{"id":757239,"date":"2026-01-30T01:24:10","date_gmt":"2026-01-30T01:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757239\/"},"modified":"2026-01-30T01:24:10","modified_gmt":"2026-01-30T01:24:10","slug":"awake-2007-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757239\/","title":{"rendered":"Awake (2007) | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich hat Clay Beresford (<strong>Hayden Christensen<\/strong>) alles, was es zum Leben braucht. So ist er schwerreich, der junge Milliard\u00e4r hat f\u00fcr immer ausgesorgt. Die Liebe seines Lebens hat er auch gefunden. Mehr noch: Er hat Sam Lockwood-Tunne (<strong>Jessica Alba<\/strong>) sogar schon geheiratet, gegen den Willen seiner Mutter Lilith\u00a0(<strong>Lena Olin<\/strong>), die zugleich Sams Chefin ist. Doch eine Sache fehlt Clay zum Gl\u00fcck: ein funktionierendes Herz. Aber auch das soll bald geregelt sein, sein Freund Dr. Jack Harper (<strong>Terrence Howard<\/strong>) ist schlie\u00dflich Chirurg und wird sich pers\u00f6nlich um die Transplantation k\u00fcmmern. Doch die Operation verl\u00e4uft nicht so wie gedacht, denn Clay ist bei vollem Bewusstsein, weil das Mittel nicht angeschlagen hat, kann sich aber auch nicht bewegen. Also muss er hilflos zusehen, wie sein K\u00f6rper aufgeschnitten wird. Und das ist nicht einmal der gr\u00f6\u00dfte Schock \u2026<\/p>\n<p>Gefangen im eigenen K\u00f6rper<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es d\u00fcrfte kaum jemanden geben, der sich gern operieren l\u00e4sst. Nicht nur, dass die Vorstellung, andere in dem eigenen K\u00f6rper herumschnippeln zu lassen, etwas furchterregend ist. Es kann zudem eine Menge schiefgehen. Eine der unheimlichsten Erfahrungen, die man dabei machen kann, wird als Intraoperative Wachheit bezeichnet. Dabei ist der Patient bzw. die Patientin trotz Narkose bei Bewusstsein und nimmt zumindest teilweise wahr, was da geschieht. Wenn Awake\u00a0diese Erfahrung zum Ausgangspunkt einer Geschichte macht, klingt das ein wenig nach Body Horror. Und zumindest zu Beginn der Prozedur sieht es auch danach aus, als w\u00e4re das das Ziel des Films. Stattdessen bewegt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer gar nichts \u00fcber die Geschichte wissen und sich \u00fcberraschen lassen m\u00f6chte, sollte an der Stelle vielleicht nicht weiterlesen. Denn eines muss man Regisseur und Drehbuchautor <strong>Joby Harold<\/strong> lassen: Er hat v\u00f6llig unerwartete Wendungen eingebaut. Das ist aber nicht zwangsl\u00e4ufig etwas Gutes. Denn mit diesen Wendungen steht er sich in Awake oft selbst im Weg. Der Twist, dass das Operationsteam dem Protagonisten gar nicht das Leben retten, sondern ihn vielmehr t\u00f6ten will, ist dabei der spannendste Aspekt. Denn Clay ist auf diese Weise dazu gezwungen, seiner eigenen Ermordung zuzusehen, w\u00e4hrend er sich nicht r\u00fchren kann. Das erinnert dann an Szenarien wie Buried, wo ebenfalls die Hauptfigur gefangen ist. Nur dass sie es hier im eigenen K\u00f6rper ist.<\/p>\n<p>Am Ende entt\u00e4uschend<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Idee hat allerdings einen Haken: Wenn der Protagonist sich nicht bewegen kann, also zu absoluter Passivit\u00e4t verdammt ist, gibt es auch keine M\u00f6glichkeit, gegen das B\u00f6se anzuk\u00e4mpfen. Das hat auch Harold gemerkt und die Geschichte entsprechend angepasst. Zum einen braucht es einen au\u00dfenstehenden Menschen zur Rettung, w\u00e4hrend Clay nichts tut. Er h\u00e4tte prinzipiell auch die ganze Zeit schlafen k\u00f6nnen, ohne dass dies Auswirkungen gehabt h\u00e4tte \u2013 was das Szenario ad absurdum f\u00fchrt. Damit der junge Mann nicht nur per Voiceover die ganze Zeit alles kommentiert, arbeitet Awake mit einer au\u00dferk\u00f6rperlichen Erfahrung, von der manche berichten, sie beim Nahtod gemacht zu haben. Anstatt das aber in die Handlung zu integrieren, verliert sich der Film auf einmal in lauter Flashbacks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind schon einige ungew\u00f6hnliche Entscheidungen, die Harold getroffen hat. Und es sind leider die falschen. Auch wenn der Film eine sehr brenzlige Situation beschreibt, entsteht daraus kaum Spannung. \u00dcber weite Strecken ist Awake eher eine Mischung aus langweiligen und nervigen Momenten. Und dann w\u00e4re da noch die inhaltliche Entgleisung zum Ende hin, wenn noch eine weitere Wendung eingebaut wird. Diese hat mit der Geschichte eigentlich gar nichts zu tun, soll wohl f\u00fcr Tragik sorgen bzw. das Ende rechtfertigen. Gebraucht h\u00e4tte es das aber nicht. Insgesamt ist der Thriller daher schon eine ziemliche Entt\u00e4uschung. Er hat zwar ein Grundszenario, das wirklich interessant ist und das einem in Erinnerung bleibt. Nur wusste man nicht, wie daraus ein in sich schl\u00fcssiger Film gemacht werden kann. Dass der schauspielerische Part ebenfalls wenig berauschend ist, macht die Sache nicht besser.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eAwake\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0USA<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02007<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Joby Harold<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong>\u00a0Joby Harold<br \/><strong>Musik:<\/strong>\u00a0Graeme Revell, Samuel Sim<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Russell Carpenter<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Hayden Christensen, Jessica Alba, Lena Olin, Arliss Howard, Terrence Howard<\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf \u00fcber diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass f\u00fcr euch Mehrkosten entstehen. 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