{"id":765512,"date":"2026-02-02T06:53:23","date_gmt":"2026-02-02T06:53:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/765512\/"},"modified":"2026-02-02T06:53:23","modified_gmt":"2026-02-02T06:53:23","slug":"sandy-skulpturen-und-ganz-viel-sand-neue-ausstellung-startet-in-prora","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/765512\/","title":{"rendered":"Sandy, Skulpturen und ganz viel Sand: Neue Ausstellung startet in Prora"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770015200_192_sandskulptur-114.webp.webp\" alt=\"Eine Sandskulptur in Prora zeigt das Sprichwort &quot;Elefant im Porzellanladen&quot;.\" title=\"Eine Sandskulptur in Prora zeigt das Sprichwort &quot;Elefant im Porzellanladen&quot;. | NDR, Konrad Buchwald\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Sandy, Skulpturen und ganz viel Sand: Neue Ausstellung startet in Prora (4 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 31.01.2026 11:42 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">In Prora auf R\u00fcgen wurde wieder viel &#8222;gecarvt&#8220;, also Sand geschnitzt. Denn es gibt wieder eine neue Sandskulpturenausstellung. Dieses Mal unter dem Thema &#8222;Weisheiten &amp; Spr\u00fcche&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Konrad Buchwald <\/p>\n<p class=\"\">Evangelos Stafylidis kratzt mit einem L\u00f6ffel an einem Fass aus Sand. Er arbeitet die letzten Details an seiner Schmiede heraus. Im Hintergrund h\u00e4ngen schon Zangen, Ketten, H\u00e4mmer und eine Ritterr\u00fcstung neben einem gro\u00dfen Feuer &#8211; alles aus Sand. &#8222;Die Schmiede hat mehrere Spr\u00fcche&#8220;, sagt Evangelios Stafylidis. &#8222;Einmal &#8218;Wieviel Eisen hast du im Feuer?\u2019, &#8218;Jeder ist seines Gl\u00fcckes Schmied\u2019 und &#8218;Um f\u00fcnf f\u00e4llt der Hammer\u2019. Zudem gibt es noch ein paar versteckte Botschaften. Es lohnt sich also vorbeizukommen und mal zu gucken.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Der K\u00f6lner, den alle nur Geli nennen, geh\u00f6rt in Prora zum Stamm der Skulpturenmacher: &#8222;Ich habe vor zehn Jahren die falschen Leute kennengelernt, die mir das gezeigt haben. Seitdem werde ich j\u00e4hrlich zu Projekten eingeladen, unter anderem auch in R\u00fcgen.&#8220; Insgesamt sind es in diesem Jahr 24 Carver, wie sie sich nennen. Sie kommen vor allem aus dem osteurop\u00e4ischen Raum, aber auch aus Frankreich, \u00d6sterreich und den Niederlanden. Sie wollen fast 100 Spr\u00fcche und Redewendungen zum Leben erwecken.<\/p>\n<p>    Von K\u00f6chen und Fischen<\/p>\n<p class=\"\">Zum Thema der Ausstellung macht sich Martin de Zoete, der k\u00fcnstlerische Leiter, meistens schon im M\u00e4rz Gedanken. Manchmal kommen die Ideen auch von Besuchern, sagt der Holl\u00e4nder und bei den Spr\u00fcchen geht es in viele Richtungen. So zum Beispiel &#8222;auf Tiere, auf St\u00e4dte und Berufe&#8220;, so der Skulpturen-Chef. &#8222;Viele Sprichw\u00f6rter sind nat\u00fcrlich aus einem Beruf gekommen. Das coole ist, dass es in vielen Sprachen mehr oder weniger gleiche Spr\u00fcche gibt. Meistens gibt es aber kleine Unterschiede. So versuchen wir, ein bisschen Spa\u00df und Education zu verbinden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Martin de Zoete hat sich zum Beispiel mit Spr\u00fcchen aus der K\u00fcche befasst. &#8222;Viele K\u00f6che verderben den Brei&#8220;, &#8222;Butter bei die Fische&#8220; und &#8222;Auf jeden Topf geh\u00f6rt ein Deckel.&#8220; Ein paar Meter weiter steht ein Huhn aus Sand mit einer Brille und einem Blindenstock vor ein paar sandigen Maiskolben &#8211; wieder eine angedeutete Redewendung.<\/p>\n<p>    9.000 Tonnen Sand f\u00fcr Staunen und \u00dcberraschungen<\/p>\n<p class=\"\">Wie viel Sand jeder Carver bekommt, legt der k\u00fcnstlerische Leiter fest. Und je nach Gr\u00f6\u00dfe und Details dauert es in der Regel etwa zwei bis drei Tage, bis eine Figur fertig ist, sagt Evangelios Stafylidis. &#8222;Von Grund auf haben wir erst einmal den rohen Sand, der wird in Holzschalen gepresst. Wenn wir anfangen zu schnitzen, fangen wir von oben an, mit einer kleinen Schaufel, ner runden Schaufel, eckigen Schaufel, je nach nach Gusto und beginnen dann erst mal, grobe Form auszuarbeiten. Und dann gibt es eigentlich, was Werkzeuge angeht, keine Grenzen: Gabeln, L\u00f6ffel, Buttermesser, Malspachtel.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Vom Ende der vergangenen Ausstellung bis zur Er\u00f6ffnung der neuen sind es jedes Jahr nur rund vier Wochen. Solange der Sand nicht zu dreckig ist, wird er jedes Jahr wiederverwendet. Immerhin: rund 9.000 Tonnen. Der aktuelle Sand kommt aus Zirkow &#8211; nicht vom Strand. Dieser wird schon seit mehreren Jahren in Prora benutzt, berichtet Objektleiter Tilo Lang: &#8222;Strandsand ist ein rundes Korn und w\u00fcrde immer rutschen. Man kann es nicht in die H\u00f6he bauen. Man kann das nur flach bauen und m\u00fcsste st\u00e4ndig w\u00e4ssern. Unser Sand ist Bausand mit einem kleinen Lehmanteil und einem scharfkantigen Korn.&#8220;<\/p>\n<p>    Auf der Suche nach dem Sandwurm Sandy<\/p>\n<p class=\"\">Bis zu acht Meter hoch kann der Sand in der Ausstellungshalle gestapelt werden. Der Glaspalast ist vor gut f\u00fcnf Jahren zwischen den ehemaligen Werkstatthallen gebaut worden. Fr\u00fcher wurde hier, am <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/schauplaetze\/Der-Koloss-von-Ruegen-Groessenwahn-der-Nazis-in-Prora,prora113.html\" title=\"Der &quot;Koloss&quot; von R\u00fcgen: Gr\u00f6\u00dfenwahn der Nazis in Prora\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KdF-Bad in Prora<\/a>, an Panzern und anderen Fahrzeugen geschraubt. Jetzt sorgt eine Fu\u00dfbodenheizung daf\u00fcr, dass die Temperatur nie unter sechs Grad f\u00e4llt.<\/p>\n<p class=\"\">Angefangen hatte die Sandskulpturenausstellung vor 17 Jahren in Neddesitz, sp\u00e4ter war sie in Binz zu erleben. &#8222;Die schwierigste Zeit ist eigentlich in den ersten sechs Wochen, weil der Sand immer noch sehr nass ist. Hier haben wir meistens die Bef\u00fcrchtung, dass Dinge abbrechen k\u00f6nnen, weil der Sand nat\u00fcrlich schwer ist. Ein loser Arm darf nicht frei h\u00e4ngen, der muss unterf\u00fcttert sein.&#8220; Mehr als 100.000 G\u00e4ste, so hoffen die Veranstalter, werden in diesem Jahr wieder durch die Halle laufen und sich davon \u00fcberzeugen, ob auch alles h\u00e4lt. Und sie sind auf der Suche nach Sandy, dem Sandwurm. Der ist n\u00e4mlich in vielen Kunstwerken versteckt und wer ihn findet, kann am Ende der Saison einen Preis gewinnen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/screenshot1886072.webp.webp\" alt=\"Eine Medusa aus Sand.\" title=\"Eine Medusa aus Sand. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Auf 4.000 Quadratmetern gibt es dieses Jahr 38 Skulpturen zu sehen. Martin de Zoete ist k\u00fcnstlerischer Leiter der Ausstellung.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/prora372.webp.webp\" alt=\"Sanierte Ferienimmobilien in Prora auf der Insel R\u00fcgen\" title=\"Sanierte Ferienimmobilien in Prora auf der Insel R\u00fcgen | imago\/Lars Berg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Einst von den Nazis geplant, wurden Teile der riesigen Anlage zu Ferienquartieren umgebaut. Pluspunkt: die direkte Strandlage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Sandy, Skulpturen und ganz viel Sand: Neue Ausstellung startet in Prora (4 Min) Stand: 31.01.2026 11:42 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":762758,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1775],"tags":[1793,2076,2704,61249,29,214,30,2075,1794,61248,7220,174101,215],"class_list":["post-765512","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kunst-und-design","tag-art-and-design","tag-ausstellung","tag-ausstellungen","tag-binz","tag-deutschland","tag-entertainment","tag-germany","tag-kunst","tag-kunst-und-design","tag-prora","tag-ruegen","tag-sandskulpturen","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115999723212909518","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/765512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=765512"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/765512\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/762758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=765512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=765512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=765512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}