{"id":758701,"date":"2026-01-30T14:56:16","date_gmt":"2026-01-30T14:56:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/758701\/"},"modified":"2026-01-30T14:56:16","modified_gmt":"2026-01-30T14:56:16","slug":"die-vollstaendige-reparatur-der-energieanlagen-wuerde-monate-dauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/758701\/","title":{"rendered":"\u201eDie vollst\u00e4ndige Reparatur der Energieanlagen w\u00fcrde Monate dauern\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBNlh tspBNli\">Wsewolod Sewastjanow schaltet die Kamera seines Handys ein, Mantel und M\u00fctze hat er noch an. Als er zu sprechen beginnt, dampft sein Atem in der kalten Luft. Das Thermometer in seiner Kyjiwer Wohnung zeigt gerade einmal plus zwei Grad. Drau\u00dfen sind es an diesem Tag minus acht \u2013 immerhin. Wenige Tage zuvor hatte die Temperatur in der ukrainischen Hauptstadt noch bei minus 20 Grad gelegen. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Sewastjanow ist einer von Hunderttausenden Kyjiwern, die aufgrund massiver russischer Bombardierungen <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/das-zehrt-enorm-kyjiw-kampft-sich-durch-die-kaltesten-tage-ohne-strom-15126071.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dauerhaft oder f\u00fcr viele Stunden pro Tag in K\u00e4lte leben<\/a>. Zwar hat die Armee von Wladimir Putin auch fr\u00fcher schon gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur angegriffen \u2013 doch so schlimm wie dieses Mal war es in den inzwischen fast vier Jahren Krieg noch nie.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">\u201eUnsere Wohnung ist kaum noch bewohnbar\u201c, sagt Sewastjanow. Die Heizung sei seit einem besonders heftigen Angriff vor rund drei Wochen ausgefallen, erz\u00e4hlt er, Strom gebe es nur wenige Stunden am Tag. In den Leitungen friere das Wasser, die ersten Rohre des Hochhauses seien geplatzt. Wasser laufe an den W\u00e4nden des Hochhauses hinab.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">In der vergangenen Woche schlug dann auch noch eine russische Drohne rund 100 Meter von seinem Haus entfernt ein. \u201eIm Vergleich zu den Nachbarh\u00e4usern hatten wir noch Gl\u00fcck\u201c, sagt er, nach etwas Positivem suchend. \u201eImmerhin sind die Fenster heil geblieben.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/ukraine-russia-conflict-war.jpeg\"   alt=\"Local residents sit in a heated tent providing overnight accommodation for local residents whose apartments remain without heating due to recent Russian strikes damaging energy infrastructure in Kyiv on January 25, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. (Photo by Sergei GAPON \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15193066\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA1jf\"\/> Weil in ihren Wohnungen zu kalt geworden ist, w\u00e4rmen sich diese Menschen \u00fcber Nacht in einem beheizten Zelt auf. <\/p>\n<p class=\"tspAFga\"> \u00a9 AFP\/Sergei Gapon <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Doch auch Sewastjanows Galgenhumor kann nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die Lage \u00e4u\u00dferst kritisch ist. Innerhalb eines Monats wurde Kyjiw viermal massiv von russischen Raketen und Drohnen attackiert. Nach einem j\u00fcngsten schweren Angriff am vergangenen Wochenende waren zeitweise rund 6000 Hoch- und Mehrfamilienh\u00e4user ohne Heizung \u2013 das ist circa die H\u00e4lfte der Stadt. Bis heute konnte die W\u00e4rmeversorgung in mehreren Vierteln noch nicht wiederhergestellt werden. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Laut B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko sind angesichts der gro\u00dfen K\u00e4lte seit Anfang Januar bereits 600.000 Menschen aus Kyjiw geflohen. Andere Beobachter gehen von etwas niedrigeren Zahlen aus. Inzwischen hat US-Pr\u00e4sident Donald Trump den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin offenbar <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/waffenruhe-bis-sonntag-putin-stimmt-feuerpause-fur-kiew-zu--selenskyj-signalisiert-entgegenkommen-15199400.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pers\u00f6nlich gebeten, die Angriffe eine Woche lang auszusetzen.<\/a> Russland stimmte am Freitag offenbar der\u00a0Bitte zu\u00a0und stellte die Luftangriffe auf Kiew vorerst ein. Dies solle ein g\u00fcnstiges Umfeld f\u00fcr Friedensverhandlungen schaffen, teilte der Kreml laut Nachrichtenagentur Reuters mit.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Russlands <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/kliniken-schulen-verkehr-was-die-winterkrise-fur-kyjiw-und-seine-bewohner-bedeutet-15140826.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00e4lte-Terror<\/a> \u2013 so viel steht jetzt schon fest \u2013 hat dennoch bisher eine neue Dimension erreicht. Und er birgt Gefahren, die weit \u00fcber die aktuelle Notlage hinausreichen. <\/p>\n<p> Energieversogung am Limit&#13; <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Eigentlich sind die ukrainischen Energieunternehmen bekannt daf\u00fcr, dass sie ihre Anlagen auch nach heftigem Beschuss schnell zumindest notd\u00fcrftig reparieren und langfristige Massenstromausf\u00e4lle wie nun in Kyjiw ausbleiben. Dieses Mal jedoch wurde ihnen zum Verh\u00e4ngnis, dass die russischen Angriffe so schnell aufeinanderfolgten. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Hinzu kommt der Frost, der in diesem Jahr in der Region Kyjiw besonders stark ist. Die eisigen Temperaturen werden zum stillen Verb\u00fcndeten Putins: Sie erschweren Reparaturen erheblich und verl\u00e4ngern somit die Folgen jedes einzelnen Angriffs. Energieversorger und Notdienste arbeiten am Limit \u2013 und kommen doch nicht hinterher. Bei der Instandsetzung einer Heizungsanlage mussten k\u00fcrzlich sogar Taucher eingesetzt werden, die in \u00fcberfluteten Technikr\u00e4umen im eiskalten Wasser arbeiteten.&#13;<\/p>\n<blockquote class=\"tspBWl6\">\n<p>Im aktuellen Zustand w\u00fcrde die vollst\u00e4ndige Reparatur der Energieanlagen mehrere Monate dauern \u2013 aber auch das nur, wenn Russland auf weitere Angriffe verzichten w\u00fcrde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspBWl7\"><strong>Andrian Prokip<\/strong>, Energieexperte<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Die Kombination aus extremer K\u00e4lte und wiederholten Angriffswellen bringe das <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/russland-setzt-auf-kalte-terror-europa-muss-der-ukraine-helfen--auch-um-seiner-selbst-willen-15167675.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ukrainische Energiesystem an seine Belastungsgrenze<\/a>, warnte Maxym Timtschenko, Chef des gr\u00f6\u00dften privaten Energieunternehmens DTEK, vor einigen Tagen in der britischen Tageszeitung \u201eFinancial Times\u201c: \u201eAuf dem Spiel stehen nicht nur Strom und W\u00e4rme, sondern auch lebenswichtige Dienstleistungen wie Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1769784974_744_ukraine-russia-conflict-war.jpeg\"   alt=\"A woman walk with children through an unlit park during a power outage in Kyiv on January 27, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. (Photo by Sergei GAPON \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15193050\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA1jf\"\/> Kyjiw Ende Januar: So dunkel war es in der ukrainischen Hauptstadt selten. <\/p>\n<p class=\"tspAFga\"> \u00a9 AFP\/Sergei Gapon <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Der Energieexperte Andrijan Prokip sagt dem Tagesspiegel, von einem irreversiblen Kollaps k\u00f6nne zwar noch keine Rede sein. Doch mit jedem neuen Schaden w\u00fcrden die Reparaturarbeiten komplizierter. \u201eIm aktuellen Zustand w\u00fcrde die vollst\u00e4ndige Reparatur der Energieanlagen mehrere Monate dauern \u2013 aber auch das nur, wenn Russland auf weitere Angriffe verzichten w\u00fcrde\u201c, sagt er. Tats\u00e4chlich habe sich die Lage inzwischen zu einem Teufelskreis entwickelt: Kaum beginne die Ukraine mit der Reparatur besch\u00e4digter Anlagen, folge der n\u00e4chste Angriff.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/andrian-prokip-ist-leiter-der-energieprogramme-am-ukrainischen-zukunftsinstitut.jpeg\"   alt=\"Andrian Prokip ist Leiter der Energieprogramme am Ukrainischen Zukunftsinstitut\" width=\"767\" height=\"767\" loading=\"lazy\" class=\"tspA1jf\"\/><\/p>\n<p class=\"tspB8nl\"><strong>Andrian Prokip<\/strong> ist Wirtschaftswissenschaftler und Leiter der Energieprogramme am Ukrainischen Institut f\u00fcr Zukunftsforschung.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Hinzu komme ein weiterer Faktor, sagt Prokip: Erstmals seit mehr als drei Jahren greife Russland gleichzeitig Gasinfrastruktur, Stromnetze und das Heizsystem an. Auch deshalb seien die Folgen der aktuellen Angriffswelle so verheerend.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Selbst im optimistischsten Szenario werde es bis zum Sommer kaum m\u00f6glich sein, Stromausf\u00e4lle vollst\u00e4ndig zu vermeiden, sagt Prokip. Statt unkontrollierter Notabschaltungen k\u00f6nne das Land l\u00e4ngerfristig aber immerhin zu koordinierten Abschaltungen mit festen Zeitpl\u00e4nen zur\u00fcckkehren. Das w\u00fcrde bedeuten: Einzelne Stadtteile werden zeitweise vom Netz genommen \u2013 und wenig sp\u00e4ter wieder angeschlossen.<\/p>\n<p> Versagen der Kyjiwer Beh\u00f6rden&#13; <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">In Kyjiw steigt derweil nicht nur die Verzweiflung \u00fcber das qu\u00e4lende Frieren, dessen Ende nicht absehbar ist \u2013 sondern auch der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/wie-autoritar-ist-selenskyj-er-konnte-der-versuchung-nicht-widerstehen-14114090.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frust \u00fcber die eigenen Beh\u00f6rden<\/a>. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Fast ganz Kyjiw wird von zwei gro\u00dfen Heizkraftwerken versorgt, die noch aus Sowjetzeiten stammen. Ihre Standorte sind bekannt, ihre Verwundbarkeit ebenso. F\u00e4llt eines der Werke aus, sind sofort Hunderttausende Haushalte betroffen. Darauf h\u00e4tte man sich besser vorbereiten m\u00fcssen, lautet die Kritik vieler Menschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/topshot-ukraine-russia-conflict-war.jpeg\"   alt=\"TOPSHOT - Ukrainian artist Oksana Gordiets, 67, lights candles to heat the bathroom and prevent the water in the pipes from freezing as her building experiences a power and heating outage due to Russian strikes damaging energy infrastructure, in Kyiv, on January 25, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. Ukrainian President Volodymyr Zelensky sought more air defence support from allies on Sunday as hundreds of buildings in Kyiv were without heating in freezing temperatures for a second day after Russian strikes. Russia has hit Ukrainian energy infrastructure throughout the nearly four-year war, but Kyiv says this winter has been the toughest, with hundreds of Russian drones and missiles overwhelming air defences during particularly fierce frosts. (Photo by Sergei GAPON \/ AFP)\" aria-labelledby=\"caption-15193057\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA1jf\"\/> Mithilfe der W\u00e4rme von Kerzen versucht diese Kyjiwerin, das Wasser in ihren Leitungen am Gefrieren zu hindern. <\/p>\n<p class=\"tspAFga\"> \u00a9 AFP\/Sergei Gapon <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Auch Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj nutzte die Gelegenheit f\u00fcr einen Hieb gegen seinen politischen Rivalen Vitali Klitschko: Kyjiws B\u00fcrgermeister habe seine Stadt nicht gut genug auf den Winter vorbereitet und h\u00e4tte sich ein Beispiel an der frontnahen Stadt Charkiw nehmen sollen, beschwerte sich Selenskyj. Dort gelinge es bislang trotz permanenter Angriffe, \u00e4hnlich dramatische Ausf\u00e4lle zu vermeiden \u2013 auch weil fr\u00fchzeitig Ersatztechnik beschafft wurde, um die Energieerzeugung zu dezentralisieren.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Experte Prokip hingegen sieht das Hauptproblem woanders: Seiner Einsch\u00e4tzung nach hat Kyjiw zu wenig in Notstromquellen investiert. Selbst einige kritische Infrastrukturen \u2013 etwa die Wasserversorgung \u2013 seien nicht ausreichend abgesichert gewesen. \u201eDie Erkl\u00e4rungen \u00fcber die angebliche Winterfestigkeit der Hauptstadt klangen deutlich optimistischer, als es die Realit\u00e4t hergibt\u201c, sagt Prokip. Zugleich r\u00e4umt er ein: Bei der Intensit\u00e4t der aktuellen Angriffe w\u00e4ren Ausf\u00e4lle wohl auch bei besserer Vorbereitung kaum vollst\u00e4ndig zu verhindern gewesen.&#13;<\/p>\n<p> Tanzen gegen die K\u00e4lte <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Putins Ziel ist offensichtlich: Das Alltagsleben in der Ukraine soll so unertr\u00e4glich werden, dass die zerm\u00fcrbte Bev\u00f6lkerung irgendwann zu nahezu jedem Zugest\u00e4ndnis bereit ist \u2013 bis hin zu einer <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/experten-wittern-putins-falle-aufgabe-der-ost-ukraine-ware-ein-strategischer-fehler-in-den-verhandlungen-15190842.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">faktischen Kapitulation<\/a>. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/mir-kommen-die-tranen-warum-russen-jetzt-social-media-videos-ihrer-einkaufe-posten-15188069.html?icid=single-topic_15192399___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCFn9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eMir kommen die Tr\u00e4nen\u201c Warum Russen jetzt Social-Media-Videos ihrer Eink\u00e4ufe posten <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Daf\u00fcr spricht laut Experten auch, dass die j\u00fcngsten Angriffe auf Kyjiw ausgerechnet auf das Wochenende vom 24. und 25. Januar fielen, an dem erstmals seit Kriegsbeginn eine russische, eine ukrainische und eine US-amerikanische Delegation zu trilateralen Friedensverhandlungen <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/wie-konstruktiv-waren-die-gesprache-wirklich-kreml-erteilt-sicherheitsgarantien-fur-ukraine-mal-wieder-eine-absage-15182303.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Abu Dhabi zusammenkamen<\/a>. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">In Kyjiw wurde das als demonstrativer Versuch gewertet, den Druck w\u00e4hrend der diplomatischen Kontakte zu erh\u00f6hen. \u201eDie Raketen trafen nicht nur unser Volk, sondern auch den Verhandlungstisch\u201c, schrieb Au\u00dfenminister Andrij Sybiha auf X.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Bislang aber scheint Putins Kalk\u00fcl nicht aufzugehen. Laut einer bislang unver\u00f6ffentlichten Umfrage des Kyjiwer Internationalen Instituts f\u00fcr Soziologie aus diesem Januar sind rund 60 Prozent der Ukrainer nach wie vor bereit, den Krieg \u201eso lange wie n\u00f6tig\u201c auszuhalten. Dieser Wert hat sich seit Herbst 2025 kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">\u201eTrotz der Versuche, die Menschen in K\u00e4lte und Dunkelheit zu st\u00fcrzen, w\u00e4chst die Bereitschaft zu <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/falls-der-donbass-an-putin-fallt-russland-konnte-ungehindert-richtung-westen-vorstossen-14231225.html?icid=in-text-link_15192399\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schmerzhaften Zugest\u00e4ndnissen an Russland<\/a> nicht\u201c, sagt Soziologe und Institutsdirektor Anton Hruschetskyj. \u201eIm Gegenteil: Diese Herausforderung mobilisiert und eint die Gesellschaft in gewisser Weise.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img-3766.jpeg\"   alt=\"Anton Hruschetskyj, Credit:privat\" width=\"80\" height=\"80\" loading=\"lazy\" class=\"tspA1jf\"\/><\/p>\n<p class=\"tspB8nl\"><strong>Anton Hruschetskyj<\/strong> ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Kyjiwer Internationalen Instituts f\u00fcr Soziologie.<\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Diese Haltung erkl\u00e4rt Hruschetskyj mit einem extrem hohen Ma\u00df an Misstrauen gegen\u00fcber Russland. Rund 90 Prozent der Ukrainer, f\u00fchrt der Soziologe aus, trauten weder der russischen F\u00fchrung noch der russischen Gesellschaft. Die Logik von Zugest\u00e4ndnissen im Tausch gegen ein vermeintlich normales Leben greife deshalb kaum. \u201eDer Spielraum f\u00fcr Druck auf die ukrainische Gesellschaft bleibt f\u00fcr Putin sehr begrenzt\u201c, sagt er.&#13;<\/p>\n<p class=\"tspVe4\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. Sie k\u00f6nnen sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. <\/p>\n<p> Externen Inhalt anzeigen <\/p>\n<p class=\"tspVfa\"> Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.  Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Wie gro\u00df der Durchhaltewille ist, zeigt auch ein Video, das vor wenigen Tagen in ukrainischen sozialen Netzwerken viral ging: Zu sehen ist darin, wie Bewohner eines Kyjiwer Hochhauses sich an einem Feuer im Hof aufw\u00e4rmen \u2013 und dabei zu dem ber\u00fchmten Lied \u201eRussia Goodbye\u201c tanzen. <\/p>\n<p class=\"tspBNlh\">Spricht man derzeit mit Menschen in Kyjiw, so \u00e4u\u00dfern viele dar\u00fcber hinaus immer wieder ein und denselben f\u00fcr sie tr\u00f6stenden Gedanken: Putins brutaler Kampf gegen die Zivilbev\u00f6lkerung sei kein Ausdruck von St\u00e4rke, sagen sie \u2013 sondern von Schw\u00e4che.&#13;<\/p>\n<p>Mehr zum Ukrainekrieg<a 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