{"id":757404,"date":"2026-01-30T02:55:17","date_gmt":"2026-01-30T02:55:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757404\/"},"modified":"2026-01-30T02:55:17","modified_gmt":"2026-01-30T02:55:17","slug":"eu-will-migrationspolitik-mit-neuen-massnahmen-weiter-verschaerfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/757404\/","title":{"rendered":"EU will Migrationspolitik mit neuen Ma\u00dfnahmen weiter versch\u00e4rfen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/brunner-120.jpg\" alt=\"Magnus Brunner\" title=\"Magnus Brunner | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.01.2026 18:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die EU-Kommission will ihre Asyl- und Migrationspolitik deutlich versch\u00e4rfen. Daf\u00fcr soll der bereits beschlossene Migrationspakt um weitere Ma\u00dfnahmen erg\u00e4nzt werden. Was ist geplant?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/andreas-meyer-feist-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Andreas Meyer-Feist\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/meyer-feist-ts-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission in Br\u00fcssel hat neue neue Pl\u00e4ne zur Versch\u00e4rfung ihrer Migrationspolitik vorgestellt. Sie sollen den bereits beschlossenen EU-Migrationspakt, der bis Juni umgesetzt werden soll, mit zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen erg\u00e4nzen. Was ist geplant in den n\u00e4chsten Jahren bis 2030? Und warum wurde der Kurs weiter versch\u00e4rft, obwohl die Asylzahlen in den vergangenen Monaten schon deutlich zur\u00fcckgegangen sind?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Schnelle, wirksame und w\u00fcrdevolle Abschiebungen sind f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit des Asylsystems unverzichtbar&#8220;, so formulierte es der f\u00fcr Migrationsfragen zust\u00e4ndige EU-Kommissar Magnus Brunner. Nun sollen die Voraussetzungen daf\u00fcr offensiver als bisher vorangetrieben werden. Die EU-Kommission will L\u00e4nder, die ihre abgelehnten Staatsangeh\u00f6rigen nicht zur\u00fccknehmen wollen, zwingen, das zu tun &#8211; etwa \u00fcber die Visapolitik und Einschr\u00e4nkungen der Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>    &#8222;Mehrzweckzentren&#8220; entlang der Fluchtrouten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcber &#8222;Mehrzweckzentren&#8220; entlang der Fluchtrouten sollen Menschen, die keinen wirklichen Schutz ben\u00f6tigen, aufgehalten beziehungsweise zur\u00fcckgebracht werden: &#8222;Wir m\u00fcssen alle uns zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel nutzen, wenn wir entscheiden wollen, wer in die Europ\u00e4ische Union hinein darf und wer sie wieder verlassen muss&#8220;, k\u00fcndigte EU-Kommissar Brunner an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die zentrale Mittelmeer-Fluchtroute bereitet der EU-Kommission noch immer gro\u00dfe Sorgen: Sie bleibt mit rund 37 bis 40 Prozent aller Ank\u00fcnfte der aktivste Korridor. Trotz des allgemeinen Abw\u00e4rtstrends blieben die Zahlen hier hoch &#8211; mit 63.000 Ank\u00fcnften im Jahr 2025, gerechnet bis November, wie die Kommission mitteilt. Deshalb sieht die EU vor allem hier Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>    Einzelheiten zu &#8222;Return Hubs&#8220; weiter unklar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcber Einzelheiten speziell zu den &#8222;Mehrzweckzentren&#8220; oder &#8222;Return Hubs&#8220; h\u00e4lt sich die Kommission bedeckt. EU-Diplomaten verraten: Das sei den schwierigen und diplomatisch heiklen Verhandlungen geschuldet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das bedeutet, zwei Dinge m\u00fcssen miteinander in Einklang gebracht werden: zum einen klare Forderungen an Drittl\u00e4nder, zum anderen Fingerspitzengef\u00fchl und Angebote an diese L\u00e4nder, mit dem Ziel, &#8222;Menschen ohne eine Bleibeperspektive auch tats\u00e4chlich wieder zur\u00fcckf\u00fchren k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Henna Virkunnen, die finnische EU-Vizepr\u00e4sidentin.<\/p>\n<p>    Verhandlungen laufen schon l\u00e4nger<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Verhandlungen \u00fcber diese Zentren und ihre operativen M\u00f6glichkeiten laufen schon seit l\u00e4ngerem &#8211; mit unterschiedlichem Erfolg und vertraulich. Federf\u00fchrend ist hier nicht die EU-Kommission, sondern einzelne EU-Regierungen. Als m\u00f6gliche L\u00e4nder f\u00fcr diese Einrichtungen wurden bisher unter anderem \u00c4gypten, Lybien und Tunesien genannt. Mit diesen L\u00e4ndern existieren schon Vertr\u00e4ge zur Kontrolle der Migration, die nun erweitert, erg\u00e4nzt und mit neuen Verpflichtungen gegen\u00fcber der EU unterf\u00fcttert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU-Kommission glaubt nicht zwangsl\u00e4ufig schon an eine Migrationswende. Zwar sind die Asylzahlen in Europa r\u00fcckl\u00e4ufig, unter anderem durch die versch\u00e4rfte Politik in diesem Bereich nach Inkrafttreten des EU-Migrationspaktes. Der Druck werde aber weiter gro\u00df bleiben und d\u00fcrfe nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sorge bereiten die Zahlen der Vereinten Nationen. <a href=\"https:\/\/www.uno-fluechtlingshilfe.de\/hilfe-weltweit\/aegypten\" title=\"UNO Fl\u00fcchtlingshilfe - Zuflucht f\u00fcr Hunderttausende\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Allein in \u00c4gypten<\/a> sollen sich noch bis zu einer Million Menschen aufhalten, die dorthin aus anderen L\u00e4ndern gefl\u00fcchtet sind. Die EU bef\u00fcrchtet, dass viele von ihnen versuchen werden, \u00fcber das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.<\/p>\n<p>    Abkommen mit \u00c4gypten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig will die EU-Kommission einen Perspektivwechsel der Politik und der \u00d6ffentlichkeit vorantreiben. Es soll einfacher werden, Migrantinnen und Migranten aufzunehmen, die gebraucht werden, um <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/dbb-fachkraefte-oeffentlicher-dienst-100.html\" title=\"Beamtenbund dbb sieht wachsende Fachkr\u00e4ftel\u00fccke im \u00f6ffentlichen Dienst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Fachkr\u00e4ftemangel<\/a> auszugleichen. Unternehmen sollen nicht mehr vor gro\u00dfe H\u00fcrden gestellt werden werden, wenn sie Fachkr\u00e4fte im Nicht-EU-Ausland anwerben und einfliegen lassen wollen &#8211; vor allem aber sollen ihre vor Ort erworbenen und dokumentierten Qualifikationen in der EU leichter anerkannt und damit auch nutzbar gemacht werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In vielen Bereichen gilt \u00c4gypten als zentraler Partner. Die EU hat mit dem Land bereits ein <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/vonderleyen-aegypten-100.html\" title=\"EU verspricht \u00c4gypten Milliarden Euro\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">milliardenschweres Migrationsabkommen<\/a> \u00fcber 7,4 Milliarden Euro abgeschlossen. \u00c4gypten steht auch schon auf der Liste der &#8222;sicheren Herkunftsl\u00e4nder&#8220;, was die Einrichtung m\u00f6glicher R\u00fcckkehrzentren dort zumindest auf dem Papier erleichtern w\u00fcrde. Tunesien und Marokko sind von der EU-Kommission ebenfalls als &#8222;sichere Herkunftsl\u00e4nder&#8220; gelistet.<\/p>\n<p>    Wie sicher sind die &#8222;sicheren&#8220; Herkunftsl\u00e4nder?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/asylpolitik-sichere-herkunftslaender-100.html\" title=\"EU-Kommission schl\u00e4gt Liste mit sieben sicheren Herkunftsl\u00e4ndern vor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese Einstufung <\/a>ist umstritten. Italien hatte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/asyl-albanien-eugh-104.html\" title=\"EuGH-Gutachten wirft Zweifel an Italiens &quot;Albanien-Modell&quot; auf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pl\u00e4ne f\u00fcr Asylzentren in Albanien<\/a>, italienische Gerichte stoppten aber mehrfach die \u00dcberstellung von Migranten, da die Herkunftsl\u00e4nder nach der Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes nicht als sicher eingestuft werden konnten. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eugh-albanien-meloni-100.html\" title=\"Asylzentren: EuGH verhandelt \u00fcber Italiens &quot;Albanien-Modell&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Europ\u00e4ische Gerichtshof<\/a> hatte im August 2025 die Kriterien f\u00fcr &#8222;sichere Herkunftsl\u00e4nder&#8220; versch\u00e4rft: Ein Land gilt demnach nur als sicher, wenn dort f\u00fcr niemanden Folter oder Verfolgung drohen. Am Ende k\u00f6nnte das die Auswahl von Standorten f\u00fcr EU-Asyleinrichtungen in Drittl\u00e4ndern erschweren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Politischen Widerstand gibt es auch noch beim Umverteilungsmechanismus, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-asylreform-112.html\" title=\"EU-Parlament stimmt versch\u00e4rften Asylregeln zu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der im Dezember beschlossen wurde<\/a>. Davon sollten Italien, Griechenland, Spanien und Zypern profitieren. In diesem Jahr sollen 21.000 Menschen in weniger belastete EU-L\u00e4nder umgesiedelt werden &#8211; oder Ausgleichszahlungen in H\u00f6he von 420 Millionen Euro geleistet werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ungarn stemmt sich gegen die Verpflichtungen. Die Niederlande forderten einen &#8222;Opt-out&#8220; bei den EU-Asylregeln. Tschechien, \u00d6sterreich und Polen beantragten Ausnahmen f\u00fcr ihre L\u00e4nder. Umso st\u00e4rker setzt die EU-Kommission jetzt darauf, die Fluchtrouten zu schlie\u00dfen, das Schleuser-Gesch\u00e4ft auszutrocknen und R\u00fcckf\u00fchrungen zu beschleunigen. All das soll die Zahl der irregul\u00e4ren Ank\u00fcnfte, die laut EU-Kommission schon 2025 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 35 Prozent zur\u00fcckgegangen ist, weiter nach unten bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.01.2026 18:25 Uhr Die EU-Kommission will ihre Asyl- und Migrationspolitik deutlich versch\u00e4rfen. 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