{"id":765202,"date":"2026-02-02T03:51:48","date_gmt":"2026-02-02T03:51:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/765202\/"},"modified":"2026-02-02T03:51:48","modified_gmt":"2026-02-02T03:51:48","slug":"meisterkonzert-im-beethovensaal-swr-symphonieorchester-und-elisabeth-leonskaja-begeistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/765202\/","title":{"rendered":"\u201eMeisterkonzert\u201c im Beethovensaal: SWR Symphonieorchester und Elisabeth Leonskaja begeistern"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"\u201eMeisterkonzert\u201c im Beethovensaal: SWR Symphonieorchester und Elisabeth Leonskaja begeistern\" title=\"\u201eMeisterkonzert\u201c im Beethovensaal: SWR Symphonieorchester und Elisabeth Leonskaja begeistern\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/media.media.ee684d0a-43d5-4cf0-9f90-205009479dc1.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDie Pianistin Elisabeth Leonskaja\u00a0Foto: Marco Borggreve\t\t\t<\/p>\n<p>Die beeindruckende Pianistin Elisabeth Leonskaja, das fabelhafte SWR Symphonieorchester und der formidable Dirigent Thomas Guggeis: Alles kommt zusammen beim Russ-\u201eMeisterkonzert\u201c.<\/p>\n<p>Welche der gro\u00dfen, stilbildenden Pianisten konzertieren noch nach dem Tod von Alfred Brendel und Maurizio Pollini? Maria Jo\u00e3o Pires hat erst k\u00fcrzlich das Ende ihrer Karriere bekannt gegeben, Daniel Barenboim ist gesundheitlich angeschlagen \u2013 so bleiben zwei Frauen, die das Erbe jeweils auf ihre Weise glanzvoll weitertragen: Martha Argerich, die nach einem zeitweisen R\u00fcckzug eine ganz erstaunliche Alterskarriere hinlegt \u2013 am 12. Februar wird sie in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> zu h\u00f6ren sein. Und Elisabeth Leonskaja. Im Sommer vergangenen Jahres hat die in Wien lebende, 80 Jahre alte Russin in Ludwigsburg einen grandiosen Schubert-Abend gespielt. Nun gab sie zusammen mit dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/SWR_Symphonieorchester\" title=\"SWR Symphonieorchester\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SWR Symphonieorchester<\/a> im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.meisterkonzert-mit-julia-hagen-vielfalt-der-romantik-so-war-das-konzert-des-london-philharmonic-orchestra.424060e7-d7a8-444e-97f1-fc2c2a66223e.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meisterkonzertreihe von Russ Klassik <\/a>eine weitere beeindruckende Demonstration ihrer Kunst.<\/p>\n<p>Die Pianistin ist keine Rivalin, sondern Partnerin des Orchesters <\/p>\n<p>Johannes Brahms\u2019 erstes Klavierkonzert d-Moll z\u00e4hlt schon lange zu ihrem Repertoire. Zusammen mit dem Philharmonia Orchestra unter Eliahu Inbal hat sie es aufgenommen, und ihre gro\u00dfe Vertrautheit mit dem Werk beweist sie auch im gut besetzten Beethovensaal. Dass ein 26-j\u00e4hriger Komponist ein Werk von solch formsprengenden Dimensionen schaffen konnte und damit die Gattung Klavierkonzert v\u00f6llig neu definiert, liegt an der komplizierten Vorgeschichte des St\u00fccks, das ja zun\u00e4chst als Sinfonie geplant war. Pianisten jedenfalls sehen sich mit einer orchestralen Dominanz konfrontiert, die manche zum Kr\u00e4ftemessen verf\u00fchren k\u00f6nnte. Nicht so Leonskaja. Ihr Zugang zu diesem Werk ist von gro\u00dfer Ernsthaftigkeit und einer inneren Gespanntheit gepr\u00e4gt, die den virtuosen Passagen alles \u00e4u\u00dferlich Auftrumpfende nimmt \u2013 die Solistin ist kein Rivale, sondern Partner des Orchesters, dessen Gedanken sie weiterspinnend kommentiert.<\/p>\n<p> Das Adagio spielt Leonskaja ber\u00fcckend kontemplativ, wie ein stilles Gebet, bei dem die Zeit fast stillzustehen scheint und die Trillerpassagen wie beim sp\u00e4ten Beethoven gen Himmel weisen. Auch im Rondofinale muss sie nichts mehr beweisen. Ihre Technik ist stupend wie eh und je, mit ungemeiner Lockerheit mei\u00dfelt sie die Oktavketten aus dem Steinway und bleibt dabei auf spektakul\u00e4re Weise unspektakul\u00e4r. Der Beifall ist riesig, schlie\u00dflich gew\u00e4hrt sie eine Zugabe: Schuberts Impromptu op. 142 No. 2 As-Dur.<\/p>\n<p>Beim SWR Symphonieorchester stimmt einfach alles <\/p>\n<p>Freilich verdankt sich der Rang dieser Interpretation nicht nur der Solistin, sondern auch dem von Thomas Guggeis fabelhaft geleiteten Orchester. 33 Jahre jung ist der Schlaks, dem \u2013 die Prophezeiung sei gewagt \u2013 eine gro\u00dfe Karriere bevorstehen d\u00fcrfte. Was er drauf hat, zeigt er nach der Pause in einer packenden Deutung von Dvo\u0159\u00e1ks siebter Sinfonie, die in solcher Stringenz und dramaturgischer Durchformung kaum einmal zu h\u00f6ren ist. Hier stimmt einfach alles: der fettfreie, schlank-elastische Klang des SWR Symphonieorchester, dessen Bl\u00e4sersolisten in Hochform sind, die Eleganz der Phrasierung, die messerscharf herausgearbeitete Rhythmik. Die Musik h\u00f6rend verstehen zu k\u00f6nnen, darf als gr\u00f6\u00dftes Kompliment f\u00fcr einen Dirigenten gelten \u2013 und das gelingt Guggeis formidabel. Der Jubel am Ende spricht ebenfalls daf\u00fcr. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Pianistin Elisabeth Leonskaja\u00a0Foto: Marco Borggreve Die beeindruckende Pianistin Elisabeth Leonskaja, das fabelhafte SWR Symphonieorchester und der formidable&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":763894,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,71232,3364,29,173785,30,1310,80,48590,14212,1441,9931],"class_list":{"0":"post-765202","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-beethovensaal","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-elisabeth-leonskaja","13":"tag-germany","14":"tag-konzert","15":"tag-kultur","16":"tag-meisterkonzert","17":"tag-russ-klassik","18":"tag-stuttgart","19":"tag-swr-symphonieorchester"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115999011260973359","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/765202","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=765202"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/765202\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/763894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=765202"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=765202"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=765202"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}