{"id":770,"date":"2025-03-31T21:18:12","date_gmt":"2025-03-31T21:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/770\/"},"modified":"2025-03-31T21:18:12","modified_gmt":"2025-03-31T21:18:12","slug":"folgen-das-ganze-jahr-spuerbar-maerz-war-extrem-trocken-deutschlands-natur-leidet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/770\/","title":{"rendered":"Folgen das ganze Jahr sp\u00fcrbar: M\u00e4rz war extrem trocken &#8211; Deutschlands Natur leidet"},"content":{"rendered":"<p>                    Folgen das ganze Jahr sp\u00fcrbar<br \/>\n                M\u00e4rz war extrem trocken &#8211; Deutschlands Natur leidet<\/p>\n<p>\t\t\t\t              31.03.2025, 16:40 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Zu warm, zu trocken: Wie schon der Februar gl\u00e4nzt auch der M\u00e4rz mit ungew\u00f6hnlich sonnigem Wetter &#8211; zum Nachteil der Natur. Denn im Fr\u00fchjahr soll die Vegetation erwachen. Doch der Boden ist seit Wochen viel zu trocken. F\u00fcr Pflanzen und Tiere wird das das ganze Jahr lang Folgen haben.<\/strong><\/p>\n<p>Pflanzen und Tiere leiden in Deutschland zunehmend unter der anhaltenden Trockenheit. Dieser M\u00e4rz sei \u00e4u\u00dferst trocken gewesen, einer der trockensten seit Messbeginn im Jahr 1881, hie\u00df es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/fachnutzer\/landwirtschaft\/5_bofeuview\/_node.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Die Bodenfeuchte lag demnach<\/a> in den oberen Schichten besonders im Norden gebietsweise bis zu 20 Prozent unter den langj\u00e4hrigen Minimalwerten. Zudem sei es verbreitet deutlich zu mild gewesen. Die Waldbrandgefahr sei bereits fr\u00fch im Jahr deutlich angestiegen. Auch in den kommenden Tagen setzt sich das \u00fcberwiegend trockene Hochdruckwetter nach DWD-Prognose fort.<\/p>\n<p>&#8222;Ma\u00dfgeblich verantwortlich f\u00fcr die niederschlagsarme und sonnenscheinreiche Witterung waren ausgepr\u00e4gte Hochdruckwetterlagen&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/presse\/pressemitteilungen\/DE\/2025\/20250331_pm_maerz_news.html?nn=495078\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">hie\u00df es vom DWD nach ersten Auswertungen der M\u00e4rz-Daten<\/a>. Das Temperaturmittel lag demnach bei 6,1 Grad Celsius und damit um 2,6 Grad \u00fcber dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990.<\/p>\n<p>Boden trocknet aus<\/p>\n<p>Auch schon der Februar sei in fast ganz Deutschland mit Schwerpunkt in der Nordh\u00e4lfte weitaus niederschlags\u00e4rmer als normal gewesen, erkl\u00e4rte DWD-Experte Andreas Br\u00f6mser. Die trockene Witterung habe die Feuchte der oberen Bodenschichten verbreitet deutlich unter die f\u00fcr die Jahreszeit \u00fcblichen Werte sinken lassen.<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.ufz.de\/index.php?de=37937\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcrremonitor des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Umweltforschung (UFZ)<\/a> zeigt f\u00fcr den Oberboden &#8211; die oberen 25 Zentimeter &#8211; seit Anfang M\u00e4rz zunehmende Trockenheit. Betroffen sind vor allem der Norden Deutschlands, Niedersachsen sowie gro\u00dfe Teile NRWs.<\/p>\n<p>Fatal ist das, weil gerade die erwachende Vegetation im Fr\u00fchjahr einen hohen Wasserbedarf hat &#8211; bei h\u00f6heren Temperaturen, bei denen \u00fcber die Bl\u00e4tter mehr Wasser verdunstet, noch einmal mehr. &#8222;Die mittlere Entwicklung der Natur verfr\u00fcht sich durch die h\u00f6heren Temperaturen, womit die Pflanzen auch fr\u00fcher im Jahr dem Boden Wasser entziehen&#8220;, erkl\u00e4rte Br\u00f6mser zum Einfluss des Klimawandels. &#8222;Damit nimmt die H\u00e4ufigkeit von Trockenstress bei den Pflanzen zu.&#8220;<\/p>\n<p>Feuchte in der oberen Bodenschicht ist vor allem f\u00fcr flach wurzelnde oder neu keimende Pflanzen wichtig &#8211; in der Natur ebenso wie in der Landwirtschaft, wo in den vergangenen Wochen zum Beispiel Sommergetreide und Zuckerr\u00fcben ges\u00e4t wurden.<\/p>\n<p> Gibt auch Profiteure im Tierreich<\/p>\n<p>Auch Tieren macht eine Fr\u00fchjahrsd\u00fcrre schwer &#8211; und vor allem nachhaltig &#8211; zu schaffen. Mangelnder Niederschlag im Fr\u00fchjahr ist insbesondere f\u00fcr Insekten ein Problem, wie Markus Pfenninger von der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t in Mainz erkl\u00e4rte. Stark betroffen seien auch davon abh\u00e4ngige Arten wie viele Singv\u00f6gel mit ihren Bruten.<\/p>\n<p>Ein schlechter Start wirke sich unabh\u00e4ngig von der Entwicklung des Wetters in den kommenden Monaten weiter aus: &#8222;Je weniger Individuen in den ersten Generationen des Jahres \u00fcberleben, desto kleiner bleibt die Gesamtpopulation \u00fcbers Jahr gesehen &#8211; einfach weil es die Individuen nicht gibt, die sich fortpflanzen k\u00f6nnten, selbst wenn sich die Bedingungen sp\u00e4ter im Jahr wieder verbessern.&#8220;<\/p>\n<p>Als Profiteur trockener Fr\u00fchlingstage gilt der Feldhase, urspr\u00fcnglich ein Steppenbewohner. Der Fr\u00fchling ist die wichtige Geburtenzeit &#8211; und es \u00fcberleben mehr Jungtiere, wenn es dann warm und trocken ist. Eine sch\u00fctzende H\u00f6hle haben Feldhasen anders als Kaninchen nicht. In D\u00fcrrephasen mangele es allerdings auch Hasen an Futter, so Pfenninger.<\/p>\n<p>Fr\u00fchjahrstrockenheit gibt es h\u00e4ufiger<\/p>\n<p>In Deutschland gibt es anhaltende D\u00fcrren im Zuge des Klimawandels nicht nur im Sommer h\u00e4ufiger, sondern auch als Fr\u00fchjahrstrockenheit. &#8222;Infolge des Klimawandels besteht mit steigenden Temperaturen und damit steigender Verdunstung ein Trend zu zunehmender Fr\u00fchjahrstrockenheit&#8220;, erkl\u00e4rte Br\u00f6mser.<\/p>\n<p>Diesmal war auch schon der Winter 2024\/25 deutlich zu trocken. Es fielen laut DWD mit rund 155 Litern pro Quadratmeter nur etwa 86 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990. F\u00fcr Meteorologen geht der Winter vom 1. Dezember bis zum 28. Februar.<\/p>\n<\/p>\n<p>&#8222;In manchen Jahren kann der Fr\u00fchling aber auch weiterhin recht nass verlaufen, wie es die vergangenen beiden Jahre gerade erst gezeigt haben&#8220;, so Br\u00f6mser. Der Winter 2023\/2024 war nach DWD-Angaben einer der nassesten seit 1881 &#8211; und so war es auch erst mal weitergegangen: Im Fr\u00fchjahr 2024 fielen nach DWD-Sch\u00e4tzung im deutschlandweiten Mittel rund 235 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. In der Referenzperiode 1961 bis 1990 waren es 186 Liter pro Quadratmeter.<\/p>\n<p>Ein L\u00e4cheln d\u00fcrfte der M\u00e4rz vielen Photovoltaikanlagenbesitzern ins Gesicht gezaubert haben. 199 Stunden Sonne habe er im Mittel gebracht, hie\u00df es vom DWD. &#8222;So viele Sonnenstunden sind statistisch normalerweise nur in den Sommermonaten zu erwarten.&#8220; Der Referenzwert liege bei 111 Stunden (Periode 1961 bis 1990). &#8222;Es ist allgemein zu erkennen, dass in den letzten zwei Jahrzehnten der M\u00e4rz fl\u00e4chendeckend immer sonniger wurde.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Folgen das ganze Jahr sp\u00fcrbar M\u00e4rz war extrem trocken &#8211; Deutschlands Natur leidet 31.03.2025, 16:40 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":771,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[752,950,29,949,951,30,13,952,14,953,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-770","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bildung","9":"tag-deutscher-wetterdienst","10":"tag-deutschland","11":"tag-duerre","12":"tag-erderwaermung","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-klimawandel","16":"tag-nachrichten","17":"tag-naturschutz","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=770"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}