{"id":760005,"date":"2026-01-31T03:10:18","date_gmt":"2026-01-31T03:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/760005\/"},"modified":"2026-01-31T03:10:18","modified_gmt":"2026-01-31T03:10:18","slug":"franzoesisches-flair-im-kunstmuseum-schwaan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/760005\/","title":{"rendered":"Franz\u00f6sisches Flair im Kunstmuseum Schwaan"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/kunstmuseumschwaan-106.webp.webp\" alt=\"Bilder h\u00e4ngen in einer Ausstellung an der Wand\" title=\"Bilder h\u00e4ngen in einer Ausstellung an der Wand | Kunstmuseum Schwaan\/Claudia Schaak\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Franz\u00f6sisches Flair im Kunstmuseum Schwaan (3 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 30.01.2026 15:12 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Das Kunstmuseum in Schwaan bei Rostock zeigt in seiner neuen Ausstellung Werke aus der franz\u00f6sischen K\u00fcnstlerkolonie Barbizon sowie der K\u00fcnstlervereinigung Apelles, die 1895 in der Weimarer Schule gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Melanie Wollscheid<\/p>\n<p class=\"\">In Barbizon, einem Dorf in der N\u00e4he von Paris, hat sich Ende des 19. Jahrhunderts eine K\u00fcnstlerkolonie gegr\u00fcndet &#8211; ein Ort der Inspiration, \u00e4hnlich wie Schwaan. Die K\u00fcnstler beider Orte malten am liebsten in der Natur: Die sogenannte Plein-air-Malerei, die Malerei unter freiem Himmel.<\/p>\n<p class=\"\">Die Wiege des Impressionismus in Deutschland war die Gro\u00dfherzoglich-S\u00e4chsische Kunstschule in Weimar: Dort gr\u00fcndeten Professoren 1895 den K\u00fcnstlerbund Apelles, benannt nach dem gleichnamigen antiken griechischen Maler und Zeitgenossen von Alexander dem Gro\u00dfen. Der Bund entstand in einer Zeit des Umbruchs, als Reaktion auf ein zunehmend konservatives Kunstverst\u00e4ndnis am Weimarer Hof. Richtig Fahrt nahm die Arbeit von Apelles aber erst auf, als Studenten drei Jahre sp\u00e4ter frischen Wind hinein brachten.<\/p>\n<p>    Neuentdeckung: Neuberts &#8222;M\u00fchlrad Schwaan&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Einer dieser Studenten war Reinhold Neubert, dessen Gem\u00e4lde &#8222;Schlo\u00dfpark Belvedere&#8220; und &#8222;M\u00fchlrad Schwaan&#8220; von 1908 erstmals in Schwaan zu sehen sind. Die Chefin des Kunstmuseums, Annette Winter-S\u00fcss, hat in der Vorbereitung zur Ausstellung zuf\u00e4llig eine Neuentdeckung gemacht: &#8222;Wir wussten, dass er als Gastmaler in Schwaan war und haben jetzt aber festgestellt, dass er die Gruppe, die wir als Schwaaner Vertreter bezeichnen, schon im Weimar kannte und eben auch Mitglied der K\u00fcnstlervereinigung Apelles war.&#8220;<\/p>\n<p>    Brendel-Fotografien als &#8222;Making of&#8220; der Naturmalerei<\/p>\n<p class=\"\">Im zweiten Teil der Ausstellung sind die fr\u00fchen Fotografien von Albert Brendel zu sehen. Diese zeigen bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine Art &#8222;Making of&#8220; der Naturmalerei. &#8222;Wir widmen einen Teil der Ausstellung Albert Brendel, der selbst in Barbizon war und dort Fotografien gemacht hat&#8220;, erkl\u00e4rt die Museumsleiterin. &#8222;Dann ist er mit diesen Fotografien nach Weimar gegangen und hat dort den Geist von Barbizon bekannt gemacht. Alle unsere K\u00fcnstlervertreter haben in Weimar studiert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Auch handwerklich waren die Apelles-K\u00fcnstler jung und wild unterwegs. So kam es, dass sie ihre Werke konsequent \u00fcberstrichen &#8211; f\u00fcr markanten Glanz, aber auch f\u00fcr deren Schutz. So erfanden sie quasi nebenbei die Firnis-Malerei. Das k\u00f6nnen Besucher besonders gut an Bartels&#8216; &#8222;Laternenkindern&#8220; sehen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mvfoto-3012.webp.webp\" alt=\"Vor dem Bild der &quot;Laternenkinder&quot; stehen Annette Winter-S\u00fc\u00df und Dirk Antelmann.\" title=\"Vor dem Bild der &quot;Laternenkinder&quot; stehen Annette Winter-S\u00fc\u00df und Dirk Antelmann. | NDR Axel Krummenauer\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das Gem\u00e4lde aus der ber\u00fchmten Bilderserie der &#8222;Laternenkinder&#8220; konnte dank mehrerer Unterst\u00fctzer erworben werden.<\/p>\n<p>    Schwaan plant K\u00fcnstleraustausch mit Barbizon<\/p>\n<p class=\"\">Noch mehr franz\u00f6sisches Flair kann sich die Chefin des Kunstmuseums k\u00fcnftig gut vorstellen: &#8222;Da sind wir dran. Gerade im Oktober waren ja die Stipendiaten aus Barbizon da und wir sind dabei, das auch zur Gewohnheit werden zu lassen &#8211; also einen K\u00fcnstleraustausch.&#8220; Und wer wei\u00df, vielleicht wird Schwaan als kleine K\u00fcnstlerkolonie ein Ort f\u00fcr eine neue deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft?<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/screenshot1870192.webp.webp\" alt=\"Das Kunstmuseum Schwaan hat neue Gem\u00e4lde von Vertretern der Schwaaner K\u00fcnstlerkolonie erworben.\" title=\"Das Kunstmuseum Schwaan hat neue Gem\u00e4lde von Vertretern der Schwaaner K\u00fcnstlerkolonie erworben. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Alle Werke stammen von Vertretern der Schwaaner K\u00fcnstlerkolonie. Es handelt sich um K\u00e4ufe, eine Schenkung und eine Leihgabe.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mvfoto4894.webp.webp\" alt=\"Franz Bunke, aufziehendes Wetter, \u00d6l auf Leinwand\" title=\"Das Kunstmuseum Schwaan hat das Bild &quot;Aufziehendes Wetter&quot; von einem Sammler geschenkt bekommen. | Kunstmuseum Schwaan, Heiko Brunner\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Sein Gem\u00e4lde &#8222;Aufziehendes Wetter&#8220; ist ein Geschenk an die Stadt. Franz Bunke ist Gr\u00fcnder der Schwaaner K\u00fcnstlerkolonie.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/mvfoto3990.webp.webp\" alt=\"Ein gerahmtes \u00d6lgem\u00e4lde.\" title=\"&quot;Le chemin de bornage in Barbizon&quot; von Georges Gassles (1829 - 1919) in \u00d6l auf Leinwand. | NDR, Nora Reinhardt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mehr als 3.000 G\u00e4ste haben das Museum seit der Ausstellungser\u00f6ffnung besucht, um die Bilder aus Frankreich zu sehen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/screenshot1792528.webp\" alt=\"&quot;Selbstbildnis als Halbakt&quot; der Rostocker Malerin Kate Diehn-Bitt\" title=\"&quot;Selbstbildnis als Halbakt&quot; der Rostocker Malerin Kate Diehn-Bitt | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>In Ahrenshoop sind knapp 180 Bilder versteigert worden. Den h\u00f6chsten Preis erzielte das Gem\u00e4lde &#8222;Selbstbildnis als Halbakt&#8220; der Rostocker Malerin Kate Diehn-Bitt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Franz\u00f6sisches Flair im Kunstmuseum Schwaan (3 Min) Stand: 30.01.2026 15:12 Uhr Das Kunstmuseum in Schwaan bei Rostock&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":760006,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,2076,173140,29,214,30,2075,1794,3003,173139,215,173141],"class_list":{"0":"post-760005","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-ausstellung","10":"tag-barbizon","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-germany","14":"tag-kunst","15":"tag-kunst-und-design","16":"tag-kunstmuseum","17":"tag-schwaan","18":"tag-unterhaltung","19":"tag-weimarer-schule"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115987521746023606","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/760005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=760005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/760005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/760006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=760005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=760005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=760005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}