{"id":761278,"date":"2026-01-31T15:06:16","date_gmt":"2026-01-31T15:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/761278\/"},"modified":"2026-01-31T15:06:16","modified_gmt":"2026-01-31T15:06:16","slug":"ausbildungsmarkt-zahlen-bereiten-uns-grosse-sorge-ihk-chefin-schlaegt-alarm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/761278\/","title":{"rendered":"Ausbildungsmarkt: \u201eZahlen bereiten uns gro\u00dfe Sorge\u201c \u2013 IHK-Chefin schl\u00e4gt Alarm"},"content":{"rendered":"<p> Die Wirtschaftskrise schl\u00e4gt auf <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.ausbildungsmarkt-weniger-azubi-stellen-nahles-warnt-vor-falscher-richtung.bf714514-f821-4b15-8eac-fb81d4cfaaf6.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">den Ausbildungsmarkt<\/a> durch. 2025 wurden in der Region <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> 651 Ausbildungsvertr\u00e4ge weniger abgeschlossen als im Jahr zuvor. Das entspricht einem Minus von sieben Prozent. \u201eDie aktuellen Zahlen bereiten uns gro\u00dfe Sorge\u201c, sagt Susanne Herre, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.die-region-schwaechelt-wird-stuttgart-zum-problemfall-ihk-umfrage-alarmiert.7454cd97-f615-4114-b954-ee4d053098f7.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">der IHK Region Stuttgart<\/a>. <\/p>\n<p>Angesichts der schlechten Konjunktur bilden manche Firmen weniger aus, wie auch eine Umfrage unserer Zeitung zeigt. Beliebte Ausbildungsbetriebe wie <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Mercedes-Benz\" title=\"Mercedes\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mercedes<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Bosch\" title=\"Bosch\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bosch<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Trumpf\" title=\"Trumpf\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trumpf<\/a>, Mahle &amp; Co. stecken teils in der Krise und orientieren sich am Bedarf ihrer jeweiligen Standorte. Viele <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Azubis\" title=\"Azubis\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Azubis<\/a> fragen sich zudem, wie es nach der Ausbildung weitergeht und ob sie unbefristet \u00fcbernommen werden. <\/p>\n<p>Trumpf bildet in Ditzingen weniger aus <\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.appell-der-trumpf-chefin-wir-muessen-dieses-land-retten.8486bb67-73c8-43da-afaa-1b0703e092aa.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Maschinenbauer Trumpf<\/a> etwa will 2026 am Stammsitz Ditzingen die Zahl der Ausbildungspl\u00e4tze reduzieren. Man habe sich in Ditzingen auf starkes Wachstum vorbereitet und die Ausbildungspl\u00e4tze in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt, sagt ein Sprecher. \u201eDa dieses Wachstum in der erwarteten H\u00f6he nicht eingetreten ist, reduzieren wir die Zahl der Ausbildungspl\u00e4tze leicht, liegen aber damit weiterhin \u00fcber dem Niveau der 2010er Jahre.\u201c<\/p>\n<p>An den meisten Standorten will Trumpf die Azubi-Zahlen halten und diese \u2013 \u00fcber die im Tarifvertrag vorgesehenen zw\u00f6lf Monate hinaus \u2013 auch unbefristet \u00fcbernehmen. Im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr konnte Trumpf von 100 jungen Leuten mit Abschluss wegen der angespannten Gesch\u00e4ftslage und des weltweiten Stellenabbaus einen Azubi und neun Studierende nicht \u00fcbernehmen. \u201eDie unbefristete \u00dcbernahme bleibt unser Ziel\u201c, sagt der Trumpf-Sprecher.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.ae90b786-3d32-499c-83a3-a4e42fb34f37.original1024.media.jpeg\"\/>     Bosch plant 2026 mit weniger Ausbildungspl\u00e4tzen.    Foto: dpa\/Bernd Wei\u00dfbrod    <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgarter-konzern-bosch-gewinn-ging-2025-offenbar-stark-zurueck.bda5a1b8-d365-496f-8b07-51d175790581.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Auch Bosch<\/a> bietet 2026 weniger Ausbildungspl\u00e4tze an. Die Planzahl liege leicht unter dem Niveau der vergangenen Jahre, sagt eine Sprecherin. In den vergangenen Jahren lag die \u00dcbernahmequote bei rund 90 Prozent, wobei diese von Standort zu Standort variieren k\u00f6nne. Man strebe weiter eine hohe \u00dcbernahmequote an. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.sparprogramm-beim-autozulieferer-die-mitarbeiter-sind-veraengstigt-mahle-betriebsrat-schlaegt-alarm.f01417d7-27ea-4ea2-90ec-9e604d53dc25.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Der Autozulieferer Mahle<\/a> \u00e4u\u00dfert sich vorsichtig. Wie sich \u00dcbernahmezahlen und Ausbildungsplatzkapazit\u00e4ten k\u00fcnftig entwickelten, h\u00e4nge vom spezifischen Fachkr\u00e4ftebedarf an den Standorten ab. 2025 haben bei Mahle 75 junge Leute ihre Ausbildung begonnen, insgesamt hat Mahle 250 Azubis in Deutschland. \u00dcber die tariflichen Vorgaben hinaus hat sich der Stuttgarter Autozulieferer nach eigenen Angaben verpflichtet, mindestens 65 Prozent der auslernenden Azubis und Studierenden unbefristet zu \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p>Firmen agieren vorsichtiger <\/p>\n<p>Die Firmen agierten vorsichtiger, weil sie keine Planungssicherheit h\u00e4tten und viele unter Druck st\u00fcnden, sagt ein Sprecher von S\u00fcdwestmetall. Das wirke sich sicherlich auch auf die Ausbildungszahlen aus. Angesichts des technologischen Umbruches sei es f\u00fcr viele auch schwierig einzusch\u00e4tzen, welche Qualifikationen in f\u00fcnf, zehn oder 15 Jahren gebraucht w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Beim Maschinenbauer Festo (Esslingen) orientiert sich die Zahl der Ausbildungspl\u00e4tze am Bedarf, aber auch an den Berufsbildern. Innovative und zukunftsweisende Ausbildungsberufe wie etwa Bio-Mechatroniker\/-in, bei dem Biologisierung und Mechatronik miteinander verschmelzen, treibe man voran. In Esslingen plant man mit einem leichten R\u00fcckgang bei den Ausbildungszahlen, am Standort im Saarland dagegen steigt die Zahl der Ausbildungspl\u00e4tze leicht. Unbefristet will man alle \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p> So sieht es bei Porsche, Mercedes, D\u00fcrr, Stihl und K\u00e4rcher aus <\/p>\n<p>Porsche und Mercedes wollen an der Zahl der Azubis festhalten. Traditionell w\u00fcrden diese nach der Ausbildung auch unbefristet \u00fcbernommen, hei\u00dft es bei Porsche. Bei Mercedes haben im Ausbildungsjahr 2025 rund 1200 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium begonnen. Aus heutiger Sicht bleibe die Zahl f\u00fcr 2026 vergleichbar, sagt eine Sprecherin. <\/p>\n<p>Auch der Maschinenbauer D\u00fcrr (Bietigheim-Bissingen) und der Motors\u00e4genspezialist Stihl (Waiblingen) halten an ihren Ausbildungszahlen fest. \u201eWir brauchen weiterhin gut ausgebildete Fachkr\u00e4fte\u201c, sagte ein D\u00fcrr-Sprecher. Stihl verweist auf einen Ende 2025 geschlossenen Besch\u00e4ftigungs- und Standortsicherungsvertrag. Der Vertrag laufe zwei Jahre und lege unter anderem fest, bis Ende 2027 unver\u00e4ndert mindestens 60 Ausbildungspl\u00e4tze im Stammhaus anzubieten, sagt eine Sprecherin. Beim Reinigungsspezialist K\u00e4rcher (Winnenden) stieg die Zahl der Ausbildungspl\u00e4tze in den vergangenen Jahren kontinuierlich \u2013 samt \u00dcbernahmegarantie.<\/p>\n<p> Was die EnBW und die LBBW planen <\/p>\n<p>Beim Energieriesen EnBW d\u00fcrften die Azubi-Zahlen leicht zur\u00fcckgehen. \u201eNach unserem Rekordjahrgang in der Ausbildung 2025 gehen wir davon aus, dass sich die Anzahl der zuk\u00fcnftigen Ausbildungspl\u00e4tze wieder im Rahmen der Vorjahre bewegen wird\u201c, antwortete das Unternehmen auf unsere Umfrage. Zahlen werden nicht genannt, auch zur \u00dcbernahmequote will man sich nicht \u00e4u\u00dfern. Die Landesbank Baden-W\u00fcrttemberg (LBBW) dagegen spricht von einer \u00dcbernahmequote von knapp 90 Prozent und verweist auf mehr als 450 Auszubildende in den vergangenen drei Jahren. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.224cf98b-adf7-4039-b604-fe90368907e3.original1024.media.jpeg\"\/>     Susanne Herre, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IHK Region Stuttgart, appelliert an die Betriebe, auszubilden.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Bei einer bundesweiten DIHK-Umfrage im Herbst 2025 zum Ausbildungsmarkt gaben mehr als ein Viertel der Unternehmen an, ihre Ausbildungspl\u00e4tze zu reduzieren \u2013 je gr\u00f6\u00dfer die wirtschaftlichen Probleme, desto weniger Pl\u00e4tze werden angeboten. Viele Firmen finden allerdings auch nicht die geeigneten Bewerber. Trotz Krise wollten aber rund zwei Drittel der Betriebe alle Azubis nach der Ausbildung \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p>Auch im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.krise-der-automobilindustrie-frueher-bei-mercedes-jetzt-im-handwerks-betrieb.1b673ce1-758c-4b94-970d-50c0ec190899.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Handwerk geht die Zahl der Ausbildungsverh\u00e4ltnisse<\/a> zur\u00fcck. Die Betriebe haben aus Risikovorsorge die Ausbildungszahlen reduziert. Wer fr\u00fcher vier Azubis eingestellt hat, nimmt vielleicht nur noch drei\u201c, sagt Peter Friedrich, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handwerkskammer Region Stuttgart, und beziffert das Minus im Kammerbezirk im vergangenen Jahr auf 1,7 Prozent. <\/p>\n<p>IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Herre appelliert an die Betriebe in der Region Stuttgart, nach vorne zu schauen, f\u00fcr die Zukunft vorzusorgen und die Fachkr\u00e4fte von morgen auszubilden. \u201eUm wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, ist die Region auf gut ausgebildete Fachkr\u00e4fte angewiesen\u201c, sagt Herre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Wirtschaftskrise schl\u00e4gt auf den Ausbildungsmarkt durch. 2025 wurden in der Region Stuttgart 651 Ausbildungsvertr\u00e4ge weniger abgeschlossen als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":761279,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[52995,30837,51517,1634,2909,3364,29,30,150162,377,1441,82867,5329],"class_list":["post-761278","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-ausbildungsmarkt","tag-azubis","tag-ausbildungsplaetze","tag-baden-wuerttemberg","tag-bosch","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-ihk-stuttgart","tag-mercedes-benz","tag-stuttgart","tag-trumpf","tag-video"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115990337087697490","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=761278"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761278\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/761279"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=761278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=761278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=761278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}