{"id":7704,"date":"2025-04-04T12:59:13","date_gmt":"2025-04-04T12:59:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/7704\/"},"modified":"2025-04-04T12:59:13","modified_gmt":"2025-04-04T12:59:13","slug":"atommuell-behaelter-erreichen-zwischenlager-in-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/7704\/","title":{"rendered":"Atomm\u00fcll-Beh\u00e4lter erreichen Zwischenlager in Bayern"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 04.04.2025 09:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>20 Stunden lang war der Zug mit hochradioaktiven M\u00fcll quer durch Deutschland unterwegs. Jetzt werden die Beh\u00e4lter ins Zwischenlager an der Isar verr\u00e4umt. Das zentrale Problem bleibt: Wohin mit dem Abfall nach der Zwischenl\u00f6sung? <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Castor-Transport mit radioaktivem Atomabfall ist am Donnerstagabend im Zwischenlager Isar in Niederaichbach angekommen. Nach seinem Start im nieders\u00e4chsischen Nordenham brachte der Zug in 20 Stunden mehr als 900 Kilometer hinter sich &#8211; und konnte sein Ziel ohne Zwischenf\u00e4lle erreichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Atomm\u00fcll in den sieben Castor-Beh\u00e4ltern kam aus Gro\u00dfbritannien &#8211; ist aber urspr\u00fcnglich Abfall aus deutschen Atomkraftwerken. Sie wurden in England aufgearbeitet. Die Bundesrepublik ist zur R\u00fccknahme der Abf\u00e4lle v\u00f6lkerrechtlich verpflichtet. In der Aufarbeitungsanlage Sellafield stehen nun noch sieben Beh\u00e4lter mit deutschem Atomm\u00fcll, sie sollen in Brokdorf in Schleswig-Holstein zwischengelagert werden.<\/p>\n<p>    Atomausstieg verkleinerte Protestbewegung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Zeit der Anti-Atom-Bewegung waren Castor-Transporte ein heikles Unterfangen, das Gro\u00dfeins\u00e4tze der Polizei erforderlich machte: Massenproteste und St\u00f6rungen entlang der Strecke lie\u00dfen meist nur Schritttempo zu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas \u00e4nderte sich mit dem deutschen Atomausstieg. Die Fahrt sei st\u00f6rungsfrei verlaufen, teilten auch die Sprecher der Gesellschaft f\u00fcr Nuklear-Service (GNS) und der Polizei mit. Entlang der Strecke veranstalteten Atomkraft-Gegner Kundgebungen und Mahnwachen, zumeist in kleinen Gruppen. Im Vergleich zu fr\u00fcheren Jahren war das eher ein stiller Protest.<\/p>\n<p>    Protest richtet sich nicht gegen R\u00fccknahme<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie kleinen Protestgruppen betonten: Ihre Kundgebungen richteten sich nicht gegen die R\u00fccknahme des Atomm\u00fclls. Vielmehr seien die Proteste &#8211; fr\u00fcher wie heute &#8211; &#8222;Ausdruck der Ablehnung der Atomkraft als solcher&#8220;, sagte Helge Bauer, Sprecher des Vereins &#8222;.ausgestrahlt&#8220;. Nach dem deutschen Atomausstieg sei die ehemals gro\u00dfe Bewegung aber kleiner geworden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer bayrische Landesbeauftragte des BUND Naturschutz, Martin Geilhufe, warnte dennoch: Einige Politiker, vor allem Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der, w\u00fcrden versuchen, &#8222;die Atomkraft wieder salonf\u00e4hig zu machen&#8220;.<\/p>\n<p>    Polizeiaufgebot am Zielbahnhof<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin gro\u00dfes Polizeiaufgebot gab es am Zielbahnhof W\u00f6rth an der Isar trotzdem: Schaulustige begleiteten auf den letzten Kilometern die Ankunft des Transports. Mehrere Tausend Polizisten sorgten auf Wiesen und Feldern daf\u00fcr, dass sich niemand dem Zug n\u00e4herte. Auch die Reiterstaffel war im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bahnhof war abgeriegelt, dort wurden die Personenwaggons abgekoppelt, in denen Polizeibeamte die Fahrt begleitet hatten.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Polizisten sicherten den Castor-Transport.\n                    <\/p>\n<p>    Was kommt nach dem Zwischenlager?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Anti-Atom-Bewegung schrumpfte zwar. Aber die zentrale Frage bleibe, so Geilhufe: &#8222;Wohin mit dem strahlenden M\u00fcll?&#8220; Die Verantwortung ende nicht mit dem Atomausstieg. Ein Endlager ist noch nicht gefunden, der M\u00fcll wird aktuell nur in Zwischenlager wie an der Isar gefahren. Ein Greenpeace-Sprecher sprach von unn\u00f6tigem Herumfahren von Atomm\u00fcll, jede Fahrt sei gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>    Zwischenlager l\u00e4nger in Betrieb als geplant<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Landtags-Gr\u00fcnen, \u00d6DP, der Bund Naturschutz und weitere Gruppen kritisierten die Unterbringung der Beh\u00e4lter in Zwischenlagern insbesondere deshalb, weil die wegen der Endlagersuche l\u00e4nger betrieben werden m\u00fcssten als geplant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Gr\u00fcnen forderten die bayerische Staatsregierung auf, sich mit allen Mitteln f\u00fcr mehr Sicherheit f\u00fcr die Castorhallen einzusetzen und die Endlagersuche voranzutreiben. &#8222;Denn die Zwischenlager, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr nur 40 Jahre geplant und genehmigt wurden, werden wohl mindestens 80 bis 100 Jahre oder noch l\u00e4nger gebraucht werden&#8220;, sagte der energiepolitische Sprecher Martin St\u00fcmpfig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.04.2025 09:06 Uhr 20 Stunden lang war der Zug mit hochradioaktiven M\u00fcll quer durch Deutschland unterwegs. 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