{"id":763669,"date":"2026-02-01T13:30:14","date_gmt":"2026-02-01T13:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/763669\/"},"modified":"2026-02-01T13:30:14","modified_gmt":"2026-02-01T13:30:14","slug":"sieg-in-melbourne-alcaraz-schreibt-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/763669\/","title":{"rendered":"Sieg in Melbourne: Alcaraz schreibt Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Melbourne (dpa) &#8211; Nachdem er Tennis-Geschichte geschrieben hatte, lie\u00df sich Carlos Alcaraz auf den hellblauen Boden in der Rod Laver Arena fallen. Im Duell der Generationen gewann der Weltranglisten-Erste erstmals den Titel bei den Australian Open und damit als j\u00fcngster Spieler der Geschichte bei allen vier Grand-Slam-Turnieren die Troph\u00e4e. Im Alter von 22 Jahren und 272 Tagen setzte sich der Spanier in Melbourne im Endspiel gegen den 38 Jahre alten Novak Djokovic mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 durch.<\/p>\n<p>F\u00fcr Djokovic war es im elften Finale bei seinem Lieblings-Grand-Slam die erste Niederlage. Der Serbe muss damit weiter auf seinen 25. Grand-Slam-Titel warten. Er h\u00e4tte im Falle des Sieges einen Titel mehr als die Australierin Margaret Court gehabt, mit der er sich den Rekord f\u00fcr die meisten Erfolge bei den vier wichtigsten Tennis-Turnieren teilt.<\/p>\n<p>Alcaraz verwandelte im mit gro\u00dfer Spannung erwarteten Finale nach 3:02 Stunden seinen ersten Matchball. F\u00fcr die Nummer eins der Welt ist es der siebte Grand-Slam-Titel insgesamt. Damit bleibt die Dominanz von Alcaraz und Jannik Sinner bestehen. Einer von beiden hat die nunmehr letzten neun Grand-Slam-Turniere gewonnen. Der letzte Grand-Slam-Sieger, der nicht Alcaraz oder Sinner hie\u00df, war Djokovic 2023 bei den US Open.<\/p>\n<p>\u00abIch bin \u00fcbergl\u00fccklich, diesen Titel gewonnen zu haben\u00bb, sagte Alcaraz und wandte sich direkt an den unterlegenen Djokovic. \u00abWas du leistest, ist einfach inspirierend. Nicht nur f\u00fcr uns Tennisspieler, sondern f\u00fcr alle Athleten auf der Welt\u00bb, sagte der Spanier.<\/p>\n<p>Djokovic mit toller Rede bei Siegerehrung<\/p>\n<p>Djokovic zeigte sich als fairer Verlierer. \u00abWas du machst, ist historisch und legend\u00e4r\u00bb, sagte der Serbe und war dann sogar zum Scherzen aufgelegt. \u00abDu bist so jung \u2013 so wie ich. Ich bin mir sicher, dass wir uns in den kommenden zehn Jahren noch oft begegnen werden.\u00bb<\/p>\n<p>Auf der Trib\u00fcne applaudierte Rafael Nadal seinen beiden einstigen Kontrahenten. Der Spanier hatte in seiner Karriere zweimal in Melbourne gewonnen, ehe er seine Karriere Ende 2024 beendete. \u00abEs f\u00fchlt sich sehr komisch an, dich da oben und nicht hier unten zu sehen\u00bb, sagte Djokovic an seinen alten Dauerrivalen gerichtet.<\/p>\n<p>2012 hatten sich Djokovic und Nadal in Melbourne das l\u00e4ngste Finale der Turniergeschichte geliefert. \u00abEs sind zu viele spanische Legenden hier. Es hat sich ein bisschen wie zwei gegen einen angef\u00fchlt\u00bb, sagte Djokovic. Ob er im Alter von dann 39 Jahren 2027 noch einmal nach Melbourne zur\u00fcckkehren wird, lie\u00df er offen. \u00abWer wei\u00df, was morgen ist oder in einem halben Jahr. Es war eine tolle Reise hier\u00bb, sagte der Serbe.<\/p>\n<p>Guter Start von Djokovic<\/p>\n<p>Djokovic erwischte im Finale den deutlich bessern Start. Der Serbe wusste, wie wichtig der erste Satz f\u00fcr ihn nach den Strapazen im Halbfinale sein w\u00fcrde. Djokovic hatte auf dem Weg in sein elftes Melbourne-Finale Titelverteidiger Sinner in f\u00fcnf S\u00e4tzen bezwungen und dabei mehr als vier Stunden auf dem Platz gestanden.<\/p>\n<p>Zwar hatte Alcaraz im Tennis-Drama gegen Alexander Zverev sogar 5:27 Stunden in der Rod Laver Arena verbracht, der 22 Jahre alte Spanier gilt aber als einer der fittesten Spieler auf der Tour &#8211; und ist 16 Jahre j\u00fcnger als Djokovic.<\/p>\n<p>Doch der Altmeister wirkte zu Beginn im am Sonntag deutlich k\u00fchleren Melbourne frisch und hochkonzentriert. Zum 3:1 nahm er Alcaraz den Aufschlag ab und holte sich nach nur 33 Minuten den ersten Satz.<\/p>\n<p>Alcaraz kommt in Schwung<\/p>\n<p>Der Spanier kam dagegen nur m\u00fchsam in Schwung und leistete sich bereits im ersten Satz neun ungezwungene Fehler &#8211; ungew\u00f6hnlich f\u00fcr die Nummer eins der Welt, die im Halbfinale gegen Zverev von heftigen Kr\u00e4mpfen geplagt worden war. Alcaraz hatte zudem von Adduktorenproblemen gesprochen. Und in der Tat wirkte er gegen Djokovic zun\u00e4chst nicht so dynamisch und druckvoll wie gewohnt.<\/p>\n<p>Doch zu Beginn des zweiten Satzes k\u00e4mpfte sich der Weltranglisten-Erste in die Partie. Djokovic lie\u00df nun ein paar Prozent nach und Alcaraz war sofort zur Stelle. Zum 2:1 gelang ihm endlich das erste Break. Nach 69 Minuten schaffte Alcaraz den Satzausgleich. Das mit hohen Erwartungen aufgeladene Endspiel war nicht immer hochklassig, aber stets spannend.<\/p>\n<p>Kr\u00e4fte bei Djokovic lassen nach<\/p>\n<p>Allerdings merkte man Djokovic jetzt deutlich an, dass die Kr\u00e4fte schwanden. W\u00e4hrend Alcaraz nun volle Fahrt aufnahm und sich deutlich besser bewegte, stand der Serbe immer \u00f6fter nicht optimal zum Ball und leistete sich mehr Fehler als noch zu Beginn. Alcaraz nutzte das und holte sich mit dem f\u00fcnften Satzball den dritten Durchgang.<\/p>\n<p>Jetzt sprach alles f\u00fcr den Weltranglisten-Ersten. Doch Djokovic stemmte sich noch einmal mit all seiner Routine gegen die Niederlage. Er wehrte sechs Breakb\u00e4lle von Alcaraz ab und hatte beim Stand von 4:4 pl\u00f6tzlich selbst die Chancen zum Break. Doch Alcaraz behielt die Nerven und schrieb Tennis-Geschichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Melbourne (dpa) &#8211; Nachdem er Tennis-Geschichte geschrieben hatte, lie\u00df sich Carlos Alcaraz auf den hellblauen Boden in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":763670,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1843],"tags":[80520,1912,3364,29,30,8970,1209,5157,4026,4206],"class_list":["post-763669","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenster","tag-australian-open","tag-australien","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-muenster","tag-nordrhein-westfalen","tag-serbien","tag-spanien","tag-tennis"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115995621865620018","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=763669"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763669\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/763670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=763669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=763669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=763669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}