u00f6\u00dfere, private Einlagen. Le-Mentzel beschreibt das so: \u201eAuch Berlinerinnen und Berliner sollen vom Immohype profitieren.\u201c Ideal sei ein Modell, das sich an Genossenschaften h\u00f6chstens orientiere, aber deutlich dar\u00fcber hinausgehe.<\/p>\n<p data-start=\"1962\" data-end=\"2368\">K\u00fcnftige Mieterinnen und Mieter sollten nicht nur g\u00fcnstig wohnen, sondern auch wirtschaftlich beteiligt werden. \u201eUnsere Vorstellung ist, dass sie an unserem Erfolg teilhaben\u201c, sagt er. Wer Anteile halte, solle sp\u00e4ter nat\u00fcrlich auch einen entsprechenden Gewinnanteil erhalten.<\/p>\n<p>Vom Konzept zur Umsetzung: Gemeinwohlbau w\u00e4chst deutlich<\/p>\n<p data-start=\"2370\" data-end=\"2814\">Le-Mentzel versteht es, Menschen f\u00fcr seine Idee zu begeistern. Beim Neujahrsempfang wurde deutlich, dass das Projekt inzwischen \u00fcber die Konzeptphase hinaus ist. Die Foundation teilte mit, erstmals Mitarbeitende einstellen zu k\u00f6nnen, regelm\u00e4\u00dfig mit Bau\u00e4mtern im Austausch zu stehen und konkrete Grundst\u00fccksverhandlungen zu f\u00fchren, unter anderem in Sch\u00f6neberg und Treptow-K\u00f6penick<\/p>\n<p data-start=\"3044\" data-end=\"3312\">Dabei, erz\u00e4hlt Le-Mentzel, arbeite man bewusst \u201egeizig\u201c. Gemeint ist nicht eine knappe Bezahlung der Mitarbeitenden, sondern ein m\u00f6glichst kleines Team und niedrige Fixkosten. Das verf\u00fcgbare Geld solle dorthin flie\u00dfen, wo es am meisten bewirke: in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.<\/p>\n<p data-start=\"3314\" data-end=\"3470\">Das B\u00fcro selbst dient inzwischen als \u201eKampagnen-Office\u201c, in dem nicht nur geplant, sondern auch politisch f\u00fcr neue Modelle des Wohnens geworben werden soll.<\/p>\n<p>Die 100-Euro-Wohnung: Ein Prototyp als Versprechen<\/p>\n<p data-start=\"3151\" data-end=\"3467\">Die 100-Euro-Wohnung im B\u00fcro ist daf\u00fcr mehr als ein Gag. Sie markiert einen Zwischenstand \u2013 und ein Versprechen. Nicht alle Wohnungen sollen bei 100 Euro liegen; selbstverst\u00e4ndlich sind auch gr\u00f6\u00dfere Einheiten f\u00fcr unterschiedliche Bedarfe vorgesehen, die dann etwas teurer sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-start=\"3151\" data-end=\"3467\">Dass f\u00fcr das Projekt weiterhin Investoren gesucht werden, wird offen kommuniziert. Der Abend vermittelte jedoch vor allem eines: Aus einer Idee ist ein Projekt geworden, das begonnen hat, reale Formen anzunehmen, und nun sichtbar in die Stadt hineinwachsen will.<\/p>\n<p data-start=\"3151\" data-end=\"3467\"><strong>Wie das Prinzip funktionieren soll, stellt das B\u00fcro in diesem Video vor:<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gemeinwohlbau-Neujahrsempfang-_-\u00a9-Foto_-ENTWICKLUNGSSTADT-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84922\" class=\"lazyload wp-image-84922 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20viewBox%3D%270%200%201280%20720%27%3E%3Crect%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gemeinwohlbau-Neujahrsempfang-_-\u00a9-Foto_-ENTWICKLUNGSSTADT-3.jpg\" alt=\"Tiny House, Musterwohnung\" width=\"1280\" height=\"720\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-84922\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Foto: ENTWICKLUNGSSTADT<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gemeinwohlbau-Neujahrsempfang-\u00a9-Foto-ENTWICKLUNGSSTADT.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84926\" class=\"lazyload wp-image-84926 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20viewBox%3D%270%200%201280%20720%27%3E%3Crect%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Gemeinwohlbau-Neujahrsempfang-\u00a9-Foto-ENTWICKLUNGSSTADT.jpg\" alt=\"Modellhaus, tiny Wohnung\" width=\"1280\" height=\"720\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-84926\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Foto: ENTWICKLUNGSSTADT<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Hinweis der Redaktion:<\/strong> Unser spannendes Podcast-Interview mit Van Bo Le-Mentzel k\u00f6nnt Ihr <a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/746YmboplDyc8klJq7qL7M?si=034ea52f881d4d3a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hier noch einmal nachh\u00f6ren<\/a>.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Wohnung f\u00fcr 100 Euro im Monat? 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