{"id":768749,"date":"2026-02-03T13:23:13","date_gmt":"2026-02-03T13:23:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/768749\/"},"modified":"2026-02-03T13:23:13","modified_gmt":"2026-02-03T13:23:13","slug":"annika-von-mutius-ueber-europas-staerken-im-tech-bereich-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/768749\/","title":{"rendered":"Annika von Mutius \u00fcber Europas St\u00e4rken im Tech-Bereich &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Annika von Mutius hat es schon mal geschafft. Sie hat im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Silicon_Valley\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silicon Valley<\/a> gearbeitet, dem wohl ber\u00fcchtigtsten Ort der Tech-Szene. Dort war sie Produktchefin bei der Robotikfirma \u201eMultiply Labs\u201c. Mit Mitte 20 war sie dort, und man k\u00f6nnte meinen: Dann ist sie verr\u00fcckt geworden. Dann n\u00e4mlich, im Jahr 2022, zog sie zur\u00fcck nach Deutschland und gr\u00fcndete ein Tech-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Start-up\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Start-up<\/a> in Berlin. Es hei\u00dft \u201eEmpion\u201c und hilft Personalabteilungen mit k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) bei der Bewerbersuche.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Heute ist Mutius 32, hat um die 50 Mitarbeiter und ber\u00e4t Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), wenn es um die Interessen des Mittelstandes geht. Eines ihrer Hauptanliegen: dass <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> weniger abh\u00e4ngig von den USA und China wird, wenn es um moderne Software, Clouds oder KI geht. Aber worauf kommt es dabei wirklich an? Und was l\u00e4sst Mutius so sehr an Europa glauben, dass sie aus dem Silicon Valley zur\u00fcckgekehrt ist?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/wirtschaft\/usa-trump-musk-zuckerberg-altman-thiel-oligarchen-e677253\/\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;das_jahr_der_tech_oligarchen&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;technologi&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e677253&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedeprojekteartikelwirtschaftusa-trump-musk-zuckerberg-altman-thiel-oligarchen-e677253\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/82b4fc0b-e21d-406d-8edd-ae9b2bcd981c.webp.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>USA<\/p>\n<p>:Das Jahr der Tech-Oligarchen<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Musk, Thiel, Zuckerberg: Das Silicon Valley ist voll auf Maga-Kurs. Hat sich der Rechtsruck ausgezahlt? Eine Bilanz nach einem Jahr Donald Trump.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Simon Berlin und Jannis Br\u00fchl<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDie gr\u00f6\u00dfte Frage sollte nicht sein, wo wir schlechter sind als andere L\u00e4nder\u201c, sagte Mutius bei den \u201e<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Munich_Economic_Debates\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Munich Economic Debates<\/a>\u201c, einer Veranstaltungsreihe des Ifo-Instituts und der\u00a0S\u00fcddeutschen Zeitung. \u201eDie wesentliche Frage sollte sein: Wo liegen unsere Kernkompetenzen?\u201c Mutius sieht drei gro\u00dfe St\u00e4rken in Europa\u00a0\u2013 auf die m\u00fcsse aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Der etablierte Arbeitsmarkt ist eine gro\u00dfe St\u00e4rke<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die erste St\u00e4rke sei der Arbeitsmarkt. Der sei weitgehend stabil und viel weniger Schwankungen unterlegen als zum Beispiel jener in den USA. Zudem sei unter den Besch\u00e4ftigten mehr Expertenwissen vorhanden als in jeder KI. Ihr Vater zum Beispiel habe eine klassische Metallverarbeitungsfirma gehabt. \u201eIch habe technologisch mehr gelernt von ihm als er von mir\u201c, sagt Mutius.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die zweite St\u00e4rke sieht sie in der Bildung selbst. \u201eWir haben ganz viel tolle Forschung in Europa.\u201c Die Idee f\u00fcr ihre Firma sei aus ihrer Doktorarbeit entstanden. Als sie sich entschied, basierend darauf das Start-up in Deutschland zu gr\u00fcnden, erhielt sie daf\u00fcr sogar ein Stipendium. Blo\u00df: Oft gebe es einen \u201eMissmatch\u201c zwischen gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften, die keinen Job finden, und Arbeitgebern, die unter Fachkr\u00e4ftemangel leiden. Die Bildung passe nicht mehr zu den Berufen. Das m\u00fcsse dringend angepasst werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fachkraeftemangel-arbeitslosigkeit-deutschland-li.3344788\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;alle_suchen_keiner_findet&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;arbeit&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3344788&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedewirtschaftfachkraeftemangel-arbeitslosigkeit-deutschland-li3344788\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/c037fc67-2c76-45b1-b286-f73c34a918a6.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Jobs f\u00fcr junge Akademiker<\/p>\n<p>:Alle suchen, keiner findet<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Master-Abschluss mit Note 1,3 \u2013 und trotzdem keine Stelle. W\u00e4hrend Luisa Neumann eine Bewerbung nach der anderen schreibt, findet Ingenieur Thomas Nu\u00dfbaum keine Nachwuchskr\u00e4fte. Wie passt das zusammen? Eine Spurensuche.<\/p>\n<p>Von Anna Lea Jakobs und Sebastian Strau\u00df<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Als dritte St\u00e4rke sieht sie die M\u00f6glichkeit, auf einem Schatz an europ\u00e4ischen Daten aufzubauen. Zur Veranschaulichung nennt sie ein praktisches Beispiel: K\u00fcrzlich sei sie in der Ukraine gewesen. So schrecklich es dort auch gewesen sei, durch den Druck und den direkten Einsatz sei die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Innovation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Innovation<\/a> etwa bei Drohnen enorm. \u00c4hnlich lie\u00dfe sich das auf andere Bereiche in Europa \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Es gibt \u00fcberall Abh\u00e4ngigkeiten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn Europa auf diese drei St\u00e4rken setzt, sieht Mutius gutes Potenzial f\u00fcr weniger Abh\u00e4ngigkeit. Nun ist Abh\u00e4ngigkeit aber eine ziemlich verzwickte Sache: Man kann sie nicht einfach von heute auf morgen loswerden. Auch bei Mutius&#8216; Software liegen viele Daten in amerikanischen Clouds. Ihre KI basiert zu Teilen auf amerikanischen Sprachmodellen. Und auch, um \u00fcberhaupt Bewerber zu finden, ist Mutius auf Plattformen wie Instagram, Tiktok oder Linkedin angewiesen. Die kommen aus den USA oder China.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eF\u00fcr alles auf der Welt gibt es irgendwelche Abh\u00e4ngigkeiten\u201c, sagte Clemens Fuest, Pr\u00e4sident des ifo-Instituts, im Gespr\u00e4ch mit Mutius. \u201eWir m\u00fcssen schauen, wo die Autonomit\u00e4t uns am wichtigsten ist, und dann eine Strategie entwickeln, womit wir anfangen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Womit also anfangen? Wenn es nach Mutius geht, w\u00e4re der wichtigste Schritt, weniger zu regulieren. Den AI-Act, der in der Europ\u00e4ischen Union\u00a0die Nutzung von KI gesetzlich regelt, findet sie \u201ewirklich nicht sch\u00f6n\u201c. Die Datenschutzgrundverordnung bereite ebenfalls H\u00fcrden. Und auch den K\u00fcndigungsschutz w\u00fcrde sie gern auflockern, zumindest bei Besserverdienenden. Dann h\u00e4tten es Start-ups leichter, wirklich gro\u00df zu werden\u00a0\u2013 und k\u00e4men auch eher nach Europa.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/davos-philippe-aghion-innovation-europa-li.3373968\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;wir_sind_zu_bequem_geworden&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;wirtschaftspolitik&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3373968&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedewirtschaftdavos-philippe-aghion-innovation-europa-li3373968\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/f21a3d1b-c0b6-46f1-b88d-4fb4bbdfa217.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger Philippe Aghion<\/p>\n<p>:\u201eWir sind zu bequem geworden\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Was kann Europa tun, um seinen Platz in der Welt zu verteidigen? Ein Gespr\u00e4ch mit dem Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger Philippe Aghion \u00fcber sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung, seinen Hausaufgaben-Helfer Karl Lagerfeld und weshalb Europa nicht vor Trump buckeln darf.<\/p>\n<p>SZ PlusInterview von Alexander M\u00fchlauer und Judith Wittwer<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Tats\u00e4chlich, sagt Fuest, habe Europa fr\u00fch die Risiken von KI in den Vordergrund gestellt. \u201eAndere L\u00e4nder sind etwas entspannter. Man k\u00f6nnte aber auch sagen: leichtsinniger.\u201c Trotzdem ist auch der \u00d6konom daf\u00fcr, mal weniger Regulatorik zu wagen, zumindest als Experiment. Wie w\u00e4re es zum Beispiel, fragt er, einfach mal in Hessen den AI-Act aufzulockern? Vielleicht w\u00fcrde das gar nicht so viel schaden. \u201eAber das ist so gar nicht unsere Mentalit\u00e4t.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Annika von Mutius hat es schon mal geschafft. 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