{"id":768639,"date":"2026-02-03T12:23:09","date_gmt":"2026-02-03T12:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/768639\/"},"modified":"2026-02-03T12:23:09","modified_gmt":"2026-02-03T12:23:09","slug":"leipzig-neue-handschrift-von-j-s-bach-gefunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/768639\/","title":{"rendered":"Leipzig: Neue Handschrift von J.S. Bach gefunden"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\n<a name=\"In\">In<\/a> Leipzig ist ein bisher unbekanntes Schriftst\u00fcck von <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/bach-im-film-bachfest-kultur-news-100.html\" title=\"Bachfest Leipzig: Wie Johann Sebastian Bach im Film gezeigt wird\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Johann Sebastian Bach <\/a>(1685 -1750) gefunden worden. Dabei handelt es sich um ein amtliches Schreiben, das Bach handschriftlich verfasst hat. Der Bach-Forscher Bernd Koska entdeckte das Schriftst\u00fcck bei einer Recherche im Leipziger Stadtarchiv. Der dort gefundene, bislang unbekannte Quellenbestand, umfasst auch Handschriften von Johann Christoph Gottsched und Georg Philipp Telemann.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei der Bach-Handschrift handelt es sich um ein Empfehlungsschreiben, das der Komponist 1740 f\u00fcr einen Theologiestudenten namens Gottlob Friedrich T\u00fcrsch verfasst hat. Dieser wurde sp\u00e4ter Kantor in Salzwedel. Gefunden wurde das Schreiben in einer Mappe, die zahlreiche Schreiben von Leipziger Studenten der Barockzeit enth\u00e4lt, die sich um ein Stipendium der Stadt Leipzig bewarben, darunter das \u00e4lteste erhaltene Bewerbungsschreiben Georg Philipp Telemanns. Auch Empfehlungsschreiben prominenter Leipziger wie Bach und Professoren der Universit\u00e4t liegen der Mappe bei, etwa ein Zeugnis Johann Christoph Gottscheds f\u00fcr Johann Friedrich Doles.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Diese Dokumente ver\u00e4ndern unser Bild von den institutionellen Voraussetzungen der Kirchenmusik unter Bach grundlegend.<\/p>\n<p>Peter Wollny, Bach-Archiv Leipzig <\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a name=\"Neue\">Neue <\/a>Erkenntnisse zu Bach in Leipzig<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Handschrift von Bach ist laut Peter Wollny, Direktor des <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/schenkung-kulukundis-bach-archiv-ausstellung-kultur-news-100.html\" title=\"Bach-Archiv pr\u00e4sentiert 10-Millionen-Schenkung der Sammlung Kulukundis in Ausstellung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bach-Archivs Leipzig<\/a>, f\u00fcr die Wissenschaft von immenser Bedeutung. Denn sie gebe neue Einblicke in Bachs musikalische Arbeit an der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/orgel-marathon-konzert-gravity-bach-kultur-news-104.html\" title=\"Thomaskirche Leipzig: Organist spielte am Reformationstag 22 Stunden Bach\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Thomaskirche<\/a>, die, das sei nun bewiesen, nicht nur auf zwei, sondern auf drei S\u00e4ulen ruhe. &#8222;Wenn man an Kantaten-Auff\u00fchrungen oder Auff\u00fchrungen der Passionen denkt, darf man nicht nur an die Thomana und Stadtpfeifer denken, sondern als dritte Gruppe kommen noch Studenten f\u00fcr Bassstimmen hinzu&#8220;, sagt Wollny. So werde auf einmal plausibel, wie gr\u00f6\u00dferen St\u00fccke, etwa die Matth\u00e4uspassionen, funktioniert haben.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Diese Dokumente ver\u00e4ndern unser Bild von den institutionellen Voraussetzungen der Kirchenmusik unter Bach grundlegend: Was sich hier zeigt, ist Kulturf\u00f6rderung mit langfristiger Wirkung \u2013 ein Prinzip, das Leipzig seit Jahrhunderten pr\u00e4gt&#8220;, so Wollny.\n<\/p>\n<p><a name=\"Quellenbestand\">Quellenbestand<\/a> im Bach-Archiv war bekannt<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Empfehlungsschreiben von Bach f\u00fcr den Studenten T\u00fcrsch hat der Bach-Forscher Bernd Koska bei einer Recherche im Rahmen des Projekts &#8222;Forschungsportal Bach&#8220; der S\u00e4chsischen Akademie der Wissenschaften zu <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/ausflug-tipps\/leipzig-in-einem-tag-sehenswuerdigkeiten-102.html\" title=\"Leipzig: Tipps f\u00fcr einen unvergesslichen Tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leipzig<\/a> gefunden. Koska betont: &#8222;An sich war dieser Quellenbestand der Stiftungsakten schon immer bekannt, verzeichnet und auch zug\u00e4nglich. Er hat halt bisher einfach keinen so richtig interessiert.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Bach-Forschungsprojekt sucht gezielt in allen Archiven und Bibliotheken im Osten Deutschlands nach handschriftlichen Zeugnissen der gesamten Musikerfamilie Bach und macht sie \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich. Es ist also gut m\u00f6glich, dass in den kommenden Jahren noch weitere, bislang nicht bekannte Handschriften von Johann Sebastian Bach ans Licht kommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Leipzig ist ein bisher unbekanntes Schriftst\u00fcck von Johann Sebastian Bach (1685 -1750) gefunden worden. 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