{"id":770812,"date":"2026-02-04T08:43:15","date_gmt":"2026-02-04T08:43:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/770812\/"},"modified":"2026-02-04T08:43:15","modified_gmt":"2026-02-04T08:43:15","slug":"verbrauch-stagniert-deutsche-essen-weniger-obst-und-gemuese-als-vor-vier-jahren-lebensmittelpraxis-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/770812\/","title":{"rendered":"Verbrauch stagniert &#8211; Deutsche essen weniger Obst und Gem\u00fcse als vor vier Jahren \u2013 Lebensmittelpraxis.de"},"content":{"rendered":"<p>                Beitrag teilen<\/p>\n<p>Der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst lag 2024 bei 47 Kilogramm, zwei Kilogramm weniger als 2021. Die Deutschen geben pro Tag nur 73 Cent f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse aus. Das berichtet die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft.<\/p>\n<p>\n                                            Mittwoch, 04. Februar 2026, 09:36 Uhr\n                                    <\/p>\n<p>\n                    Theresa Kalmer (mit dpa)                <\/p>\n<p>                      Nur etwa f\u00fcnf Euro geben Verbraucher pro Woche f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse aus. An zu hohen Preisen liege das nicht, sagt der Fruchthandelsverband. Woran dann?                    <\/p>\n<p>                      Bildquelle: Getty Images\n                            <\/p>\n<p>Die Nachfrage nach Obst und Gem\u00fcse in Deutschland erholt sich nur langsam. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst lag im vergangenen Jahr bei etwa 47 Kilogramm, wie aus Daten der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Das war knapp ein Kilogramm mehr als in den drei Jahren zuvor, aber zwei Kilogramm weniger als noch 2021. Bei Gem\u00fcse waren es rund 44 Kilogramm pro Kopf. Zum Vergleich: 2024 verzehrten die Deutschen nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums pro Kopf rund 54 Kilogramm Fleisch.<\/p>\n<p>Unklare Gr\u00fcnde f\u00fcr stagnierende Nachfrage<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die stagnierende Nachfrage seien schwer nachzuvollziehen, sagte Andreas Br\u00fcgger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Fruchthandelsverbands, der Deutschen Presse-Agentur. \u201eEs liegt sicherlich mit daran, dass die privaten Haushalte weniger kochen als das fr\u00fcher der Fall war\u201c, vermutete er. An zu hohen Preisen liege die Entwicklung nicht. Verbraucher zahlten im vergangenen Jahr \u00fcber alle Gem\u00fcsesorten hinweg etwa 1 Prozent weniger als im Vorjahr, wie Michael Koch, Bereichsleiter f\u00fcr Gartenbau bei der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft, mitteilte. Bei Obst waren es hingegen 2 Prozent mehr.<\/p>\n<p>Br\u00fcgger: Mehrwertsteuer-Wegfall ohne Effekt<\/p>\n<p>Im Schnitt gaben Verbraucher im vergangenen Jahr pro Woche und Kopf lediglich rund 5,12 Euro f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse aus, betonte Br\u00fcgger. \u201eDas sind am Tag 73 Cent\u201c, zitierte die Agentur den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer in der Mitteilung. \u00dcberlegungen, etwa \u00fcber eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Obst und Gem\u00fcse die Nachfrage anzukurbeln, h\u00e4lt er f\u00fcr wenig zielf\u00fchrend. Die Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 7 Prozent f\u00fcr diese Produkte. Sollte sie ganz wegfallen und der Lebensmitteleinzelhandel diese Verg\u00fcnstigung vollst\u00e4ndig an die Kunden weitergeben, l\u00e4ge die Ersparnis pro Person bei maximal 35 Cent pro Woche. \u201eDaf\u00fcr kaufen sie doch nicht pl\u00f6tzlich f\u00fcnf Bananen, wenn sie sonst immer vier kaufen. Das h\u00e4tte keinen Effekt\u201c, betonte Br\u00fcgger.<\/p>\n<p>Fruit Logistica startet heute in Berlin<\/p>\n<p>Die Nachfrage d\u00fcrfte auch Thema auf der Fachmesse Fruit Logistica in Berlin sein. Von Mittwoch bis Freitag werden rund 2.600 Aussteller aus 90 L\u00e4ndern erwartet. Die Messe f\u00fcr den globalen Fruchthandel \u00f6ffnet ihre Tore traditionell etwa zwei Wochen nach der Agrarmesse Gr\u00fcne Woche. Verbraucher k\u00f6nnen die Veranstaltung allerdings nicht besuchen. Denn sie ist nur dem Branchenpublikum vorbehalten.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des Messestarts forderte Br\u00fcgger mehr Aufmerksamkeit von der Bundespolitik. Unter Agrarminister Alois Rainer von der CSU habe sich die Kommunikation zwischen Bund und Wirtschaft zwar verbessert. Aber: \u201eBei dem Minister liegen die Schwerpunkte Heimat und Fleisch im Fokus. Er sollte auch mehr auf frisches Obst und Gem\u00fcse schauen.\u201c<\/p>\n<p>Warnung vor Kriminellen in den H\u00e4fen<\/p>\n<p>Deutschland importiert rund 80 Prozent des Obstes und 60 Prozent des Gem\u00fcses. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sorgt sich deshalb auch um die Sicherheitslage in den H\u00e4fen. Insbesondere Bananentransporte w\u00fcrden genutzt, um Kokain aus Lateinamerika ins Land zu schmuggeln. Dabei bedrohten kriminelle Organisationen bei der Einfuhr der illegalen Ware auch in Deutschland Hafenarbeiter, Lastwagenfahrer oder Logistiker. \u201eWir reden \u00fcber Milliardenums\u00e4tze, die da gemacht werden. Die Menschen haben Angst, zur Arbeit zu gehen. Die Politik muss f\u00fcr mehr Sicherheit sorgen\u201c, sagte Br\u00fcgger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beitrag teilen Der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst lag 2024 bei 47 Kilogramm, zwei Kilogramm weniger als 2021. 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