{"id":762599,"date":"2026-02-01T03:27:30","date_gmt":"2026-02-01T03:27:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/762599\/"},"modified":"2026-02-01T03:27:30","modified_gmt":"2026-02-01T03:27:30","slug":"olga-neuwirths-monsters-paradise-ueberbordende-klangfantasie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/762599\/","title":{"rendered":"Olga Neuwirths &#8222;Monster&#8217;s Paradise&#8220;: \u00dcberbordende Klangfantasie"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/olganeuwirth-100.webp.webp\" alt=\"Olga Neuwirth schaut verschmitzt\" title=\"Olga Neuwirth schaut verschmitzt | picture alliance \/ Herbert Neubauer \/ APA \/ picturedesk.com\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Olga Neuwirths &#8222;Monster&#8217;s Paradise&#8220;: \u00dcberbordende Klangfantasie (4 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 31.01.2026 14:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Mit &#8222;Musiktheater zum Stand der Gegenwart&#8220; k\u00fcndigt die Hamburgische Staatsoper das St\u00fcck &#8222;Monster&#8217;s Paradise&#8220; an. Die \u00d6sterreicherin Olga Neuwirth hat es komponiert, zu einem Libretto der Literaturnobelpreistr\u00e4gerin Elfriede Jelinek. Ein Portrait der Komponistin.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/franziska-von-busse,franziskavonbusse108.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Franziska von Busse<\/a><\/p>\n<p class=\"\">2019 wird an der Wiener Staatsoper die Urauff\u00fchrung des Musiktheaterst\u00fccks &#8222;Orlando&#8220; von Olga Neuwirth, nach dem Roman von Virginia Woolf, gespielt. Zum ersten Mal hat die Wiener Staatsoper einen Kompositionsauftrag an eine Frau vergeben, und Olga Neuwirth erf\u00fcllt ihn mit \u00fcberbordender Klangfantasie.<\/p>\n<p class=\"\">Jetzt hat sie einen neuen Wurf gewagt: &#8222;Monster&#8217;s Paradise&#8220; f\u00fcr die Hamburgische Staatsoper. Eine Satire auf die Monster unserer Zeit und die Frage, wie kommt man gegen sie an? Aktuelle Bez\u00fcge und \u00c4hnlichkeiten mit amtierenden US-Pr\u00e4sidenten sind dabei durchaus gewollt, sagt Tobias Kratzer, neuer Intendant an der Hamburgischen Staatsoper: &#8222;Das ist eines der Raffinements dieses St\u00fccks, dass es eben nicht, wie das so oft in Neuer Musik der Fall ist, das Abgr\u00fcndige und Schreckliche unserer Welt nur in abgr\u00fcndigen und schrecklichen Klangchiffren zu erfassen vermag, sondern versucht, dieser Welt doch auch in der Groteskheit etwas abzugewinnen, dass man der vielleicht auch nur noch im Lachen, im Spott und in der Parodie und in der Ironie begegnen kann.&#8220;<\/p>\n<p>    Markenzeichen: Einsatz vielf\u00e4ltiger Medien<\/p>\n<p class=\"\">Kratzer hat das St\u00fcck in Auftrag gegeben und inszeniert es auch selbst. Die musikalische Leitung \u00fcbernimmt der Dirigent Titus Engel. &#8222;Sie ist ja eine gro\u00dfe Kennerin erstmal der klassisch-romantischen Tradition, aber eben auch der Popmusik und der Filmmusik&#8220;, sagt der Dirigent \u00fcber die Komponistin. &#8222;Sie interessiert sich f\u00fcr Trash, f\u00fcr Punk und f\u00fcr Rock. Es gibt also viele Einfl\u00fcsse, und das ist auch bei der Oper &#8218;Monster&#8217;s Paradise&#8216; ein ganz gro\u00dfes Thema.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Ein anderes Markenzeichen von ihr: der Einsatz vielf\u00e4ltiger Medien, wie elektronische Sounds, Klangsampling und Videokunst. Olga Neuwirths Werke sind vielschichtige Klang-Erlebnisse, daf\u00fcr wird sie seit Jahrzehnten gefeiert. Neben vielen renommierten Auszeichnungen hat sie 2022 den Ernst von Siemens Musikpreis verliehen bekommen. Der gilt als eine Art &#8222;Nobelpreis&#8220; f\u00fcr Musik. &#8222;Ich bin ja auch mit Jazz aufgewachsen und mit vielen Schriftstellern und K\u00fcnstlern aus anderen Kunstsparten&#8220;, erz\u00e4hlt sie. &#8222;Das hei\u00dft, es war f\u00fcr mich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass alles gleichzeitig da ist, und man kann sozusagen alle Medien miteinander verbinden. Alle Sinne regen den Menschen an, um ihn emotional in welcher Weise auch immer zu treffen.&#8220;<\/p>\n<p>    Olga Neuwirth: &#8222;Kunst kann vieles sichtbar machen&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">1968 wird Olga Neuwirth in Graz geboren. Ihr Vater ist Jazzpianist. Sie selbst beginnt fr\u00fch zu komponieren, nimmt an Workshops teil, lernt bei Gr\u00f6\u00dfen wie Hans-Werner Henze, Luigi Nono oder Adriana H\u00f6lszky. In San Francisco studiert sie nicht nur Komposition, sondern auch Film. Ein Einfluss, der die \u00c4sthetik ihres Werks bis heute pr\u00e4gt. Kunst, Literatur, Politik, Naturwissenschaft, Alltagswirklichkeit: Es gibt kaum etwas, was Olga Neuwirth nicht interessiert und woraus sie nicht bereit ist, Musik zu sch\u00f6pfen.<\/p>\n<p class=\"\">Ihren Job als Komponistin sieht sie auch darin, Stellung zu beziehen. Mit Kunst kann man die Welt nicht \u00e4ndern, sagt sie. Aber Kunst kann vieles sichtbar machen &#8211; auch den Zustand von Gesellschaft und Politik. Mit ihrem neuesten Werk &#8222;Monster&#8217;s Paradise&#8220; bleibt Olga Neuwirth sich in vielem treu. \u00dcppig und bunt und lustig soll es werden, voller Anspielungen, grotesk und sehr b\u00f6se &#8211; auch dank Elfriede Jelineks bissigem Humor und Tobias Kratzers erfindungsreicher Regie. &#8222;Es wird in keiner Sekunde langweilig werden&#8220;, sagt Kratzer. &#8222;Immer wenn sich das Publikum auf eine Stilistik eingeschwungen zu haben meint, kommt etwas Neues. Das ist in der Musik so und das versuchen wir auch mit der Inszenierung umzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/kratzer104.webp.webp\" alt=\"Tobias Kratzer\" title=\"Tobias Kratzer | picture alliance\/dpa, Georg Wendt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der neue Intendant der Hamburger Staatsoper Tobias Kratzer erz\u00e4hlt, wie er Historisches einbetten und junge Leute ins Haus holen will.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/dieunruhenden-100.webp.webp\" alt=\"Schauspieler stehen an einer Holzwand und lauschen\" title=\"Schauspieler stehen an einer Holzwand und lauschen | Monika Rittershaus\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Christoph Marthaler hat ein St\u00fcck \u00fcber den Komponisten Gustav Mahler inszeniert &#8211; mit clownesker Heiterkeit und Spannung.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/liebermann184.webp.webp\" alt=\"Rolf Liebermann Ende der 80er-Jahre\" title=\"Rolf Liebermann Ende der 80er-Jahre | picture alliance\/Keystone, R\u00f6hnert\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Als Opern-Intendant und NDR Musikchef hat er in Hamburg bleibende Spuren hinterlassen. Am 14. September 1910 wurde er geboren. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/staatsoperhamburg128.webp.webp\" alt=\"Die Fassade der Hamburger Staatsoper bei Nacht\" title=\"Die Fassade der Hamburger Staatsoper bei Nacht | Niklas Marc Heinecke, Niklas Marc Heinecke\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das Spannungsfeld der Staatsoper Hamburg liegt zwischen Pflege eines Repertoires und der Leidenschaft f\u00fcr das Neue.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Olga Neuwirths &#8222;Monster&#8217;s Paradise&#8220;: \u00dcberbordende Klangfantasie (4 Min) Stand: 31.01.2026 14:21 Uhr Mit &#8222;Musiktheater zum Stand der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":762600,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,37969,173521,97],"class_list":["post-762599","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-deutschland","tag-germany","tag-hamburg","tag-monster","tag-olga-neuwirth","tag-oper"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115993250862600588","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/762599","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=762599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/762599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/762600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=762599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=762599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=762599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}