{"id":764822,"date":"2026-02-02T00:09:11","date_gmt":"2026-02-02T00:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/764822\/"},"modified":"2026-02-02T00:09:11","modified_gmt":"2026-02-02T00:09:11","slug":"hamburger-u-bahn-angriff-taeter-wohnte-in-containerdorf-trauerblumen-gleich-mehrfach-vom-tatort-gestohlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/764822\/","title":{"rendered":"Hamburger U-Bahn-Angriff: T\u00e4ter wohnte in Containerdorf \u2013 Trauerblumen gleich mehrfach vom Tatort gestohlen"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem T\u00f6tungsdelikt an der U-Bahnstation Wandsbek-Markt in Hamburg, bei dem eine 18-j\u00e4hrige Frau get\u00f6tet wurde, wird der Hintergrund des 25-j\u00e4hrigen T\u00e4ters immer klarer. Doch das Motiv bleibt weiter unklar.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach dem T\u00f6tungsdelikt in einer Hamburger U-Bahnstation haben zwei Unbekannte niedergelegte Blumen gestohlen, die an das Geschehen erinnern sollten. Laut einer Sprecherin der Hochbahn entwendeten sie in der Nacht zu Samstag die Blumen an einem eigens eingerichteten Trauerort. Dies <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/hamburg\/nach-u-bahn-tod-in-hamburg-blumen-am-tatort-gestohlen-697dc98cc1917271faede3a1\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/regional\/hamburg\/nach-u-bahn-tod-in-hamburg-blumen-am-tatort-gestohlen-697dc98cc1917271faede3a1&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">berichtete die \u201eBild\u201c<\/a>. <\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig voneinander und mit einigem Zeitabstand h\u00e4tten \u201ezwei Personen die dort ausgelegten Blumen mitgenommen\u201c, sagte Hochbahn-Sprecherin Saskia Huhsfeldt dem \u201eHamburger Abendblatt\u201c. Auf ihren \u00dcberwachungsmonitoren h\u00e4tten Wachleute der Hochbahn den Blumendiebstahl beobachtet. Die Durchsage der Hochbahn-Leitstelle, dies zu unterlassen, h\u00e4tten beide Diebe jedoch \u201ekomplett ignoriert\u201c. M\u00f6glicherweise seien die Blumen danach sogar weggeschmissen worden, sagte Huhsfeldt dem Blatt. Eine Putzkraft soll dann die geklauten Blumen unweit der Trauerstelle in einem M\u00fclleimer entdeckt haben. Von einer Anzeige nach dem \u00fcber alle Ma\u00dfen piet\u00e4tlosen Diebstahl wisse sie nichts, so Huhsfeldt weiter.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Sonntagnachmittag war an der Station Wandsbek-Markt zu einer Mahnwache aufgerufen worden. Zahlreiche Menschen gedachten der Get\u00f6teten. Am U-Bahnhof Wandsbek Markt wurden Blumen niedergelegt und Kerzen angez\u00fcndet. Nachdem sich bereits am Nachmittag Dutzende Menschen trafen, darunter viele mit iranischen Wurzeln, waren f\u00fcr den fr\u00fchen Abend noch zwei Mahnwachen angemeldet. <\/p>\n<p>Am Donnerstagabend hatte ein Mann im Bahnhof Wandsbek-Markt die ihm mutma\u00dflich fremde Frau gepackt und sich mit ihr vor eine einfahrende U-Bahn gest\u00fcrzt. Beide starben. Die Hamburger Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines T\u00f6tungsdelikts. Die Hintergr\u00fcnde der Tat liegen weitestgehend im Dunkeln. Es soll keine Erkenntnisse geben, wonach sich Opfer und T\u00e4ter kannten. Aktuell werden die Mobiltelefone ausgewertet, um m\u00f6glicherweise doch auf eine Querverbindung zu sto\u00dfen. Der Bahnhof wird von der Linie U1 angefahren, der t\u00f6dliche Zug fuhr in Richtung Stadtmitte.<\/p>\n<p>Bei dem Opfer handelte es sich um eine 18-j\u00e4hrige Iranerin, die zuletzt in einem Frauenhaus gewohnt haben soll. Es hei\u00dft, Fatemeh D. soll vor h\u00e4uslicher Gewalt gefl\u00fcchtet sein. Nach WELT-Informationen wohnte sie zuletzt im Raum Norderstedt.<\/p>\n<p>Wie WELT berichtete, war der 25-j\u00e4hrige T\u00e4ter, der laut Polizei aus dem S\u00fcdsudan stammte, polizeibekannt. Nach Informationen von \u201eBild\u201c soll der Mann, der Ariop Moses Liok A. hei\u00dfen soll, in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Aggressions- und Gewaltdelikten aufgefallen sein. Erst zwei Tage vor der Tat soll er Polizisten angegriffen haben.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/hamburg\/suedsudanese-riss-iranerin-vor-zug-das-tote-maedchen-von-gleis-2-697e2f045e77a4473abd6f91\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/regional\/hamburg\/suedsudanese-riss-iranerin-vor-zug-das-tote-maedchen-von-gleis-2-697e2f045e77a4473abd6f91&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Laut \u201eBild\u201c<\/a> wurde er kurzzeitig festgenommen. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Widerstands und gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung ein. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt. Danach soll der Mann wieder auf freien Fu\u00df gekommen sein. A. hatte zuletzt in einer Fl\u00fcchtlingsunterkunft in Wandsbek gewohnt.<\/p>\n<p>\u201eBild\u201c zitiert aus seiner Akte der Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde. Demnach soll er \u201eaus der \u00f6lreichen Region um das Melut-Becken an der Grenze zum verfeindeten Nordsudan\u201c stammen. Seine Eltern sollen von islamistischen K\u00e4mpfern aus dem Nordsudan ermordet worden sein. Im Alter von zw\u00f6lf Jahren soll er allein und ohne Papiere in ein Fl\u00fcchtlingslager nach Kenia gefl\u00fcchtet sein. Dort sei er von Fl\u00fcchtlingshilfswerk UNHCR ausgew\u00e4hlt worden, kam 2024 durch ein humanit\u00e4res Aufnahmeprogramm nach Deutschland. Er habe sofort einen Aufnahmestatus erhalten. Als Geburtsdatum wurde der 1.1.2001 eingetragen. Ein Asylverfahren durchlief er laut Bild nicht.<\/p>\n<p>\u201eIch nehme dich mit\u201c<\/p>\n<p>Mitbewohner aus Hamburg berichteten gegen\u00fcber \u201eBild\u201c-Reportern, der Mann sei als \u201egro\u00dfer, verr\u00fcckter Afrikaner\u201c bekannt gewesen, habe oft Alkohol getrunken und sei aggressiv gewesen. Es gibt Zeugenaussagen, wonach der Mann auch am Tatabend betrunken gewesen sein soll. In einem Videobericht von \u201eFocus\u201c berichtet ein Zeuge, dass der 25-J\u00e4hrige auf die Frau zugetorkelt sein soll, sie von der Seite gepackt habe. Dann soll er gesagt haben: \u201eIch nehme dich mit.\u201c Sekunden sp\u00e4ter sei er mit ihr auf die Schienen gest\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Politische Reaktionen gab es nur wenige: \u201eWieder ein schrecklicher und sinnloser Tod einer jungen Frau inmitten des \u00f6ffentlichen Raumes. Unsere Gedanken sind bei dem Opfer, den Angeh\u00f6rigen und den betroffenen Zeugen\u201c, sagte AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann. Die Hamburger AfD-Fraktion fordert umfassende Aufkl\u00e4rung. \u201eEinmal mehr zeigt sich die von der AfD geforderte Notwendigkeit einer asylpolitischen 180-Grad-Wende. Ohne scharfe Asylpolitik ist die Freiheit der B\u00fcrger \u00fcberall und jederzeit in Gefahr\u201c, so Nockemann weiter.<\/p>\n<p>Es sei kein Einzelfall, dass Frauen immer wieder Opfer t\u00f6dlicher m\u00e4nnlicher Gewalt werden, sagte hingegen Hila Latifi, die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft. \u201eFemizide haben unterschiedliche Erscheinungsformen. Gemeinsam aber ist ihnen ein Machtverh\u00e4ltnis, in dem Frauen als verf\u00fcgbar, angreifbar und entbehrlich behandelt werden. Dabei bedeutet der \u00f6ffentliche Raum f\u00fcr viele Frauen bis heute Unsicherheit, permanente Wachsamkeit und reale Gefahr \u2013 insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Diese Erfahrung ist kein individuelles Gef\u00fchl, sondern gesellschaftliche Realit\u00e4t.\u201c <\/p>\n<p>Umso absto\u00dfender sei die Reaktion der AfD, die den Tod der jungen Frau instrumentalisiere, um rassistische Hetze zu betreiben. Fest stehe, sagte Latifi: \u201eGewalt gegen Frauen wird nicht durch Herkunft erkl\u00e4rt, sondern durch Machtverh\u00e4ltnisse, durch fehlende Pr\u00e4vention, durch gesellschaftliche Gleichg\u00fcltigkeit und politische Unt\u00e4tigkeit.\u201c<\/p>\n<p><b>Wenn Sie oder Menschen, die Sie kennen, Hilfe brauchen, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge. Unter den kostenlosen Rufnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Unterst\u00fctzung von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem T\u00f6tungsdelikt an der U-Bahnstation Wandsbek-Markt in Hamburg, bei dem eine 18-j\u00e4hrige Frau get\u00f6tet wurde, wird der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":764823,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[6149,692,13,56038,14,15,121,20656,12,10,8,9,11,20655,23876],"class_list":["post-764822","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-fengler-denis","tag-hamburg","tag-headlines","tag-mord-ks","tag-nachrichten","tag-news","tag-polizei","tag-s-bahnen","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-u-bahnen","tag-wandsbek"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115998134324460126","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/764822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=764822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/764822\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/764823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=764822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=764822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=764822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}