{"id":76382,"date":"2025-05-01T17:22:09","date_gmt":"2025-05-01T17:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/76382\/"},"modified":"2025-05-01T17:22:09","modified_gmt":"2025-05-01T17:22:09","slug":"zahlreiche-tote-nach-angriffen-auf-drusen-in-syrien-gemeldet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/76382\/","title":{"rendered":"Zahlreiche Tote nach Angriffen auf Drusen in Syrien gemeldet"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 01.05.2025 17:43 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Seit Tagen gibt es in Syrien Gefechte zwischen sunnitischen Milizen und Drusen. Mindestens 70 Menschen wurden dabei get\u00f6tet. Ein Anf\u00fchrer der drusischen Gemeinschaft spricht von V\u00f6lkermord.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nErneut sind in Syrien nach Angaben von Aktivisten mehrere Drusen get\u00f6tet worden. 23 Angeh\u00f6rige der religi\u00f6sen Minderheit seien in einem Hinterhalt get\u00f6tet worden, meldete die in Gro\u00dfbritannien ans\u00e4ssige Syrische Beobachtungsstelle f\u00fcr Menschenrechte. Hinter dem Angriff sollen syrische Sicherheitskr\u00e4fte und Mitglieder regierungsnaher Milizen stehen, wie es hie\u00df.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeun der Opfer seien bei dem Angriff auf der Stra\u00dfe zwischen Suweida im S\u00fcden und der Hauptstadt Damaskus sofort erschossen worden. Einige Leichen seien verbrannt worden. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten und Aktivisten vor Ort. Drusische Quellen in Suweida best\u00e4tigten der Nachrichtenagentur dpa zufolge den Angriff.<\/p>\n<p>    Bisher mehr als 70 Tote in Auseinandersetzungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit Tagen kommt es in Syrien zu t\u00f6dlichen Auseinandersetzungen. Dabei wurden an verschiedenen Orten nach Angaben der Beobachtungsstelle mindestens 73 Personen get\u00f6tet. Sunnitische Milizen lieferten sich mit drusischen Bewaffneten Gefechte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnter den Opfern sollen lokalen Politikern zufolge auch der B\u00fcrgermeister der Stadt Sahnaja und sein Sohn sein. Der Druse sei von unbekannten Angreifern erschossen worden, hie\u00df es. In Sahnaja hatte es schwere Gefechten gegeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAusl\u00f6ser war eine Tonaufnahme, in der der Prophet Mohammed beleidigt worden sein soll. Sie wurde zun\u00e4chst einem Drusen zugeschrieben. Das Innenministerium erkl\u00e4rte jedoch, die beschuldigte Person stehe nicht mit der Aufnahme in Verbindung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie erneute Gewaltwelle stellt die Regierung in Damaskus erneut auf die Probe. Sie will das Land nach Jahren des B\u00fcrgerkriegs einen. Die Gefahr weiterer Konflikte bleibt hoch. Beobachter gehen zudem davon aus, dass viele Milizen weiter auf eigene Faust handeln.<\/p>\n<p>    Drusenf\u00fchrer spricht von &#8222;V\u00f6lkermordkampagne&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEiner der geistlichen Anf\u00fchrer der Drusen in Syrien, Hikmat al-Hidschri, verurteilte die anhaltende Gewalt scharf. In einer Stellungnahme sprach er von einer &#8222;V\u00f6lkermordkampagne&#8220; und &#8222;Kriegen und Massakern als Werkzeugen des Terrors&#8220; und forderte die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen auf. Eine Regierung d\u00fcrfe ihr eigenes Volk nicht mit ideologisch motivierten Milizen bek\u00e4mpfen, betonte al-Hidschri.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Drusen sind eine religi\u00f6se Minderheit, die heute vor allem in\u00a0Syrien, im Libanon, Israel und Jordanien angesiedelt ist. Die Religionsgemeinschaft ist im 11. Jahrhundert aus dem schiitischen Islam hervorgegangen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrend der Herrschaft des gest\u00fcrzten Pr\u00e4sidenten Baschar al-Assad standen viele der etwa 700.000 Drusen in Syrien der Regierung nahe. Ein Teil von ihnen steht der neuen von Islamisten gef\u00fchrten F\u00fchrung in Damaskus kritisch gegen\u00fcber. Andere kooperieren schon mit der neuen Regierung. Diese hat wiederholt versichert, die Minderheiten im Land sch\u00fctzen zu wollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcbergangspr\u00e4sident Ahmed al-Scharaa gibt sich seit dem Sturz von Assad Anfang im Dezember durch seine islamistische HTS-Miliz betont gem\u00e4\u00dfigt. Im M\u00e4rz war es jedoch in vorwiegend von Angeh\u00f6rigen der religi\u00f6sen Minderheit der Alawiten bewohnten Regionen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/syrien-tote-assad-anhaeger-sicherheitskraefte-100.html\" title=\"Beobachtungsstelle meldet mehr als 1.000 Tote in Syrien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zu Massakern an Zivilisten<\/a> gekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.05.2025 17:43 Uhr Seit Tagen gibt es in Syrien Gefechte zwischen sunnitischen Milizen und Drusen. 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