{"id":761898,"date":"2026-01-31T20:47:16","date_gmt":"2026-01-31T20:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/761898\/"},"modified":"2026-01-31T20:47:16","modified_gmt":"2026-01-31T20:47:16","slug":"plakat-kunst-in-oldenburg-plakate-und-ihre-geschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/761898\/","title":{"rendered":"&#8222;Plakat &#8211; Kunst&#8220; in Oldenburg: Plakate und ihre Geschichte(n)"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/plakatkunst-100.webp.webp\" alt=\"Zwei Frauen stehen in einer Ausstellung zwischen zwei Plakaten\" title=\"Zwei Frauen stehen in einer Ausstellung zwischen zwei Plakaten | Helgard F\u00fcchsel\/NDR.de\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: &#8222;Plakat &#8211; Kunst&#8220; in Oldenburg: Plakate und ihre Geschichte(n) (4 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 31.01.2026 14:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Plakate von namhaften K\u00fcnstlern mit einer besonderen Geschichte gibt es im Landesmuseum f\u00fcr Kunst und Kultur im Oldenburger Schloss zu sehen. Jahrzehntelang lagen sie in Schr\u00e4nken im Museum &#8211; jetzt wurde dieser Schatz gehoben.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Helgard F\u00fcchsel<\/p>\n<p class=\"\">Blaue und schwarze Rechtecke auf rotem Grund ziehen sich diagonal \u00fcber das Ausstellungsplakat. In der Mitte wirkt das Muster durch eine unsichtbare Linie wie durchgeschnitten. Das sieht \u00e4hnlich aus wie die alte, blau-wei\u00dfe Plastikt\u00fcte von Aldi. Kein Wunder, beides hat G\u00fcnter Fruhtrunk entworfen. Das Plakat im Oldenburger Schloss bewirbt eine Ausstellung von Fruhtrunk im Jahr 1965 in K\u00f6ln.<\/p>\n<p class=\"\">Das Plakat ist eines von 3.000 aus der Zeit nach 1945 aus dem Bestand des Landesmuseums, sagt Kuratorin Runa K\u00f6nig: &#8222;Die Plakate sind dem Landesmuseum zugeschickt worden in der Zeit ihrer Entstehung, um eben ausgeh\u00e4ngt zu werden und f\u00fcr die jeweiligen Ausstellungen zu werben. Jemand hat beschlossen, diese Plakate aufzuheben, weil er den hohen Wert der Grafik, des Grafik-Designs oder eben den k\u00fcnstlerischen Wert dieser Plakate erkannt hat &#8211; wir wissen nur noch nicht wer.&#8220;<\/p>\n<p>    Hinter jedem Plakat steckt eine Geschichte<\/p>\n<p class=\"\">Zwei Jahre lang hat sie die Bl\u00e4tter katalogisiert und historisch eingeordnet &#8211; ein Forschungsprojekt. An manchen sind noch Spuren von Klebestreifen oder Rei\u00dfzwecken zu sehen. Schlie\u00dflich waren alle einmal aufgeh\u00e4ngt. Viele bewerben Ausstellungen aus den 50er- und 60er-Jahren. Die ausstellenden K\u00fcnstler habe einige selbst gestaltet, darunter Oskar Kokoschka, Erich Heckel oder K\u00fcnstler von Gruppen wie Informel oder Zero.<\/p>\n<p class=\"\">Die Museumsdirektorin Anna Heinze freut sich, dass daf\u00fcr F\u00f6rdermittel der Stiftung Niedersachsen bewilligt wurden: &#8222;Da sind zum Teil richtig fr\u00fche Plakate dabei. Wir sprechen auch von den ersten Nachkriegsjahren. Dann haben Recherchen ergeben, dass manche Plakate gar nicht mehr in gro\u00dfer Zahl vorhanden sind.&#8220; Hinter jedem Blatt steckt eine Geschichte, erz\u00e4hlt die Kuratorin K\u00f6nig. Eines zeigt eine Schwarzwei\u00df-Zeichnung: ein Gesicht mit blutunterlaufenen Augen, dick mit Schwarz \u00fcbermalt. Arnulf Rainer malte nach exzessiven Experimenten mit Drogen und Alkohol, erz\u00e4hlt die Kuratorin.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schlossoldenburg126.webp.webp\" alt=\"Blick auf das Schloss Oldenburg\" title=\"Blick auf das Schloss Oldenburg | imagebroker\/KarstenxHennig\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Im prachtvollen Oldenburger Schloss zeigt das Landesmuseum Sch\u00e4tze aus mehreren Jahrhunderten, darunter viele Prunks\u00e4le.<\/p>\n<p>    Abstrakte Kunst voller Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit<\/p>\n<p class=\"\">Alle Plakate pr\u00e4sentiert Runa K\u00f6nig zusammen mit anderen Werken der jeweiligen K\u00fcnstler aus dem Archiv oder der Dauerausstellung des Museums. Bilder, Skulpturen und sogar Vasen &#8211; eine wahre Fundgrube. &#8222;Was mich \u00fcberrascht hat, das sind zum Beispiel diese Arbeiten von Alfonso H\u00fcppi, das ist ein Schweizer K\u00fcnstler, der in den 60er-Jahren f\u00fcr die staatliche Kunsthalle Baden-Baden gearbeitet hat, nicht nur als Grafiker, sondern auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter&#8220;, erkl\u00e4rt sie. &#8222;Als ich dann gesehen habe, dass es in der Sammlung des Landesmuseums dazu zwei Siebdrucke gibt, die auch von diesem K\u00fcnstler sind, da mussten diese Werke einfach in die Ausstellung, weil sie so leuchten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Mit leuchtenden Farben arbeiteten auch Rupprecht Geiger und Ernst Wilhelm Nay aus der K\u00fcnstlergruppe Zen 49 &#8211; abstrakte Kunst voller Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit. &#8222;Man wollte ja einen Neuanfang&#8220;, so die Kuratorin. &#8222;Alle wollten einen Neuanfang und die K\u00fcnstler wollten auch, dass man sich wieder mehr der abstrakten Kunst zuwendet.&#8220; Die Schau gibt einen beeindruckenden \u00dcberblick \u00fcber die Vielfalt der Kunststr\u00f6mungen in den Nachkriegsjahren &#8211; ohne den Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/hannover14282.webp.webp\" alt=\"Vor einem Geb\u00e4ude steht ein Schild mit der Aufschrift Landesmuseum Hannover.\" title=\"Vor einem Geb\u00e4ude steht ein Schild mit der Aufschrift Landesmuseum Hannover. | NDR, Julius Matuschik\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Damit wollen die sechs Museen in Braunschweig, Oldenburg und Hannover der \u00d6ffentlichkeit Wissen leichter zug\u00e4nglich machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: &#8222;Plakat &#8211; Kunst&#8220; in Oldenburg: Plakate und ihre Geschichte(n) (4 Min) Stand: 31.01.2026 14:21 Uhr Plakate von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":761899,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,2704,17587,29,214,30,8781,2075,1794,51298,4842,173412,47013,215],"class_list":{"0":"post-761898","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-ausstellungen","10":"tag-design","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-germany","14":"tag-grafik","15":"tag-kunst","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-landesmuseum","18":"tag-nachkriegszeit","19":"tag-oldenburger-schloss","20":"tag-plakate","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115991677864957870","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=761898"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/761898\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/761899"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=761898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=761898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=761898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}