{"id":758347,"date":"2026-01-30T11:43:10","date_gmt":"2026-01-30T11:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/758347\/"},"modified":"2026-01-30T11:43:10","modified_gmt":"2026-01-30T11:43:10","slug":"stadt-und-wuestenrot-stiftung-starten-in-gruenau-ein-projekt-zur-ddr-kunst-am-bau-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/758347\/","title":{"rendered":"Stadt und W\u00fcstenrot Stiftung starten in Gr\u00fcnau ein Projekt zur DDR-Kunst am Bau \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Sind das nicht alles nur Kl\u00f6tze da in Gr\u00fcnau? Ist da irgendwo Kunst an den H\u00e4usern zu entdecken? F\u00fcr Leipziger, die eher selten nach Gr\u00fcnau kommen, sieht das alles irgendwie gleich aus. Aber es soll sie geben, die Kunst am Bau in Gr\u00fcnau. Vor knapp 50 Jahren wurde in Gr\u00fcnau der Grundstein f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte Plattenbausiedlung Sachsens gelegt.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich dieses Jubil\u00e4ums starten die Stadt und die gemeinn\u00fctzige W\u00fcstenrot Stiftung jetzt ein gemeinsames Projekt, um baubezogene Kunst der DDR in Gr\u00fcnau zu erfassen und zu erforschen. Ziel ist es, dieses vielfach bedrohte Kulturerbe sichtbar zu machen und gemeinsam mit der Bev\u00f6lkerung neu zu entdecken.<\/p>\n<p>Baukunst wieder ins \u00f6ffentliche Bewusstsein r\u00fccken<\/p>\n<p>Baub\u00fcrgermeister Thomas Dienberg sagt dazu: \u201eGr\u00fcnau war von Anfang an durch eine bildk\u00fcnstlerische Gesamtkonzeption gepr\u00e4gt: Skulpturen, Wandbilder, Leuchtschriften und \u00c4hnliches trugen \u2013 und tragen bis heute \u2013 entscheidend zur Identit\u00e4t des Stadtteils bei. Diesen einmaligen Schatz wollen wir heben und so langfristig bewahren.\u201c<\/p>\n<p>Nach 1990 kam es bereits zu erheblichen Verlusten: Skulpturen wurden durch Vandalismus zerst\u00f6rt, charakteristische Wandbilder entfernt oder durch Sanierungsma\u00dfnahmen verdeckt. Noch in diesem Jahr soll deshalb die bestehende baubezogene Kunst in Gr\u00fcnau aus der Zeit von 1949 bis 1990 systematisch erfasst werden, egal ob sie eingelagert, verdeckt oder sichtbar ist.<\/p>\n<p>Das Erfassungsprojekt wird durch das Amt f\u00fcr Bauordnung und Denkmalpflege getragen. Im gemeinsamen Auftrag des Kulturamts der Stadt Leipzig und der W\u00fcstenrot Stiftung hat die Stadtkuratorin Leipzig zudem ein umfangreiches Vermittlungsprogramm konzipiert, bei dem die Gr\u00fcnauer Bev\u00f6lkerung in die Recherche eingebunden wird. So wird an die baubezogene Kunst der DDR erinnert und sie wird wieder in das \u00f6ffentliche Bewusstsein ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Wichtiges Pilotprojekt in Leipzig<\/p>\n<p>Prof. Philip Kurz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der W\u00fcstenrot Stiftung, bemerkt: \u201eDiese Kunstwerke sind wichtige historische Zeugnisse. F\u00fcr viele sind sie aber auch seit Jahrzehnten Teil ihres Alltags. Mit diesem Projekt wollen wir herausfinden, welche Erinnerungen die Bewohnerinnen und Bewohner mit dieser Kunst verbinden. Welche Bedeutung hat sie heute und wie k\u00f6nnen wir sie gemeinsam erhalten?\u201c<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Untersuchung werden \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich und langfristig nutzbar sein. Das Pilotprojekt soll damit eine Grundlage f\u00fcr die kultur- und erinnerungsgeschichtliche Besch\u00e4ftigung mit Leipzigs baulichem und k\u00fcnstlerischem Erbe schaffen und zugleich als Vorbild f\u00fcr weitere Stadtteile dienen.<\/p>\n<p>Die W\u00fcstenrot Stiftung k\u00fcmmert sich um materielles und immaterielles kulturelles Erbe. In ihren Themengebieten Denkmale, Zukunftsfragen, Stadt &amp; Land, Literatur, Kunst &amp; Kultur und Bildung konzipiert und realisiert sie eigene Projekte und f\u00f6rdert die Ideen und Vorhaben anderer gemeinn\u00fctziger Institutionen. Die W\u00fcstenrot Stiftung ist politisch und konfessionell unabh\u00e4ngig und dem demokratischen Gemeinwesen verpflichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sind das nicht alles nur Kl\u00f6tze da in Gr\u00fcnau? 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