{"id":767398,"date":"2026-02-03T00:25:14","date_gmt":"2026-02-03T00:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/767398\/"},"modified":"2026-02-03T00:25:14","modified_gmt":"2026-02-03T00:25:14","slug":"reinhold-wuerth-macht-seine-schaetze-fuer-jedermann-zugaenglich-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/767398\/","title":{"rendered":"Reinhold W\u00fcrth macht seine Sch\u00e4tze f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Beitrag erschien bereits in der Schw\u00e4bischen Zeitung. Aufgrund des gro\u00dfen Interesses ver\u00f6ffentlichen wir ihn erneut.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In der Welt der Kunst ist Reinhold W\u00fcrth eine Legende, dessen Sammelleidenschaft und Einfluss weit \u00fcber die Grenzen herk\u00f6mmlicher Galerien und Ausstellungen hinausgehen. Seine Kollektion umfasst rund 500 Jahre Kunstgeschichte \u2013 vom sp\u00e4ten Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert. Mehr als 20.000 Werke hat Reinhold W\u00fcrth (90) mittlerweile zusammengetragen. Der Horizont der Sammlung ist also weit, ihr Reichtum bestechend, ihre Komplexit\u00e4t faszinierend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770078313_376_176f20f0-a9e4-42c2-ac70-ca7a4798ef65.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Reinhold W\u00fcrth, Gr\u00fcnder der weltweit t\u00e4tigen W\u00fcrth-Gruppe. Der Konzern ist in der Herstellung von Befestigungs- und Montagetechnik t\u00e4tig.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Reinhold W\u00fcrth, Gr\u00fcnder der weltweit t\u00e4tigen W\u00fcrth-Gruppe. Der Konzern ist in der Herstellung von Befestigungs- und Montagetechnik t\u00e4tig. (Foto: Bernd Wei\u00dfbrod\/dpa)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ausgangspunkt war und ist stets W\u00fcrths subjektives Interesse. Zugleich hatte der Unternehmer und Kunstsammler schon fr\u00fch den Wunsch, \u201eseine Kunstsch\u00e4tze zu teilen, sie nicht im Depot zu verwahren, sondern in die \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckzutragen\u201c, wie Kuratorin und Kunsthistorikerin Sonja Klee im Gespr\u00e4ch mit unserer Zeitung erkl\u00e4rt. So lie\u00df er als einer der ersten Fabrikanten bereits 1991 am Hauptsitz in K\u00fcnzelsau-Gaisbach mitten im Industriegebiet das Museum W\u00fcrth als Ausstellungsforum f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Kunst bauen. Die R\u00e4umlichkeiten sind bis heute in den Verwaltungsbau integriert.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Bei allen sp\u00e4teren W\u00fcrth-Museen im S\u00fcdwesten handelt es sich um reine Ausstellungsh\u00e4user. Dazu geh\u00f6ren die Hirschwertscheuer in der Altstadt von K\u00fcnzelsau (seit 1989), die Kunsthalle W\u00fcrth (2001 er\u00f6ffnet) und die Johanniterkirche (seit 2008) in Schw\u00e4bisch Hall sowie das Museum W\u00fcrth 2 in K\u00fcnzelsau (2020), das erstmals auch einen Konferenz- und Konzertsaal besitzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770078314_746_bdc6cf91-b56a-4e57-a326-ec06707ad1c3.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Stararchitekt David Chipperfield hat das Museum W\u00fcrth 2 am Stammsitz in K\u00fcnzelsau entworfen. Zum Ausstellungsgeb\u00e4ude geh\u00f6rt auch ein Skulpturenpark.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Stararchitekt David Chipperfield hat das Museum W\u00fcrth 2 am Stammsitz in K\u00fcnzelsau entworfen. Zum Ausstellungsgeb\u00e4ude geh\u00f6rt auch ein Skulpturenpark. (Foto: Julia Schambeck\/PR)<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Doch damit nicht genug. Sukzessive sind Kunstdependancen im europ\u00e4ischen Ausland entstanden. Die erste Dependance war 1999 der Art Room W\u00fcrth im \u00f6sterreichischen B\u00f6heimkirchen bei St. P\u00f6lten. Und gleich darauf im selben Jahr noch das Kulturforum W\u00fcrth in der d\u00e4nischen Hafenstadt Kolding. Inzwischen hat das Unternehmen Kunstforen in der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Norwegen. \u201eDas j\u00fcngste Haus in Rorschach am Bodensee stammt aus dem Jahr 2013\u201c, sagt Sonja Klee.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770078314_941_a25e81ff-56c0-4b87-89be-be7be9741631.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Das Mus\u00e9e W\u00fcrth France Erstein in Frankreich in der N\u00e4he von Stra\u00dfburg hat eine Ausstellungsfl\u00e4che von 800 Quadratmetern.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Das Mus\u00e9e W\u00fcrth France Erstein in Frankreich in der N\u00e4he von Stra\u00dfburg hat eine Ausstellungsfl\u00e4che von 800 Quadratmetern. (Foto: Andi Schmid\/PR)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Diese Kunstorte sind ihren Angaben zufolge immer im Zuge einer notwendigen Erweiterung der Geb\u00e4ude entstanden; oft auch auf Wunsch der Mitarbeiter. Bis auf eine Ausnahme \u2013 das Mus\u00e9e W\u00fcrth France Erstein bei Stra\u00dfburg \u2013 sind s\u00e4mtliche Ausstellungsr\u00e4ume in die jeweiligen Verwaltungsgeb\u00e4ude integriert. Und alle Art Rooms liegen in Industriegebieten.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Im Gegensatz zu anderen Firmenniederlassungen sind es aber keine h\u00e4sslichen quadratisch-praktischen Bauten, sondern sie wurden von namhaften Architekten entworfen. Der Kunstpavillon mit Landschaftsgarten in Frankreich zum Beispiel vom Duo Ren\u00e9 Gimbert und Jacques Verg\u00e9ly, der Glaspalast in Rorschach von den Z\u00fcrcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer oder das harmonisch in einen Garten \u00fcbergehende Geb\u00e4ude im spanischen Rioja-Gebiet von Dom Arquitectura.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Sammlung W\u00fcrth wird zentral in K\u00fcnzelsau verwaltet, und hier entsteht auch das Ausstellungsprogramm sowohl f\u00fcr die deutschen H\u00e4user als auch f\u00fcr die Kunstdependancen im Ausland. Pr\u00e4sentiert werden vor allem Werke aus den eigenen Best\u00e4nden. \u201eEs ist schon etwas Besonderes, dass die Sammlung so viele Themen erm\u00f6glicht\u201c, sagt Sonja Klee. Hin und wieder kommt es zu Kooperationen mit anderen H\u00e4usern, wie etwa jetzt bei der Emil-Nolde-Schau im Museum W\u00fcrth 2 mit der Stiftung in Seeb\u00fcll.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1770078314_427_438875bb-660d-4e28-bf1f-064c66cf39a5.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Blick in die Ausstellung \u201eFrisbee! Sport &amp; Freizeit\u201c bei W\u00fcrth in Rorschach. Die Skulptur im Vordergrund stammt von der Australierin Jan Nelson.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Blick in die Ausstellung \u201eFrisbee! Sport &amp; Freizeit\u201c bei W\u00fcrth in Rorschach. Die Skulptur im Vordergrund stammt von der Australierin Jan Nelson. (Foto: Ueli Steingruber\/PR)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Meistens sind die Ausstellungen vorab in Deutschland zu sehen und gehen dann auf Wanderschaft. \u201eAber sie werden an die jeweiligen Standorte angepasst, allein schon aus r\u00e4umlichen Gr\u00fcnden.\u201c Ein Beispiel: \u201eDie Schau \u201aWasser, Wolken, Wind\u201b, die vor einigen Jahren in der Kunsthalle W\u00fcrth die Elementar- und Wetterph\u00e4nomene in den Blick nahm, wird in Spanien jetzt mit dem Fokus auf das Element Wasser pr\u00e4sentiert\u201c, so Kuratorin Klee. Die Ausstellung \u201eSport, Spa\u00df &amp; Spiel\u201c wiederum wird jetzt unter dem Titel \u201eFrisbee! Sport und Freizeit\u201c im Mus\u00e9e W\u00fcrth in Frankreich in verkleinerter Form gezeigt. Wobei der Pavillon immerhin 800 Quadratmeter umfasst.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Laufzeit ist mit ein bis zwei Jahren ungew\u00f6hnlich lang. Sonja Klee: \u201eWir haben insgesamt 15 Spielst\u00e4tten, da ist immer Bewegung, die koordiniert werden muss.\u201c Zudem habe man die Erfahrung gemacht, dass man dem Publikum etwas Zeit geben m\u00fcsse, denn die Kunstforen seien ja nicht mitten in der Stadt, sondern drau\u00dfen in den Industriegebieten.<\/p>\n<p>Das Museum als demokratischer Ort<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Ausstellungen und das Rahmenprogramm mit F\u00fchrungen oder Lesungen finden von Seiten der Besch\u00e4ftigten mal mehr, mal weniger Zuspruch. Sie locken aber auch viele Kunstfreunde von au\u00dfen an. \u201eEin Publikumsmagnet, wie etwa bei David Hockney vor zwei Jahren, \u00fcbertr\u00e4gt sich dann nat\u00fcrlich ebenso auf die Mitarbeiterschaft.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Im Jahr 2024 z\u00e4hlten die H\u00e4user der W\u00fcrth-Gruppe nach Angaben von Pressesprecherin Franziska Seibel europaweit sagenhafte 495.000 Besucherinnen und Besucher. Das mag sicher auch daran liegen, dass der Eintritt in alle Kunstforen und Museen kostenfrei ist. \u201eDas ist ein bewusstes Bekenntnis des Unternehmens zum Museum als demokratischer Ort. Also ein Ort, der f\u00fcr alle Menschen zug\u00e4nglich ist\u201c, erkl\u00e4rt Klee. Die Museen werden von der W\u00fcrth-Gruppe als Begegnungsst\u00e4tte verstanden und sollen dem unmittelbaren Dialog innerhalb der Gesellschaft dienen. Das spiegelt sich \u00fcbrigens auch in den lichtdurchfluteten, lebendigen Architekturen wider.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Pl\u00e4ne f\u00fcr einen neuen Art Room im Ausland gibt es derzeit offenbar nicht. \u201eUnser Fokus liegt im Moment verst\u00e4rkt auf der Kunstvermittlung\u201c, erz\u00e4hlt Sonja Klee. Und zwar personell, in Form von F\u00fchrungen, sowie digital. Ein Beispiel ist die W\u00fcrth Collection App, die in der Corona-Pandemie entwickelt wurde und regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert wird.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Weitere Infos auf: <strong><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.kunstkultur.wuerth.com\" rel=\"noopener\">www.kunstkultur.wuerth.com<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Beitrag erschien bereits in der Schw\u00e4bischen Zeitung. Aufgrund des gro\u00dfen Interesses ver\u00f6ffentlichen wir ihn erneut. 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