{"id":772592,"date":"2026-02-05T00:56:21","date_gmt":"2026-02-05T00:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/772592\/"},"modified":"2026-02-05T00:56:21","modified_gmt":"2026-02-05T00:56:21","slug":"liefertrend-erreicht-die-region-zustello-bringt-erstmals-warmes-essen-per-klick-nach-donaueschingen-donaueschingen-umgebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/772592\/","title":{"rendered":"Liefertrend erreicht die Region: Zustello bringt erstmals warmes Essen per Klick nach Donaueschingen &#8211; Donaueschingen &#038; Umgebung"},"content":{"rendered":"<p>Der Regen prasselt gegen die Fensterscheiben, die Heizung l\u00e4uft, der Hunger meldet sich. Wer in solchen Momenten keine Lust mehr hat, das Haus zu verlassen, greift vielerorts ganz selbstverst\u00e4ndlich zum Smartphone. Wenige Klicks, kurze Wartezeit \u2013 wenig sp\u00e4ter steht warmes <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Essen\" title=\"Essen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Essen<\/a> vor der T\u00fcr.<\/p>\n<p>In Gro\u00dfst\u00e4dten und im Ausland ist das l\u00e4ngst Alltag. In <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Donaueschingen\" title=\"Donaueschingen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donaueschingen<\/a> hingegen blieb diese Form der Bequemlichkeit lange eine L\u00fccke \u2013 bis Milot Kornell und Brandon Fernandez beschlossen, sie zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Eigene Erfahrungen f\u00fchren zur Idee <\/p>\n<p>Mit Zustello haben die beiden einen regionalen <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Lieferservice\" title=\"Lieferservice\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lieferservice<\/a> aufgebaut, der Restaurants b\u00fcndelt und Essen in Donaueschingen, im St\u00e4dtedreieck sowie in umliegende Orte bringt. \u201eIn Gro\u00dfst\u00e4dten denkt man dar\u00fcber gar nicht nach\u201c, sagt Brandon Fernandez. \u201eEssen bestellen geh\u00f6rt dort einfach dazu.\u201c<\/p>\n<p>Als er in die Region zog, sei ihm schnell aufgefallen, dass genau dieses Angebot fehlte. Der geb\u00fcrtige Hamburger kam aus einem pers\u00f6nlichen Grund nach Donaueschingen: wegen seiner Freundin. Berufliche Herausforderungen jedoch waren dem heute 27-J\u00e4hrigen nicht fremd. Vor der Gr\u00fcndung von Zustello arbeitete er unter anderem bei der Deutschen Bahn als Disponent \u2013 ein Umfeld, in dem Organisation, Belastbarkeit und schnelle Entscheidungen zum Alltag geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Idee zu Zustello speiste sich aus eigenen Erfahrungen. Milot Kornell verbrachte nach dem Abitur mehrere Monate in Kanada und jobbte dort im Lieferservice. \u201eIch habe erlebt, wie selbstverst\u00e4ndlich das genutzt wird\u201c, sagt der 22-J\u00e4hrige. \u201eWenn man wenig Zeit hat oder einfach nicht mehr rauswill, ist das v\u00f6llig normal.\u201c Irgendwann stellten sich beide dieselbe Frage: Warum eigentlich nicht hier?<\/p>\n<p>Warum hier? <\/p>\n<p>Kennengelernt haben sich Kornell und Fernandez im Fitnessstudio, zun\u00e4chst als Kollegen. Aus dem gemeinsamen Training entwickelte sich eine Freundschaft \u2013 und aus Gespr\u00e4chen schlie\u00dflich eine Gesch\u00e4ftsidee. Es folgten Monate der Vorbereitung, des Abw\u00e4gens, der Improvisation. \u201eWir haben wirklich bei null angefangen\u201c, sagt Fernandez. \u201eOhne Namen, ohne Reichweite, ohne fertige Strukturen.\u201c<\/p>\n<p>Bestellt wird heute \u00fcber eine eigene Website, auch Kartenzahlung ist m\u00f6glich. Die technische Grundlage erarbeiteten die Gr\u00fcnder selbst. \u201eWir haben eine Software gefunden, die zu uns passt, und uns intensiv eingearbeitet\u201c, sagt Kornell. Vieles sei Learning by Doing gewesen.<\/p>\n<p> An T\u00fcren geklingelt <\/p>\n<p>Noch \u00fcbernehmen beide s\u00e4mtliche Aufgaben selbst \u2013 von der Ansprache der Restaurants \u00fcber den Kundenkontakt bis hin zur Auslieferung. \u201eWenn viel los ist, fahren wir beide gleichzeitig\u201c, sagt Fernandez.<\/p>\n<p>Um Partner zu gewinnen, gingen sie den direkten Weg. \u201eWir haben an T\u00fcren geklingelt, unser Konzept vorgestellt und gefragt, ob Interesse besteht\u201c, sagt Kornell. Acht Restaurants sind derzeit angebunden, rund 20 weitere wurden angesprochen. Absagen geh\u00f6rten dazu. \u201eGerade am Anfang hie\u00df es oft: Wir warten erst einmal ab\u201c, sagt Fernandez. \u201eMan muss sich Vertrauen und einen Namen erarbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Das kulinarische Angebot haben die beiden jungen M\u00e4nner bewusst breit angelegt: D\u00f6ner, Sandwiches, Pizza, Bowls, Pasta und asiatische K\u00fcche sind mit dabei. Zustello ist t\u00e4glich von 12 bis 22 Uhr im Einsatz. Geliefert wird in Donaueschingen, im St\u00e4dtedreieck und in mehreren umliegenden Ortschaften \u2013 mit wachsendem Radius.<\/p>\n<p> Zus\u00e4tzliche Ums\u00e4tze  <\/p>\n<p>Zwischen 20 und 40 Bestellungen pro Tag werden derzeit abgewickelt. \u201eDas schwankt nat\u00fcrlich\u201c, sagt Kornell. \u201eAber insgesamt zeigt die Kurve klar nach oben.\u201c<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Gastronomie\" title=\"Gastronomie\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gastronomie<\/a> sehen die Gr\u00fcnder Vorteile. \u201eGerade abends oder an ruhigeren Tagen kann ein Lieferservice zus\u00e4tzliche Ums\u00e4tze erm\u00f6glichen\u201c, sagt Fernandez. Zustello verstehe sich dabei als Erg\u00e4nzung, nicht als Ersatz. \u201eDas Restaurantgef\u00fchl bleibt einzigartig\u201c, betont Kornell. \u201eAusgehen wird dadurch nicht verdr\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit der Corona-Pandemie habe sich das Konsumverhalten sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert, sagen beide. \u201eEs wird mehr online bestellt, mehr zu Hause gegessen\u201c, sagt Fernandez. Gleichzeitig sei der Alltag vieler Menschen eng getaktet. Genau dort setze Zustello an: \u201eEssen bestellen sollte kein Luxus sein\u201c, sagt Kornell. \u201eBis kurz vor dem Essen noch bestellen zu k\u00f6nnen \u2013 und das zu fairen Preisen \u2013 das ist unser Anspruch.\u201c<\/p>\n<p> Menschen sind neugierig <\/p>\n<p>Der Weg dorthin verl\u00e4uft nicht ohne Br\u00fcche. \u201eEs gibt Phasen, da l\u00e4uft alles reibungslos\u201c, sagt Fernandez. \u201eUnd dann gibt es Tage mit technischen oder organisatorischen Herausforderungen.\u201c Dennoch \u00fcberwiegt die positive Resonanz. \u201eDas Feedback ist sehr wertsch\u00e4tzend\u201c, berichtet Milot Kornell. \u201eViele sagen: Endlich gibt es das.\u201c Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht? Dieses Vorurteil erleben die beiden kaum. \u201eDie Menschen sind neugierig\u201c, macht Brandon Fernandez deutlich. \u201eUnd offen f\u00fcr Neues.\u201c<\/p>\n<p> Essen auf Bestellung  <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Lieferdienste<\/strong><br \/>geh\u00f6ren f\u00fcr viele Menschen inzwischen zum Alltag. Laut Statista bestellt rund jeder dritte Deutsche mindestens einmal im Monat Essen nach Hause, etwa jeder Vierte sogar w\u00f6chentlich. Besonders gefragt sind Pizza, Burger und asiatische Gerichte. Zugleich w\u00e4chst die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Angeboten. Erste Essenslieferungen gab es in Deutschland bereits in den 1960er-Jahren, verbreitet wurden sie vor allem mit dem Pizza-Boom der 1980er. Einen starken Schub erhielt der Markt durch die Digitalisierung ab den 2000er-Jahren und die Corona-Pandemie: 2021 erreichte der Online-Markt f\u00fcr Essensbestellungen ein Volumen von mehreren Milliarden Euro. Viele Restaurants nutzen Plattformen wie Lieferando, Wolt oder Uber Eats, zahlen daf\u00fcr jedoch Provisionen von teils bis zu 30 Prozent. Parallel gewinnen eigene Lieferdienste, Mehrwegverpackungen und Fahrradkuriere an Bedeutung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Regen prasselt gegen die Fensterscheiben, die Heizung l\u00e4uft, der Hunger meldet sich. 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